Überschneidungen NSU-Komplex und Kindesmissbrauch

Es gibt zwar personelle und inhaltliche Überschneidungen, jedoch ist davon auszugehen, dass es sich nur um bloße Zufälle handelt. Zu Dokumentationszwecken werden diese Überschneidungen dargestellt, in Form von Textbausteinen anderer Internetseiten. 

Beate Zschäpe

Auf der Festplatte des Computers, der in ihrer Zwickauer Wohnung gefunden wurde, befanden sich kinderpornografische Vorschau-Bilder.

„Aus hiesiger Sicht (Einschätzung aus kriminalpolizeilicher Erfahrung) sind lediglich die Dateien 05787.jpg und 04971.jpg strafrechtlich relevant (jugendpornografische Darstellungen, grenzwertig zur Kinderpornografie).

Es wurden wohl neun Dateien näher untersucht. Es handelte sich dabei um Vorschaubilder:

Die geringe Größe der Bilddateien (zwischen 6 KB und 22,3 KB) deutet darauf hin, dass es sich bei den Bildern nicht um die von dem Benutzer bewusst gespeicherten Originale sondern um vom Betriebssystem erzeugte Vorschaubilder (Thumbnails) handelt. (zob)

„Ermittler hatten die kinderpornografischen Schriften auf einer Festplatte im Brandschutt der Zwickauer Frühlingsstraße entdeckt. Der Generalbundesanwalt bat daraufhin im November 2012 die Staatsanwaltschaft Zwickau um Hilfe bei weiteren Ermittlungen. Ende Dezember aber stellten die Sachsen das Verfahren gegen Zschäpe ein. In der dem KURIER vorliegenden Begründung heißt es: „Gegen die Beschuldigte wurde wegen einer anderen Tat eine Strafe ausgesprochen. Die Strafe, die wegen der angezeigten Tat verhängt werden könnte, fiele daneben voraussichtlich nicht beträchtlich ins Gewicht.“ Heißt: Zschäpe muss sich nur deshalb nicht wegen des Besitzes von Kinderpornografie verantworten, weil die Mittäterschaft an zehn Morden und die Dazugehörigkeit zu einem „Tötungskommando“ schwerer wiegt.“ (Berliner-Kurier)

„Was für mein Dafürhalten hätte ermittelt werden müssen ist die Geschichte mit der Bücherrecherche auf Amazon. Die riecht gewaltig nach einem Ermittlungsansatz. Da halte ich mich aber raus, da es ja hier im Esoterik im Bereich der Interpretation von Internetverläufen geht.

Das Scheißleben meines Vaters, das Scheißleben meiner Mutter und meine eigen Scheißjugend
Schloß aus Glas
Sie haben mich verkauft – eine wahre Geschichte
Nur noch einmal: Als Drogenkurierin im härtesten Frauengefängnis Brasiliens
Und plötzlich gehörst du ihm: Gefangen im Netz eines Loverboys
… doch helfen mußte ich mir selbst: Opfer eines sadistischen Ehepaares. Doch niemand glaubt ihr.
Nicht ohne meine Schwestern: Gefangen und mißbraucht in einer Sekte
Lockruf Saudia: meine Erlebnisse im Hostessencamp
Chatroom-Falle
Schwestermutter: Ich bin ein Inzestkind
Ich war erst 13: Die wahre Geschichte von Lon
Noch einmal meine Mutter sehen: Vom eigenen Vater in die Sklaverei verkauft
Hinter goldenen Gittern: Ich wurde im Harem geboren
Bei lebendigem Leib Vater unser in der Hölle: Durch Inzest und den Mißbrauch in einer satanistischen Sekte zerbrach
Angelas Seele
Gute Nacht Zuckerpüppchen
Wäre ich doch ein Junge geworden: Erfahrungen eines Mißbrauchsopfers
Grausam: Eine böse Mutter – der Überlebenskampf ihrer Tochter – Ein Familiengeheimnis – rettende Hilfe aus dem Jenseits
Ausgeliefert: wie ich die Hölle meiner Kindheit überlebte“ (die-anmerkung)

Im Wohnmobil mit den erschossenen Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt wurden Kindersachen gefunden. Beate Zschäpe wurde bei der Ausleihung des Wohnmobils von einem Mädchen begleitet, welches „Mama“ zu ihr sagte. Nachbarn berichten, dass sie immer wieder von Kindern in ihrer Zwickauer Wohnung besucht wurde. Zum Teil ist es bis heute unbekannt, um welche Kinder es sich handelte.

Heike K.

Heike K. hatte ein freundschaftliches Verhältnis mit Beate Zschäpe. In ihrer Zeugenaussage vor Gericht sagte sie:

„Sie erklärte, dass sie derzeit „anderes im Kopf habe“. „Was denn“, will die Anwältin wissen und aus der Zeugin bricht es unter Tränen heraus: „Vor kurzem ist mein Vati gestorben, meine Tochter wurde sexuell missbraucht.“ Jetzt sei Schluss. Sie interessiere sich für das alles nicht mehr.“ (thüringer-allgemeine)

Richter Götzl interessierte sich nicht für diese Aussage, niemand fragte nach. Im Protokoll von „nsu-watch“ wird diese Aussage nicht wiedergegeben!

Uwe Böhnhardt

Wegen Diebstählen, Einbrüchen wurde Uwe Böhnhardt 1993 verurteilt und in ein Gefängnis in Hohenleuben eingesperrt.

„Mit 15 wird er im Mai 1993 zu einer Jugendstrafe verurteilt. Wegen mehrerer Diebstähle und eines Einbruchs muss er 16 Wochen in der Justizvollzugsanstalt Hohenleuben einsitzen. Aus Platzmangel kommt er in ein Erwachsenen-, nicht in ein Jugendgefängnis. (…) Im Gefängnis sieht er, wie Mithäftlinge andere mit einem Besen quälen. Er sieht sexuelle Übergriffe, Mitgefangene stechen ihm ein Ankertattoo am Bein – zum Schutz wie sie sagen.“ (E-Buch „die Zelle“ S. 70, 1. Auflage von Juni 2012)

„Die Spur des Außenbordmotors
Der Name Uwe Böhnhardt wird auch bei Ermittlungen zu dem Mord an einem neun Jahre alten Schüler 1993 in Jena genannt. Ob der Junge das erste Mordopfer des späteren NSU-Terroristen war, wissen die Ermittler noch nicht. (…)

Dieser Motor führte die Beamten zu dem Besitzer des Bootes, einem Enrico T., welcher der Polizei sagte, sein Boot sei gestohlen worden und er habe mit dem Mord nichts zu tun. Später sagte er auch, dass der Einzige, der gewusst habe, wo das Boot untergestellt gewesen sei, der spätere NSU-Terrorist Uwe Böhnhardt gewesen sei. (…)

Als Zeuge blieb Enrico T. auch später in seinem Leben für die Polizei interessant. Da er offenbar mit Böhnhardt im Jena der neunziger Jahre bekannt war, wurde er nach dem Auffliegen des NSU im Jahr 2011 auch dazu befragt. Für die Bundesanwaltschaft ist er ein Zeuge im Zusammenhang mit der Beschaffung der Česka-Waffe, mit der neun der zehn Morde verübt wurden, die Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe zur Last gelegt werden. So soll Enrico T. ein „Mittelsmann“ auf dem Weg der Mordwaffe von der Schweiz nach Jena gewesen sein.“ (faz)

Böhnhardts DNA-Spur an Knochen von Peggy

Im Juni 2016 fand ein Pilzsammler die Knochen des ermordeten 9-jährigen Mädchens Peggy. Die Spurensicherung fand einen Stofffetzen in Nähe ihrer Überreste. An dem Fetzen befand sich DNA von Uwe Böhnhardt.

Laut Darstellung der „Stuttgarter Nachrichten“ soll die Linken-Abgeordnete Katharina König auf unbestätigte Gerüchte hingewiesen haben, dass eine in der Nähe des Fundortes liegende Hütte Enrico T. gehört haben könnte. Er war ein Jugendfreund Böhnhardts.

„Die Obfrau der Linken im Thüringer NSU-Untersuchungsausschuss, Katharina König, verwies am Freitag, einen Tag nach Bekanntwerden des DNA-Fundes, auf Zusammenhänge von Thüringer Neonazis und Kindesmissbrauch hin. Sollte sich bestätigen, dass der 1993 im Verdacht stehende Schulfreund eine Hütte im Umfeld der gefundenen Überreste von Peggy hatte, „würden sich Parallelen zum Mord an dem 9-jährigen Jungen aus Jena ergeben“, erklärte sie. Zumal der Schulfreund im Verdacht stehe, an der Waffenübergabe an das NSU-Kerntrio beteiligt gewesen zu sein, und er über diverse Kontakte ins NSU-Unterstützerumfeld verfüge.“ (Stuttgarter-Zeitung)

Henning H.

Die welt berichtet auch über einen Henning H.:

„Der Rechtsanwalt Yavuz Narin hat weitere Hinweise auf Kindesmissbrauch durch Personen aus dem NSU-Umfeld in den Prozessakten gefunden. Unter anderem soll der Bombenbastler Henning H. in Besitz pädo-krimineller Dokumente gewesen sein. In seiner Vernehmung räumte er ein, einmal einen Job verloren zu haben, weil an seinem Arbeitsplatz von ihm gezeichnete Collagen von zerstückelten Kindern gefunden worden seien.“

„Sachsensumpf“

„Sachsensumpf“ ist ein Schlagwort für eine bislang nicht gänzlich aufgeklärte Affäre um die angebliche Verwicklung hochrangiger Persönlichkeiten aus Justiz, Politik und Wirtschaft in die Prostitution Minderjähriger, in Immobiliengeschäfte und die damit in Zusammenhang stehenden kriminellen Machenschaften in Sachsen, insbesondere in Leipzig.“ (wiki)

DNA an Waffe, Treffer bei „Vergewaltigung“

An der Schusswaffe „Ceska 70“ (Asservatennr: 1.7/1.0) wurde am Abzug die DNA, „Teilmuster unbekannte Person B„, gesichert. Außerdem „eine Mischung von Zellen verschiedener Personen“, Böhnhardt und Mundlos„als Mitverursacher nicht auszuschließen“. Das könnte mit der Auffindesituation erklärt werden: Die Waffe lag offen auf dem oberen Bett des Wohnmobils, neben den Leichen Mundlos und Bönhardts. Die Spuren an den Patronen „waren nicht verwertbar“. (nsu-leaks) Das BKA schreibt am 06.12.11 sogar von zwei DNA-Teilmustern: Die Recherche ergab einen Treffer in der polizeilichen Datenbank, wegen einer Vergewaltigung! 

„DNA-Teilmuster einer unbekannten weiblichen Person am Abzug -> ein Treffer in lediglich 4 Merkmalsystemen mit einer männlichen DNA-Spur aus NRW (zu Grunde liegende Tat ist eine Vergewaltigung), daher Ausschluss.

Florian Heilig

Der (tote) NSU-Zeuge Florian Heilig sagte aus, Teil eines rechtsextremen und kriminellen Netzwerkes gewesen zu sein. Er erhielt Namenslisten von Menschen, die er bedrohen und erpressen sollte. Auf die Nachricht der (angeblichen) Selbstmorde von Böhnhardt/Mundlos reagierte er laut seiner Mutter folgendermaßen:

Das war alles ganz anders. Die Presse lügt doch nur. Das wurde von höherer Stelle organisiert. Ihr könnte Euch gar nicht vorstellen, wie viele Beamte und hochgestellte Rechtsanwälte, ja sogar Politiker in diese Sache verwickelt sind.“ Und er meinte damit nicht Politiker der NPD.“ (compact)

„Auf dem Gerät, das in seinem Elternhaus beschlagnahmt wurde, entdeckte ein Sachverständiger nach BILD-Informationen eindeutiges Material: Riesige Dateien mit Kinder- und Tierporno-Bildern.“ (Bild, 26.11.2015)

„Im Zuge des NSU-Untersuchungsausschusses im Landtag ermittelt die Staatsanwaltschaft Heilbronn wegen Verdachts auf Geheimnisverrat. Der Hintergrund: Im vergangenen November berichtete eine Zeitung darüber, welche Daten auf einem Computer des toten ehemaligen Neonazis Florian H. gefunden worden waren. Es handelt sich um heikle, private Daten, über die der NSU-Ausschuss informiert worden war und die von da aus möglicherweise an die Presse gingen.“ (swp, 26.04.2016)

Tino Brandt

„Böhnhardt-Kumpel Tino Brandt: Wegen Kindesmissbrauchs verurteilt (…)

Mehr als 150 Straftaten zwischen 2011 und 2014 – Missbrauch von Jugendlichen und mindestens eines Kindes und die Vermittlung junger Menschen an Freier – legte die Anklage ihm zur Last. Der prominente Neonazi und einstige V-Mann des Thüringer Verfassungsschutzes wurde zu fünfeinhalb Jahren Gefängnis verurteilt.“ (südkurier)

Informant „Erbse“

„Torsten O. kommt ebenfalls aus Heilbronn. Er wurde in Handschellen vor den Untersuchungsausschuss geführt, weil er zurzeit in der Justizvollzugsanstalt Hannover inhaftiert ist. Er wurde zu einer hohen Haftstrafe verurteilt, weil er eine Minderjährige vergewaltigt hat und Munition besaß.“ (freies-Radio)

Er bestreitet jedoch die Missbrauchs-Anschuldigungen.

Wolfgang Geier, Chef der Soko „Bosporus“ und „Peggy“

Peggy verschwand im Jahr 2001. Der Ermittlungsleiter der Ceska-Morde war Wolfgang Geier – er war auch für die Mordermittlungen im Fall „Peggy“ verantwortlich! Eine Ermittlerin der Soko „Peggy“ war Anja Wittig, eine Freundin von Michele Kiesewetter.

Profiler Alexander Horn

Der münchner Polizeibeamte Alexander Horn erstellte im Jahr 2006 eine neue operative Fallanalyse für die Soko „Bosporus“, die zwei individuell handelnde Scharfschützen (Einzeltäter-Theorie) für möglich hält, mit fremdenfeindlicher Gesinnung. Er fand bei Geier Unterstützung, im Gegensatz zu den meisten anderen Ermittlern.

Horn war maßgeblich beteiligt, den „Maskenmann“ festzunehmen.

„Außerdem war Horn maßgeblich an der Klärung der Mord- und Missbrauchsserie des „Maskenmanns“ Martin Ney im April 2011 beteiligt.“ (wikipedia)

Sebastian Edathy, ehe. Vorsitzender des Innenausschusses und NSU-Untersuchungssausschuss des Bundestages

Im Oktober 2011 erhielt das BKA eine Liste mit 800 deutschen Kinderporno-Kunden, die im Rahmen der „Operation Spade“ in Toronto sichergestellt wurden. Sowohl der hochrangige Kriminaldirektor im BKA Karl-Heinz D. wie der gleichfalls wichtige SPD-Abgeordnete Sebastian Edathy waren dort verzeichnet. Obgleich D. bereits im Jan 2012 in der Liste entdeckt wurde, wäre dies beim damaligen Spitzenpolitiker Edathy angeblich nicht der Fall gewesen.

„Ausgerechnet die SPD reklamierte für Edathy ein Schweigerecht, weil er sich womöglich vor dem im Februar anstehenden Strafprozess selbst belasten könnte. Das Landgericht Verden hat gegen Edathy Anklage „wegen Besitzes kinderpornographischer Schriften“ erhoben. „Wir gehen davon aus, dass Herr Edathy ein umfassendes Auskunftsverweigerungsrecht besitzt“, sagte die Ausschussvorsitzende Eva Högl (44, SPD) bei einem Pressegespräch ihrer Fraktion.

Natürlich habe man ein „Interesse an Aufklärung“, aber als Vorsitzende werde sie auch „sehr genau“ darauf achten, dass dieses Recht Edathys gewahrt werde. Högl sagte weiter, es gelte zu klären, ob es „überhaupt“ eine Fragestellung gebe, die ihn zu einer Antwort zwingen würde. (stern)

Kriminaldirektor Karl-Heinz D.

„Doch statt Aufklärung neue Ungereimtheiten: Wie BILD erfuhr, wurde die Durchsicht der Kundenliste Anfang 2012 abgebrochen, nachdem der Name des BKA-Mannes Karl-Heinz D. (58) aus Ingelheim aufgetaucht war.“

„Pädophiler BKA-Beamter Sanft entsorgt

Das Verzeichnis, das Edathys Käufe von Bildern nackter Kinder offenlegte, listet auch einen BKA-Beamten – einen Leitenden Kriminaldirektor. Um einen Skandal zu vermeiden, wurde er lautlos entfernt. (…) In der Abteilung Organisierte Kriminalität führte er die Rauschgift-Ermittlung. Zur selben Abteilung gehörte auch die Bekämpfung von Kinder- und Jugendpornographie. D. war Autor der Fachzeitschrift „Kriminalpolizei“ und gut vernetzt bei Interpol. Und er engagierte sich in der SPD. (…)

Der Leitende Kriminaldirektor Karl-Heinz D. hatte, wie Edathy, bei der kanadischen Kinderporno-Firma Azov Nacktbilder bestellt, mehr als zwanzig Mal. Unter den Masturbationsvorlagen für Pädophile befanden sich in seinem Fall auch solche, deren Besitz in Deutschland strafbar ist. Sie zeigten sexuelle Handlungen. Sofort brach die Sachbearbeiterin ihre Arbeit ab und informierte ihre Vorgesetzten. (…)

Ein Kinderporno-Konsument im Bundeskriminalamt, sozusagen Tür an Tür mit seinen ärgsten Jägern. Das hätte für maximales Aufsehen gesorgt – wenn es bekannt geworden wäre. Präsident Ziercke handelte blitzschnell. Der Fall D. wurde herausgelöst aus den kanadischen Daten. Das Innenministerium bekam eine mündliche Information. D. erschien nicht mehr zum Dienst, innerhalb von Tagen entstand eine Akte für die Mainzer Staatsanwaltschaft. Nachdem das erledigt war, geschah lange nichts mehr.

Der Rest des giftigen Materials wurde unter Verschluss gehalten. Niemand im BKA durfte sich dafür interessieren, ob noch andere Bekannte auf der Liste standen. Das habe, so sagt die Sachbearbeiterin heute, „die Hierarchie“ entschieden.“ (faz)

Kriminaldirektor Christian Hoppe, BKA

„Christian Hoppe (51), Kriminaldirektor, BKA-Chefermittler für die „Ceska“-Morde, die sich später als Terror-Serie des NSU-Neonazi-Trios herausstellten. Er war einer der wichtigsten Zeugen im NSU-Untersuchungsausschuss – hart befragt von Ex-Ausschusschef Sebastian Edathy (44). Und ausgerechnet dieser Mann wird nun zu einer der zentralen Figuren in der Kinderporno-Affäre um den SPD-Politiker.

Rückblick: 11. Mai 2012. Drei Stunden und 20 Minuten wird Hoppe vorm NSU-Ausschuss befragt. Was lief bei den Ermittlungen schief? Warum wurde ein rechtsextremer Hintergrund lange Zeit außer Acht gelassen? 206-mal antwortet Hoppe, stets sachlich.

Was damals kein Thema war: Zum Zeitpunkt seiner Begegnung mit Edathy hatte Hoppe innerhalb der Behörde bereits seinen Job gewechselt – und war als Leiter des Referats SO 12 („Auswertung von Sexualdelikten zum Nachteil von Kindern und Jugendlichen“) zuständig für die Kinderporno-Daten, die das Bundeskriminalamt Ende November 2011 erhielt.

Operation „Schwelm“ – so wurden BKA-intern die Ermittlungen nach dem nordrhein-westfälischen Übergabeort der 450 Gigabyte großen Kundendatei von „Azov Films“ genannt. Darauf fanden sich rund 800 Verdächtige. Einer davon war Sebastian Edathy . (…)
Und Edathy? Ist Hoppe dieser Name wirklich nicht aufgefallen? So sei es gewesen, sagt Ziercke. Erst im Oktober 2013 sei die Polizei in Edathys Heimat Nienburg hellhörig geworden. Zum Beweis hat Ziercke inzwischen alle damit befassten Beamten eine „dienstliche Erklärung“ abgeben lassen. „Unwahre Angaben würden disziplinarrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen“, so Ziercke.
Ein „streng vertraulicher“ Vermerk aus Sicherheitskreisen bezeichnet es jedoch als „unwahrscheinlich“, dass Hoppe tatsächlich der Name Edathy nicht aufgefallen sei. Denn, so steht es dort: „Mit Edathy musste Hoppe sich im Rahmen des ihn selbst betreffenden Untersuchungsausschusses intensiv auseinandersetzen.“ (Berliner-Kurier)

Ein Gedanke zu „Überschneidungen NSU-Komplex und Kindesmissbrauch“

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