11. September: Warum schützten keine Abfangjäger die US-Hauptstadt Washington D.C.? Teil 5

Für die Verschwörer trat wieder ein Problem auf: Die Befehlskette war zwar gebrochen, aber nochmal forderte die lokale FAA-Luftüberwachung in Boston Kampfflugzeuge für ein entführtes Flugzeug an. Von Boston rief Colin Scoggins um 09:21 bei der regionalen Militärorganisation NEADS an und forderte Abfangjäger für ein Flugzeug, dass Richtung Washington D.C. flöge. Scoggins hörte Gespräche im internen FAA-Netz mit und dachte, dass es sich bei dem entführten Flugzeug um Flug 11 handeln würde. In Wirklichkeit war es Flug 77. Wie konnte es sein, dass Flug77 trotzdem das Verteidigungsministerium der Hauptstadt angreifen konnte und vorher noch am weißen Haus vorbeiflog?

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.Nach dem Ruf von Scoggins stiegen um 09:30 drei Abfangjäger vom Luftwaffenstützpunkt Langley auf, mit dem Befehl die Hauptstadt zu schützen. Es kommt noch zu einer zwei-minütigen Verzögerung, weil die FAA einen Korridor für die Abfangjäger freimachte.

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.Warum erreichten die Jäger nicht die Hauptstadt?

NEADS gibt den Befehl, mit Höchstgeschwindigkeit in Richtung Washington D.C. zu fliegen. Der Befehl wird an die militärische Flugüberwachung im Militärflughafen, „Langley Tower“, weitergegeben; auch die Piloten wussten, dass sie in Richtung Norden fliegen sollen. „Langley Tower“ schickt die Abfangjäger jedoch eigenmächtig in die andere Richtung, nach Osten über das Meer!

Laut „Langley Tower“ wäre es nicht ihre Absicht gewesen, die Jäger eine „längere“ Strecke in Richtung Osten zu schicken, sie hätten nur einen bestmöglichen Abflug bewirken wollen. Sobald die Abfangjäger in der Luft gewesen wären, hätten sie doch seitens der FAA oder NEADS zum Ziel geführt werden können.

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.Doch diese Entschuldigung des „Langley Towers“ wird seitens John Harter, dem Chef des FAA-Radarterminals im Washingtoner Gebiets, angezweifelt. „Langley Tower“ hätte ohne Probleme, die Abfangjäger sofort in Richtung Norden fliegen lassen können. Der östliche Umweg beim Abflug wäre unverständlich.

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.„Langley Tower“ veränderte die Route nach dem Abflug nicht. So flogen die drei Kampfflugzeuge erstmal in Richtung Osten. Sowohl die FAA, wie auch die Piloten, gingen davon aus, dass sich die Befehle seitens NEADS geändert hätten!

Wenn die Abfangjäger, sofort, direkt und mit höchster Geschwindigkeit nach Washington D.C. geflogen wären, hätten sie Chancen gehabt, das entführte Flugzeug, Flug 77, abzufangen und abzuschießen.

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.Doch wurden die Abfangjäger nicht nur in die falsche Richtung geschickt, es wurden ihnen auch noch befohlen, nicht mit Höchstgeschwindigkeit zu fliegen!

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.Darüber hinaus bekam Oberst Craig Borgstrom einen verheerenden Befehl, von einer bis heute unbekannten Person: Borgstrom war kommandierender Kontaktmann zu den Abfangjägern, er hätte sie während des Fluges einweisen sollen. Doch er sollte sich selbst in einen dritten, unbewaffneten Abfangjäger setzen und mitfliegen. So stellte NEADS fest, dass sie keinen Kontaktmann mehr am Flughafen hatten:

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.NEADS verlor den Kontakt zu den drei Kampfflugzeugen! Es musste am Radar mitansehen, wie ihre Jäger in die falsche Richtung flogen. Dort über dem Meer wurden sie von der Kriegsmarine, Navy, „betreut“. 

Ab 9:30 versucht NEADS vergeblich die Abfangjäger direkt zu erreichen, dies ist wegen schlechter Verbindung nicht möglich; die Piloten hörten soviele Stimme, als ob sie „10 Stunden Gespräche, in 10 Minuten hörten“. Nach Aussage des Piloten Borgstrom bekamen sie Befehle aus allen drei Funkfrequenzen von vielen unterschiedlichen Personen.

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Um 9:34 kontaktiert NEADS die Navy direkt. Es kommt zu einem Streit mit einem desinteressierten Flugüberwacher, dem der Ernst der Lage anscheinend völlig unbewusst ist:

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.Statt die Jäger sofort zurückzuschicken, schickt die Navy-Einheit „Giant Killer“ sie in das Übungsgelände Whiskey 386 über dem Atlantik! Als NEADS-Einsatzleiter Oberst Naspany fragte, was sie dort suchen, antwortete Major Fox lapidar: „Giant Killer schickte sie dort raus!“

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.Hat Dick Cheney den Befehl dazu gegeben, die Abfangjäger umzulenken?

Genau in dieser Zeit, passieren bemerkenswerte Dinge im Bunker unter dem weißen Haus: Es werden Befehle gegeben!

Der damalige US-Transportminister Norman Mineta kam gegen 09:20 im weißen Haus an. Er wird von Richard Clarke empfangen und eingewiesen. Nach 4 oder 5 Minuten sagte ihm Clarke, dass er nach unten in den Bunker gehen soll. Clarke deutete in seinem Buch an, dass Vize-Präsident Dick Cheney bereits vor Mineta zum Bunker aufbrach. 

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.Mineta bestätigte diese zeitliche Darstellung von Clarke:

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.Gegen 09:25 betritt Mineta den Bunker. Dort trifft er Cheney an. Mineta öffnet eine Telefon-Brücke zum FAA-Hauptquartier. Von dort ist Monte Belger zugeschaltet. Gegen 09:29 beobachtet Mineta folgende Szene: Es betritt ein junger Mann mehrmals den Bunker und teilt Cheney mit, wieviel Meilen das Flugzeug noch entfernt ist:

„50 Meilen weg“, „30 Meilen weg“. Mineta fragt Belger welches Flugzeug das sei. Belger antwortet, dass sie das Objekt im Radar beobachten, es seine Erkennung (Transponder) ausschaltete, so haben sie keine Identifikation hätten. Es fliegt in Richtung der Hauptstadt. Beim letzten Mal fragt der junge Mann Cheney: „10 Meilen weg, stehen die Befehle noch immer?“; Cheney dreht sich um und antwortet:

„Natürlich stehen die Befehle noch. Oder haben Sie irgendetwas Gegenteiliges gehört?“

Um 09:37 fliegt Flug 77 ins Pentagon. Danach befahl Mineta Belger, alle Flugzeuge zur schnellstmöglichen Landung zu bringen. Dies bestätigte Belger:

„Er und Garvey waren am Telefon mit Norman Mineta, der entschied alles runterzubringen (um 09:45), was durchgesetzt wurde.“

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.Dass Belger mit Mineta sprach, bestätigte indirekt auch der FAA-Mann Mike Weikert:

„Wir versuchten sie (Verteidigungsministerium, Weisse Haus, FBI) zu alarmieren, als wir das Flugzeug verfolgten, dass in das Pentagon flog. Belger war im Raum in dieser Zeit. Er verfolgte beide Kommunikationsnetze.“

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Obwohl sich Monte Belger nicht an ein Gespräch mit Mineta vor dem Einschlag ins Pentagon erinnern kann, bestätigt er, dass Mineta mit Cheney im Bunker war. Er wusste von der Gefahr, dass von dem Flugobjekt ausging, welches in Richtung der Hauptstadt flog.

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.Darüberhinaus wird Minettas Darstellung durch ein „Logbuch“-Dokument des secret service teilweise bestätigt. Dort steht, dass sich ein schnell fliegendes Flugzeug dem weißen Haus näherte und die FAA Informationen übermittelte. Es handelt sich um eine handschriftliche schriftliche Kopie eines Protokolls des secret service.

„09:25: Offene Verbindung zur FAA

09:27: FAA informiert über zwei außerordentliche Maschinen

09:30: FAA informiert über eines, welches sich dem Weißen Haus nähert.

09:31: Es kommt näher, 30 Meilen entfernt.

09:34: „(…) 10 Meilen entfernt.“

Auf „Untertitel“ klicken, um deutsche Übersetzung zu sehen.

.Woher nahm der Vize-Präsident überhaupt die Befehlsgewalt?

Der Vize-Präsident hat eine geringe Machtfülle. Der erste Vizepräsident der USA, John Adams, bezeichnete das Amt als „das bedeutungsloseste, das jemals von Menschen ersonnen wurde.“

So gab, offizielle Darstellung, Cheney lediglich die Befehle von Bush weiter. Laut Aussage der 9/11 Kommission gab es eine Serie von Telefonaten zwischen Bush und Cheney, das Erste um 9:15.

Was machte Präsident Bush?

Der secret service ließ den Präsidenten erstmal bei einem öffentlichen Termin im Kindergarten bis etwa 09:30, wo er auch noch eine Pressekonferenz gab. Es hätte technische Schwierigkeiten gegeben. Bush beklagte sich über schlechte Kommunikationsverbindungen.

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.Die 9/11 Kommission behauptet, dass Cheney erst gegen 09:33 von seinem Büro evakuiert wurde. Gegen 09:37 trudelte er im Korridor vor dem Bunker ein. Der Beweis dafür sind Aufzeichnungen des secret service, die leider verloren gegangen wären.

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.Dort telefonierte er erstmal mit Präsident Bush.

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… so dass er erst gegen 10:00 den Bunker selbst betreten haben soll. Die 911-Kommission erwähnte Minetas Aussage nicht in ihrem Abschlussbericht, der als „Weiß-Waschung“ bezeichnet wird.

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.Dieser späte Evakuierungs-Zeitpunkt wird von verschiedenen Zeitzeugen widersprochen, übrigens auch von Cheney selbst.

Der damalige Fotograf des Weißen Hauses David Bohrer sagte, dass Cheney kurz nach dem zweiten Flugzeugeinschlag (09:03) in den Bunker gebracht worden wäre. Auch nach Aussage von Karl Rove, dem Präsidentenberater, wäre Cheney gegen 09:16 telefonisch von Bush nicht erreichbar gewesen, da er zum Bunker gebracht wurde.

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.Cheney selbst sagte in einem Interview, fünf Tage nach dem 11. September: Nachdem er im Bunker ankam, wäre die Meldung gekommen, dass das Pentagon angegriffen worden wäre. Auch wäre Mineta dort anwesend gewesen und hätte eine Verbindung zur FAA aufgebaut.

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.Abschuss-Befehl

Erst um 10:18 hätte Cheney bei einem Telefongespräch mit Bush um eine Abschuss-Genehmigung gefragt, und sie erhalten. Er hätte die Genehmigung dann im Bunker an Militärs weitergegeben. Zeugin für dieses Telefonat ist ausgerechnet Condoleeza Rice. Sogar in der 9/11 Kommission gab es große Zweifel an dieser Darstellung.

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.Doch selbst wenn dieses Telefonat wirklich stattgefunden hätte, bleiben Cheneys Kommandos ungesetzlich. Die Befehlskette geht vom Präsidenten zum Verteidigungsminister und von dort aus zu den militärischen Kommandeuren. Und wenn, bleibt die Frage: Warum kam die Abschuss-Genehmigung von Bush erst dann, als die Anschläge vorbei waren?

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Vize-Präsident Cheney spielte größere Rolle, als offiziell dargestellt

Das Flugzeug des Präsidenten hatte eine direkte Verbindung zur Schaltzentrale des Verteidigungsministerium, NMCC. Warum nahm die Abschuss-Genehmigung den Umweg über den Vize-Präsidenten? Der Leiter des NMCC, Hauptmann Leidig, sagte aus, dass er mit Cheney verbunden war („ich war mit dem weißen Haus verbunden.“). Zwar bestätigte er die direkte Verbindung zum Präsidentenflugzeug, jedoch nützte er die Verbindung zum Präsidenten nicht. Auf die Nachfrage warum, konnte sich Leidig nicht erinnern.

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.Auch der Oberbefehlshaber der Luftstreitkräfte, General Ralph Eberhart, war mit Cheney im Kontakt. Eberhart verblieb während der Angriffe nicht Hauptquartier der Luftstreitkräfte, sondern machte eine längere Autofahrt (zwischen 09:35 – 10:35) zum operativen NORAD-Zentrum im Cheyenne-Gebirge. In der Zeit redete er mit Cheney per Handy. Das Gespräch fand während der Fahrt statt und wäre wegen technischer Probleme unterbrochen worden.

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.Um 09:49 befahl Eberhard, dass alle verfügbaren Abfangjäger in Gefechtsposition gehen sollten, voll bewaffnet – jedoch eben nicht in der Luft.

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.Der damalige Chef der russischen Luftwaffe, Anatoli Kornukov, äußerte sich darüber wiefolgt:

„Sobald hier so etwas passiert, werde ich davon sofort benachrichtigt und innerhalb von Minuten sind wir alle in der Luft.“

Ab 09:03 war klar, dass die USA aus der Luft angegriffen werden. Ab diesem Moment riefen Luftwaffenstützpunkte bei der nord-östlichen Luftwaffenorganisation (NEADS) an und boten ihre Abfangjäger zum Start an:

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… jedoch flogen die ersten Abfangjäger (nicht NEADS-Wachen) erst um 10:42 ab!

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.Die offene Frage ist, warum nicht alle verfügbaren Abfangjäger, neben den Wachen von NEADS, sofort ab 09:03 den Einsatzbefehl erhielten und schnellstmöglich aufstiegen? NEADS hatte an dem Tag lediglich 4 Abfangjäger als „Wachen“ zur Verfügung. Mit großer Wahrscheinlichkeit liefen die Fäden bei Vize-Präsident Cheney zusammen. Doch woher könnte er seine Befehlsgewalt gehabt haben? Ende Teil 5

Ein Gedanke zu „11. September: Warum schützten keine Abfangjäger die US-Hauptstadt Washington D.C.? Teil 5“

  1. Abfangjäger stiegen nicht zum Schutz von Washington auf „dank einer Direktive, die unter seiner Ägide erstellt und am 1. Juni 2001 erlassen worden war – und die ausgerechnet und exakt jene Prozeduren der Luftfahrtüberwachung betrifft, die am 11. 9. 2001 aus bisher unerklärlichen Grund versagten.“

    Die Rede ist von Rumsfeld:
    „Die zuvor (von NORAD und FAA) automatisch in Kraft setzbare militärische Assistenz durch Abfangjäger bedurfte seit dem 1. Juni 2001 einer Entscheidung (‚approval‘) durch den Verteidigungsminister, d.h. ohne Rumsfelds ausdrückliche Genehmigung konnten auch am 11. 9. keine Jäger aufsteigen. Da er aber nach eigener Aussage ’no idea‘ hatte, dass ein Flugkörper in Richtung seines Ministeriums unterwegs war, konnte er derlei ‚approval‘ nicht erteilen.“
    http://www.heise.de/tp/artikel/17/17641/1.html

    Vielbeschäftigte Politiker neigen zur Delegation von vielerlei Aufgaben – unpolitische Routinejobs voran. Das ‚approval‘ war eine Tätigkeit hinter den Kulissen, nichts zum Prahlen in den Medien, aber erkennbar mit Versagenspotenzial, gerade weil ein vielbeschäftigter Politiker nicht immer erreichbar ist – aber Dutzende Male je Jahr ganz plötzlich sein müsste.

    Warum änderte man eine uralte bewähre Praxis und warum zog sich ein Mann wie Rumsfeld sowas rein – aus eigenen Antrieb? Er war kein Träumer, der gerne Wachtmeister spielte oder ein Faible für bürokratische Rituale hatte, sondern ein abgebrühter Macher, ein tougher Manager aus der Ölindustrie. Ein Fan von Privatisierung und schlankem Staat, der für den erst kürzlich übernommenen, riesigen Verwaltungsapparat des Pentagon keinen großen Respekt, sondern eher tiefe Verachtung übrig hatte.

    Dass die merkwürdige Direktive nach 9/11 schnell wieder verschwand, versteht sich von selbst, nicht aber ihre vorhergehende Inkraftsetzung. Eine der vielen „Pannen“ mit einem etwas zu starken „Gschmäckle“. Die PNAC-Denkfabrik hatte in der 2. Hälfte der 90er Jahre für ihre geplanten Mittelost-Ölkriege ein „neues Pearl Harbor“ erhofft, ein schock-artiges Angegriffen-Werden, das die Kriegsbereitschaft im Volk erhöht. Dass beim „alten“ Pearl Harbor hinter dem offiziellen Überraschungsangriff ein bewusst zugelassener steckte (also ein Verrat der US-Regierung an ihren eigenen, im Stich gelassenen Soldaten – vgl. das Buch von Robert B. Stinnett, 2003 bei Zweitausendeins) gilt offiziell als „Verschwörungstheorie“.
    Rumsfelds Zulassung der 9/11-Flugzeuge wird dagegen vom Mainstream komplett ignoriert.

    Viele der Denker aus der PNAC-Denkfabrik wechselten Anfang 2001 jedenfalls zur neuen Bush-Administration . . .

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