Saudi-US Verbindungen ermöglichten 911, verhinderten Aufklärung

Bis heute ist unklar, wie die Al-Qaida Terroristen Khalid Almidhar und Nawaf al-Hazmi ungehindert in die USA einreisen konnten, obwohl sie dem US-Sicherheitsapparat bekannt waren. Sie konnten an den Anschlägen vom 11. September 2001 teilnehmen. Der damalige Terrorismus-Beauftragte der Bush-Regierung Richard Clarke spekuliert, dass die Männer vom Geheimdienst CIA angeworben werden sollten, und er deshalb nicht informiert wurde. Die CIA sabotierte nicht nur die Festnahmen durch die Bundespolizei „FBI“, Almidhar und Al-Hazmi wurden von ihrem saudischen Landsmann Omar al-Bayoumi vor Ort in San Diego unterstützt. Bei Bayoumi spricht vieles dafür, dass er ein saudischer Agent gewesen ist. Dies wird jedoch von Saudi-Arabien dementiert. Die beiden Terroristen lebten später bei dem FBI-Informanten Abdussattar Shaikh. Es folgt eine Zusammenfassung verschiedener Aussagen in Untersuchungsberichten der 911-Kommission, des FBI und Medienberichten, basierend auf Rercherchen Dirk Gerhardts.

Khalid al-Mihdhar und Nawaf al-Hazmi waren neben Mohammed Atta und Marwan al-Shehhi die wichtigsten Personen aus der Gruppe der mutmaßlichen Hijacker.

Beide wurden während ihres Aufenthalts in den USA von einem Mann betreut, der mutmaßlich ein saudischer Geheimagent war. Die Rede ist von Omar al-Bayoumi. Dieser hatte offenbar „Zugang zu unbegrenzter Finanzierung aus Saudi-Arabien“. Beispielsweise stellte er 400.000 US-Dollar für den Kauf einer Moschee in San Diego zur Verfügung. http://www.gpoaccess.gov/serialset/creports/pdf/fullreport_errata.pdf ,Seite 174

„Al-Bayoumi kam hier her, baute alles finanziell auf, die al-Qaeda-Zelle in San Diego und die Moschee“, so ein FBI-Ermittler. http://legacy.signonsandiego.com/news/nation/terror/20011027-9999_1n27mosque.html

Bevor er in die USA kam, arbeitete al-Bayoumi für das saudische Verteidigungs- und Luftfahrtministerium, geführt von Prinz Sultan. Sein Gehalt wurde von Hamid al-Rashid genehmigt, einem saudischen Regierungsbeamten, dessen Sohn, Saud al-Rashid, von den USA wegen Verbindungen zu 9/11 gesucht wurde. http://www-cgi.cnn.com/TRANSCRIPTS/0208/26/asb.00.html

In den USA bezog al-Bayoumi ein monatliches Gehalt von der saudischen Fluglinie namens Dallah Avco, die intensive Beziehungen zum Verteidigungs- und Luftfahrtministerium unterhält.
http://www.webcitation.org/5bRFR2Hb4

Von Anfang 1995 bis 2002 bekam er monatlich 3000 US-Dollar für ein Projekt in Saudi-Arabien, obwohl er in den USA lebte. Kongress-Abgeordnete glauben, dass er ein Schein-Angestellter war, der für die Firma in Wirklichkeit keine Arbeit leistete. http://www.nytimes.com/2003/08/02/national/02SAUD.html

Als Nawaf al-Hazmi und Khalid al-Mihdhar am 15. Januar  in die USA einreisten, nahm al-Bayoumi, der „fast immer eine Videokamera bei sich hatte und alles aufnahm“, …
http://web.archive.org/web/20090213114442/http://articles.latimes.com/2002/sep/01/nation/na-plot
… sie erstmal in seiner Wohnung in der Mount Ada Road 152 in San Diego auf. Zur gleichen Zeit erhöhten sich auch die Einzahlungen auf sein Konto.

Laut US-Senator Bob Graham stieg mit der Ankunft der beiden mutmaßlichen Hijacker in den USA auch die Anzahl der Gespräche rapide an, die al-Bayoumi mit saudischen Regierungsvertretern in Washington und Los Angeles führte. FBI-Unterlagen zufolge telefonierte er über 30 mal mit der saudischen Botschaft in Washington und über 20 mal mit dem saudischen Konsulat in Los Angeles.
http://intelfiles.egoplex.com/2002-04-15-FBI-LHM-omar-al-bayoumi2.pdf

Al-Bayoumi half den beiden Männern auch dabei, Sozialversicherungsausweise, Bankkonten und Führerscheine zu erwerben. Anfang Februar 2000 besorgte er den beiden Terrorverdächtigen dann eine Wohnung in demselben Appartementkomplex, nur zwei Hausnummern von seiner eigenen entfernt. http://intelfiles.egoplex.com/2001-10-03-FBI-penttbomb-bayoumi.pdf Seite 2; 9/11-Commission Report, Seite 219

Die al-Qaeda-Kämpfer wurden auch durch al-Bayoumi finanziert, was die 9/11-Commission in ihrem Abschlussbericht jedoch bestreitet. (Seite 219) Dabei heißt es in einem vom FBI für die Kommission angefertigten Bericht über al-Bayoumi, dass dieser den Mietvertrag der neuen Wohnung von al-Hazmi und al-Mihdhar mit unterzeichnete und gelegentlich auch ihre Miete bezahlte.“
http://intelfiles.egoplex.com/2002-04-15-FBI-LHM-omar-al-bayoumi2.pdf , Seite 18

Laut dem Vermieter diente al-Bayoumi als Bürge, da die beiden neuen Mieter nicht kreditwürdig waren, denn sie gaben kein Arbeitsverhältnis an. Dennoch hatten sie immer Bargeld dabei.
http://intelfiles.egoplex.com/2001-10-03-FBI-penttbomb-bayoumi.pdf , Seite 3

Ein weiterer Hinweis darauf, wie die 9/11-Commission die Finanzierung der Hijacker durch staatliche Stellen verschleiern und vertuschen will. (Siehe Aussage Terror-Finanzierung von „geringer praktischer Bedeutung“)  Über das finanzielle Geflecht um al-Bayoumi schrieb das US-Magazin Newsweek:

„Ungefähr zwei Monate nachdem al-Bayoumi begann, al-Hazmi und al-Mihdhar zu helfen, erhielt seine Ehefrau regelmäßig Stipendien, meistens monatlich und für gewöhnlich in der Höhe von 2000 US-Dollar, insgesamt Zehntausende von Dollar.“
http://www.thedailybeast.com/newsweek/2002/12/01/the-saudi-money-trail.html

Verbindung zum saudischen Königshaus, „Bandar Bush“

Das Geld kam in Form von Barchecks, die von der saudischen Prinzessin Haifa bin Faisal, Tochter von König Faisal und Ehefrau von Prinz Bandar, ausgestellt wurde.

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Der saudische Gesandte ist eine prominente Figur in Washington und ein persönlicher Freund der Bush-Familie,“ heißt es in dem Newsweek-Artikel über Prinz Bandar.

Eine Untertreibung. Selbst Wikipedia – nicht gerade bekannt für kritische Positionen gegenüber der offiziellen 9/11-Saga – schrieb über Bandars Einfluss auf das Weiße Haus:

„Prinz Bandar baute enge Beziehungen mit einer Reihe amerikanischer Präsidenten auf, vor allem mit George H. W. Bush und George W. Bush, wobei ihm letzterer den freundschaftlichen und kontroversen Spitznamen „Bandar Bush“ gab. In Washington war hinlänglich bekannt, dass Prinz Bandar so eng mit George H.W. Bush und den führenden Köpfen seiner Regierung zusammenarbeitete (darunter James Baker, Dick Cheney, General Colin Powell), dass er praktisch selbst Regierungsmitglied wurde. Er besuchte unangemeldet das Weiße Haus und galt als der einzige in Washington angesiedelte Botschafter, der Personenschutz durch das Auswärtige Amt erhielt.“
http://de.wikipedia.org/wiki/Bandar_bin_Sultan

Prinz Bandar genoss Privilegien, wie sie selbst manche Mitglieder der US-Regierung nicht hatten. Die von seiner Frau ausgestellten Checks gingen zuerst an Majeda Ibrahin Dweikat, die sie dann an Omar al-Bayoumis Frau, Manal Ahmed Bagader, weiterleitete.

Dweikat ist die Ehefrau von Osama Bassnan, der ebenfalls in San Diego lebte und mit al-Bayoumi in Kontakt stand. Laut TIME gab Prinz Bandar 15000 US-Dollar an Bassnan.
http://www.time.com/time/magazine/article/0,9171,1003790,00.html

Über Bassnan enthält auch der Untersuchungsbericht des US-Kongresses erhellendes. Darin heißt es, dass Bassnan ein „enger Gefährte“ al-Bayoumis war. Darüber hinaus hatte er „enge Verbindungen zu einer Reihe anderer Personen, die Verbindungen zu den Hijackern unterhielten.“
http://www.gpoaccess.gov/serialset/creports/pdf/fullreport_errata.pdf , Seite 175

Zu einem FBI-Informanten sagte Bassnan, dass er mehr für die Flugzeugentführer tat als al-Bayoumi. Er wohnte in demselben Appartementkomplex wie al-Bayoumi und seine al-Qaeda-Nachbarn. (ebd., Seite 176)

An anderer Stelle des Untersuchungsberichts heißt es:

„Nach dem 11. September sammelte das FBI Informationen, die klar darauf hinweisen, dass Bassnan ein Extremist und ein Unterstützer Bin Ladens ist.“ (ebd., Seite 177)

Hiermit liegt durch offizielle Dokumente der Beweis vor, dass ein enger Freund des US-Präsidenten, der dem Spitznamen nach von George W. Bush sogar zur eigenen Familie gezählt wurde, 9/11-Hijacker und ihre Hintermänner finanzierte.

Somit ist es auch kein Wunder, dass die Bush-Regierung ihr möglichstes tat, die Verbindungen der mutmaßlichen Hijacker zur saudischen Regierung zu vertuschen. Doch die Geschichte um die Verbindungen von al-Hazmi und al-Mihdhar zu staatlichen Stellen ist hier noch nicht vorbei.

Einzug in Wohnung eines FBI-Informanten

Im Mai 2000 zogen sie aus ihrem Appartement aus  und bei einem gewissen Abdussattar Shaikh in Lemon Grove, einer Kleinstadt im Bezirk San Diego, als Untermieter ein. Al-Hazmi wohnte dort bis zum Dezember desselben Jahres, al-Mihdhar nur bis zum 10 Juni, als er die Staaten verließ.

An seiner Stelle zog durch al-Bayoumis Vermittlung Yazeed al-Salmi ein, der erst drei Tage zuvor in den USA ankam. Al-Salmi ist der Neffe von Mohammed Ahmed al-Salmi, Angestellter der saudischen Luftfahrtbehörde und al-Bayoumis Vorgesetzter, zumindest formell.
(9/11-Commission Report, Seite 518, Fußnote 41)

Und weil die Welt in San Diego besonders klein ist, stellte sich heraus, dass Yazeed al-Salmi und al-Hazmi auch einen gemeinsamen Bekannten hatten: Hani Hanjour, mutmaßlicher Todespilot von Flug 77, den al-Salmi schon seit seiner Kindheit kannte.(9/11-Commission Report, Seite 518, Fußnote 41)

Wie nach 9/11 bekannt wurde, handelte es sich bei Abdussattar Shaikh um einen Informanten des FBI, der seit 1994 für die Behörde „schnüffelte“. http://www.cbsnews.com/stories/2002/09/09/attack/main521223.shtml
http://www.justice.gov/oig/special/s0606/final.pdf Seite 260

Ist es Zufall, dass die Hijacker bei einem FBI-Zuträger landeten?

Immerhin kannte Shaikh laut eigener Aussage al-Bayoumi aus Begegnungen in der lokalen Moschee. Und in einem Bericht der 9/11-Untersuchung durch den US-Kongress heißt es:

„Das FBI gesteht ein, dass die Hijacker den Informanten eventuell Monate früher kannten, als dieser selbst angibt.“  (Senate Report No. 351, Seite 165,  http://books.google.de/books?id=sxL409cwDd4C&printsec=frontcover#v=onepage&q&f=false )

Also bereits Monate, bevor sie bei ihm einzogen. Während die beiden mutmaßlichen Hijacker in San Diego bei Shaikh wohnten, bekamen sie auch Besuch von Mohammed Atta und Hani Hanjour, wie Augenzeugen berichteten. Zwischen August und Dezember 2000 war Atta „häufig“ in Shaiks Anwesen zugegen, so eine Nachbarin.
http://web.archive.org/web/20021019111947/http://www.nctimes.net/news/2001/20010929/73014.html

Shaikh will davon aber nichts mitbekommen haben. Selbst die 9/11-Kommission äußerte nur  „geringe Zweifel“ daran, dass Shaikh Hanjour mindestens einmal getroffen habe.
(Commission Report, Seite 518, Fußnote 43)

Womit sie unterstellt, dass der FBI-Informant nicht die Wahrheit sagt. Nicht ohne Grund, schließlich behauptet Nachbar Denis Aidair, dass Shaikh ihm Hanjour selbst vorgestellt habe.
http://web.archive.org/web/20020916230816/http://www.chicagotribune.com/search/chi-0109300355sep30.story

Laut FBI-Bericht beharrte ihr Informant darauf, dass „er keine Anzeichen für ruchlose [nefarious] Aktivitäten bei Hazmi oder Mihdhar bemerkte, die ihn hätten veranlassen sollen, ihre Identitäten dem FBI zu melden.“  http://www.justice.gov/oig/special/s0606/final.pdf ,Seite 261

Hellhörig wurden hingegen Nachbarn. Sie bemerkte, dass nachts öfters Autos vor dem Haus hielten, oft mit dunkel getönten Scheiben. Sie blieben meist nur für zehn Minuten. Nachbar Dave Eckler nahm an, dass sie mit gefälschten Ausweisen handelten.
http://s3.amazonaws.com/911timeline/2001/time092401b.html

Auch die Nachbarfamilie Adair hegte Verdacht. „Leute kamen und gingen zu jeder Stunde. Wir dachten schon immer, dass dort etwas seltsames vor sich geht,“ so Marna Adair.
http://web.archive.org/web/20021019111740/http://www.nctimes.net/news/2001/20010916/54414.html

Shaikh berichtete dem FBI auch nicht, dass sein Untermieter al-Hazmi einer illegalen Beschäftigung nachging. Al-Hazmi arbeitete an einer Texaco-Tankstelle in San Diego namens Sam’s Star Mart. Shaikh zeigte sich darüber besorgt und gab al-Hazmi zu bedenken, dass die Einwanderungsbehörde (INS) davon erfahren und er ausgewiesen werden könne. Doch al-Hazmi reagierte unbekümmert, schließlich würden an der Tankstelle schon seit einiger Zeit auch andere illegal Beschäftigte arbeiten.

Dass dort noch weitere illegal Beschäftigte arbeiteten, dürfte allerdings die Wahrscheinlichkeit nur erhöht haben, dass die ganze Sache auffliegen könnte. Mit der Konsequenz, dass eine der Führungspersonen unter den mutmaßlichen Hijackern des Landes verwiesen wird. Doch al-Hazmi zeigte sich unbesorgt, was nicht gerade plausibel erscheint, wenn er wirklich ein „Terrorprofi“ war.
http://www.scribd.com/doc/15877639/911-Commission-MFR-for-FBI-Informer-Abdussattar-Shaikh

Darüber hinaus diente die Tankstelle als eine Art Anlaufstelle für radikale Islamisten. Mehrere Angestellte der Tankstelle verhielten sich auffällig, als der 11. September näher rückte. Die Aussage eines Augenzeugen lässt darauf schließen, dass sie Vorwissen über die Anschläge hatten. (Siehe 9/11-Commision Report, Seite 249/250)

Zu den Angestellten gehörte zu dieser Zeit auch Mohdar Abdullah, der den beiden mutmaßlichen Hijackern während der „kritischen ersten Wochen in San Diego“ (9/11-Commission Report, Seite 220) unter die Arme griff.

Der Besitzer der Tankstelle, Osama „Sam” Mustafa, sowie deren Manager, Ed Salamah (auch bekannt als Iyad Kreiwesh), gerieten beide bereits vor der Ankunft von al-Hazmi und al-Mihdhar in das Visier des FBI aufgrund von Kontakten zu Terrorverdächtigen. Laut Augenzeugen habe Mustafa die Anschläge bejubelt.
http://www.gpoaccess.gov/serialset/creports/pdf/fullreport_errata.pdf, Seite 179 ff.

Es erscheint nicht gerade plausibel, dass jemand, der Anschläge vorbereitet, ausgerechnet einer illegalen Beschäftigung an einer Tankstelle nachgeht, die als Anlaufstelle radikaler Islamisten bekannt ist, bereits den Verdacht der Behörden geweckt hatte und deren Betreiber keinen Hehl aus ihren Sympathien für Osama Bin Laden machten.

Dass Abdussattar Shaikh nichts verdächtiges über seine Mitbewohner zu berichten wusste, wurde auch in einem Bericht des US-Kongresses in Frage gestellt. So habe Shaikh eingeräumt, dass al-Hazmi in Kontakt zu mindestens vier Personen stand, von denen Shaikh wusste, dass sie für das FBI von Interesse waren und über die er zuvor bereits der Behörde gegenüber Bericht erstattete. Außerdem habe er bei seinen Befragungen durch das FBI nach dem 11. September zahlreiche widersprüchliche Aussagen gemacht.
(Bericht der Joint Inquiry des US-Kongresses, Senate Report No. 351,  Seite 18,  http://books.google.de/books?id=sxL409cwDd4C&printsec=frontcover#v=onepage&q&f=false )

Das FBI führte einen Lügendetektor-Test durch, bei dem ihr Zuträger gezielt zu möglichem Vorwissen der 9/11-Attacke befragt wurde. Doch der Test sei „ergebnislos“ [„inconclusive“] verlaufen. http://www.justice.gov/oig/special/s0606/final.pdf, Seite 261

Obwohl seine Glaubwürdigkeit in Frage stand, er laut FBI nur als „passive Quelle“ genutzt wurde …
(http://www.nytimes.com/2002/10/06/politics/06INTE.html)
… und keine Informationen vor 9/11 über die zukünftigen Hijacker lieferte, erhielt Shaikh im Juli 2003 für seine Spitzeldienste vom FBI die stattliche Summe von 100 000 US-Dollar.
http://www.justice.gov/oig/special/s0606/final.pdf, Seite 260

Als Shaikh im Rahmen der Untersuchung des US-Kongresses befragt werden sollte, verweigerte das FBI den Zugang zum Zeugen und versteckte ihn an einem unbekannten Ort.
http://www.nytimes.com/2002/10/06/politics/06INTE.html

Dies geschah offenbar auf Anweisung des Weißen Hauses, wie aus einem Brief eines hochrangigen FBI-Beamten an die beiden Vorsitzenden der Kongressuntersuchung, Bob Graham und Peter Gross, hervorgeht.

„Wir hatten nun schriftlich vorliegen, was wir seit einiger Zeit vermuteten: das Weiße Haus leitete die Vertuschung“, kommentierte Graham später den Vorgang in seinem Buch „Intelligence Matters“ auf Seite 166.

Warum hat das Weiße Haus die Befragung dieses Zeugen durch den Kongress verhindert, wenn dieser doch gar nichts brisantes aussagen konnte, da er doch laut FBI nichts auffälliges an den beiden mutmaßlichen Hijackern bemerkt haben will? Die Vertuschung seitens des Weißen Hauses und die großzügige Bezahlung durch das FBI steht dazu im Widerspruch und lässt darauf schließen, dass sich hinter der Geschichte um den Informanten Shaikh noch mehr verbirgt, als offiziell eingestanden wird.

Im Gegensatz zu den Fällen Atta und Hanjour streitet Shaikh nicht ab, die Verbindungen seiner Untermieter zu al-Bayoumi registriert zu haben. Diesen habe er bereits aus Begegnungen in der lokalen Moschee gekannt. Al-Bayoumi besuchte al-Hazmi auch mindestens einmal im Haus des FBI-Informanten. http://www.scribd.com/doc/15877639/911-Commission-MFR-for-FBI-Informer-Abdussattar-Shaikh

Ebenso wie der mutmaßliche saudische Agent war auch Shaikh Nawaf al-Hazmi bei der Eröffnung eines Bankkontos behilflich. Er half al-Hazmi auch bei der Aufgabe einer Internet-Heiratsannonce, auf die sich aber niemand meldete.
http://onlineathens.com/PalmPilot/stories/092101/new_0921010001.html

Shaikh unterhielt sich mit al-Hazmi auch über al-Bayoumi. Bemerkenswerterweise gab al-Hazmi gegenüber seinem Undercover-Vermieter preis, dass er al-Bayoumi für einen Agenten der Saudis halte. Al-Hazmi beschwerte sich ihm gegenüber darüber, dass al-Bayoumi ständig Menschen mit seiner Videokamera aufnehme, die in San Diegos Islamischen Zentrum verkehren. Al-Hazmi möge al-Bayoumi nicht, so Shaikh.
http://www.scribd.com/doc/15877639/911-Commission-MFR-for-FBI-Informer-Abdussattar-Shaikh

Shaiks Einlassung diente augenscheinlich als Grundlage für folgenden Satz aus dem 9/11-Commission Report:

„Sie [al-Hazmi und al-Mihdhar] haben womöglich auch überdacht, ob es so weise ist, so nahe bei dem Kamera-schwingenden al-Bayoumi zu leben, von dem al-Hazmi offenbar dachte, dass er ein saudischer Spion ist.“
http://www.gpoaccess.gov/911/pdf/fullreport.pdf, Seite 219

Der Bericht gibt keine Quelle für diese Aussage an. Das dürfte seinen Grund darin haben, dass verschwiegen werden sollte, dass die beiden mutmaßlichen Hijacker mit einem FBI-Informanten zusammen lebten.

Im Bericht der 9/11-Kommission findet sich kein Hinweis auf Shaikhs Tätigkeit als Informant.

Wenn die beiden Hijacker in spe tatsächlich davon ausgingen, dass al-Bayoumi ein saudischer Agent ist, warum haben sie dann mit ihm kooperiert? Warum haben sie bei ihm gewohnt und sind anschließend ins Nachbarappartement eingezogen? Warum haben sie zusammen mit ihm Anträge ausgefüllt, Konten eingerichtet, und sich auch von ihm finanzieren lassen? Warum hat al-Hazmi es dann zugelassen, dass ein Bekannter al-Bayoumis bei ihm einzog, als al-Mihdhar im Juni 2000 aus Shaikhs Unterkunft ausgezogen war?

In Kontrast dazu steht auch der unterschiedliche Umgang hinsichtlich ihrer Telefongewohnheiten. In einem für die 9/11-Commission angefertigten FBI-Memo heißt es:

„Shaikh nahm zur Kenntnis, dass weder al-Hazmi noch al-Mihdhar jemals von seinem Anschluss aus telefonierten. Als er sie fragte, ob sie jemals in der Heimat angerufen haben, sagten sie, dass sie dafür Münztelefone benutzen würden. Al-Hazmi habe gesagt: „Wir gehen nach draußen, um zu telefonieren.“ Shaikh merkte an, dass sie aus der Nachbarschaft fahren müssten, um einen Münzsprecher zu benutzen.“
http://www.scribd.com/doc/15877639/911-Commission-MFR-for-FBI-Informer-Abdussattar-Shaikh

Obwohl sie laut Bericht der 9/11-Commission eine „enge Beziehung“ (Seite 222) zu Shaikh aufgebaut hatten, mieden sie sein Telefon unter allen Umständen. Sie hatten hingegen kein Problem damit, al-Bayoumis Handy für Gespräche zu nutzen, obwohl sie ihn angeblich für einen Agenten hielten. (Siehe 9/11-Commission Report, Seite 219)

Zum Abschluss des Komplexes der Beziehungen al-Bayoumis zu den beiden mutmaßlichen Hijackern sei noch darauf eingegangen, wie diese begann. Offiziell, also laut 9/11-Commission Report, haben al-Hazmi und al-Mihdhar nie bei dem mutmaßlichen saudischen Agenten gewohnt.

Die Beziehung sei rein zufällig entstanden. Und zwar am 1. Februar 2000, also zwei Wochen nachdem al-Hazmi und al-Mihdhar bereits im Land waren. Im zwei Stunden Autofahrt von San Diego entfernt gelegenen Los Angeles hatte al-Bayoumi gerade ein Treffen mit Fahad al Thumairy hinter sich gebracht. (Bob Graham, „Intelligence Matters“, Seite 12/13)

Thumairy, Angestellter der saudischen Botschaft, wird später aus den USA wegen des Verdachts terroristischer Verbindungen abgeschoben.
http://articles.latimes.com/2003/may/10/local/me-deport10

Daraufhin begab sich der mutmaßliche saudische Agent in ein Restaurant, um mit Cayson Bin Don (ehemals Clayton Morgan) zu dinieren, einem Konvertiten, der sich in Folge als Unterstützer des radikalen militanten Islams einen Namen machte.

Am Nachbartisch sitzen al-Mihdhar und al-Hazmi. Sie sprechen arabisch, weshalb al-Bayoumi aufmerksam wird und sie anspricht. (Es sei hier angemerkt, dass es sich um ein „Middle-Eastern“-Restaurant handelt, wo es nicht ungewöhnlich sein dürfte, wenn arabisch gesprochen wird.) Er lädt sie zum Essen ein. Man kommt sich näher. Sie seien Studenten aus Saudi-Arabien und würden derzeit in Los Angeles wohnen, wo es ihnen aber nicht gefalle, erfährt al-Bayoumi von seinen neuen Sitznachbarn. Daraufhin lud er sich nach San Diego ein und bot ihnen seine Hilfe an, falls sie dort hinziehen wollen.

Also alles reiner Zufall? Zumindest wenn man al-Bayoumi glauben will. Auch von al-Hazmi ist überliefert, dass er einem Freund gegenüber schilderte, dass er in dem Restaurant die erste Bekanntschaft mit al-Bayoumi schloss.
http://web.archive.org/web/20090213114442/http://articles.latimes.com/2002/sep/01/nation/na-plot

Es müsste sich schon um einen außergewöhnlich großen Zufall handeln, dass der mutmaßliche saudische Agent in einer anderen Stadt mit einem radikalen Islamisten speist, während am Nachbartisch zwei al-Qaeda-Aktivisten sitzen, man sofort ins Gespräch kommt, woraufhin eine enge Beziehung entsteht. So eng, dass die al-Qaeda-Kämpfer ins Nachbarappartement einziehen und sich die Miete von ihrem neu gewonnenen Freund bezahlen lassen. Ganz ohne Gegenleistung?

Überhaupt, wie lässt sich das mit der Legende der „Terrorprofis“ vereinbaren? War al-Qaeda nicht in der Lage, ihre Kämpfer, die immerhin maßgeblich den größten Terroranschlag der Geschichte vorbereiteten, mit genug Geld zu versorgen, so dass diese nicht einer illegalen Beschäftigung nachgehen oder Gelder von fremden Personen annehmen mussten? Verfügte das al-Qaeda Netzwerk etwa über keine Kontaktpersonen, an die sich die Neuankömmlinge hätten wenden können, und stattdessen auf die zufällige Hilfe fremder Männer angewiesen waren?

Das passt alles nicht zusammen. Bei der „zufälligen“ Begegnung dürfte es sich um eine Legende handeln, auf die sich die Beteiligten geeinigt haben um zu verschleiern, dass ihre Beziehung nicht auf einem Zufall beruht. Abgesehen von der Unwahrscheinlichkeit eines Zufalls, sprechen mehrere Gründe dafür, dass es sich um eine Legende handelt.

  • Zum einen die Aussage von Cayson Bin Don. Dieser bestätigte als quasi einzige unabhängige Quelle die Vorgänge im Restaurant gegenüber dem FBI. Doch wie sich dem entsprechenden FBI-Bericht entnehmen lässt, behauptete Bin Don in einer vorherigen Befragung, al-Hazmi und al-Mihdhar erstmals auf ihrer Einweihungsfeier am 5. Februar getroffen zu haben. Wie konnte er nur das gemeinsame Essen vier Tage zuvor vergessen haben, dass ja noch durch die Teilnahme von zwei zuvor fremden Personen als besonders einprägsam angesehen werden muss?

Bin Don hatte eine Ausrede parat: Er leide am Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom (ADS), weshalb er das Ganze zunächst vergessen habe. Selbst wenn dies stimmen würde, ließe sich Bin Dons Bestätigung der Vorgänge im Restaurant nicht als Beweis dafür betrachten, dass sich al-Bayoumi und die beiden al-Qaeda-Angehörigen dort zum ersten mal trafen. Denn im FBI-Verhör schloss Bin Don nicht aus, dass er eventuell von al-Bayoumi als Alibi bzw. Zeuge für das Treffen benutzt wurde, um es im Nachhinein zu bestätigen.
http://intelfiles.egoplex.com/2001-10-08-FBI-FD302-san-diego-associates.pdf

Generell sind Zweifel an Bin Dons Aussagen angebracht. Schließlich gab er nur Tage nach dem 11. September gegenüber der Polizei an, dass er die Anschläge unterstütze und es niemals den Behörden preis gegeben hätte, wenn er zuvor von den Anschlägen gewusst hätte. Wochen später versuchte er, ein Sturmgewehr zu kaufen. Gegenüber der New York Post vom Oktober 2001 sagte er:

„Es wäre edler von mir, wenn ich das Land verlassen, meine Staatsbürgerschaft aufgeben und in Afghanistan ende würde, ein Gewehr zur Hand nähme und an der Seite der anderen gegen den Feind – amerikanische Soldaten – kämpfen würde.“
http://www.faithfreedom.org/Articles/lehman/american_mujahid.htm

Offizielle Darstellung unglaubwürdig

„Wir glauben fest, dass al-Bayoumi etwas über die 9/11-Operation wusste und dass das Treffen an diesem Tag mehr war als ein Zufall,“ … zitiert „Newsweek“ einen mit der Untersuchung vertrauten hochrangigen Beamten des FBI. http://www.highbeam.com/doc/1G1-105811237.html

Senator Bob Graham, Co-Vorsitzender der 9/11-Untersuchung durch den US-Kongress, kommentierte das Treffen im Restaurant folgendermaßen:

Dass ein mutmaßlicher saudischer Spion 125 Meilen zurücklegt für eine Zusammenkunft im saudischen Konsulat in Los Angeles, wo er sich mit einem Beamten trifft, der mutmaßlich über Verbindungen zum Terrorismus verfügt, anschließend weitere sieben Meilen zu dem einen arabischen [Middle-Eastern] Restaurant fährt – von über 134 arabischen Restaurants in Los Angeles – wo er dann neben zwei zukünftigen Terroristen sitzt, denen er sogleich seine Unterstützung und Freundschaft anbietet, kann nicht glaubwürdig als Zufall beschrieben werden. (Bob Graham, „Intelligence Matters“, Seite 12)

Die 9/11-Kommission mochte diese Schlussfolgerung nicht ziehen, obwohl sie eingesteht, dass sich die Aussagen von al-Bayoumi und Bin Don zum Teil widersprechen: „Wir wissen nicht, ob die Begegnung auf Zufall oder Absicht beruht.“ (9/11-Commission Report, Seite 217)

  • Ein weitere Grund der dagegen spricht, dass die Restaurant-Geschichte der Wahrheit entspricht, lässt sich auf Seite 173 des Kongress-Untersuchungsberichts finden. Dort heißt es, dass laut Aussage einer vom FBI verhörten Person al-Bayoumi vor seinem Trip nach Los Angeles davon sprach, dort „zwei Besucher abzuholen.“
    http://www.gpoaccess.gov/serialset/creports/pdf/fullreport_errata.pdf
  • Aber das stärkste Argument dafür, dass es sich bei der offiziellen Erzählung des Zustandekommens der Verbindung zwischen den Hijackern und al-Bayoumi um eine Legende handelt, liegt schriftlich vor: Laut eines FBI-Berichts „legen Mietunterlagen nahe, dass die Hijacker Nawaf al-Hazmi und Khalid al-Mihdhar vor ihrem Einzug in Appartement 150 bei Omar al-Bayoumi in Appartement 152 lebten“.
    http://intelfiles.egoplex.com/2001-10-03-FBI-penttbomb-bayoumi.pdf, Seite 2

In einem anderen FBI-Bericht wird der Zeitraum auf den 15. Januar bis 2. Februar konkretisiert. http://www.historycommons.org/sourcedocuments/2001/pdfs/fbi911timeline1-105.pdf, Seite 52

Mit anderen Worten: seit dem Tag ihrer Einreise lebten die beiden al-Qaeda-Kämpfer bei al-Bayoumi. Das bedeutet, dass ihre Verbindung nicht auf einem Zufall basiert. Es bedeutet auch, dass sich beide Seiten auf eine Legende geeinigt haben, mittels derer ihre Beziehung als zufällig gegenüber ihrem Umfeld, als auch gegenüber den Behörden, verkauft werden sollte.

Und da die FBI-Unterlagen, die die Zufalls-These widerlegen, der 9/11-Untersuchungskommission als Grundlage für ihre Erkenntnisse und Schlussfolgerungen dienten, bedeutet das auch, dass die Kommission wider besseren Wissens behauptet, al-Bayoumi habe die beiden mutmaßlichen Hijacker weder finanziert, noch sie zuvor gekannt.

Wo sich die beiden Hijacker in den zwei Wochen nach ihrer Ankunft und der vermeintlich ersten Begegnung mit al-Bayoumi herum trieben, darüber weiß die Kommission angeblich nichts.

„Wir waren nicht in der Lage, ihre Fährte aufzunehmen.“ (9/11-Commission Report, Seite 217) Dabei stand es schwarz auf weiß in den Mietunterlagen.

Die 9/11-Commission hat somit ihr mögliches getan, eine verdächtige Verbindung zu einem Geheimdienst zu verschleiern und zu vertuschen. Genau genommen hat sie damit einen der Hintermänner der offiziellen Täter gedeckt.

Al-Bayoumi machte die beiden al-Qaeda-Aktivisten auch mit dem radikalen Prediger Anwar al-Awlaki bekannt. Vier mal wurden alleine an dem Tag, an dem al-Hazmi und al-Mihdhar in das Nachbarappartement einzogen, Gespräche von seinem Handy aus mit al-Awlaki geführt. (9/11-Commission Report, Seite517, Fußnote 33)

Al-Awlaki gilt offiziell als „spiritueller Rektor“ der beiden 9/11-Terroristen. In den letzten Jahren hat sich al-Awlaki zu einem Shooting-Star im al-Qaeda-Netzwerk entwickelt, beinahe schon ein neuer Osama Bin Laden. Obwohl er nicht nur die beiden mutmaßlichen Hijacker „spirituell“ betreute, sondern darüber hinaus anscheinend auch in die 9/11-Anschlagspläne eingeweiht war, rückten Behörden ihm nicht auf den Leib.

Er konnte nach 9/11 ungehindert in die USA ein- und ausreisen, ja selbst im US-Verteidigungsministerium war er noch zu Gast. Aber das ist eine Geschichte für sich. Siehe dazu auch:

  • http://www.hintergrund.de/201011021223/globales/terrorismus/selbstgemachte-terroristen-wie-die-usa-islamistischen-nachwuchs-erzeugen-und-rekrutieren.html
  • http://www.hintergrund.de/20100109653/globales/terrorismus/ist-der-taeter-ein-opfer-der-geheimdienste-zum-vereitelten-anschlag-auf-den-flug-253.html
  • Hintergrund-Printausgabe 4/2010, „Staatsfeind Nummer eins der USA – zu Gast im Pentagon“

Auch al-Bayoumi musste keine Konsequenzen dafür fürchten, dass er für den Aufbau einer al-Qaeda Zelle verantwortlich gemacht wird, die an 9/11 beteiligt war. Nach den Anschlägen wurde er nur für eine Woche in Großbritannien festgenommen. Danach studierte er weiter im Vereinigten Königreich und setzte sich im November 2002 infolge weiterer Medienberichte nach Saudi-Arabien ab.
http://www.sandiegomagazine.com/media/San-Diego-Magazine/September-2003/Terror-Two-Years-After/

Aus „Gründen, die unklar bleiben“, so der Untersuchungsbericht des US-Kongresses, stellte das FBI die Ermittlungen gegen den saudischen Geheimdienstmann im Juli 1999 ein.
http://www.gpoaccess.gov/serialset/creports/pdf/fullreport_errata.pdf, (Seite 174)

Nach dem 11. September 2001 wurde seine Akte aufgrund des Drucks des US-Kongresses wieder vom FBI geöffnet, im März 2004 dann aber endgültig geschlossen. http://web.archive.org/web/20040405191209/http://www.guardian.co.uk/worldlatest/story/0,1280,-3896745,00.html

Das FBI befand die Anschuldigungen für „wertlos“ und gab die Einstellung weiterer Untersuchungen im Fall al-Bayoumi bekannt.
http://ratical.org/ratville/JFK/JohnJudge/linkscopy/whoAidedHJ.html

Dem folgte selbstverständlich auch die 9/11-Commission.

„Wir haben keine glaubwürdigen Beweise gesehen, dass er einem gewalttätigen Extremismus anhing oder bewusst extremistische Gruppen unterstütze,“ … schrieb die Kommission in ihrem Abschlussbericht auf Seite 218.

„Viele Anhaltspunkte der Geheimdienste, die zur Lösung des Falls hätten beitragen können, wurden vom FBI nur halbherzig untersucht oder komplett übersehen“ … lautete dagegen der Kommentar in einem Artikel des „San Diego Magazine“, dass sich zwei Jahre nach den Anschlägen dem Fall al-Bayoumi noch einmal widmete.
http://web.archive.org/web/20031217215344/http://www.sandiego-online.com/issues/september03/featurec0903.shtml

Handelt es sich dabei wirklich um das „größte Versagen der Geheimdienste in der amerikanischen Geschichte“, wie der Artikel Kongressmitglieder zitiert? Oder ist nicht viel eher davon auszugehen, dass die Spuren, die zur Lösung des Falls hätten beitragen können, mit Absicht nicht verfolgt wurden?

Ein britischer Polizeibeamter fasste die logische Schlussfolgerung, derzufolge al-Bayoumi vom FBI gedeckt wird, zusammen:

Die finanzielle Unterstützung für Terroristen ist eine ernste Straftat, niemals würde das FBI ihn einfach laufen lassen.
http://s3.amazonaws.com/911timeline/2001/sundaymercury102101.html

Auch die 9/11-Commission deckte den mutmaßlichen saudischen Agenten. Dabei gab es einige Angehörige der Kommission, die der Sache auf den Grund gehen wollten. So verlangte Dana Lesemann wiederholt von Philip Zelikow, Executive Director der Untersuchungskommission, den Zugang zu wichtigen Dokumenten im Fall al-Bayoumi und mehr Ressourcen, um die Sache aufklären zu können. Zelikow verweigerte ihr Vorhaben und feuerte sie schließlich.

Als Anlass diente, dass Lesemann eine Kopie eines als geheim eingestuften Berichts der 9/11-Untersuchung des Kongresses ohne seine Erlaubnis gelesen hatte. Ihr Kollege Michael Jacobson fasste schließlich die gemeinsam gewonnenen Erkenntnisse in Sachen al-Bayoumi für den Abschlussbericht der Kommission zusammen.

Doch in letzter Minute schrieben Zelikow und Jacobsons direkter Vorsitzender in der Kommission, Dieter Snell, den al-Bayoumi-Bericht so um, dass alle ernsten Verdachtsmomente gegen den mutmaßlichen saudischen Agenten und das Netzwerk in San Diego, das den Hijackern unter die Arme griff, verschwanden. Auf Jacobsons Druck hin wurden dann doch noch Passagen in den Bericht aufgenommen, die Zelikow komplett streichen wollte. Allerdings nur als Fußnoten.
http://www.heise.de/tp/artikel/35/35291/1.html

Philip Zelikow wurde im September 2011 von Präsident Obama in das Intelligence Advisory Board berufen. In seinem Buch „Intelligence Matters“ sprach Senator Bob Graham, Co-Vorsitzender der 9/11-Untersuchung des US-Kongresses, von einer Vertuschung in Sachen al-Bayoumi durch die US-Behörden und die 9/11-Commission.

Fazit

Wir sind hier mal ganz dicht am Täterkreis, denn, auch wenn die „Fallback“-Linie heißen wird, bei Al-Hazmi und Al-Midhar handelte es sich um saudische Geheimagenten, die also für ein befreundetes Regime spionierten, so dass diese unter US-Schutz standen, sind doch die Implikationen enorm:

Jemand in der CIA hat bewusst mutmaßliche spätere 9/11 Terroristen mit ebenso mutmaßlichen USS-Cole-Verbindungen vor deren Enttarnung geschützt und in die USA einreisen lassen!

Selbst, nachdem Israel am 22.8.2001 die Namen dieser mutmaßlichen Attentäter telegraphierte, sie endlich auf die nationalen US-Fahndungslisten geschrieben wurden, hatten sie immer noch nichts von ihrem Schutz verloren, konnten sich nicht nur vorher bei einem FBI-Informanten in San Diego einmieten, sondern auch auf ihre echten Namen (trotz falscher Visas) die Karten für die Flüge kaufen und dort mit diesen Namen einchecken, obwohl sie auf der Fahndungsliste standen!

2 Gedanken zu „Saudi-US Verbindungen ermöglichten 911, verhinderten Aufklärung“

  1. Der Artikel lässt sich mit dem schönen Satz zusammenfassen (stammt von einem US-Autor, Name leider vergessen):

    „Wenn man einem x-beliebigen Terroranschlag nur tief genug auf den Grund geht, steht man am Ende immer vor einem Geheimdienstgebäude.“

  2. Für die Geschichtsbücher ist es wichtig, auch die kleinen Beteiligten am großen Plot mit Namen und Rolle benennen zu können. Wenn hier aber viele arabische neben einigen amerikanische Namen fallen, könnte man fälschlicherweise von einem „paritätisch“ eingefädelten Projekt ausgehen.

    Für eher flüchtige Leser sind aber immer noch die großen Eckpunkte am anschaulichsten und dort dominiert eindeutig die amerikanische Handschrift:

    Die Denkfabrik „Project for A New American Century“ (PNAC) lieferte in 2000 der damals neuen Regierung Bush nicht nur einiges an Personal, sondern diese Leute brachten gleich die globalen PNAC-Strategie-Pläne mit. In diesen Plänen wollte man die dann tatsächlich geführten Mittelost-Rohstoff-Kriege einfädeln, wozu man ein neues Pearl Harbor für nötig hielt und offen „erhoffte“.

    Das ist deshalb besonders pikant, weil man inzwischen verlässlich weiß (obwohl vom offiziellen Narrativ immer noch geleugnet), dass Pearl Harbor 1941 nicht unerwartet und überraschend angegriffen wurde, sondern dass dort ein Fall von LIHOP (Let it happen on purpose) vorliegt, man den als bevorstehend erkannten Angriff samt eigenem Schaden also bewusst zuließ, um die Opferrolle zur Kriegstreiberei im kriegsmüden Volk zu benutzen. [1]

    Wie gesagt, die vielen arabischen Namen im Artikel vermitteln den Eindruck, auch hier habe ein LIHOP-Anschlag vergelegen.
    Das komplette (und zeitlich über-lange) Versagen der US-Luftabwehr ist aber nicht nur so krass wie unerklärlich, sondern hätte von arabischen Planern nicht ohne sehr hochrangige US-Komplizen vorhergesehen oder hinter deren Rücken eingeplant werden können – das „Versagen“ war aber eine unerlässliche Erfolgs-Bedingung des Anschlags.

    Daher kommen wir kaum um eine MIHOP-Erklärung herum:
    Make it happen on purpose, die entscheidenden US-Stellen planen und organisieren den Anschlag, d.h. Termin und Ausführung von vorneherein selber, wenn auch gerne unter Nutzung zahlreicher ausländischer Verbrecher und Sündenböcke.

    Die einzige Erklärung für das „Versagen“ der Abfangjäger ist nämlich, dass sie seit dem 1. Juni 2001 nicht mehr ohne ausdrückliche Billigung durch Verteidigungsminister Rumsfelds aufsteigen durften. [2]
    Die Direktive selber (die jetzt eine Achillesferse fürs 9/11-Narrativ ist) war damals jedenfalls eine Achillesferse für den Schutz vor Attentaten, die aber mangels Publicity auch in den USA bestimmt nur Inseder mitbekamen und jedenfalls nicht einfach für irgendwelchen bösen Moslems im Orient als (schnell, d.h. innerhalb 3 Monaten zu nutzende) Planungsgrundlage erkennbar gewesen sein konnte.

    Wieso eine neue (erst seit Jahresbeginn amtierende) Regierung politisch unwichtige Routine-Aufgaben an sich zieht, obwohl sie bisher reibungsvoll liefen, müssten Rumsfeld & Co. eigentlich ihrem Volk dringend und ausführlich erklären, aber da ist nur Schweigen; die unsinnige und erst drei Monate alte Direktive verschwand nach 9/11 einfach wieder sang- und klanglos.

    Ein Wächter-Job erfordert jederzeitige Anwesenheit und Verfügbarkeit, so dass die Direktive eine Vertretung-Regelung hätte vorsehen müssen oder eine Ausschluss-Klausel der Art, dass nach x Minuten der Nichterreichbarkeit ohne Politiker entschieden wird. Hat Rumsfeld das Problem verkannt und auch seine Berater und Helfer ihn nicht vor der Pannen-Trächtigkeit des neuen Jobs gerade für vielbeschäftigte Politiker gewarnt?

    Denn als „Panne“ wurde dann seine tatsächliche „Abwesenheit“ dann ja auch verkauft, obwohl er nicht im fernen Ausland oder im Krankenhaus war, sondern in seinem Dienstgebäude, dem Pentagon. Wer sich für Lebensretter ohne vernünftigen Grund unentbehrlich macht und dann im Ernstfall am hellichten Tag im eigenen Dienstgebäude sich „versteckt“, der müsste eigentlich nicht nur wegen einer Pflichtverletzung bestraft werden, sondern wegen drigenden Verdachts auf Mittäterschaft verhaftet werden, wenn er nicht eine sehr gute Begründung abliefert!

    Auch die technisch aufwändigen Anflüge auf WTC 1 und WTC 2 und insbesondere auf seitlich angeflogenen, nicht gerade sehr hohe Pentagon, können weder aus einer afghanischen Höhle noch in den Räumen der angeblichen Hamburger Terror-Zelle gesteuert worden sein.

    Die eindeutige Sprengung von WTC7 ist der Gipfel der Unverfrorenheit, wenn man weiß, dass dort das einschlagende Flugzeug fehlte, dafür aber wichtige Fäden von Geheimdienst und Katastrophenschutz zusammenliefen, also durchaus der Anflug auf die zwei großen Türme gesteuert worden sein könnte. [3] Auch von den dort lagernden brisanten Finanz- und Steuerunterlagen hatten irgendwelche Araber wohl nicht die geringste Ahnung, ebenfalls von den im angegriffenen Pentagon-Teil lagernden Unterlagen über verschwundene öffentliche Rüstungsgelder. WTC7 und Pentagon waren sozusagen handverlesene Ziele, aber nicht von Arabern oder anderen US-feindlichen Bösewichtern, sondern von Mitgliedern der US-Elite, die diese beiden Orte als Müllverbrennungsanlagen nutzten, um Belastungsmaterial gegen sich selber und ihresgleichen zu vernichten.

    [1] http://www.broeckers.com/2012/12/09/pearl-harbor-day/
    [2] https://www.heise.de/tp/features/Willkommen-im-Buero-von-Donald-Rumsfeld-3435027.html
    [3] http://www.heise.de/tp/artikel/17/17622/1.html

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