Vorstellung des Buches „Mordfall Kiesewetter – der Tod einer verratenen Polizistin“

In den letzten Monaten schrieb ich das Buch „Mordfall Kiesewetter, der Tod einer verratenen Polizistin“. Grundlage sind die 54 Hauptordner der Sonderkommission, die im Internet veröffentlicht wurden. Ich konnte sie aus dem Internet herunterladen und die offizielle Darstellung überprüfen, ohne mich auf Medienberichte stützen zu müssen.

80% der rund 900 Fußnoten im Buch basieren auf Darstellungen in Polizeidokumenten, weitere 15% auf Aussagen von Polizisten und Staatsanwälten in parlamentarischen NSU-Untersuchungsausschüssen.

Ich bedanke mich bei „Freigeist“ für die Überarbeitungen, sowie „Riemenkarl“ und dem Blogger „Hintermbusch“ für die kostenfreie Überlassung von Texten, die sie im Internet veröffentlichten. Dank gebürt auch Hariolf Reitmaier für seine Hinweise auf Hintergründe.

Ich verzichte im Moment auf eine komplette Veröffentlichung auf meinem Blog, weil ich einen Verlag suche. Deshalb werde ich morgen lediglich das erste Kapitel ins Internet stellen. Sehr gerne können sich interessierte Verlage bei mir melden.

Am 17.01.2019 erhielt die Staatsanwaltschaft Heilbronn meine Anzeige gegen Unbekannt wegen Beihilfe zum Mord. Ich habe bis heute, 24.04.19, keine Antwort erhalten. Daher gehe ich davon aus, dass kein Ermittlungsverfahren eingeleitet wurde, da ich offenbar der Staatsanwaltschaft keinen Anfangsverdacht ausreichend begründen konnte. Einer Veröffentlichung dürfte daher nichts im Wege stehen.

Kapitel eins …

… beginnt wie alle kriminalistische Untersuchungen mit den Opfern. Wer war Michèle Kiesewetter (MK)? Wer ist Martin Arnold (MA)? Was ist über den Tatort bekannt? Besonderes Augenmerk kommt ungeklärten Sachverhalten zu, die auch beim Überfall eine Rolle spielten. MK war beispielweise in „schwarzen Einsätzen“ beteiligt, die nicht in den offiziellen Einsatzlisten stehen.

Kapitel zwei …

… gibt die letzten Tage der überfallenen Polizisten wieder.  MK war (wahrscheinlich) bereits Montag und Dienstag eingesetzt und am Tattag an eine andere Einheit ausgeliehen gewesen.

Kapitel drei …

… informiert, was am Tattag bis zum Überfall passierte. Es wird deutlich, dass am Vormittag ein Sondereinsatz auf der Theresienwiese stattfand.

Kapitel vier …

… rekonstruiert den Hintergrund und den Ablauf des Überfalls sowie den Raub der Ausrüstungsgegenstände. Warum fuhren MK und MA nochmals zur Theresienwiese, obwohl der Einsatz dort vorbei war?

Kapitel fünf …

… zeigt auf, dass am Einsatz beteiligte Kollegen früher als angegeben vom Überfall und vom Täterkreis informiert waren. Handelte es sich bei den blutverschmierten Männern zum Teil um Kollegen, bei den Fluchtfahrzeugen um zivile Fahrzeuge der Polizei?

Kapitel sechs …

… erklärt wie die Vertuschung des Sondereinsatzes seitens der Sonderkommission (Soko)-alt konkret durchgeführt worden sein könnte. Von Beginn an wäre eine Aufklärung des Verbrechens unmöglich gewesen.

Kapitel sieben …

… zeichnet die Ermittlungen der Soko-neu nach, die von 2009 bis 2011 vom Landeskriminalamt durchgeführt wurde. Die sogenannte „Selbstenttarnung des NSU“ beendete ihre Tätigkeit.

Kapitel acht …

… diskutiert: Was spricht dafür, dass es dem „Staatswohl“ dienlich sein könnte, einen Polizistenüberfall zu vertuschen?

Kapitel neun …

…zählt die Hinweise auf, dass der heilbronner Polizistenüberfall beim NSU „entsorgt“ worden sein könnte. Wie könnten die Ausrüstung und die Tatwaffen von Heilbronn nach Eisenach bzw. Zwickau gelangt sein?

Kapitel zehn …

… fragt, ob das „NSU-Trio“ bereits seit 1998 als Sündenböcke der Ceska-Mordserie eingeplant war.

Inhaltsverzeichnis

Mordfall Kiesewetter – die Ermordung einer verratenen Polizistin 4

Abkürzungsverzeichnis 5

Übersicht 6

Vorwort 7

Einführung) Der tiefe Staat in Deutschland 9

Teil I) Vorstellung der Opfer, ihres Umfeldes und des Tatortes 14

1. Michèle Kiesewetter und Martin Arnold 14

2. Einsätze von Kiesewetter bei der Bereitschaftspolizei (Bepo) Böblingen 15

2.1. „Russen-Mafia“ in Heilbronn und Neckarsulm 16

2.2. Gefährliche Situationen 17

2.3. Schutz von US-Kasernen und Gerichtsprozessen vor islamistischen Terroristen 19

3. Der Tatort Theresienwiese 19

4. Ungeklärte Hintergründe 20

4.1. Private Kontakte zwischen Kriminellen und Kiesewetters Einheit BFE-523 20

4.2. In welchen Übungen war wann Kiesewetter beteiligt? 24

4.3. War Arnold bei einer anderen Einheit oder am Tattag bei der Bepo Göppingen? 27

4.4. War Theresienwiese „Rückzugsraum“ für Bereitschaftspolizisten? 31

Kapitel II) Die letzten Tage vor dem Überfall 34

5. Die Planung des Einsatzes am Mittwoch, 25.04.2007 34

6. Ein Sonderauftrag am Vormittag? 35

7. Waren Kiesewetter und Arnold für die BFE 522 im Einsatz? 36

8. Rekonstruktion der letzten Tage Kiesewetters 41

8.1. Ungereimtheiten in den Aussagen der Kollegen 41

8.2. War Kiesewetter am Montag, Dienstag für die EG Sonnenreiter eingesetzt gewesen? 42

9. Was passierte unterdessen in Heilbronn? 44

9.1. Kontrollen, Festnahmen, Drohungen 44

9.2. Aufbau des Volksfestes auf Theresienwiese 45

10. Hypothese: MK und MA waren am Tattag an die BFE 522 ausgeliehen 45

Teil III) Was passierte am Tattag? 47

11. Geheimoperation auf der Theresienwiese am Vormittag 47

11.1. Sichtungen von Streifenwagen 47

11.2. Im nördlichen Bereich keine geparkten Autos 53

11.3. Im Opferfahrzeug war Amokkiste mit Maschinenpistole 55

12. Aktivitäten unterschiedlicher Polizeieinheiten am Tattag 55

12.1. Heilbronner Polizei „nichts gesehen und gehört“ 55

12.2. Großübung der Bepo Bruchsal, Tontaubenschießen des Gruppenführer-Lehrganges 57

13. Ungereimtheiten beim Einsatz der böblinger Bereitschaftspolizisten in Heilbronn 58

13.1. Der taktische Einsatzzug 514 war ab 12:30 in Heilbronn 58

13.2. Einsatz der BFE 523 in Heilbronn 61

13.2.1. Keine nachweisbare Kontrollen und Aktivitäten, Erinnerungsverluste 61

13.2.2. Inwieweit war die BFE 523 an Geheimoperation beteiligt? 65

14. Einsatz der BFE-522 in der Nachbarstadt Neckarsulm ab 10:00 66

15. Heilbronner Polizisten verstricken sich in Widersprüche über Einsatzbesprechung 67

16. Kiesewetter und Arnold waren am Vormittag getrennt unterwegs 67

16.1. Was machte Martin Arnold? 67

16.2. Kontrollen und Eintragungen im Notizbuch Kiesewetters 69

16.3. Bewegungsprofil von Michèle Kiesewetter 70

16.4. Wer war Kiesewetters Gruppenführer, wer war ihr Streifenpartner? 73

16.5. Nächträglich konstruierte Streife Kiesewetter/Arnold? 74

16.6. Vortatphase – Hypothese 75

IV) Wie lief der Überfall ab? 77

17. Rekonstruktion des Überfalls 77

17.1. Was hörten und sahen die Zeugen? 77

17.2. Wurde MK zuerst angegriffen, erst danach MA? 78

17.3. Gab es eine körperliche Auseinandersetzung? 80

17.4. Drei tatverdächtige Männer, die in Richtung Norden wegliefen 83

17.5. Zeugen sahen blutverschmierte Männer und dunkelblauen Audi 84

17.6. Laut Europol verdächtige Handynummern in und an Funkzelle Theresienwiese 89

17.7. Der Zeuge Chehade 90

17.8. Haupttatablauf-Hypothese 91

Teil V) Reaktion der Polizei auf den Überfall 92

18. Michèle Kiesewetter wird von Radfahrern entdeckt 92

19. Erste Polizisten erreichen Tatort 93

20. Spitzen der heilbronner Polizei am Tatort, Frank Huber wird Chef der Soko 95

21. Reaktionen, der in Heilbronn und Neckarsulm eingesetzten Polizisten 97

21.1. Steffen B., Polizeirevier Neckarsulm 97

21.2. Bereitschaftspolizisten der Einheit BFE 522 98

21.3. Was machten BFE 523 – Mitglieder nach dem Überfall? 99

22. War die BFE 522 bei der Entwendung der Ausrüstung verwickelt? 100

22.1. War vertuschter blauer Audi ein Zivilfahrzeug der BFE 522? 100

22.2. Warum könnten Kollegen die Ausrüstung der Opfer mitgenommen haben? 101

23. Nachtatablauf-Hypothese 103

Teil VI) Vertuschte Heilbronner Polizei die Hintergründe des Überfalls? 104

24. Flüchtender Mann schmiss Handy in Neckar 104

25. Ungereimtheiten bei der Auswertung der Opferhandys 104

25.1. MK hielt privates Handy „noch in der Hand“ 105

25.2. Private Handys galten als gestohlen 105

25.3. Dienstliches Handy bleibt zwei Tage im Dienstauto liegen 106

25.4. Private Handys erst am 29.04. und 30.04. auslesbar 107

25.5. Wurde Kiesewetters Handy noch am Abend des 25.04. ausgelesen? 108

25.6. Manipulierte Soko-alt SMS-Nachrichten? 109

25.8. Ungereimtheiten bei Handy-Auswertung von Martin Arnold 111

25.9. Funkzellen, SMS-Daten stimmen nicht mit Verbindungsdaten des Arnold-Handys überein 112

26. Handys kamen nicht in die Asservatenkammer 114

27. Wurde Michele Kiesewetter ein Doppelleben angedichtet? 115

28. Waren Sinti und Roma (Landfahrer) bei Geheimoperation beteiligt gewesen? 121

28.1. Schickte heilbronner Polizei Zeugen weg? 121

28.2. Sechs verdächtige Landfahrer um 14:18 in Tatortnähe kontrolliert 121

28.3. Ermittlungsbericht der „Soko-alt“ gibt Zeugenaussage falsch wieder 122

28.4. Auch „Soko-neu“ stellt Zeugenaussagen falsch dar 123

28.5. Landfahrer haben nichts gesehen, nichts gehört 125

28.6. Die „Chico“-Spur 126

29. Von 2007-2009 hält Frank Huber am DNA-Phantom fest 127

30. Hypothese: Musste Überfall vertuscht werden? 131

Teil VII) Ermittlungen der Soko-neu ab 2009 132

31. Staatsanwaltschaft verhinderte Veröffentlichung der Phantombilder 132

32. Staatsanwaltschaft ging von zwei Tätern aus, Soko-neu von vier bis sechs 133

33. Drogen-Transport aus Kirgistan 134

34. DNA-Untersuchungen erst ab 2009 überhaupt durchgeführt? 139

35. 2009 begann DNA-Krimi gegen Kollegen 142

36. Beeinflussten Kollegen Aussagen des überfallenen Polizisten Martin Arnold? 146

37. Auch „Soko-neu“ wertete Kreuztreffer, Funkabfragen und Handydaten nicht komplett aus 149

38. Wer glaubt an „Pleiten, Pech und Pannen“? 151

38.1. Videokameras am Bahnhof defekt, GPS-Gerät kaputt, Handydaten verloren gegangen 151

38.2. Videoaufzeichnungen falsch mit Erledigungsvermerk „bearbeitet/erledigt“ versehen 151

38.3. Kennzeichen „NSU-Wohnmobil“ falsch abgespeichert 152

Teil VIII) Hypothese: Warum könnte es dem Staatswohl dienlich sein, den Überfall zu vertuschen? 154

39. Hinweise auf Anwesenheit islamistischer Terroristen 154

Teil IX) Hypothese: Ist die „NSU-Selbstenttarnung“ ein Entsorgungsgeschäft? 161

40. Besaßen Kiesewetters Kollegen einen Teil der Ausrüstungsgegenstände? 161

40.1. Mike Wenzel hatte Kiesewetters dienstlich genützte Handschuhe 161

40.2. Kiesewetters Taschenmesser – geraubt, zurückgeben und in die NSU-Wohnung verbracht?  162

40.3. Anreise baden-württemberger LKA-Ermittler nach Eisenach, Zwickau und Hannover 163

Teil X) War das „NSU-Trio“ seit 1998 als Sündenböcke eingeplant? 166

41. Fernsehen zeigte Fotos des NSU-Duos, als gesuchte Sexualverbrecher, Terroristen 166

42. Robert Ryczko und die Garagendurchsuchungen 1998 167

43. War Michael Menzel seit 1998 dem „NSU-Trio“ auf der Spur? 168

44. Wurde die Ceska-Mordserie mit einer PLO-Waffe durchgeführt? 172

45. Ließ Norbert Deterding das NSU-Trio gleich zweimal entkommen? 176

46. Warum kam es 2008 nicht zur „Selbstenttarnung des NSU“? 179

47. Ryczko, Menzel, Löther und die „Selbstenttarnung des NSU“ 181

49. War das „NSU-Trio“ Teil der organisierten Kriminalität und spitzelte für die Polizei? 183

50. Ungeklärte Verbindungen zwischen dem Polizistenüberfall und der Ceska-Mordserie 186

51. Deswegen misslingt Aufklärung 187

Fazit 189

4 Gedanken zu „Vorstellung des Buches „Mordfall Kiesewetter – der Tod einer verratenen Polizistin““

  1. Da wünsche ich dir viel Erfolg mit deinem Buch.

    Einen Verlag musst du nicht zwingend suchen.
    Du kannst das über Amazon sofort verkaufen. Die drucken dann nach Bestellung.

  2. Hallo Georg,

    Klasse, darauf habe ich gewartet.

    Würde es gerne sofort kaufen, auch digital als PDF oder so.

    Bitte kontaktiere mich:

    bmwdriver2016@gmail.com

    Einen Verlag für solch heiße Themen zu finden, ist sicher nicht einfach. Wie mein Vorredner schon sagte, auf Amazon sollte da aber was gehen. Oder kontaktiere mal den Thomas Moser, ob der dir diesbezüglich weiterhelfen kann.

    Grüße

  3. Verlagssuche, ein weites Feld.
    Die Monopolverlage werden sich hüten, das eigene „Narrativ“ zu beschädigen, irgendein kleiner Verlag bietet ggü. Selbstverlag kaum Mehrwert. Leider glauben ja auch immer mehr Leute der Propaganda, ein Buch würde nichts taugen, WEIL es bei Ahriman oder bei Kopp oder bei Homilius erscheint.
    Promedia ist so der letzte Verlage mit politisch einigermaßen geeigneter Ausrichtung der noch nicht durch die Presse verhetzt wurde. Mehring und Zambon sind wahrscheinlich viel zu sehr von Schauergeschichten über „Rechtsradikale“ begeistert um Interesse zu haben.

  4. Hier noch der Link zu meinem Hinweis.
    https://kdp.amazon.com/en_US/

    Amazon macht sein CreateSpace jetzt über Kindle.

    Und dann noch Gag am Rande OT.
    Georg, deine Seite ist bei IKEA WLAN gesperrt. Bist übrigens der einzige von den politischen Seiten.

    Wenn du also bei denen mal vorbeischaust, schau auch da rein.
    Der Gag ist die Begründung … 😉

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