Die Coronavirus-Todeszahlen in Italien sind nicht besorgniserregend

Die Zahlen aus Italien klingen auf dem ersten Blick besorgniserregend: 475 Menschen mit dem Coronavirus starben an einem einzigen Tag! Die Zahlen sind schlimm, aber nicht schlimmer als in früheren Jahren, aus folgendem Grund:

Im Jahr 2018 starben 633.133 Menschen in Italien, jeden Tag 1.735 (statista). Die durchschnittliche Lebenserwartung bei Männern betrug 81 Jahre (statista). Frauen lebten 85 Jahre. 

Jetzt im Vergleich das Durchschnittsalter der im Jahr 2003 an den Folgen einer Coronavirus-Infektion Verstorbenen (Tagesspiegel): 79,5 Jahre. 70% der Opfer waren Männer, fast alle hatten schwerwiegende Vorerkrankungen. Diese Vorerkrankungen machten ein vorzeitiges Ableben wahrscheinlicher! Die Frage ist, inwieweit der Coronavirus ursächlich für den Tod war?

Die offene Frage ist, ob heute wegen der täglich 475 „Coronavirus-Toten“ dementsprechend mehr Italiener sterben als die „normalen“ 1.735 Toten/Tag?

Am Durchschnittsalter der Opferzahlen hat sich auch in der diesjährigen Grippewelle fast nichts geändert, eher sind die Opfer im Vergleich zu 2003 heute älter, siehe: 

  • „gut zehn Prozent der Opfer waren zwischen 60 und 69 Jahre alt
  • gut 31 Prozent der Toten waren 70 bis 79 Jahre
  • 44 Prozent waren zischen 80 und 89 Jahre alt
  • 14 Prozent waren älter als 90″ (stern)

„Das Durchschnittsalter der an Covid-19 erlegenen Männer liegt im Schnitt bei 79, das der Frauen bei 84 Jahren.“ (rainews)

Die Menschen sterben also an dem Coronavirus in einem Alter, wo statistisch gesehen, das Lebensende sowieso nahe ist.

Ich frage mich, auf welcher Basis die Welt lahmgelegt wird, den Menschen Angst eingejagd und teilweise sogar Ausgangssperren verhängt werden?

Zur Lösung der Corona-Angst würde ich vorschlagen, den Betroffenen eine Placebo-Schutzimpfung anzubieten, einfache Kochsalzlösung, garantiert ohne Nebenwirkungen. Ansonsten werden sich in den Supermärkten die Leute noch wegen der letzten Klopapier-Rolle im Regal die Köpfe einschlagen, was bereits passiert (telezüri). Was würde erst passieren, wenn wirklich mal eine gefährliche Epidemie ausbricht?

5 Gedanken zu „Die Coronavirus-Todeszahlen in Italien sind nicht besorgniserregend“

  1. Das Problem liegt in der Überlastung und dem folgenden Zusammenbruch der medizinischen Versorgung für alle Menschen. Die Intensivstationen waren auch bisher ordentlich ausgelastet, aber mit ganz anderen Fällen. Diese anderen Fälle können in Italien auch nicht mehr versorgt werden. Deine Einschätzung bezüglich einer mit dem Alter zunehmenden Wahrscheinlichkeit zu sterben, wird von den italienischen Ärzten natürlich geteilt. Beatmet werden die jüngeren Patienten – die Älteren muss man zwangsläufig sterben lassen. Sollte man das Problem nicht in den Griff bekommen, werden in der Folge auch jüngere Patienten vermehrt sterben.

    Die Krankheit ansich ist nicht außerordentlich tödlich, – vergleiche einmal Ebola etc. . Der Zusammenbruch des Gesundheitssystems ist außerordentlich tödlich – und zwar auch für jüngere Patienten.

      1. Die Frage ist aber auch, ob die Krankenhäuser in Folge der Panikmache geflutet wurden. Sicherlich würden im Normalfall viele Menschen zu Hause oder in Alters- / Pflegeheimen an Lungenentzündungen versterben. Man sollte also auch Sterbefälle in diesen Einrichtungen betrachten.

  2. Bei der Influenza, auch „echte“ Grippe oder Virusgrippe genannt, wurden in Deutschland für die Wintersaison 1995/96 etwa 30.000 zusätzliche Todesfälle und für die Wintersaison 2012/2013 die Zahl von 29.000 Fällen ermittelt.

    Zu dieser statistischen „Übersterblichkeit“ merkt Wikipedia an:
    „Diese Berechnungen stellen Schätzungen dar. Sie differenzieren nicht zwischen Todesfällen infolge von Grippe, von grippeähnlichen Viruserkrankungen oder wegen sekundärer Lungenentzündungen. (…) Betroffen sind in der Regel chronisch kranke, ältere Menschen, welche durch die zusätzliche Belastung einer Grippeerkrankung gefährdet sind. Die in der Todesursachenstatistik direkt gezählten Influenzatodesfälle sind dagegen unerheblich. Das Statistische Bundesamt in Deutschland ermittelte für die Zeit zwischen 1998 und 2007 jährlich zwischen 3 und 34 Fälle mit Virusnachweis (J10) und zwischen 63 und 330 jährlich ohne“.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Influenza

    Um Grippeviren machte man also kein großes Aufhebens, obwohl sie in Deutschland das 1000-fache der aktuellen Corona-Opferzahlen forderten. Man wusste schon damals, was heute viele vergessen: Vorwiegend alte Leute sterben mit oder am Virus und im letzteren Fall (aufgrund Vorbelastungen) meist nur ein wenig früher als ohne Virus – und selbst diese „Lebensverkürzung“ kann man so gut wie nicht am einzelnen Patienten festmachen, sondern nur durch statistische Vergleiche zweier Winter fürs ganze Volk mit einer gewissen (unsicheren) Wahrscheinlichkeit beziffern.

    Und in der winzigen Teilmenge, die die Bundesstatistiker 1998 – 2007 als eindeutige Grippetoten gelten ließen (wohl aufgrund eindeutiger Symptome plus fehlenden Todesursache-Alternativen?) lag nach obigen Zahlen in 90 – 95 % der Fälle nicht einmal ein Virusnachweis vor!
    Das ist nur auf den ersten Blick merkwürdig: Grippe-Symptome sind (im Gegensatz zu Corona-Symptomen) eindeutiger erkennbar und ein todkranker und zuletzt nur mit Grippesymptomen behafteter Greis wird nicht lange untersucht, sondern halt auf seine Symptome hin behandelt und dann als Grippetoter gemeldet, wenn keine Fremdeinwirkung o.ä. zu klären ist – den Aufwand für nachträgliche Virus-Tests macht niemand, solange es nicht vorgeschrieben ist und nicht bezahlt wird.

    Für Nicht-Paniker wäre es vor dem Hintergrund dieses Wissens kaum erstaunlich, wenn nach diesem besonders milden Winter 2019/2020 die Gesamtzahl aus Grippe- und Corona-Toten wesentlich niedriger ausfällt als in den Vorjahren! Da fragt sich nur, welcher Teufel die Experten reitet, dass sie der Panik nicht entgegentreten?

    Mit den Worten von Dr. Wodarg:
    Gäbe es keinen Corona-Test (sprich: hätte die Menschheit von der Corona-Ausbreitung keine Ahnung), dann würden die Schlagzeilen von einer zwar normalen Grippewelle berichten, die aber in Italien wieder einmal besonders hart zuschlägt, weil das dortige Gesundheitssystem hoffnungslos marode ist.

    Noch eine Erfahrung am Rande:
    Googelt man nach „EU hilft Italien“, findet man auf der ersten Seite aktuell keine Berichte über helfende Europäer, dafür zwei über die großzügige Hilfe der Chinesen.
    Ein lobender aus Österreich:
    „China-Mega-Hilfe für Italien / Während EU auf Finanzmarkt schaut“,
    https://zackzack.at/2020/03/11/china-mega-hilfe-fuer-italien-waehrend-eu-auf-finanzmarkt-schaut/
    Und ein argwöhnischer aus Deutschland:
    „China will in der Corona-Krise helfen: Nächstenliebe oder Propaganda?“,
    https://www.rnd.de/politik/corona-china-hilft-europa-in-krise-nachstenliebe-oder-propaganda-WD44UZDTSFEM7PPHWNOEGVLLM4.html

    Die weiteren Treffer handeln zwar von „Europäern“, aber von Corona-fremden und sehr eigennützigen Hilfen:
    Flucht & Migration. Reiseverbote. Rezessionsängste (Euro-Kritiker Henkel warnt: „Italien wird ein Riesenproblem für die EU werden“).
    Nur einer von gestern behandelt die (ausbleibende) EU-Hilfe:
    „Wo bleibt Europa? / Das Corona-Krisenmanagement der EU ist bis dato mangelhaft“,
    https://www.ipg-journal.de/regionen/europa/artikel/detail/wo-bleibt-europa-4168/

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