Thomas Moser schreibt aufrüttelnden Bericht vom Amri-Untersuchungsausschuss

Thomas Moser ist einer der wenigen investigativen und kritischen Journalisten. Als einziger berichtet er bei „Telepolis“ über die Hintergründe des Anschlages im berliner Breitscheidplatz, die der Untersuchungsausschuss des Bundestages gerade aufdeckt. Es geht darum, ob der (angebliche) Einzeltäter Amri alleine war oder den Anschlag zusammen mit weiteren Terroristen beging. Die Bundestagsabgeordneten haben eine konkrete Person in Verdacht, die offenbar von den Behörden geschont wird. Handelt es sich um einen Informanten der Geheimdienste oder um eine Vertrauensperson der Polizei? Das alles erinnert stark an den NSU-Komplex, als dutzende Untersuchungsausschüsse vergeblich solchen Fragen nachgingen.

Im Gegensatz zu den Informanten des Geheimdienstes, konnten Abgeordnete niemals die Identitäten der „Vertrauenspersonen“ der Polizei erfahren. Der thüringer Ausschuss warnte daher vor einem

„… intolerablen kontrollfreien Raum im Bereich der Exekutive. Im Gegensatz zum Einsatz nachrichtendienstlicher Mittel durch den Verfassungsschutz unterliegt der Einsatz von VP im Rahmen von Strafverfahren keinerlei parlamentarischer Kontrolle. Dies ist umso schwerwiegender, als auch keinerlei richterliche Kontrolle ausgeübt wird.“ (Landtag, Thüringen, zweiter NSU-UA, Abschlussbericht, 29.08.19, S. 1858)

Während der Lektüre seines Artikels fragte ich mich, wann die Bundestagsabgeordneten von der Regierung wieder „eingefangen“ werden. Im Moment ist das „Entsetzen“ im Ausschuss über die Vorgänge in den Behörden groß. Am Ende des Tages wird es allerdings wieder so sein, wie beim NSU-Komplex zu beobachten war: Nachdem die erste Empörungswelle abgeklungen ist, werden die Abgeordneten den Behörden nur „Pannen“ vorwerfen und sie gleichzeitig von „Mitwirkung“, „Mitwisserschaft“ und „Vertuschung freisprechen. Den Behörden wird ein „Persilschein“ ausgestellt. Bestes Beispiel ist der damalige Vorsitzende des ersten NSU-Untersuchungsausschusses Sebastian Edathy (SPD).

Edathy: „Keinerlei Indizien“ für staatliche NSU-Unterstützung!?!

15 Gedanken zu „Thomas Moser schreibt aufrüttelnden Bericht vom Amri-Untersuchungsausschuss“

    1. Die Ungereimtheiten könnten aufgelöst werden, wenn Amri gar nicht hinter dem Lenkrad saß. Wenn ich Abgeordneter im Bundestag wäre, würde ich genau die Beweislast gegen ihn prüfen, z. B. Fingerabdrücke/DNA in der Fahrerkabine. Ggf. würde sich dann die Frage stellen, ob es wirklich ein islamistischer Terroranschlag war.

  1. Ein „Täter“, der vor seiner Tat schon intensivst (aber folgenlos) beobachtet wurde und dessen „Inhaberschaft“ von 14 Tarn-Identitäten quasi direkt nach der Tat dem geneigten Publikum gemeldet werden konnte, ist Teil einer (behördlich geschonten?) Bande, die die Identitäten und Bewegungsprofile ihrer Bandenmitglieder routinemäßig (und behördlich „geduldet“?) verschleiert.

    So ein Spiel kann man als wackere Sicherheitsbehörde mal mitspielen, wenn es denn der Wahrheitsfindung dient, sprich: wenn die Bande zwar zeitverzögert, dafür aber umso gründlicher (mit Stumpf und Stil) ausgehoben wird. Steht uns dieser Zugriff also noch bevor und muss derzeit als Staatsgeheimnis geleugnet bzw. verschleiert werden, um die Bande nicht zu warnen?

    Danach sieht es überhaupt nicht aus: Amri hatte diesen Bekannten, Amri hatte jenen Bekannten, Amris Spuren führen sozusagen zu fast allen ernstzunehmenden Islamisten auf deutschem Boden. Solche seit langem und ständig zu hörenden Nachrichten müssten (selbst bei Einstufung der konkret genannten Personenbezüge als gezielt gestreute „Fake News“) bei jedem „Amri-Komplizen“ zu einer Dauer-Alarmstimmung führen.

    Die wohl aus der Regierungsebene heraus veranlasste eilige Abschiebung mutmaßlicher „Amri-Komplizen“, bevor Gerichte und Parlamente ihnen auf den Zahn fühlen können, sieht auch nicht gerade nach Vorbereitung eines Zugriffs aus.
    Sie erinnert eher an das BMZ-Trio, das als kleinstmögliche Terrorzelle exklusiv mit Scheinwerfern angestrahlt wird, obwohl (bzw.: weil) es in einem Pool schützenswerter und geschützter V-Leute, Kronzeugen, geschonter Mitläufer etc. schwamm.

    Und so wie sogar das BMZ-Trio selber nach einem V-Leute-Trio aussieht, zeigte sich der als „Amri“ bezeichnete Attentäter bzw. Lkw-Fahrer als zuverlässig steuerbarer Profi.

    Ein Profi mit Superman-Qualitäten: Er steuert den geraubten Lkw, dessen gekidnappten ursprünglichen Fahrer er ungefesselt neben sich sitzen lassen kann und erst kurz vor oder beim eigentlichen (Weihnachtsmarkt-)Attentat messern und erschießen muss. Trotz dieses „Einzelkämpfer-Mehrfach-Jobs“ braucht er den eigenen Selbstmord nicht einkalkulieren: Einem wie ihm gelingt die Flucht aus dem gestoppten Lkw durch die Menge – nicht ohne den zweiten Superman nach mehreren Kilometern Rennerei abgehängt zu haben (=den durchtrainierten, aber namenlosen und inzwischen fast vergessenen „Pakistani-Jäger“).

    Damit eine überzeichnete Superman-Rolle das mühsam drumherum gebastelte Narrativ nicht zerquetscht bzw. ins Reich der Fiktionen bugsiert, sollte der Superman/Täter leibhaftig in Behördenhände gelangen – vorzugsweise als Leiche, wie bei Böhnhardt/Mundlos, aber idealerweise im Ausland, wo die genauen Umstände unseren neugierigen Abgeordneten nicht offengelegt werden müssen.

    Dem Superman sind dabei allerdings zwei Fehler unterlaufen (mit der Vorab-Info an Pegida-Bachmann sind es eigentlich drei).
    Denn zum Ableben hatte er sich ausgerechnet das italienische Provinznest ausgesucht, von dem „sein“ Lkw samt polnischen Fahrer nach Berlin fuhr, um sich von ihm entführen zu lassen.
    (Böse Zungen könnten auf den Gedanken kommen, er habe schon dort – kurz vor Beginn der Fahrt des Lkws nach Berlin – seine DNA im Fahrerhaus platziert, weil die barrierefreiste Variante einer Rückkehr nach Italien darin besteht, bis zur eigenen Erschießung Italien gar nicht zu verlassen.)

    Zweiter „Fehler“: Er hat „seine“ Papiere im Fahrerhaus vergessen. (Bestimmt wollte er stattdessen einen „Bekennerbrief“ hinterlassen. Wenn er diesbezüglich nicht an der inzwischen fast schon sprichwörtlichen „NSU-Demenz“ der braunen Kollegen / Konkurrenten litt, dann hat er wohl die seit Mohammed Atta eingebürgerte islamistische Unart des „Ausweis-Hinterlassens“ übernommen.)

    Immerhin hatte er wenigstens – um seine Flucht zu erleichtern bzw. einen Fluchtvorsprung zu erlangen – „seine“ Papiere im Fahrerhaus teuflisch gut versteckt: Die Behörden brauchten fast einen Tag zum Auffinden. Dass in diesen Papieren der Name „Amri“ nicht auftaucht, spielt keine Rolle. Wir „wissen“ doch, dass es eine der 14 Tarn-Identitäten ist, die ganz bestimmt niemand anderer genutzt oder gar in betrügerischer Absicht im Fahrerhaus platziert hat!

    Die DNA im Lkw könnte also identisch sein mit der des in Italien erschossenen Mannes – ohne dass die Anwesenheit des Erschossenen auf dem Breitscheidplatz damit bewiesen wäre. Ob der in tiefer Nacht in Italien Erschossene „Amri“ heißt oder sich (zur Tarnung) nur so nannte oder er mit „Amri“ aus irgendeinem Grund „verwechselt“ bzw. „vertauscht“ wird, ob die Umstände seiner Erschießung wahrheitsgemäß berichtet werden – das alles sind zwar Fragen, deren Beantwortung das dubiose Breitscheidplatz-Narrativ in ein noch schieferes Licht als bisher schon rücken können.

    Die Antworten darauf werden uns aber nicht verraten, ob „der Täter“ ein Einzeltäter war, welcher Ideologie oder Lohnbuchhaltung er angehört(e) und ob er (wo?) heute noch lebt. Nur wenn er noch lebt und sich glaubhaft als „der Täter“ ausweisen könnte, würden wir (vielleicht) erfahren, wie bei 15 km/h auf einem nicht allzu belebten Platz Dutzende Menschen geschädigt wurden, deren Schicksale (im Unterschied zu vergleichbaren Ereignissen) ganz überwiegend so merkwürdig diskret aus den Schlagzeilen rausgehalten wurden und werden.

  2. „Die Antworten darauf werden uns aber nicht verraten, ob „der Täter“ ein Einzeltäter war, welcher Ideologie oder Lohnbuchhaltung er angehört(e) und ob er (wo?) heute noch lebt. Nur wenn er noch lebt und sich glaubhaft als „der Täter“ ausweisen könnte, würden wir (vielleicht) erfahren, wie bei 15 km/h auf einem nicht allzu belebten Platz Dutzende Menschen geschädigt wurden, deren Schicksale (im Unterschied zu vergleichbaren Ereignissen) ganz überwiegend so merkwürdig diskret aus den Schlagzeilen rausgehalten wurden und werden.“ (Zitatende)

    „Wir“ sollten nicht den gleichen Fehler begehen, wie einige
    sogenannte Aufklärer und den eigentlichen Anschlag unterschwellig in Zweifel ziehen. Auch das ganze Theater um den „gelben Bus“, ist einfach nur albern. Damit verhöhnen wir die Opfer und deren Leid ein weiteres mal. Es hat diesen Anschlag gegeben, die Opfer und deren Namen sind bekannt und natürlich gibt es Videos, die auch die Opfer zeigen. Auch ob der LKW nun 15 km/h fuhr oder 45 km/h ist meiner Meinung nach unerheblich. Man ist auch bei 15km/h tot, wenn man von diesem Gefährt überrollt wird. Warum die Namen der Opfer und deren Schicksal so diskret aus der Öffentlichkeit herausgehalten werden, ist ja mehr als offensichtlich. Die größte Kanzlerin aller Zeiten, will mit allen Mitteln verhindern, dass sie in irgendeiner Weise durch ihre desaströse Flüchtlingspolitik, mit diesem Anschlag in Verbindung gebracht wird. Die Medien spielen da natürlich mit. Dabei trägt sie natürlich zumindestens die politische Verantwortung. Deshalb keine Fotos und Namen auf Seite 1, die es natürlich bei den „richtigen“ Opfern gegeben hätte. Genau wie bei dem kleinen Leo in Frankfurt, dessen Leben in Vorfreude auf eine Urlaubsreise, unvermittelt auf einem Gleis endete. Es ist so als hätte es diese Tat und sein unschuldiges Opfer nie gegeben.
    Keine Bilder, keine Namen, keine Emphatie.
    Eine Schande für dieses Land!

  3. „Warum die Namen der Opfer und deren Schicksal so diskret aus der Öffentlichkeit herausgehalten werden, ist ja mehr als offensichtlich. Die größte Kanzlerin aller Zeiten, will mit allen Mitteln verhindern, dass sie in irgendeiner Weise durch ihre desaströse Flüchtlingspolitik, mit diesem Anschlag in Verbindung gebracht wird.“

    Könnte sein. Oder auch nicht.
    Alternativ-Variante (rein fiktiv, aber nicht weniger plausibel): Kräfte im Sicherheitsapparat, die Merkel nicht so mögen (wegen NSU-Krise, Flüchtlingen, „Linksruck der CDU“ oder was auch immer) wollen mit einem vermeintlichen Flüchtlings-Anschlag am Ast der Flüchtlings-Kanzlerin sägen (oder sie zumindest zurückstutzen, z.B. auf transatlantisch verträgliches Vasallen-Format, siehe Nord Stream 2).

    Denn die Dienste, die „Amri“ quasi in Echtzeit auf dem Schirm haben, jagen erst mal 18 Stunden einen Pakistani, bevor sie das tun, was sie dem Pegida-Bachmann (aber nicht Merkel?) schon gleich nach dem Attentat gesteckt hatten: sich nach dem Tunesier („Amri“) umgucken, dessen eine Tarnidentiät (von exakt vierzehn bereits vor dem Anschlag aktenkundigen) sie nach diesen 18 Stunden endlich „finden“. Moslemischer Migrant ist der eine wie der andere – Merkel profitiert also nicht vom Chaos.
    Ganz im Gegenteil, der deutsche Michel lernt: Auf Flüchtlings-Chaos folgt Fahndungs-Chaos und nur die Italiener greifen mit dem richtigen Riecher und der nötigen Härte durch.

    Auch bei der Einordnung und Nachbereitung des Anschlags gab es sichtbar unterschiedliche Vorlieben z.B. zwischen Bundesregierung und dem Innensenator des Landes Berlin: Dieser wollte den unter merkwürdigen Umständen getöteten Lkw-Fahrer Urban unbedingt als Helden ehren, wogegen die Bundesregierung das Thema Urban mit einem (von Misstrauen gegenüber den beteiligten Behörden geprägtem?) Schweigen abhandelte.

    Bleibt noch die Frage, warum Benjamin Netanyahu das eine israelische Opfer (zur Empörung der Familie) nicht als Terror-, sondern nur als Unfall-Opfer einstufen wollte. (Einen Mossad-Anschlag würde ich mal ausschließen, es geht nur um die mediale Nutzung des Ereignisses für eigene Zwecke.)

    Vielleicht wollte er, dass die „Bio-Deutschen“ sich nicht als nur zufälliges Opfer („Kollateralschaden“) eines antijüdischen Anschlags sehen? Die Abwanderung von Nahost-Moslems nach Europa will er zwar bestimmt nicht stoppen, aber vielleicht eine allzu gute Integration speziell dieser Migranten, aus der in ein, zwei Jahrzehnten eine mächtige inner-europäische Palästinenser-Lobby erblühen könnte?

  4. Für die Tötung von 12 und Verletzung von 56 Menschen am Breitscheidplatz gibt es keine konkreten Belege, nur Behauptungen der Behörden. Amri wurde getötet. Damit wurde der deutsche Staat befreit die Beweise seiner Schuld in einem Gerichtsverfahren vorzulegen, die dann von Anwälte geprüft bzw. gerügt werden könnten. Laut Unfallstatistiken liegt die Wahrscheinlichkeit des Todes bei 15 kmh bei weniger al 5%. Mit dieser Geschwindigkeit hätte es dem LKW ganze 14 Sekunden gedauert durch den Markt zu fahren. Schon nach 2-3 Sekunden und Geschrei hätte jeder den LKW zur Kenntnis genommen. Bilder, die Minuten nach der Durchfahrt des LKW gemacht worden sind, sind mit einem Massaker nicht vereinbar. Diese Bilder zeigen höchstens 4-5 Menschen auf den Boden sitzend oder liegend.

    Wer sich mit dem Fall Breitscheidplatz befasst, soll seine Hausaufgaben zunächst machen, z.B. mein Buch „der gelbe Bus“ mal gründlich und kritisch lesen.

  5. Ich werde versuchen, auch wenn es mir schwer fällt, nicht gegen die Nettiquette zu verstoßem, man möge es mir nachsehen, aber was sie hier schreiben ist mehr als unredlich, man könnte es auch kurz und knapp unter aller S….. nennen.
    Genau solche Leute wie sie sind es , die die Umstände schaffen, warum es die Aufklärer so schwer haben und auf der anderen Seite die Behörden und Dienste so leicht. Man sattelt einfach auf eine Geschichte eine noch größere Verschwörungstheorie oben drauf und betreibt damit genau das Spiel, dass man angeblich versucht zu bekämpfen.
    Was ist die Intention dafür? Geht es nur darum im Vorweihnachtsgeschäft noch schnell ein paar Bücher zu verkaufen? Wobei ich immer noch nicht weiß, was denn dieser arme gelbe Bus, der ja nun nachweislich erst nach der Tat am Tatort auftauchte, denn so schlimmes getan haben soll. Welche Funktion soll er denn nun gehabt haben? Ich weiß es immer noch nicht, vielleicht können sie es mir erklären.
    Herr Davidssen, wir können uns gerne über die Rolle von Anis A. in diesem Spiel unterhalten. War er überhaupt der Täter, handelte er alleine oder hatte er Mitwisser, wurde der polnische LKW Fahrer vor Ort erschossen oder schon vorher, warum war das Füherhaus schon durchwühlt, wie kam es zum Passfund, warum lag sein Handy auf der Stossstange, wie gelang ihm unbemerkt die Flucht, warum wurde er in der Nähe des Ortes erschossen, wo der LKW beladen wurde usw. usw. Das sind alles sehr diskutable Dinge. Zumal es ja so scheint, dass ein befreundeter Geheimdienst die deutschen Behörden gebeten hat, seine schützende Hand über Amri zu halten, um noch mehr Informationen abzusaugen, was aber dann „dummerweise“ etwas zu lang geriet. Auch die Frage, ob sich in seiner direkten Nähe V-Leute aufhielten, inkl. seiner selbst,
    analog zum NSU, bleibt ja ungeklärt. Die genauen Umstände wissen weder sie noch ich und wir werden es, wie beim NSU, wahrscheinlich auch nie erfahren. Was in meinen Augen aber ein No-Go ist, dass sie durch wiederholtes Leugnen und Relativieren des eigentlichen Anschlagsgeschehens, den Opfern ein zweites mal mitten ins Gesicht schlagen und das ist nun das letzte, was sie verdient haben. Sollte es wirklich ihre Meinung sein, dass der Anschlag in dieser Form nicht stattgefunden hat, dann haben sie doch mal den Mut und klingeln zB. mal bei der Familie Rheinsberg und sagen denen, dass sie vor 2 Jahren nicht ihre geliebte Tochter verloren haben, sondern einen Sack Kartoffeln beerdigt haben. Wenn sie zufällig mal wieder in Berlin sind, trinken sie doch mal an der Weihnschtsmarktbude vom Herrn Köchel einen gepflegten roten Winzerglühwein und sagen ihm ins Gesicht, dass er zwar jetzt gehbehindert, aber tapfer, wieder an seinem Stand steht, aber nicht ein LKW seinen Stand zerlegt hat, sondern eine Böe an einem windigen Dezemberabend. Fragen sie Frau Heinemann, ob sie sich ihren gebrochenen Halswirbel nicht nur eingebildet hat, vergessen sie auch nicht Herrn Albers, dem leitenden Notarzt einen Besuch abzustatten, der das ganze Grauen sehen und delegieren musste. Er wird es nie mehr im Leben mehr vergessen.
    Dazu den jahrelangen Kampf mit Behörden und Versicherungen, um die schreckliche Tat wenigstens finanziell irgendwie zu überstehen und dann kommen sie daher und sagen, so hat das alles gar nicht stattgefunden. Ich weiß zwar schon wie es ausgeht, aber starten sie doch mal für die Leserschaft einen Selbstversuch und lassen sich mit 15 Km/h von einem Scania LKW anfahren. Mal gucken was ihre Unfallstatistik danach so sagt. Man verzeihe mir meinen Sarkasmus.
    Auch der Satz „Diese Bilder zeigen höchstens 4-5 Menschen auf den Boden sitzend oder liegend. “ ist eine Lüge. Jeder der es darauf anlegt und zwei gesunde Finger besitzt, kann im Internet Videos und Bilder finden, die schlimme Dinge zeigen, aber wahrscheinlich hat der BND wieder seine Gummipuppen aus der Asservatenkammer geholt oder ein paar Statisten von „Berlin-Tag und Nacht“.
    Nein, hier sind echte, zufällig am falschen Ort anwesende Menschen, sinnlos gestorben, zu Krüppeln gemacht oder physisch schwerst traumatisiert worden. Mögen die Verantwortlichen dafür in der Hölle schmoren und Sie sollten sich entschuldigen.
    In diesem Sinne, frohes Fest!

    1. Ich denke, weder Herr Davidsson noch andere sogenannte Anschlagsleugner machen es sich leicht mit ihren Vermutungen oder sind menschlichem Leid gegenüber gleichgültig.

      Die Fragen zum Tatgeschehen und dem mutmaßlichen Attentäter, die Sie großzügig anbieten, mit Herrn Davidsson zu besprechen, wurden und werden auch von Anschlagsskeptikern intensiv diskutiert – und haben eben deshalb zu Mutmaßungen geführt, die einen realen Anschlag infrage stellen oder verneinen.

      Wenn diese hypothetische Infragestellung eines realen Anschlags das Resultat eines ernsthaften Ringens und Forschens ist – und das trifft auf den Autoren trotz einiger Detailungenauigkeiten zweifellos zu – dann besteht kein Grund, sich dafür zu entschuldigen, noch hindert das sonstige Aufklärung (Was für ein billiger Vorwurf!).

      Nebenbei hat der Autor in vielfacher Weise versucht, Kontakt zu Behörden, Zeugen und Opfern aufzunehmen und traf dabei meist auf eine Mauer des Schweigens. Das ist in seinem Buch anschaulich dokumentiert.

      Ihre demonstrative moralische Entrüstung, so nachvollziehbar sie zunächst scheint, wird die von Ihnen gewünschte Aufklärung vermutlich noch weniger voranbringen, denn es schwingen da – unbewußt vielleicht – nicht nur Überheblichkeit, versuchte Einschüchterung und Denkverbote mit, sondern auch die seltsame Annahme, daß sich ein mutmaßlich staatsterroristisches Geschehen (LIHOP oder MIHOP) innerhalb genau der ethischen Normen bewegen müsse, die Sie für angemessen halten und die Ihr Pietätsgefühl nicht verletzen und daß schon deshalb eine Terrorsimulation ausgeschlossen sei.

      1. besprechen, wurden und werden auch von Anschlagsskeptikern intensiv diskutiert – und haben eben deshalb zu Mutmaßungen geführt, die einen realen Anschlag infrage stellen oder verneinen

        ich hoffe, das passiert nicht in einer Weise, wie beim Pentagon-Anschlag an 9/11. Dort gab es einige Personen, die aus den Zeugenaussagen „herauslasen“, dass gar kein Flugzeug ins Pentagon geflogen sein konnte, sondern einfach drüberflog! Ein drüberfliegendes Flugzeug hat aber kein einziger Zeuge gesehen. http://911review.com/errors/pentagon/flyover.html

  6. Am 3. April 2019 haben „Mitglieder aller 12 Familien der Todesopfer vom Breitscheidplatz“ an die Fraktionsvorsitzenden des Bundestages gerichtet, in dem sie die Arbeit des Untersuchungsauschusses (dessen Einsetzung sie ein Jahr zuvor noch begrüßt hatten) detailliert und heftig kritisieren – und vor allem auch die blockierende Rolle von Behörden und Regierungsstellen, [1].

    Im Briefkopf sind die Namen aller 12 Todesopfer aufgeführt.
    Die Namen der unterzeichnenden Angehörigen erfährt man aus verständlichen Gründen nicht. Auch nicht den von „Astrid Passin, Sprecherin einer Angehörigengruppe von etwa 50 Betroffenen“ [2], was ebenfalls nicht zu beanstanden ist.

    Wie die Mutter des Todesopfers Christoph Herrlich dem Tagesspiegel [3], so hat auch Frau Passin der ZDF-Website die Veröffentlichung ihres Porträt-Fotos erlaubt [4].
    Frau Passin hätte sich dem ZDF-Publikum im September 2017 gerne auch in einer Live-Sendung mit Merkel gezeigt und war (nach einem vorangegangenen emotionalen SPIEGEL-TV-Auftritt) vom ZDF sogar dazu schon längst eingeladen worden, erhielt jedoch wenige Stunden vor der Live-Show die Ausladung aus Gründen, die sie nicht für glaubhaft hält („Ich denke, meine Fragen wären denen zu unbequem gewesen“ – sie wollte nämlich auf Anfrage des ZDF nicht offenlegen, was sie Merkel zu fragen gedenkt), [5].

    Vor zwei Wochen hat Frau Passin dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) ein ausführliches Interview gegeben, [6].
    Der Kontakt zum RND scheint ein bevorzugter zu sein, denn schon vorigen Monat zitierte die WELT [7] – die sonst wie ihr Schwesterblatt BILD durch Exklusiv- und Direktinterviews glänzt – Frau Passins Forderung via RND, Thomas de Maizière zu verhören, der „als Innenminister für die direkt nach dem Anschlag verhängte Informationssperre verantwortlich gewesen“ sei.

    Da sie als Sprecherin der Anschlags-Angehörigen Name, Gesicht und Courage zeigt, gibt es über Frau Passin zahlreiche Medienberichte. In allen liest man, dass sie beim Anschlag „ihren Vater verlor“ – merkwürdigerweise jedoch fast nie, welcher der 12 Toten denn nun ihr Vater war.

    An Frau Passin liegt dies bestimmt nicht: Im Merkur-Bericht über die ZDF-Ein- & Ausladung [5] wird auf die Danksagungs-Anzeige [8] verlinkt, die sie im Namen der (eigenen Familien-) Angehörigen in der Sächsischen Zeitung vom 25.02.2017 veröffentlicht hatte – mit Namen, Geburts- und Sterbedatum des Vaters.

    Medien leben überwiegend von Schreckensnachrichten und machen nichts lieber, als dem Schrecken einen Namen, ein Gesicht und eine „Homestory“ zu geben – das steigert Aufmerksamkeit und Auflage. Dass sie sich direkt nach dem Anschlag aus Pietätsgründen zurückhielten, kann man kaum kritisieren, auch wenn diese Pietät bei anderen Schreckens-Ereignissen (Motto: „BILD sprach zuerst mit dem Toten“) viel schwächer ausgeprägt war. Warum aber der (überhaupt nicht geheime) Name des toten Vaters seit drei Jahren und immer noch anscheinend einem Aussprech-Tabu unterliegt – während zugleich über Wort und Werke der lebenden Tochter mit deren vollem Namen berichtet wird – bleibt eine überaus klärenswerte Frage.

    Die fadenscheinige ZDF-Ausladung (weil Frau Passin nicht „der Druck der Live-Situation und die mediale Nachwirkung eines Auftritts vor einem Millionenpublikum zuzumuten ist“) ist jedenfalls eine Lüge mit kurzen Beinen: Frau Passins Anwalt hatte schon im März 2017 Merkel angeschrieben und um ein Treffen mit den Hinterbliebenen gebeten. Das wurde allerdings abgesagt“, [5].

    [1] https://www.radioeins.de/downloads/offener-brief-opfer-hinterbliebene/jcr:content/file.res/unbenannte_anlage_00022.pdf
    [2] https://www.tagesspiegel.de/politik/die-wunden-nach-dem-anschlag-wie-hat-berlin-den-terror-vom-breitscheidplatz-verarbeitet/25349412.html
    [3] https://www.tagesspiegel.de/berlin/ein-jahr-anschlag-am-breitscheidplatz-man-muss-sich-die-hinterbliebenen-als-gruppe-vorstellen/20689060-2.html
    [4] https://www.zdf.de/nachrichten/heute/zwei-jahre-nach-anschlag-auf-breitscheidplatz-entschaedigungen-und-enttaeuschte-angehoerige-100.html
    [5] https://www.merkur.de/politik/merkel-zdf-berlin-terror-opfer-terroranschlag-sendung-zr-8690105.html
    [6] https://www.rnd.de/politik/terroropfer-von-berlin-unser-vertrauen-ist-verspielt-worden-ZXT7N4XPB5BOLJGZKQVCOBUWQE.html
    [7] https://www.welt.de/politik/deutschland/article203527204/Anis-Amri-Opferfamilien-fordern-Vernehmung-von-Thomas-de-Maiziere.html
    [8] https://www.sz-trauer.de/danksagung/klaus-jacob/49292562

    1. Es wäre schön, wenn Herr Davidsson diesen Beitrag von bekir gründlich lesen und den link von G.Lehle
      https://www.youtube.com/watch?v=b1-Oy4q0PBE
      (hier kann die Geschwindigkeit des LKW mit mindestens 40 km/h
      geschätzt werden, anhand der parallel fahrenden Autos) ebenso gründlich analysieren würde und damit seine Ansicht eines angeblichen fake Geschehens am Breitscheidplatz revidieren muß.

  7. Nach Ermordeten türkischer und kurdischer Herkunft wurden Straßen benannt – aber erst nachdem sie 2011 von Behörden und Mainstreammedien von „Dönermord-Opfern“ in „NSU-Opfer“ umetikettiert worden waren.

    Am Tatort Breitscheidplatz hatte man dagegen zwar sofort die „richtige“ Täterherkunft: Islamist (auch der Pakistaner wäre dorthin verbucht worden, wenn er uns als Täter erhalten geblieben wäre) – aber man will den Opfern von Anfang an keinen Namen, kein Gesicht, kein Gedenken geben.

    Bei beiden Komplexen ist aber unübersehbar, dass staatliche Stellen nicht nur ganz tief mit drin stecken, sondern dass sie förmlich damit kokettieren, heiße (quasi „selbstbelastende“) Infos über längere Zeit hinweg wieder und wieder an die Öffentlichkeit durchzustechen (beim „NSU“ natürlich erst ab 2011). Äußerst interne Infos, an die sonst weder Medien noch Parlamentarier ran kämen – und nach denen sie in ihrer Arg- und Ahnungslosigkeit nicht mal fragen würden. Und bei beiden Komplexen ahnt man von Anfang an, dass da keine isolierten (d.h. unkontrollierten) Whistleblower am Werk sind. Und auch, dass bei aller demonstrativen Brisanz bestimmt kein großes Aufräumen und Zurücktreten, keine Disziplinar- und Strafverfahren folgen werden. Der klassische „limited hang-out“ also, aber als Langzeit-Projekt angelegt.

    Für Netanyahu, der das eine israelische Todesopfer zum „Verkehrsopfer“ verharmloste, habe ich ja schon einen (gut möglichen, aber nicht alternativlosen) Grund genannt – einen, der ihn zum (nachträglichen) Nutznießer / Trittbrettfahrer macht, so dass man ihn jedenfalls erst mal ausklammern kann, sowohl hinsichtlich Tätersuche als auch des Am-Köcheln-Haltens.

    Merkel als die große Migrations-Kanzlerin steht natürlich unter Generalverdacht des Verharmlosens und Verschleierns, aber ganz so einfach ist es nicht. Nicht nur dass Merkels Migrations-Begeisterung schon sehr doppelzüngig ist: Auch ein angenommener „Kanzler Seehofer“ müsste sich in Acht nehmen, dass ein zu starkes Anprangern von Migranten-Gewalt Gräben schafft, die man nicht mehr so leicht zuschütten kann und die sich dann wie in Frankreich und USA als nicht mehr beherrschbare Dauer-„Rassenkrawalle“ zeigen. Zynisch gesagt: Es ist ungefährlicher, braune Gewalt anzuprangern als Migranten-Gewalt – und es ist sogar lukrativer, wenn man an die Einbindung der „Antifa“ in die Staatsräson nach 2011 denkt. Welche Gruppe wollte man dagegen mit der Anprangerung von Migranten-Gewalt „einbinden“? Solange weder Durchschnitts-Deutsche noch „Prekäre“ wegen sozialer Einschnitte aufbegehren, fällt mir keine Gruppe ein, die man nicht mit subtileren Mitteln manipulieren und steuern könnte (statt eben mit „Hetze“).

    Nur, wer hat dann ein Interesse, dass die Sache am Köcheln bleibt? Hätten Kräfte, die Merkel stürzen wollen, den Segen des großen Bruders überm Teich, dann ginge alles ganz schnell und einfach, z.B. per Springer-Presse – Langzeitaktionen wie ein „nachbereiteter“ Anschlag sind dazu nicht nötig (und trotz gelegentlicher „Widerspenstigkeit“ dürfte Merkel für die USA immer noch als „altenativlos“ gelten).

    Das schuldbewusste Langzeit-Aufarbeiten des „NSU“-Themas dient m.E. der Anbiederung (über Deutschlands Türken) an den großen Sultan, der der NATO zu entgleiten droht. Deutschland als größter Vasall der USA erweist dem Hegemon also einen Dienst (bzw. befolgt evtl. sogar einen Befehl, genau werden wir das wohl nie erfahren).

    Die USA beobachten dennoch auch ihre Vasallen immer mit Argwohn, selbst die „braven“, und ganz besonders, wenn es eben große Vasallen sind, die immer auch als potenzielle politische Konkurrenten betrachtet werden (und in wirtschaftlicher Hinsicht sogar schon immer Konkurrenten waren). George Friedman vom halbstaatlichen US-Think-Tank STRATFOR hat vor ein paar Jahren offen ausgesprochen, dass die USA unter all ihren „Freunden“ (d.h. politischen Vasallen) insbesondere den Deutschen langfristig nicht über den Weg trauen.

    Die Politik der Nadelstiche (statt z.B. direkte Besetzung wie in Afghanistan), die Friedman seinem Land als Mittel zur effizienten Weltherrschaft dringend ans Herz legt, lässt sich bestens auch auf Freunde alias Vasallen anwenden, die man langfristig in Schach halten will (auch wenn Friedman dies nicht ganz so offen ausgesprochen hat). Beim NSA-BND-Abhörskandal (und seiner groß angekündigten, aber kläglich gescheiterten Aufkärung) hat sich gezeigt, wer im Apparat (bzw. dem „Tiefen Staat“) wirklich die Hosen anhat. Der ach so sanfte Obama hat der ach so resoluten Merkel gesagt, wo der Hase lang läuft. Warum sollte ein allzu perfekt funktionierendes Germany nicht auch ein bisschen durch gesellschaftliche Spaltung geschwächt werden, wie das die USA doch schon längst selber mitmachen?

  8. Laut Menschenrechte, besitzen Opfer von Tötungen das Recht auf die Wahrheit. Sie haben das Recht zu erfahren wann, wo und wie ihre Nächsten getötet wurden. Staaten haben ihrerseits die Pflicht Tötungen (Verletzungen des Rechts auf Leben) in angemessener Weise zu ermitteln. Die Kriterien was angemessen ist hat der Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte erarbeitet und benutzt sie in seiner Rechtsprechung.

    Wie jeder weiss, wurde der Verdächtigte des mutmaßlichen Massenmordes in Berlin (Anis Amri) nicht vor einem Gericht gestellt, denn er war tot. Er konnte weder seine Teilnahme widerlegen bzw. erklären. Der deutsche Staat hat seinerseits auch nicht die Schuld Amris durch eine öffentliche, unabhängige und gründliche Untersuchung festgelegt. Seine Schuld wurde durch seiner Tötung dekretiert. Das ist die Regel bei sog. islamistischen Terroranschlägen. Die Verdächtigen sterben alle in ungeklärten Umstände. Die Staaten befreien sich damit der Pflicht ihre Schuld sauber und gesetzlich festzulegen und spart sich viel Geld damit. Der deutsche Staat hat damit seine völkerrechtliche Pflicht gegenüber die Menschenrechtskonvention verletzt. Daher müssen Bürgern, die das Rechtsstaat erhalten wollen, selbst als Ermittler sich einsetzen, soweit sie es können. Das tue ich als ein ehrenamtlicher Beitrag in Deutschland. Von Bücherverkäufe kann ich zwar einige Brötchen kaufen, aber nicht viel mehr. Alle, die Rechtsstaatlichkeit wehren wollen, sind willkommen gemeinsam in der Aufklärung des Ereignisses in Berlin teilzunehmen. Ich würde es auch begrüssen, wenn Familien der Opfer sich für die Aufklärung des Tatbestandes sich einsetzen würden. Das würde mir Arbeit ersparen.

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