Rudeljournalismus: Mir macht brutale Hetzjagd auf Gauland Angst

Die Rufmord-Kampagne, die gerade in den Medien läuft, ist an Niedertracht und Verlogenheit nicht mehr zu überbieten. Alexander Gauland, Vize-Vorsitzender der Partei „AfD“,  wird als Überbringer von schlechten Nachrichten fertig gemacht. Er sprach eine Realität an, die leider in Deutschland in manchen Köpfen vorhanden ist: Voreingenommenheit gegenüber Menschen mit anderer Hautfarbe. Er sagte:

„Die Leute finden ihn als Fußballspieler gut. Aber sie wollen einen Boateng nicht als Nachbarn haben.“

Das Portal „Meedia“ kommentiert:

„Dass er den Satz so oder so ähnlich gesagt hat, das wird wohl stimmen, das bestreitet Gauland auch gar nicht. Aber der Satz ist genau genommen ja gar keine Beleidigung Boatengs, sondern nur eine Aussage über Alltags-Rassismus, wie er in Deutschland durchaus vorkommen mag. Gauland greift den Namen des dunkelhäutigen Fußballers Boateng wie von den FAS-Redakteuren eingeführt beispielhaft für einen dunkelhäutigen Menschen auf („einen Boateng“). (…)

Das hat die FAS-Redaktion aber nicht gejuckt. Stattdessen wurden Reporter nach München-Grünwald entsandt, um Boatengs Nachbarn und einer Tankstellen-Mitarbeiterin sinnentleerte Quatsch-Zitate zu entlocken. Das sind Methoden, die man früher der Bild-Zeitung zugeschrieben hätte.“ (meedia)

Treffend kritisiert der Blog „achgut“ die fehlenden Nachfragen der FAZ-Journalisten:

„Nach dieser Aussage Gaulands, zu der sie ihn ja offenbar gelockt hatten – hätte die Geschichte doch erst angefangen. In der Weise etwa:

Bitteschön, Herr Gauland: Was heißt das? Finden Sie die von ihnen geschilderte Bigotterie denn okay? Wollen sie dagegen arbeiten, Vorbehalte ausräumen? Oder – dies wäre nun wirklich das Naheliegendste gewesen – gehören Sie selbst zu diesen „Leuten“, wollen sie die Leute vor dieser Nachbarschaft befreien? Warum wollen die „Leute“ Boateng nicht als Nachbarn haben? Wer sind „die Leute“, von denen Sie sprechen.

Eine selten armselige Trophäe
Ohne diese Anschlussfragen ist der Vorhalt gegen Gauland ein Nullvorhalt, die Aussage Gaulands ist eine selten armselige Trophäe der beiden FAS-Journalisten. Genau ihr Unterlassen belegt wieder einmal die Hysterie, mit der hierzu alles und jedes für gut befinden wird, wenn es nur gegen die rechte Partei geht, und sei es auch noch so oberflächlich, ungeprüft und unhinterfragt. Das Schlimme: So gut wie alle übrigen Medien stiegen – wieder mal – darauf ein, ohne auch nur einmal den Charakter des mit Gauland in Verbindung gebrachten Satzes zu überprüfen.“ (achgut)

Auch Roland Tichy weist auf die offenen Fragen hin:

„Was hat Gauland objektiv gesagt? Was hat er tatsächlich oder mutmaßlich gemeint? Was muss er sich zurechnen lassen? Hat er den Namen Jerome Boateng in das Gespräch eingeführt und ihn bejahendenfalls ganz konkret gemeint oder beispielhaft? Oder haben die Journalisten den Namen Boateng zuerst eingebracht? Hat Gauland den Namen ausgesprochen, was er bestritten hat, oder woran er sich nicht mehr erinnert, oder nicht mehr erinnern will?“ (roland-tichy)

Die Gleichschaltung mit der die Massenmedien und Politik von links nach rechts auf Gauland einprügeln, ist erschreckend. Der Blog „Spiegelkritik“ schreibt:

Mir macht ein Journalismus Angst, der die einfachsten Dinge nicht mit Verstand erfassen kann, sondern nur danach sucht, wie sich etwas zum Skandal machen lässt.“ (spiegelkritik)

Der Deutsche Journalisten-Verband Berlin-Brandenburg e.V. kritisiert die schnelle Vorverurteilung von Gauland:

„Zuerst stellte sich die Frage, ob diese Äußerung überhaupt beleidigend sei oder zumindest rassistisch. Eigentlich besagt sie ja nicht, dass Gauland etwas gegen den Nationalspieler hat, sondern stellt nur die Ressentiments in der Bevölkerung dar. Man muss schon sehr gewagt interpretieren, um das als Rassismus von Gauland zu sehen.

Bevor jedoch im Internet differenziert über diese Frage diskutiert wurde, musste erst einmal ein veritabler Shitstorm inszeniert werden.

Die FAS sorgt gleich selbst in Twitter für die nötige Empörung, und ohne auch nur eine Bestätigung von Gauland zu haben und bar jeglicher Beweise für diese Aussage stürzt sich gleich das ganze Netz inkl. der Pseudoqualitätsmedien wie Spiegel, Zeit und unzählige weitere auf die Jagdbeute Gauland.

Journalistische Grundsätze werden mittlerweile über Bord geworfen, falls es gegen die AfD geht. Gleichzeitig zeigen sich die gleichen Medien völlig überrascht, dass sie immer öfters als „Lügenpresse” beschimpft werden.“ (DJV)

Der Blog „Spoekenkiekerei“ zeigt, dass Herr Gauland höchstwahrscheinlich in eine Falle tappte:

„Langsam lichtet sich in der Causa Gauland/FAS der Pulverdampf – und sichtbar wird ein Vorgang, der alles Zeug dazu hat, nach „Köln Hbf.“ der zweite Großskandal des politisch-medialen Komplexes unseres Landes zu werden. Dies passiert, wenn man ruhig und sachbezogen alle Fakten zusammenstellt:

1. Die beiden FAS-Journalisten Eckart Lohse und Markus Wehner trafen Gauland nicht zu einem Interview, sondern, wie sie selbst sagen, zu einem „Informationsgespräch“. Dafür spricht auch, dass das Gespräch nicht mitgeschnitten wurde, sondern nur Notizen gefertigt wurden. …

FAZ vs. Gauland: Der Pulverdampf lichtet sich

11 Gedanken zu „Rudeljournalismus: Mir macht brutale Hetzjagd auf Gauland Angst“

  1. Ich muss leider feststellen, dass uns hier in DE die Zustände eingeholt haben, die wir doch nie wieder haben wollten. Der tagtäglich erlebbare Wahnsinn muß endlich aufhören!

  2. Ich finde Fussball ätzend. Egal welche Hautfarbe oder Nationalität, ich bin froh wenn ich keine schreienden und trinkenden Fussballfans als Nachbarn habe!

  3. Nach 21 Jahren Abo habe ich dieses Schmierenblatt vor 2 Jahren gekündigt,und fasse es ,wie die Bildzeitung,nicht einmal mehr mit der Kneifzange an.Nur Flachpfeifen und Dummköpfe sind der Meinung,dass dahinter „Ein kluger Kopf steht“

  4. »Rudeljournalismus: Mir macht brutale Hetzjagd auf Gauland Angst«

    Zensor,
    bevor mit Tunnelblick gelöscht wird, empfiehlt sich auch dem Friedensblick, Kommentare vorher erst mal zu lesen. Meiner deckt sich nämlich mit Ihrem Artikel, wurde aber bereits gestern zum gleichen Thema bei MEEDIA verfaßt. Und wenn zwei über das gleiche Thema schreiben, wird der Inhalt doch nicht verändert, oder?

    1. Ja, ich löschte Ihren Kommentar, weil er mir zu radikal erschien. An den genauen Grund kann ich mich nicht mehr erinnern. Es war, glaub ich, ein unterstützender Hinweis auf Pegida.

  5. Es ist weniger eine Hetzjagd auf Gauland.
    Es ist eine auf unseren Verstand.
    Nehmen wir es also als Test, wie viel davon noch da ist. Bei uns und in unserem Umfeld.

    Die Antwort auf so was ist auch ganz einfach. Die Schmierblätter nicht kaufen.

  6. Herr Lehle, anders als in Ihrem Van-der-Bellen-Artikel finde ich in diesem Fall Kritik an den Medien – insbesondere dem Vorgehen der FAZ/FAS – berechtigt. Man wollte offenbar einen Eklat provozieren und Gauland als Rassisten entlarven (was er meines Ermessens übrigens auch ist) und hat zu diesem Zweck journalistische Regeln verletzt. Ich wünsche AfD und Gauland jede politische Bauchlandung, aber zumindest die Behauptung „Gauland beleidigt Boateng“ scheint von den Fakten nicht gedeckt.

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