Zschäpes Wohnung: Was spielte sich genau gegen 15:00 in der Zwickauer Frühlingsstraße 26 ab?

Obwohl der Staat hunderte Millionen Euro an Steuergelder ausgab, sind bis heute zentrale Fragen ungeklärt. Zum Beispiel: Was spielte sich genau gegen 15:00 in der Zwickauer Frühlingsstraße 26 ab? In der Wohnung von Beate Zschäpe gab es mehrere Explosionen, dann brannte es. Nachbarn beobachteten eine oder zwei flüchtende Frauen. Drei der Zeugen identifizierten Zschäpe, jedoch eine Zeugin nicht. Ihr Phantombild würde zu Susanne E. passen. Wie ist das möglich?

Ich gab Mitte Juli 2016 einen Überblick über die verschiedenen Zeugenaussagen der Nachbarn des abgebrannten Hauses zusammen. Vorige Woche veröffentlichte „NSU-leaks“ einen „Gastbeitrag“ eines unbekannten Bloggers, in dem die Zeugenaussagen chronologisch zusammengestellt und die Zeugen grafisch in einem Stadtplan eingezeichnet sind. Daher ist für mich folgendes Szenarium jetzt am wahrscheinlichsten:

Kurz nach der ersten Explosion verließ Beate Zschäpe die Wohnung mit roten Mantel und Katzenkörben und betrat die Frühlingsstraße. Sie ging die Frühlingsstraße stadteinwärts, entfernte sich rund 50 Meter. Dort traf sie Susanne E., gab ihr die Katzenkörbe. Dann ging sie in Richtung der Wohnung zurück, schmiss ihren roten Mantel ins Brandobjekt und bog vom Hintereingang des Hauses in den Veilchenweg ein.

Währenddessen verblieb Susanne E. in der Frühlingsstraße. Kurz darauf traf sie auf eine Nachbarin und gab ihr die Katzenkörbe. Dann folgte sie Beate Zschäpe in den Veilchenweg.

3 Gedanken zu „Zschäpes Wohnung: Was spielte sich genau gegen 15:00 in der Zwickauer Frühlingsstraße 26 ab?“

  1. An der Wohnung ist alles rätselhaft und müsste es eigentlich auch durch die Brille der Narrativ-Gläubigen sein:

    – Wohnten die Uwes wirklich dort (Verbrauchsabrechnungen)?

    – Wenn die Wohnung Ü-Kameras, verborgene Zimmer etc. hat und von Konspirativen bewohnt wird, warum werden ausgerechnet dort unnötig und unsinnig viele belastende Beweismittel / Trophäen gehortet?

    – Wenn perfekt-spurenlos Mordende schon meinen, den gefährdeten eigenen Wohnbereich so unsinnig vollpflastern zu müssen, warum fällt ihnen für den worst case nichts Besseres ein als ein Benzinkanister, der ein schönes Symbol für böse Absichten ist, aber z.B. bei einer Razzia völlig nutzlos, da er dort gar nicht mehr zum Einsatz kommen kann?

    – Wie genau war die Benutzung des Benzinkanisters geplant und wie soll er (ohne Fernzünder, ohne Eigenschaden) durch Zschäpe dann tatächlich erfolgt sein?

    – Sollte Zschäpe nun Wohnung samt Belastungsmaterial abfackeln oder letzteres (in Form der DVDs) für die Nachwelt retten?

    Jede der beiden Varianten ist für sich allein schon hochgefährlich für Zschäpe, umso mehr der Mix, der zudem vor Widersinnigkeit nur so trieft. Selber wohl zu faul, zu feige und / oder zu dumm (ausbleibendes Fanal!), um zeitnah Bekenner-Briefe zu schreiben, haben die beiden durch Suizid Davongeschlichenen ihrer Hinterbliebenen einen bescheuerten Liebesdienst aufgenötigt und ihr damit einen Bärendienst erwiesen. Wollten sie etwa (statt für ihre Zukunft vorzusorgen) sie in eine ausweglose Lage mit Anschluss-Suizid bringen?

    Das ominöse Bekenner-Filmchen wird oft als Hauptbeweis gegen die Uwes angesehen. Genau genommen ist es aber nur der Wurm auf dem Haken der Narrativ-Angel und diese führt direkt in das Beweisplatzierungs-Depot Frühlingsstraße und zu dessen (angeblichen) Bewohnern am 4.11.2011.

    Wer wann welches Katzen-Körbchen trug, ist für das Bäumchen-Wechsel-Dich-Spiel zwischen Dienelt / Eminger / Zschäpe etc. nicht ganz unwichtig.

    Wirklich wichtig am Nachmittag des 4.11.2011 sind aber die Fragen, wie Zschäpe tatsächlich verlässlich von dem innerhalb 20 Sekunden beschlossenen und ausgeführten Suizid der Uwes erfahren und sofort in eine folgenreiche, unwiderrufliche Abfackel-plus-Flucht-Aktion umgesetzt haben will:
    War es eine unklare Radio-Meldung über zwei noch namenlose tote Bankräuber oder doch der Anruf ihres V-Mann-Führers?

  2. Am 8.11. meinte Zschäpe beim Konstabler auf der Wache, daß sie seit 6 Tagen auf der Walz gewesen sei. Das schließt nicht aus, daß sie dabei am 4.11. des Nachmittags auch an der FS26 vorbeiwalzte.

    Das Problem wie bei fast allen (!) anderen Dingen ist, daß es weder Indizien noch Beweise dafür gibt. Gar keine. Es wurde so festgelegt, weil man es für die Uwe-Story und den 129a brauchte.

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