Thomas Moser schreibt aufrüttelnden Bericht vom Amri-Untersuchungsausschuss

Thomas Moser ist einer der wenigen investigativen und kritischen Journalisten. Als einziger berichtet er bei „Telepolis“ über die Hintergründe des Anschlages im berliner Breitscheidplatz, die der Untersuchungsausschuss des Bundestages gerade aufdeckt. Es geht darum, ob der (angebliche) Einzeltäter Amri alleine war oder den Anschlag zusammen mit weiteren Terroristen beging. Die Bundestagsabgeordneten haben eine konkrete Person in Verdacht, die offenbar von den Behörden geschont wird. Handelt es sich um einen Informanten der Geheimdienste oder um eine Vertrauensperson der Polizei? Das alles erinnert stark an den NSU-Komplex, als dutzende Untersuchungsausschüsse vergeblich solchen Fragen nachgingen.

Im Gegensatz zu den Informanten des Geheimdienstes, konnten Abgeordnete niemals die Identitäten der „Vertrauenspersonen“ der Polizei erfahren. Der thüringer Ausschuss warnte daher vor einem

„… intolerablen kontrollfreien Raum im Bereich der Exekutive. Im Gegensatz zum Einsatz nachrichtendienstlicher Mittel durch den Verfassungsschutz unterliegt der Einsatz von VP im Rahmen von Strafverfahren keinerlei parlamentarischer Kontrolle. Dies ist umso schwerwiegender, als auch keinerlei richterliche Kontrolle ausgeübt wird.“ (Landtag, Thüringen, zweiter NSU-UA, Abschlussbericht, 29.08.19, S. 1858)

Während der Lektüre seines Artikels fragte ich mich, wann die Bundestagsabgeordneten von der Regierung wieder „eingefangen“ werden. Im Moment ist das „Entsetzen“ im Ausschuss über die Vorgänge in den Behörden groß. Am Ende des Tages wird es allerdings wieder so sein, wie beim NSU-Komplex zu beobachten war: Nachdem die erste Empörungswelle abgeklungen ist, werden die Abgeordneten den Behörden nur „Pannen“ vorwerfen und sie gleichzeitig von „Mitwirkung“, „Mitwisserschaft“ und „Vertuschung freisprechen. Den Behörden wird ein „Persilschein“ ausgestellt. Bestes Beispiel ist der damalige Vorsitzende des ersten NSU-Untersuchungsausschusses Sebastian Edathy (SPD).

Edathy: „Keinerlei Indizien“ für staatliche NSU-Unterstützung!?!

6 Gedanken zu „Thomas Moser schreibt aufrüttelnden Bericht vom Amri-Untersuchungsausschuss“

    1. Die Ungereimtheiten könnten aufgelöst werden, wenn Amri gar nicht hinter dem Lenkrad saß. Wenn ich Abgeordneter im Bundestag wäre, würde ich genau die Beweislast gegen ihn prüfen, z. B. Fingerabdrücke/DNA in der Fahrerkabine. Ggf. würde sich dann die Frage stellen, ob es wirklich ein islamistischer Terroranschlag war.

  1. Ein „Täter“, der vor seiner Tat schon intensivst (aber folgenlos) beobachtet wurde und dessen „Inhaberschaft“ von 14 Tarn-Identitäten quasi direkt nach der Tat dem geneigten Publikum gemeldet werden konnte, ist Teil einer (behördlich geschonten?) Bande, die die Identitäten und Bewegungsprofile ihrer Bandenmitglieder routinemäßig (und behördlich „geduldet“?) verschleiert.

    So ein Spiel kann man als wackere Sicherheitsbehörde mal mitspielen, wenn es denn der Wahrheitsfindung dient, sprich: wenn die Bande zwar zeitverzögert, dafür aber umso gründlicher (mit Stumpf und Stil) ausgehoben wird. Steht uns dieser Zugriff also noch bevor und muss derzeit als Staatsgeheimnis geleugnet bzw. verschleiert werden, um die Bande nicht zu warnen?

    Danach sieht es überhaupt nicht aus: Amri hatte diesen Bekannten, Amri hatte jenen Bekannten, Amris Spuren führen sozusagen zu fast allen ernstzunehmenden Islamisten auf deutschem Boden. Solche seit langem und ständig zu hörenden Nachrichten müssten (selbst bei Einstufung der konkret genannten Personenbezüge als gezielt gestreute „Fake News“) bei jedem „Amri-Komplizen“ zu einer Dauer-Alarmstimmung führen.

    Die wohl aus der Regierungsebene heraus veranlasste eilige Abschiebung mutmaßlicher „Amri-Komplizen“, bevor Gerichte und Parlamente ihnen auf den Zahn fühlen können, sieht auch nicht gerade nach Vorbereitung eines Zugriffs aus.
    Sie erinnert eher an das BMZ-Trio, das als kleinstmögliche Terrorzelle exklusiv mit Scheinwerfern angestrahlt wird, obwohl (bzw.: weil) es in einem Pool schützenswerter und geschützter V-Leute, Kronzeugen, geschonter Mitläufer etc. schwamm.

    Und so wie sogar das BMZ-Trio selber nach einem V-Leute-Trio aussieht, zeigte sich der als „Amri“ bezeichnete Attentäter bzw. Lkw-Fahrer als zuverlässig steuerbarer Profi.

    Ein Profi mit Superman-Qualitäten: Er steuert den geraubten Lkw, dessen gekidnappten ursprünglichen Fahrer er ungefesselt neben sich sitzen lassen kann und erst kurz vor oder beim eigentlichen (Weihnachtsmarkt-)Attentat messern und erschießen muss. Trotz dieses „Einzelkämpfer-Mehrfach-Jobs“ braucht er den eigenen Selbstmord nicht einkalkulieren: Einem wie ihm gelingt die Flucht aus dem gestoppten Lkw durch die Menge – nicht ohne den zweiten Superman nach mehreren Kilometern Rennerei abgehängt zu haben (=den durchtrainierten, aber namenlosen und inzwischen fast vergessenen „Pakistani-Jäger“).

    Damit eine überzeichnete Superman-Rolle das mühsam drumherum gebastelte Narrativ nicht zerquetscht bzw. ins Reich der Fiktionen bugsiert, sollte der Superman/Täter leibhaftig in Behördenhände gelangen – vorzugsweise als Leiche, wie bei Böhnhardt/Mundlos, aber idealerweise im Ausland, wo die genauen Umstände unseren neugierigen Abgeordneten nicht offengelegt werden müssen.

    Dem Superman sind dabei allerdings zwei Fehler unterlaufen (mit der Vorab-Info an Pegida-Bachmann sind es eigentlich drei).
    Denn zum Ableben hatte er sich ausgerechnet das italienische Provinznest ausgesucht, von dem „sein“ Lkw samt polnischen Fahrer nach Berlin fuhr, um sich von ihm entführen zu lassen.
    (Böse Zungen könnten auf den Gedanken kommen, er habe schon dort – kurz vor Beginn der Fahrt des Lkws nach Berlin – seine DNA im Fahrerhaus platziert, weil die barrierefreiste Variante einer Rückkehr nach Italien darin besteht, bis zur eigenen Erschießung Italien gar nicht zu verlassen.)

    Zweiter „Fehler“: Er hat „seine“ Papiere im Fahrerhaus vergessen. (Bestimmt wollte er stattdessen einen „Bekennerbrief“ hinterlassen. Wenn er diesbezüglich nicht an der inzwischen fast schon sprichwörtlichen „NSU-Demenz“ der braunen Kollegen / Konkurrenten litt, dann hat er wohl die seit Mohammed Atta eingebürgerte islamistische Unart des „Ausweis-Hinterlassens“ übernommen.)

    Immerhin hatte er wenigstens – um seine Flucht zu erleichtern bzw. einen Fluchtvorsprung zu erlangen – „seine“ Papiere im Fahrerhaus teuflisch gut versteckt: Die Behörden brauchten fast einen Tag zum Auffinden. Dass in diesen Papieren der Name „Amri“ nicht auftaucht, spielt keine Rolle. Wir „wissen“ doch, dass es eine der 14 Tarn-Identitäten ist, die ganz bestimmt niemand anderer genutzt oder gar in betrügerischer Absicht im Fahrerhaus platziert hat!

    Die DNA im Lkw könnte also identisch sein mit der des in Italien erschossenen Mannes – ohne dass die Anwesenheit des Erschossenen auf dem Breitscheidplatz damit bewiesen wäre. Ob der in tiefer Nacht in Italien Erschossene „Amri“ heißt oder sich (zur Tarnung) nur so nannte oder er mit „Amri“ aus irgendeinem Grund „verwechselt“ bzw. „vertauscht“ wird, ob die Umstände seiner Erschießung wahrheitsgemäß berichtet werden – das alles sind zwar Fragen, deren Beantwortung das dubiose Breitscheidplatz-Narrativ in ein noch schieferes Licht als bisher schon rücken können.

    Die Antworten darauf werden uns aber nicht verraten, ob „der Täter“ ein Einzeltäter war, welcher Ideologie oder Lohnbuchhaltung er angehört(e) und ob er (wo?) heute noch lebt. Nur wenn er noch lebt und sich glaubhaft als „der Täter“ ausweisen könnte, würden wir (vielleicht) erfahren, wie bei 15 km/h auf einem nicht allzu belebten Platz Dutzende Menschen geschädigt wurden, deren Schicksale (im Unterschied zu vergleichbaren Ereignissen) ganz überwiegend so merkwürdig diskret aus den Schlagzeilen rausgehalten wurden und werden.

  2. „Die Antworten darauf werden uns aber nicht verraten, ob „der Täter“ ein Einzeltäter war, welcher Ideologie oder Lohnbuchhaltung er angehört(e) und ob er (wo?) heute noch lebt. Nur wenn er noch lebt und sich glaubhaft als „der Täter“ ausweisen könnte, würden wir (vielleicht) erfahren, wie bei 15 km/h auf einem nicht allzu belebten Platz Dutzende Menschen geschädigt wurden, deren Schicksale (im Unterschied zu vergleichbaren Ereignissen) ganz überwiegend so merkwürdig diskret aus den Schlagzeilen rausgehalten wurden und werden.“ (Zitatende)

    „Wir“ sollten nicht den gleichen Fehler begehen, wie einige
    sogenannte Aufklärer und den eigentlichen Anschlag unterschwellig in Zweifel ziehen. Auch das ganze Theater um den „gelben Bus“, ist einfach nur albern. Damit verhöhnen wir die Opfer und deren Leid ein weiteres mal. Es hat diesen Anschlag gegeben, die Opfer und deren Namen sind bekannt und natürlich gibt es Videos, die auch die Opfer zeigen. Auch ob der LKW nun 15 km/h fuhr oder 45 km/h ist meiner Meinung nach unerheblich. Man ist auch bei 15km/h tot, wenn man von diesem Gefährt überrollt wird. Warum die Namen der Opfer und deren Schicksal so diskret aus der Öffentlichkeit herausgehalten werden, ist ja mehr als offensichtlich. Die größte Kanzlerin aller Zeiten, will mit allen Mitteln verhindern, dass sie in irgendeiner Weise durch ihre desaströse Flüchtlingspolitik, mit diesem Anschlag in Verbindung gebracht wird. Die Medien spielen da natürlich mit. Dabei trägt sie natürlich zumindestens die politische Verantwortung. Deshalb keine Fotos und Namen auf Seite 1, die es natürlich bei den „richtigen“ Opfern gegeben hätte. Genau wie bei dem kleinen Leo in Frankfurt, dessen Leben in Vorfreude auf eine Urlaubsreise, unvermittelt auf einem Gleis endete. Es ist so als hätte es diese Tat und sein unschuldiges Opfer nie gegeben.
    Keine Bilder, keine Namen, keine Emphatie.
    Eine Schande für dieses Land!

  3. „Warum die Namen der Opfer und deren Schicksal so diskret aus der Öffentlichkeit herausgehalten werden, ist ja mehr als offensichtlich. Die größte Kanzlerin aller Zeiten, will mit allen Mitteln verhindern, dass sie in irgendeiner Weise durch ihre desaströse Flüchtlingspolitik, mit diesem Anschlag in Verbindung gebracht wird.“

    Könnte sein. Oder auch nicht.
    Alternativ-Variante (rein fiktiv, aber nicht weniger plausibel): Kräfte im Sicherheitsapparat, die Merkel nicht so mögen (wegen NSU-Krise, Flüchtlingen, „Linksruck der CDU“ oder was auch immer) wollen mit einem vermeintlichen Flüchtlings-Anschlag am Ast der Flüchtlings-Kanzlerin sägen (oder sie zumindest zurückstutzen, z.B. auf transatlantisch verträgliches Vasallen-Format, siehe Nord Stream 2).

    Denn die Dienste, die „Amri“ quasi in Echtzeit auf dem Schirm haben, jagen erst mal 18 Stunden einen Pakistani, bevor sie das tun, was sie dem Pegida-Bachmann (aber nicht Merkel?) schon gleich nach dem Attentat gesteckt hatten: sich nach dem Tunesier („Amri“) umgucken, dessen eine Tarnidentiät (von exakt vierzehn bereits vor dem Anschlag aktenkundigen) sie nach diesen 18 Stunden endlich „finden“. Moslemischer Migrant ist der eine wie der andere – Merkel profitiert also nicht vom Chaos.
    Ganz im Gegenteil, der deutsche Michel lernt: Auf Flüchtlings-Chaos folgt Fahndungs-Chaos und nur die Italiener greifen mit dem richtigen Riecher und der nötigen Härte durch.

    Auch bei der Einordnung und Nachbereitung des Anschlags gab es sichtbar unterschiedliche Vorlieben z.B. zwischen Bundesregierung und dem Innensenator des Landes Berlin: Dieser wollte den unter merkwürdigen Umständen getöteten Lkw-Fahrer Urban unbedingt als Helden ehren, wogegen die Bundesregierung das Thema Urban mit einem (von Misstrauen gegenüber den beteiligten Behörden geprägtem?) Schweigen abhandelte.

    Bleibt noch die Frage, warum Benjamin Netanyahu das eine israelische Opfer (zur Empörung der Familie) nicht als Terror-, sondern nur als Unfall-Opfer einstufen wollte. (Einen Mossad-Anschlag würde ich mal ausschließen, es geht nur um die mediale Nutzung des Ereignisses für eigene Zwecke.)

    Vielleicht wollte er, dass die „Bio-Deutschen“ sich nicht als nur zufälliges Opfer („Kollateralschaden“) eines antijüdischen Anschlags sehen? Die Abwanderung von Nahost-Moslems nach Europa will er zwar bestimmt nicht stoppen, aber vielleicht eine allzu gute Integration speziell dieser Migranten, aus der in ein, zwei Jahrzehnten eine mächtige inner-europäische Palästinenser-Lobby erblühen könnte?

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