NSU-Wohnmobil: War die Türe zur Nasszell geschlossen gewesen?

Der parlamentarische NSU-Untersuchungs-Ausschuss in Thüringen befragte drei Polizeibeamte, die mit als Erste vor Ort im Wohnmobil mit den erschossenen Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos waren. Die drei Polizisten waren im Wohnmobil, bevor es von dort gegen 15:30 abgeschleppt wurde.

Es handelt sich zum einen um Kriminaloberkommissarin (KOK) Sylvia Mi. und KOK Tilo Ho. Sie sagten dem Ausschuss, dass sie nach Menzel ins Wohnmobil gingen. Sie sahen in der Nasszelle eine Schusswaffe, die dort auf dem Boden lag und holten sie heraus. Es soll sich später herausgestellt haben, dass es eine der geraubten Dienstwaffen vom Heilbronner Polizistenüberfall gewesen war. 

Dagegen sprach der damalige Polizeichef von Gotha, Michael Menzel, davon, dass er eine der Dienstwaffen auf dem Tisch fand. Durch sie wäre die Verbindung nach Heilbronn zustande gekommen. In der Nasszelle hätte er nicht nachgeschaut. Er hätte gar nicht in die Nasszelle gehen können, da die Leichen davor im Gang gelegen wären. Menzel:

“Nicht nur das ähm man muss die Tür öffnen können, wenn ich mich richtig erinnere (…) haben die Leichen vor dem Öffnungsbereich der Türe, ich hätte gegebenenfalls eine Veränderung der Leichen bedurft. Es hat sich für mich vollkommen ausgeschlossen hier eine unqualifizierte Tatortarbeit zu machen (…). Ich bitte nochmal drum. Ich habe keine Röntgenaugen. (…).

Auf Nachfrage konnte er sich nicht erinnern, ob die Türe zur Nasszelle offen war oder nicht.

Folgendes Foto ist aus der Ermittlungsakte „Bd4-1-9ObjTatbefundWoMo-Komplex1.4“ (Hier zum Runterladen). Das Foto ist ausgeschnitten aus dem Tatortfoto „Teilübersichtsaufnahme Wohnmobil Bild 3″.  Nach meiner Meinung legt es nahe, dass die Türe zur Nasszelle geschlossen war!

2016-04-01 16_50_56-Bd4-1-9ObjTatbefundWoMo-Komplex1.4.pdf - Adobe Acrobat Reader DC

Der schwarze-braune Brandschaden geht oberhalb der Türklinke los. Auf beiden Seiten, sowohl an der Tür wie auch am Türrahmen, wird der Schaden gleichförmig größer. Die Türkante ist dagegen unbeschädigt, das zeigt das unbeschädigte helle Holz. Auch das lässt schließen, dass die Türkante im Türrahmen vor Brand und heißen Russ geschützt war. Der betreffende Bereich nochmals ausgeschnitten und vergrößert:

2016-04-01 16_51_49-Bd4-1-9ObjTatbefundWoMo-Komplex1.4.pdf - Adobe Acrobat Reader DC

Falls damit der Beweis einer geschlossenen Türe erbracht wäre, heißt dass, dass jemand nach dem Tod von Mundlos den Tatort massiv veränderte. Es würden sich folgende Überlegungen anschließen:

– Wie kamen die Blutspritzer in die Nasszelle? Da Uwe Mundlos sich im Gang erschossen haben soll, kann sein Blut ja schlecht durch die geschlossene Türe hindurch geflogen sein.

– Wer manipulierte den Tatort, bei sämtlichen Tatortfotos steht die Türe zur Nasszelle offen, und warum?

25 Gedanken zu „NSU-Wohnmobil: War die Türe zur Nasszell geschlossen gewesen?“

  1. Frau Mall schaute zu, als Menzel Leichen harkte. Man hätte sie befragen müssen, ob die Tür auf war, oder zu.

    „Es stellte sich später heraus, dass es eine der geraubten Dienstwaffen vom Heilbronner Polizistenüberfall gewesen war.“
    Was genau ist später? Als Hoffi die P 10 fand?

  2. Sie gingen nach Menzel ins Wohnmobil. Sie fanden in der Nasszelle eine Schusswaffe, eine P 10 der Thüringer Polizei, die Menzel verloren ging als zuvor im Wohnmobil nach der dritten Leiche suchte……wäre eine Erklärung?

    1. Ja. Wäre eine…

      Schorlau meint in seinem Buch, PD Menzel habe Kiesewetters Waffe auf den Tisch gelegt. Das kann jedoch nicht sein, denn die Magazinfeder aus dieser Waffe lag auf der vorderen Leiche und wurde vom BKA als Elektronikbauteil „entsorgt“. War also die falsche Feder…

      1. Die Waffe auf dem Tisch kann Menzel allein schon deshalb nicht hingelegt haben, weil darauf jede Menge Brand/Brandschuttspuren waren.

        Möglich aber ist dass die Waffe im Bad (völlig ohne Brandspuren, trotz Feuer im Bad) z.B. von Menzel dort abgelegt wurde. Das würde auch das Hin und Her, die Aussagewidersprüche, ob nun die Kiesewetter Waffe oder die Arnold Waffe im Bad gefunden wurde, und die Folgen und Unmöglichkeit bezüglich der Opferidentifikation erklären.

  3. Sehr gut beobachtet. Die Badtüre war offensichtlich während des Womo Brandes geschlossen, es gab also sowohl im Bad also auch im Wohnraum Feuer.

    M. hat sich angeblich bei offener Badtüre (Auffindesituation laut Tatortfotos) suizidiert.

    Deutlichere Widersprüche sind nicht mehr möglich, weil auch damit klar ist, dass M. (aber auch B.) ermordet wurden.

    M. kann also unmöglich s o w o h l im Bad a l s a u c h im Wohnraum Feuer gelegt haben und sich dann bei (geöffneter!) Badtür suizidiert haben.

    Neben den (wohlweislich) n i c h t asservierten und einfach weggeworfenen Grosshirnanteilen (die schon für sich allein absolut g e g e n die offizielle Selbstmordthese sprechen, inkl. des knöcherenen Schädelausriss von M.) der beiden Mordopfer im Spülenbereich und den nichtvorhandenen Blut/Gehirnspuren im hinteren (Klappbett)Bereich ist dies ein weiterer Sargnagel für die offizielle Selbstmordlüge.

  4. Die Tür war offen. Dafür gibt es mehr Indizien als für das hier postulierte.

    Blutspritzer innen, ruhiges Handtuch innen, Brandspuren in der Zarge oben.

    Das parabelförmige Ruß und Brandbild auf Türblatt und Klowand hinten ergibt sich dann, wenn beide ein Dreieck mit der Bettkonstruktion hinten bilden. Rauch und Flammen können von oben eindringen, umso mehr sich der Abstand beider vergrößert. Insgesamt wenig Konvektion, da ein Totraum unten vom Boden, hinten unten von der aufgestellten Matratze fast dicht, also weniger Spuren .

    Ockham lässt grüßen.

    Immerhin gut, dass sie ominöse „graue Fläche“ identifiziert ist. War damals für nicht wenige eine mutwillig eingefügte „Vertuschung“.

    Was soll sowas?

  5. „Die Tür war offen. Dafür gibt es mehr Indizien als für das hier postulierte.“

    Daß die Tür zusammen mit dem toten Mundlos offen war hat doch niemand bestritten.
    Fragt sich nur ab welchem Zeitpunkt die Nassraumtür offen war.
    Wie erklärt, spricht alles dafür, dass erst im Bad Feuer gelegt wurde, bei danach geschlossener Türe.
    Erst nach den Krönleinschüssen mit den Kopfbereichen der beiden Uwes im unteren Kochabteil/Spülenbereich durch denTäter wurde die Badtür geöffnet M. (nach hinten) aber auch B (von Rücken in Bauchlage) umgelagert.

    Nix also mit Parabel, weil z.B. das innen hängende (rußige) Handtuch und die oberen inneren Teile der Badtür völlig verkokelt waren und dies nur bei geschlossener Badtüre solche Brandspuren entstehen konnten.
    Es gab unterhalb der dann später geöffneten Badtüre ja keinen Brandherd und der Türfalz der Badtüre war vom Brand nicht betroffen . So rum lief das also höchstvermutlich ab.

    1. Reichlich viele Hypothesen, die du aufstellen muss, um das Spurenbild zu erklären: Zwei Brände, Umlagerung beider Leichen, Öffnen der Tür durch jemanden und inhärent auch das Starten und Löschen des ersten Brandes in der Nasszelle.

      Dagegen steht: Verkohlung des Handtuchs auf gleicher Höhe wie bei Ecke Badraum/Sitzbank. Verkohlung in Nasszelle auf gleicher Höhe aufsteigend zur Außenwand (wegen fehlender Konvektion). Verkohlung der hinteren Zarge oben beginnend ebenfalls auf gleicher Höhe.

      Es gibt kein einziges Spurenbild, was die Annahme eines vorhergehenden, also zweiten Brandes im Bad rechtfertigen würde. Und viel mehr Spuren, die auf eine geöffnete Tür schließen lassen.

      Du verfolgst die gleichen Hirngespinste, wie die ominöse „graue Fläche“. Auch damals wollten mich ziemlich alle belehren, es sei keinesfalls die Matratze. Eineinhalb Jahre später…

      Nix für ungut, aber solche sachunkundigen Analysen schaden der Aufklärung mehr als sie nützen. Nochmal: Was soll das also? Wieso spart ihr euch sich diesen Mumpitz nicht? Drei grottenschlechte Artikel!

      Reicht es nicht, wenn Hirnmasse „wegkommt“ oder die Leichen, wie auf Fotos beweisbar, umpositioniert wurden? Oder all die anderen Unregelmäßigkeiten? Immer noch ein draufsetzten?
      —–
      Dein Krönleinschuss aus einer Flinte mit Flintenlaufgeschoss Brenneke 12/70 kannst du dir auch stecken. Sowas gibt es nicht!

  6. Nachdenken vor dem Schreiben Zwangsjacke:

    „Nix also mit Parabel, weil z.B. das innen hängende (rußige) Handtuch und die oberen inneren Teile der Badtür völlig verkokelt waren und nur bei geschlossener Badtüre solche Brandspuren entstehen konnten.“

  7. Nur Kritik üben ist leicht. Weil du ja selbst die Krönleinschüsse mit den unzweifelhaft vorhandenen und einfach weggeschmissenen Grosshirnteilen in Frage stellst, dann erklär uns doch mal:

    W i e ging lief denn nach Deiner Meinung höchstvermutlich die Sache ab.?
    Krönleinschüsse an welcher Stelle? Badtüre während der gesamten Brände geöffnet?

      1. Wer hat als Erster vom Krönleinschuss geredet?
        Denk drüber nach, im Gesamtkontext…nicht nur hier insgesamt in der Aufkläreszene!

        MMn geht FLG und Krönleinschuss nicht, so steht es im Grundlagenbuch und passt auch physikalisch.
        Es muss also eine andere Munition gewesen sein, welche die offensichtlichen Verletzungen verursacht hat.

        Warum fragt danach niemand?

  8. Du willst also nicht auf einfachen Fragen antworten und forderst stattdessen von mir Erklärungen zu einem hingerotzten Buch link.

    Fest steht, dass B. und M. im Wohnmobil sog.Krönleinschüsse erlitten haben, oder willst du das bestreiten?

    Ob dies nun mit Flintenlaufgeschossen oder mit anderen Projektilen geschah, halte ich zunächst mal für zweitrangig.

    Fest steht auch, dass die grossen Gehirnanteile aufgrund dieser Krönleinschüsse nicht da hätten sein dürfen wo sie fotographisch dokumentiert wurden.

    Und nun?

    Fest steht weiterhin , dass man Brand-und andere Spuren auf Innen-und Aussenseite einer Tür nicht durcheinandermascheln sollte und dann den Überflieger vortäuschen sollte.

    1. „Ob dies nun mit Flintenlaufgeschossen oder mit anderen Projektilen geschah, halte ich zunächst mal für zweitrangig.“

      Siehst du, genau das ist, was ich meine: Mit deinen Annahmen stellt du die Hypothesen auf, es hätte im Bad erst und später im Wohnraum gebrannt. Eine Erklärung oder Erläuterung für deine Hypothese willst oder kannst du nicht liefern.

      Stattdessen hältst du wesentliche Ungereimtheiten für zweitrangig. Es ist natürlich nicht zweitrangig, wenn die offensichtlichen Schädelverletzungen nicht dem offiziell vorgetragen Hergang mit der gefundenen Munition in Einklang zu bringen sind.

      Deinen ironischen Unterton kannst du dir sparen. Komm mal zur Sache!

      Btw: Deine einfachen Fragen sind alle beantwortet.

  9. 1) Meine Fragen sind nicht beantwortet. Kann hier jeder der lesen kann , feststellen.
    2) Es gibt jede Menge und wesentliche Ungereimthieten in diesem Fall.
    Angesichts dessen, dass die beiden Krönleinschüsse pro Uwe ein Faktum darstellen und die beiden Uwes offensichtlich ermordet wurden , ist es tatsächlich zunächst mal zweitrangig mit welchen Projektilen dies passierte.
    3) Ich habe meine Hypothese der nicht gleichzeitigen Brände in Bad und Wohnraum sehr wohl und sogar zweimal eingehend begründet. Lesen!
    Ist es so schwer zu verstehen, dass es bei geöffneter Badtüre (Auffindesituation) und offensichtlich keinem wesentlich Feuer unter der geöffneten Badtüre unmöglich zu den Brandschäden an der Innen- u n d Aussenseite dieser Türe kommen konnte?
    4) Erklär Du doch mal wie Du Dir den Ablauf ungefähr vorstellst, statt ständig nur zu mosern und links ohne Erklärungen zum Inhalt hinzurotzen.

    1. 1)
      –Badtüre während der gesamten Brände geöffnet?
      „Die Tür war offen. Dafür gibt es mehr Indizien als für das hier postulierte.“

      „Das parabelförmige Ruß und Brandbild auf Türblatt und Klowand hinten ergibt sich dann, wenn beide ein Dreieck mit der Bettkonstruktion hinten bilden.“

      „Verkohlung des Handtuchs auf gleicher Höhe wie bei Ecke Badraum/Sitzbank. Verkohlung in Nasszelle auf gleicher Höhe aufsteigend zur Außenwand (wegen fehlender Konvektion). Verkohlung der hinteren Zarge oben beginnend ebenfalls auf gleicher Höhe.“

      –Krönleinschüsse an welcher Stelle?
      „MMn geht FLG und Krönleinschuss nicht, so steht es im Grundlagenbuch und passt auch physikalisch.“

      Deine „einfachen Fragen“ sind also beantwortet, die Frage nach dem Gesamtablauf ist nicht trivial.

      2)
      Die Frage nach der Tatmunition ist wesentlich und nicht zweitrangig.
      Zweitrangig ist mMn die Frage nach „grauer Fläche“ (typisches Verschwörungsgesülze) und nach „zweiter Brand im Bad“ (fehlendes Spurenbild, fehlender Motiv- und Handlungsstrang)

      Krönleinschuss bedeutet vollständiges Herausschleudern des gesamten Großhirns. Bei B&M war aber jeweils noch Hirn vorhanden, liegt sogar auf dem OP-Tisch. Da will ich aber nicht pedant sein.

      Wichtiger ist, es ist zwangsläufig andere Munition, die solche Schadensbilder verursacht.

      3)
      Nein, du erklärst nichts, sondern fügst, sobald dir eine physikalische Erklärung zu den Spuren fehlt, eine neue Annahme hinzu. Du erklärst auch nicht, welcher Sinn hinter einem zweiten Brand steckt. Wer sollte solch einen Aufwand treiben, warum, wie handhabt derjenige es praktisch, wie erlischt das Feuer im Bad? Zuviele neue Fragen, ohne Gewinn.

      Denn alle Spuren auf den Bildern lassen sich physikalisch sehr gut erklären mit einem Brand bei geöffneter Nasszellentür.

      4)
      Du weißt doch selber, dass ist alles Spekulation. Niemand wird das heute noch auflösen.

      Ansonsten Brandablauf lese oben.

  10. Zwangsjacke : „MMn geht FLG und Krönleinschuss nicht, so steht es im Grundlagenbuch und passt auch physikalisch.“

    Wäre nett Du würdest Deine Meinung b e g r ü n d e n und nicht nur mit Behauptungen austellen, mit denen man nichts anfangen kann.
    Was steht im Grundlagenbuch und was passt da „physikalisch“.

    Hilfestellung für eine Antwrt mit Begründung:
    http://www.brenneke-ammunition.de/fileadmin/user_upload/brenneke/Downloads/Presseberichte/Flintenmunition/Pressebericht_18_Flintenlaufgeschosse_im_Vergleichstest.pdf

    Zu beachten: der menschliche Schädel ist weder ein Gelatine Block noch ein beliebiges Weichteil.
    Weiterhin zu beachten ist die eineutige medizinische Definition eines Krönleinschusses!

    1. Deinen Link kenne ich. Gute Informationen für eine physikalische Annäherung an das Problem. Messdaten nämlich! Gibt noch vieles mehr.

      Den Gelatineblock nutzt man doch deshalb, weil eben genau ähnliche Zustände wie im menschlichen Körper herrschen. Gelatine = tierische Proteinmasse. Die Knochen mal ausgenommen.
      Es kommt auf die Energieverteilung in Abhängigkeit der Eindringtiefe und auf die ballistischen Eigenschaften des Geschosses an.

      Physikalisch:
      FLG = hohe Masse, großer Durchmesser, geringe Geschwindigkeit, geringe Flächenbelastung, geringes Oberfächen-Masse-Verhältnis, flache Spitze = hohe Verdrängung beim Einschlag, Stabilisierung durch geringe Reibung und hohe Kinetik, geringe Bremswirkung, kaum gravitative Effekte

      Patrone (normal) = geringe Masse, kleiner Durchmesser, hohe Geschwindigkeit, hohe Flächenbelastung, steile Spitze = kaum Verdrängung beim Einschlag , je nach Schwerpunkt Stabilisierung oder hohe gravitative Effekte mit Nicken, mglw. hohe Reibungeffekte mit starker Geschwindigkeitsverlust

      Patrone (aufpilzend) = Patrone (normal) mit sehr hoher Reibung durch OF-Vergrößerung, starker Geschwindigkeitverlust, zunehmende wirksame Fläche, Kinetik geht in Deformation = kleiner Eintritt, großer Austritt

      Im Grundlagenbuch, übrigens ein Fachbuch, sieht man eben genau, dass bei FLG die Eintrittswunden groß und die Austrittswunden klein sind. Dies hat eine physikalische Begründung. Wer das nicht glaubt, kann sich auch die FLG-Wunden an Wildtieren ansehen. Bilder und Infos dazu gibt es im Netz zu Genüge.

      Bei B&M sehen wir kleine Eintrittswunden und große Austrittswunden. Ergo?

  11. Sorry hat sich gekreuzt:
    Nur eines :
    „Denn alle Spuren auf den Bildern lassen sich physikalisch sehr gut erklären mit einem Brand bei geöffneter Nasszellentür. “

    Das kann so nicht stimmen. Erkläre die Brandspuren auf der Aussenseite der Badtüre. Wie können diese durch einen Brand im vorderen und mittleren Innenraum bei von Anfang an geöffneter Badtüre zustandekommen?
    Soll das
    „Das parabelförmige Ruß und Brandbild auf Türblatt und Klowand hinten ergibt sich dann, wenn beide ein Dreieck mit der Bettkonstruktion hinten bilden.“
    die Begründung sein?

    Dann müsste es Deiner ansicht nach im Dreiecks Bereich zwischen B. der geöffenten Badtüre und der „Klowand“ hinten stark gebrannt haben, was offensichtlich nicht der Fall war.

    1. Nähere dich physikalisch. Der Rauch und die Flammen kommen nicht überall hin. Es muss eine Strömungsrichtung geben.

      Ein dreieckiges Prisma, oben offen, unten geschlossen, von oben mit Gas/Rauch geströmt, erlaubt keine große Strömung in den Innenraum. Der unterer Raum bleibt tot und unberührt.
      Einzig turbulente Effekte, z B. Flammenzüngeln, Wirbel, erlauben ein Eindringen in diesen „geschützten“ Raum.

      Blas einfach Zigrattenrauch oder ähnliches über ein Glas.

      Daher das „parabellförmige“ Profil. Im spitzen Winkel (aus Badtür und hinterer Badinnenwand, also am Scharnier) sind Strömungseffekte weniger stark vorhanden als weiter vom Scharnier.
      Hier kommt noch hinzu, dass die untere Matratze hochgelegt ist und der Totraum nach unten zunimmt.

      MMn sind das auch nur teilweise Brandspuren auf der Tür, vor allem aber Rußablagerungen.

  12. Deine Parabelbeschreibung bei geschlossener (!!) Badtüre , vgl. fotos oben, funktioniert also bei geöffneter Badtüre nicht.
    Ergo muss da eine andere zeitliche abfolge des, der Brände abgelaufen sein.

    Deine allgemeinen Ausführungen zu FLG etc. bringen uns nicht weiter.
    „Den Gelatineblock nutzt man doch deshalb, weil eben genau ähnliche Zustände wie im menschlichen Körper herrschen. Gelatine = tierische Proteinmasse. Die Knochen mal ausgenommen.“
    Darum ging es nicht, es ging darum, dass der knöcherene Schädel eines Menschen mit seinen flüssigkeitsgefüllten (Liquor) Räumen eben nicht mit einem Gelatine block verglichen werden darf, was Du offensichtlich machst.

  13. zu früh auf den Knopf gedrückt, hier geht es weiter:
    „Im Grundlagenbuch, übrigens ein Fachbuch, sieht man eben genau, dass bei FLG die Eintrittswunden groß und die Austrittswunden klein sind.

    Bei B&M sehen wir kleine Eintrittswunden und große Austrittswunden. Ergo?“

    Schreib doch was du meinst.
    Du zitierst das Grundlagenbuch richtig, schreibst aber dann Falsches.

    Wir sehen bei B. sehr wohl eine grosse Eintrittswunde an der linken Schläfe, bei M. Keine weil da der Mund der Eintritt war.

    Und da es bei beiden Krönleinschüssen quasi zur Zerberstung der Schädel mit grossvolumigen Gehirnaustritt kam, ist grundsätzlich mal ein FLG in beiden Fällen nicht ausgeschlossen.

  14. Hallo Georg,

    mich würde Deine Meinung zu der Dokumentation „Der NSU-Komplex“ am letzten Mittwoch auf ARD sehr interessieren. Was soll uns diese Dokumentation sagen?

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