Deswegen lügen Medien sexuelle Übergriffe von Donald Trump herbei

Kurz vor der zweiten Debatte der Präsidentschaftskandidaten tauchte eine heimlich mitgeschnittene Tonaufnahme des Präsidentschaftskandidaten Donald Trump auf, aus dem Jahre 2005! In dieser Aufnahme redet Donald Trump mit dem Cousin von George W. Bush, dem NBC-Journalist Billy Bush, im privaten Rahmen, kurz vor einer gemeinsamen Show-Teilnahme. Trump rühmt sich der sexuellen Eroberung einer verheirateten Frau, die er erst nach einem Einkaufstrip verführen konnte. Er müsse jetzt ein Tic-Tac nehmen, um die Moderatorin küssen zu können. Wenn man ein Star wäre, würden Frauen einen ranlassen. 

„I better us some Tic Tacs just in case I start kissing her. You know I am automatically attracted to beautiful – I just start kissing them. Just kiss. I dont even wait. It is like a magnet. And when you are a star they let you do it. You can do anything.“

Es handelt sich über eine Frauenhelden-Geschichte, die sich manche Männer untereinander erzählen, hinter verschlossenen Türen. Es zeugt von einer mangelhaften Beziehungsfähigkeit.

Das Problem ist jedoch, dass die Medien aus dieser dümmlichen Prahlerei ernsthaft einen sexuellen Übergriff konstruieren. Zum Beispiel titelt die Frankfurter Allgemeine Zeitung am 09.10.16, auf der Titelseite:

donald-trump„Republikaner empört über Trump

Kandidat rühmt sich sexueller Übergriffe, obwohl er die Stimmen von Frauen braucht. (…)

„Ich fange einfach an, sie zu küssen. Ich warte nicht einmal. Und wenn du ein Star bist, dann lassen sie es zu.“

Auch bei der Rufmord-Kampagne gegen den afd-Politiker Alexander Gauland benützte die FAZ diegleiche Methode, siehe „Gauland beleidigt Boateng„. Das Blatt nimmt eine Aussage aus dem Zusammenhang und interpretiert sie negativ.

Die Frage ist jedoch eine andere: Warum schießen sich die Medien gleichgeschaltet wirkend nur auf Donald Trump ein? Hillary Clinton würde auch genug Angriffsfläche bieten. Diese Einseitigkeit ist nicht nur ein deutsches Phänomen. In den USA sprachen sich zum Beispiel die 100 größten Zeitungen geschlossen gegen Trump aus! Das ist ein einmaliger Vorgang in der Geschichte der Präsidentschaftswahlkämpfe.

Die Antwort lieferte ein hochrangiges Mitglied der Republikanischen Partei, Newt Gingrich. Er sprach über den Widerstand gegen Trump, innerhalb seiner Partei. 

„Er ist ein Außenseiter. Er ist nicht Teil des Clubs. Er ist unkontrollierbar. Er ging nicht die Initiationsriten durch. Er ist nicht Teil der Geheimgesellschaft.“

Inzwischen unterstützen einflussreiche Republikaner offen Clinton, darunter Politiker, die den Irak-Krieg unter Bush zu verantworten haben.

Unabhängige Analysten kommen zum gleichen Schluss wie Newt Gingrich: Philosophie-Professor (em) John McMurtry veröffentlichte kürzlich im Recherche-Netzwerk „Global Research“ den Artikel „Die Fäden zusammenführen: Warum das Establishment Donald Trump hasst“.

Darin zählt er verschiedene politische Ansichten Trumps auf, die bei den Eliten Anstoß erregen:
  • Die USA sollten ein „neutraler, ehrlicher“ Vermittler im israelisch-palästinensischen Konflikt sein.
  • Der Verteidigungsetat könnte um 50% gekürzt werden.
  • Der Pharma-Branche könnten 400 Mrd. Dollar gekürzt werden, durch Neuverhandlung der Medikamentenpreise.
  • Trump: „Es wäre nett, wenn die USA mit Russland und China klarkommen würden.“ 

Im Gegensatz zu Hillary Clinton sprach sich Trump in der zweiten Präsidentschaftsdebatte indirekt gegen eine Flugverbotszone aus, da das Ziel nicht klar sei, und gegen eine Bewaffnung von syrischen „Rebellen“, denn: Die Waffen könnten in die Hände der Schlimmsten fallen. Donald Trump zu Hillary Clinton gewandt:

„Sie redet robust gegen Putin, gegen Assad. Aber sie weiß nicht einmal, wer die Rebellen sind, ob es im Irak oder irgenwo sonst ist. Wir bewaffnen Leute. Und wisst ihr, was passiert? Die Waffen enden, bei den schlimmsten Leuten. Schaut, was sie in Libyen gemacht hat, mit Gaddafi. Gaddafi ist weg, es ist ein Desaster. Und übrigens ISIS hat einen guten Teil von ihrem Öl. Du weißt das wahrscheinlich. Es ist ein Desaster. Fast alles, was sie in der Außenpolitik machte, war ein Fehler. (…) Sie möchte kämpfen. Sie möchte für Rebellen kämpfen. Es gibt nur ein Problem: Du weißt nicht einmal, wer die Rebellen sind. Also – was ist das Ziel? Ich mag Assad überhaupt nicht, aber Assad tötet ISIS, Russland tötet ISIS, Iran tötet ISIS. Und diese Drei machen das, wegen unserer schwachen Außenpolitik.“

Hillary Clinton warf ihm vor, der Kandidat Putins zu sein.

Angesichts dessen, dass eine Flugverbotszone nur mit einem Krieg gegen Russland durchgesetzt werden könnte, wäre eigentlich Donald Trump der Kriegshetzerin Clinton vorzuziehen. Die offene Frage ist jedoch, ob es sich bei Trumps Aussagen lediglich um Wahlkampf-Getöse handelt.

Ein Gedanke zu „Deswegen lügen Medien sexuelle Übergriffe von Donald Trump herbei“

  1. Ein Kandidat in diesem System ist grundsätzlich Systemkandidat ! Und was kümmert einen das dumme Geschwätz von vor 5 Minuten ? Aber die Aussage von Gingrich dürfte wohl des Pudels Kern sein – ein Machtkampf innerhalb der wirklich Mächtigen. Für die 08/15 Dumpfbacke in USA wird sich bestenfalls marginal etwas ändern, die Profitmaximierung ist bei Allen grundsätzlich die oberste Prämisse.

    MfG

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