NSU-Skeptiker werden als Querfront-Sympathisanten diffamiert

Linke Spitzenpolitiker wie Katharina König verteidigen vehement die offizielle NSU-Darstellung, gleichzeitig sind keine Aufklärungsbemühungen erkennbar. Im „Blättchen“ beschrieb Gabriele Muthesius die destruktive Blockadehaltung, die König im thüringer NSU-Untersuchungsausschuss an den Tag legt. Aus Muthesius Artikel „Besenrein“ – oder: „Wie viel Staat steckt im NSU?“, ihr Fazit:

„Im Falle der Katharina König kann sich die Autorin überdies des Eindrucks nicht erwehren, dass unter dem Motto „Verschwörungstheorien abwehren“ eine recht selektive Wahrnehmung und Interpretation von Fakten, Erklärungen, Zusammenhängen und Indizien stattfindet.“

Für Gabriele Muthesius ist es ein Rätsel, warum gerade Katharina König nicht die massiven Bedenken und sachlichen Einwände teilt.

„Nicht zuletzt wegen der Aggressivität, mit der Katharina König im Grünen Salon – ich habe dies live miterlebt – alle Fragen und Argumente vom Tisch gefegt hat, die nicht ihrer Sichtweise entsprachen.“ (Forum, das Blättchen)

Bereits 2012 kam es in der linken Bewegung zu einem massiven Konflikt. Die linke Zeitung „Ossietzky“ veröffentlichte folgenden Artikel:

Über eine gelungene imperialistische Operation
Köder NSU begierig geschluckt
Von Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann

Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes„, Sektion Mannheim, berichtete online über verschiedene Aussagen: 

„Für Geheimdienste ist es keine besonders schwierige Aufgabe, zwei Menschen auszuschalten, ein Haus in die Luft zu sprengen und eine DVD – wie auch die Waffen – zu platzieren und dann zu „finden“.“

Inzwischen ist der Artikel dort nicht mehr zu finden!

Am 06.07.2013 entschuldigte sich Otto Köhler für die Veröffentlichung im „Ossietzky“: Wir wurden reingelegt„. Der Artikel würde von „Querfront-Publizisten der „arbeiterfotografie““ stammen.

„Ich bin Mitherausgeber von Ossietzky, ich schäme mich.“

Im Jahr 2014 wurden die Autoren in einem Interview auf diesen Vorwurf angesprochen, sich als Linke mit Rechten verbunden zu haben, als „Querfront“.

„Dr. Seltsam hat Euch auf Euren Disput mit Otto Köhler angesprochen. Was hat es damit auf sich?

„Der Begriff Disput trifft die Sache kaum. Das war der Versuch von Rufmord. Wir hatten einen Artikel geschrieben: über das Thema NSU, die zweifelhafte Beweislage für die angebliche Täterschaft und eine – abgewiesene – Beschwerde beim Presserat gegen Medien, die den Eindruck erwecken, als stünde ein so genanntes NSU-Mord-Trio bereits als Täter fest. Dieser Artikel erschien u.a. in Ossietzky. Daraufhin hat uns Otto Köhler in der darauf folgenden Ossietzky-Ausgabe in die Nähe von Nazis gerückt.

Hier haben wir wieder ein Beispiel dafür, wie diejenigen, die zu bestimmten Erkenntnissen vordringen, attackiert und verunglimpft werden. Die Erkenntnis, dass es in erheblichem Maße DER SPIEGEL gewesen ist, der das NSU-Konstrukt hat entstehen lassen – unter Bezugnahme auf ein angebliches Beweisvideo, das ihm von APABIZ (Antifaschistisches Pressearchiv und Bildungszentrum Berlin e.V.) verkauft worden sein soll – darf nicht verbreitet werden. Und auch die Erkenntnis, dass das so genannte Beweisvideo, das das Flammeninferno von Zwickau überlebt haben und von Beate Zschäpe verschickt worden sein soll, keinerlei Beweiskraft hat, darf nicht verbreitet werden. Auch hier haben wir wieder eine erschreckende Querfront. Die Medien von rechts bis links – von WELT bis junge Welt – haben in gleicher Weise gegen das Rechtsstaatsprinzip der Unschuldsvermutung verstoßen und die NSU-Geschichte, die sehr wahrscheinlich der Desorientierung dient, begierig aufgegriffen. Es war und ist wie eine Seuche, maßgeblich vom SPIEGEL in Umlauf gebracht.“ 

Aufgrund solcher Angriffe müssen inzwischen Rechtsextremismus-Experten aus dem Ausland kommen, um die NSU-Darstellung zu hinterfragen.

Schweizer Rechtsextremismus-Experte analysiert NSU-Ermittlungsakten

Ein Gedanke zu „NSU-Skeptiker werden als Querfront-Sympathisanten diffamiert“

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