Feuerwehrler: Polizei hatte wohl Vorwissen über Tod der „NSU-Terroristen“ Mundlos/Böhnhardt

Der thüringer Untersuchungsausschuss will offenbar ernsthaft die sogenannte „Selbstenttarnung des NSU“ aufklären. Hinter dieser beschönigenden Umschreibung versteckte sich der Doppelmord an Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt, die seitdem als NSU-Mörder gebrandmarkt werden. Als Rechtfertigung dient, dass am 04.11.11 die beiden Erschossenen mit Beweismaterial in einem brennenden Wohnmobil entdeckt wurden, so dass die Polizei seit Jahren ungelöste Verbrechen schnell aufklären konnte. 

Erst jetzt, Mitte 2015, befragte der U-Ausschuss zwei Feuerwehrleute, die das Feuer löschen sollten. Dabei öffneten sie das Wohnmobil. Leider geht aus den medialen Berichten nicht hervor, ob die Eingangstüre offen oder zugesperrt war. Sie sahen in das Wohnmobil und bemerkten zwei Füße, die ich Fahrtrichtung lagen. Ob sie eine weitere Person sahen, wird nicht in den Medienberichten angegeben.

In den Ermittlungsakten sind Tatort-Fotos der beiden Toten, beide im Gang liegend. Am 19.11. beruft sich die Zeitung “Thüringer Allgemeine” auf einen Zeugen der Berufsfeuerwehr, der aussagte, dass er eine Leiche „mit einem großen Loch in der Stirn“ am Tisch sitzen sah und eine weitere im Gang liegend mit einer Schusswunde „wahrscheinlich im Oberkörper” (TA). Es wäre wichtig, diesen Bericht zu verifizieren oder zu widerlegen.

Immerhin berichtet die regionale Zeitung „inSüdthüringen“ über eine andere interessante Schilderung von einem der Feuerwehrleute. Nach seinem Eindruck könnte die Polizei bereits vorab gewusst haben, dass die Insassen tot waren. Sie stoppte nach dem Fund der ersten Leiche die weitere Brandbekämpfung, obwohl die Möglichkeit theoretisch bestand noch Überlebende aus dem Wohnmobil zu retten.

„Mehrere Mitglieder einer freiwilligen Feuerwehr Eisenachs berichteten, sie seien unmittelbar nach ihrem Löscheinsatz an dem brennenden Wohnmobil von der Polizei in ihrer Arbeit «gebremst» worden. Zwei schilderten, nachdem die Tür des Wohnmobils geöffnet worden sei, hätten sie «ein Paar Turnschuhe mit Beinen dran» im Fahrzeuginnern gesehen. Daraufhin habe sie ein Polizist angewiesen, nicht weiter zu löschen, um etwaige Spuren an dem mutmaßlichen Tatort nicht zu zerstören.

Woher der Polizist wusste, dass nicht noch Verletzte im Innenraum des Fahrzeuges lagen, die es zu retten galt, konnten die Feuerwehrleute nicht sagen. Einer von ihnen äußerte die Vermutung, Polizisten könnten bereits vor der Feuerwehr gewusst haben, dass im Inneren des Wohnmobils nur noch Leichen zu finden sein würden. «Wir wussten es nicht», sagte er. Trotzdem seien die Löscharbeiten dann zumindest vorübergehend eingestellt worden. (insüdthüringen)

Das mediale Desinteresse ist der Angelegenheit nicht angemessen und mal wieder ein Offenbarungseid. Leider war es mir aus beruflichen Gründen nicht möglich, die Sitzung persönlich zu verfolgen.

Neue Medienberichte werden als Kommentar eingefügt. Die thüringer Linken-Abgeordnete Katharina König wird hoffentlich bald ihr Protokoll der Sitzung veröffentlichen. Siehe „Haskala„. Danke nach Erfurt für Ihre Arbeit.

24 Gedanken zu „Feuerwehrler: Polizei hatte wohl Vorwissen über Tod der „NSU-Terroristen“ Mundlos/Böhnhardt“

  1. Antenne Thüringen 4.11.2011:

    Polizeisprecher Marcel Ehrenreich (Transkript): “Im Anschluss an die Tat flüchteten die beiden Täter vorerst fußläufig. Im Rahmen der Fahndungsmaßnahmen war einer der Hinweise, dass zwei unbekannte Personen in ein Wohnmobil gestiegen sind und weggefahren sind. Im Rahmen der Bereichsfahndung wurde gegen 12 Uhr in Stregda bei Eisenach ein weißes Wohnmobil festgestellt. Bei Annäherung des Streifenwagen an dieses Wohnmobil nahmen die Beamten aus dem Inneren des Wohnmobiles zwei Knallgeräusche wahr. Kurz darauf, äh, kam eine Rauchentwicklung aus dem Wohnmobil und, äh, das Wohnmobil entflammte sich. Die herbeigerufene Feuerwehr öffnete das Wohnmobil löschte das Feuer und stellte im Innenraum des Wohnmobils zwei Leichen fest.”

    https://machtelite.wordpress.com/2011/11/21/der-suizid-von-bohnhardt-und-mundloswas-geschah-am-4-11-in-eisenach/

  2. Antenne Thüringen 8.11.2011 (Transkript Interview Gothaer Polizeidirektor Michael Menzel):

    “Interviewerin: Es soll ja nun einen dritten Täter eventuell gegeben haben, der sich vom Wohnmobil entfernt hat. Kann man das bestätigen oder gibt’s da irgendwelche Vermutungen, irgendwelche Zeugen ? Polizeidirektor Michael Menzel: Also diese Vermutung haben wir nicht. (…) Wir können zumindest soviel sagen, in dem Moment wo die Polizeistreife dieses Wohnmobil entdeckt hat, ist keine weitere Person von dem Tatort geflüchtet, so dass wir zwar weiter in alle Richtungen ermitteln, es sich nach unserem jetzigen Erkenntnisstand um diese zwei Täter handelt.

  3. DeutschlandToday 8.11.2011:

    Ein ehemaliger Lehrer aus Stregda berichtet: „Oben, wo die neuen Häuser gebaut werden, hat die Polizei ein Wohnmobil gestellt und es gab eine Schießerei. Wer angefangen hat, weiß ich nicht. Auch von weitem hat man die vielen Einschusslöcher gesehen. Auf einmal brannte das Fahrzeug, die Feuerwehr rückte an und einer sprang aus dem Führerhaus. Aber die Sicherheitskräfte waren ja mit dem Brand beschäftigt und in Erwartung, ob weiter geschossen werden würde. Als das Feuer gelöscht war, wurde das Fahrzeug inspiziert. Es ist möglich, dass sie bei der Schießerei zwei Tote fanden! Die Kuppe war großräumig abgesperrt, aber man konnte sehen, dass zwei Personen auf zugedeckten Bahren weggetragen wurden. Den Dritten sollen sie dann mit einem Hubschrauber mit Wärmebildkamera gesucht haben. Den Hubschrauber habe ich auch gesehen. Mehr weiß ich nicht.” (Er wollte ebenfalls nicht fotografiert werden.)”

  4. Thüringer Landesamt für Verfassungsschutz 8.11.2011:

    “Zu den polizeilichen Ermittlungen im Zusammenhang mit dem Bankraub in Eisenach am 4. November 2011 wird keine Stellungnahme abgegeben. Das Thüringer Landesamt für Verfassungsschutz hat hinsichtlich der sog. Bombenleger von Jena, über die im Zusammenhang mit dem Bankraub in Eisenach am 4. November 2011 in der Presse berichtet wird, seit deren Abtauchen im Jahr 1998 keine Kenntnis über deren Aufenthaltsort.”

  5. SPON 9.11.2011:

    “Drei Stunden nach dem Banküberfall brannte der in Eisenach-Stregda abgestellte Caravan. Zeugen wollen gesehen haben, wie Beate Z. gegen 12 Uhr den Wagen verließ, der kurz darauf in Flammen aufging. Im Fahrzeug fanden Ermittler die Leichen von Uwe B. und Uwe M., Geldscheine aus dem Überfall – und zwei Pistolen des Typs Heckler & Koch P2000. (…) Die Fahnder bleiben außerdem bei ihrer Theorie, dass sich die beiden Männer in dem Wohnmobil selbst töteten, ob gegenseitig oder im Sinne eines doppelten Suizids, wollte die Polizei nicht kommentieren. Die Männer starben an einem Brust- und einem Kopfschuss. Aber warum sollten sie sich selbst töten? Warum sollte Beate Z., wenn sie das Wohnmobil mit den Toten anzündete, um Spuren zu verwischen, Geld aus dem Banküberfall zurücklassen?

  6. FAZ 18.11.2011:

    “Uwe Böhnhardt und Uwe Mundloch, die beiden mutmaßlichen Serienmörder der rechtsextremistischen Terrorzelle „Nationalsozialistischer Untergrund“, haben sich am 4. November das Leben genommen, weil ihr Wohnmobil von der Polizei umstellt und eine Flucht dadurch unmöglich war. Das berichtet die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (F.A.S.) unter Bezug auf ermittelnde Sicherheitsbehörden. „Die Mitwirkung einer dritten Person an der Tötung ist ausgeschlossen, da das Wohnmobil durch die Polizei umstellt war“, hieß es in der Behörde. Die Obduktion der beiden Männer habe eindeutig ergeben, dass sie durch den Gebrauch von Schusswaffen ums Leben gekommen seien. Bisher war nur davon die Rede gewesen, dass mögliche Fluchtwege durch die Polizei abgesperrt gewesen seien.”

    SPON 12.11.2011

    „Mundlos und Böhnhardt sollen den Polizeifunk abgehört und erfahren haben, dass sie bald umzingelt sind. Sie riefen ihre Komplizin Beate Zschäpe an, so die Ermittler, und trugen ihr auf, sämtliche Spuren in der gemeinsamen Wohnung in Zwickau zu vernichten. Dann setzten sie das Auto in Brand und erschossen sich gegenseitig – oder der eine zunächst den anderen, dann sich selbst. Als sich die Polizeibeamten dem Wohnmobil näherten, hörten sie die zwei Schüsse, kurz darauf fing das Fahrzeug Feuer und brannte fast vollständig aus. Die Leichen der 34 und 38 Jahre alten Männer lagen in dem Wohnmobil, beide wiesen einen Kopfschuss auf.”

    Welt 13.5.2012:

    „Dort konnten sie über Polizeifunk mithören, wie nach ihnen gefahndet wurde. So wussten sie, dass die Ringfahndung bereits nach anderthalb Stunden aufgehoben worden war.Damit wäre eine Flucht über die Autobahn möglich gewesen. Unklar bleibt den Ermittlern, warum Böhnhardt und Mundlos diese Chance nicht nutzten, sondern in ihrem Wohnmobil abwarteten, bis die Polizeistreife sie zufällig entdeckte.”

  7. Am 17.12. schreibt die Welt:

    “Die inhaftierte mutmaßliche Rechtsterroristin Beate Zschäpe soll sich am 4. November in unmittelbarer Nähe des Wohnmobils aufgehalten haben, in dem sich die beiden anderen Mitglieder der Zwickauer Terrorzelle, Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos, töteten. Dafür habe die Bundesanwaltschaft inzwischen Belege, berichtet das Nachrichtenmagazin “Focus” am Samstag vorab.”

  8. Die Medien berichten ähnlich „glaubwürdig“ wie nach dem nicht datumsmässig zuordbaren SMS-Fragment „ich fahr mal Gerri und Liesl wohin“, dass sie entgegen der BKA-Aussage vor Gericht alle ohne Ausnahme auf den 25.10.2011 legten.

    Auch das Schweigen 3 Monate lang das Schweizer Ceska Debakel betreffend ist ein ähnliches Beispiel.

    Und das Auffliegen der Russlungen-Selbstmordlüge gleich 2 Mal, in Erfurt und in München.

    Was haben wir jetzt?
    DASSELBE.

    Es wurde u.A. gesagt, die Füsse und Unterschenkel seien nicht so gelegen wie auf den Aktenfotos (unter Schutt kaum) zu sehen, denn Böhnhardt lag auf dem Rücken, nicht seitlich auf dem Bauch, war nicht von Schutt bedeckt, und sein Gesicht war blass, aber unverletzt.

    Massive Spurenmanipulation… und unglaublich viele Zivil-personen vor Ort, über 10 bereits beim Eintreffen der Feuerwehr.

    Wer wird das heute bringen?
    Man darf gespannt sein…

    1. Es würde mich die Quelle interessieren, dass die Feuerwehrler ein „unverletztes“ Gesicht sahen, kaum von Schutt bedeckt. Ich finde diese Aussage bisher in keinen der Medien-Berichte.

      1. die werde ich Dir ganz bestimmt nicht verraten, es sind sogar 3 Quellen.

        In den erbärmlichen Medienberichten fehlt sogar die Info „Bauchlage“ von der König, als Aussage der 2 Feuerwehrleute.

        hier soll die kommen… ist noch nicht online?

        „Als die Tür geöffnet wurde, hätten sie die Beine und Füße einer Person gesehen, die ihrer Beschreibung nach auf dem Rücken gelegen haben muss.“

        Sehr unvollständig, der Förster, aber besser als nix 😉

        weiterhin wird fehlen:
        kein Schutt!
        keine Waffen.
        blasses, aber unverletztes Gesicht Böhnhardts.

          1. das ist die Frage… bombenbauer, bombenverteiler wie Peter Urbach?

            observanten, wenn ja für wen? tatort, küstenwache, wer teilte wem was mit? „Wir kennen deine Leute“ ??

            bankräuber-gang (Arnstadt!!!) ist durchaus möglich, 2 ca. 20-jährige? lehrlinge wie 2006 in zwickau, einzeltäter?

            Vorwissen gab es, davon bin ich überzeugt. Sonst kein Schredder im BfV und anderswo nötig. Aber wie leer oder viertel voll die Hülle war am 4.11.2011, tja das ist die Masterfrage…

          2. zszszs……zentrale Planung ist also auf einmal „die Masterfrage“ ?!

            Hütchenspieler Du 🙂

            Du und Udo Schulz seid Euch doch einig. Befüllt wurde eine leere Hülle. Und nun soll das auf einmal die Masterfrage sein. Nachdem Du zig Leute deswegen angeschissen und rausgeworfen hast.

            Hütchenspieler! Selbst Schlampe hat Dich gewarnt. Hättest mal hören sollen – Du Desinformant :))

            …und was es mit der Aktenvernichtung auf sich hat, darauf kommst Du auch noch. Ab und zu auf Schlampe hören – dann klappts auch mit der Nachbarin.

          3. Das nachträgliche Befüllen schließt einen (flexiblen) Masterplan ja nicht aus. Warum sollen alle Beweise zwingend vorab deponiert werden? Vorwissen weist dagegen auf Plan. Dass Menzel eingeweiht war, ist zweifelhaft.

            Eher: Need to know.
            „Du, Kollege Menzel, es gibt Hinweise, dass nach Arnstadt ein weiterer Bankraub stattfinden wird. Es gibt außerdem Hinweise, dass die untergetauchten Jenaer Bombenbastler darin verwickelt sein könnten. Dann hätte das eine politische Dimension und ein Vorgehen müsste eng abgestimmt werden.“

          4. „Vorwissen weist dagegen auf Plan. Dass Menzel eingeweiht war, ist zweifelhaft. “ Zitat Ende

            Menzel war eingeweiht. Geht nicht anders.

            Interessant, dass das wesentliche Element, welches dieses Vorwissen unabweisbar belegt, zwar schon lange bekannt ist, jedoch nie in den richtigen Zusammenhang gesetzt wurde. Aber spätenstens seit dem gestrigen Tag in Erfurt, müßte eigentlich bei den maßgeblichen Aufklärern der Groschen gefallen sein.

            Im UA 6/1 hat man es erkannt.

          5. Ich beziehe mich auf das NSU-Projekt. Dass jemand zu Menzel gesagt hat: „Wir haben da eine größere Sache am Laufen, die die Republik verändern wird und Du wirst eine wichtige Rolle spielen“, halte ich für unwahrscheinlich.

            Ist aber letztlich für die Aufklärung des 4.11. sekundär. Entscheidend ist: gab es Vorwissen ja oder nein und wenn ja, welcher Art. Wenn über Menzel oder Lotz die Sache zum Einsturz gebracht wird, soll es mir recht sein. Insgesamt halte ich Menzel für einen eher kleinen Fisch. Wichtiger ist die Übernahme des WoMos durch das BKA.

            Es wäre gut, wenn Du das Protokoll der PUA-Sitzung bestätigen kannst, sollte es denn auf Haskala veröffentlicht werden.

          6. Man kann die Legende eines NSU nur über die Ausgangssachverhalte zerstören. Eisenach und Zwickau – wobei in Eisenach dankenswerterweise „Brain“ am „werkeln“ war.

            Menzel ist insofern ein tragischer Fall. Solche Leute kann man auch nicht „briefen“.

            Was macht man eigentlich mit einem Köter, welcher einem zwar treu ergeben ist, welcher es aber zuläßt, das eine andere – viel kleinere Töle – einen so zerfleischt, das man noch Glück hatte, überlebt zu haben?

    2. Die Fatalistautoren rätseln gerade über die von N24 produzierte Darstellung der Auffindesituation der Uwe-Leichen im Wohnmobil. Es gibt ein Foto das ein N24-Fahrzeug in unmittelbarer Nähe zum gesprengten Frühlingsstrassenversteck zeigt. Wieso dürfen die so nah ran? Es sieht aus als würden die N24-Leute überwachen was im Frühlingstrassenbrandschutt gefunden wird. Das sollte misstrauisch machen. Sind das echte N24-Leute gewesen? Ist schon mal jemand auf die Idee gekommen, dass zwei Killteams ( Mundlos/litauischer Täter) unterwegs gewesen sein können? Das würde auch die zum Teil verwirrenden Spurenlagen erklärbarer machen. Die Schnapsidee das es den NSU nicht gegeben hat (fatalist) kann ad acta gelegt werden.

  9. Es gab offenbar unterschiedliche Aussagen der Feuerwehrler, je nach freiwillig oder verbeamtet. Kann das sein? Die kleinen Regionalzeitungen berichteten bisher noch am ehesten wahrheitsorientiert.

    1. Frage des Überlebens
    Laut der freiwilligen Feuerwehr hätte die Möglichkeit bestanden, noch Überlebende im Wohnmobil zu finden. Der Vertreter der Berufsfeuerwehr widersprach.

    „Woher der Polizist wusste, dass keine Verletzten mehr im Innenraum lagen, die es zu retten galt, konnten die Feuerwehrleute nicht sagen. (…)
    Der Beamte der Berufsfeuerwehr wies dagegen darauf hin, dass es unwahrscheinlich gewesen wäre, beim Öffnen noch Lebende in dem Fahrzeug zu finden, da es stark verqualmt gewesen war.“ (Thüringer Allgemeine)

    2. Warnte die Polizei die Feuerwehr?
    Die gleiche Ungereimtheit bei der Warnung …

    „Drei Mitglieder der freiwilligen Feuerwehr aus Eisenach-Stregda beklagten als Zeugen, dass sie nicht davor gewarnt wurden, dass Schüsse in dem Wohnmobil gefallen sein sollen und eine besondere Gefahr bestanden haben könnte.“ (ebd)

    Dagegen hätte ein Beamter der Berufsfeuerwehr ausgesagt, dass er gewarnt worden wäre, dass im Wohnmobil geschossen worden wäre.

    „Allerdings hatte ein Polizist die Berufsfeuerwehr während ihres Löscheinsatzes auf die Gefahr durch mögliche Schüsse hingewiesen.“ (ebd)

    Der Einsatzleiter der Feuerwehr hätte jedoch versäumt, diesen Sachverhalt der Einsatzzentrale mitzuteilen!!!!

    „So habe es der damalige Einsatzleiter versäumt, die Führungsebene rechtzeitig darüber zu informieren, dass der Brand eines Wohnmobils am 4. November 2011 in Eisenach ungewöhnlich war, sagte der Chef der Berufsfeuerwehr am Donnerstag in Erfurt.“
    (InSüdThüringen)

    Offenbar kam die Berufsfeuerwehr später?

    „Trotzdem seien die Löscharbeiten dann zumindest vorübergehend eingestellt worden. Die letzten Flammen an dem Wohnmobil hätten Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr Eisenach gelöscht.“ (welt)

    … oder doch nicht?

    „Die Eisenacher Berufsfeuerwehr war zuerst da. Kurz darauf traf die Freiwillige Feuerwehr des Ortsteils Stregda ein.“ (sächsische Zeitung)

    3. Waren Sanitäter vor Ort?
    „Unstimmigkeiten gab es, ob Sanitäter oder ein Arzt vor Ort waren. Es sind vier Jahre seit den Vorkommnissen vergangen. Die Freiwilligen Feuerwehrleute haben keinen gesehen, der Einsatzleiter der Berufsfeuerwehr meinte jedoch, der Rettungsdienst sei vor Ort in Bereitschaft gewesen. Zum Einsatz kam er nicht.“ (neues-deutschland)

    4. Zivilbeamten
    „Einer der Männer von der Freiwilligen Feuerwehr Stregda wurde nach Merkwürdigkeiten bei dem Einsatz gefragt. Seine Antwort: „Die vielen Zivilbeamten.“ Er will damals nur zwei Polizisten in Uniform, aber „fünf bis zehn Polizisten in Zivil“ gesehen haben. Der Einsatzleiter der Berufsfeuerwehr bestätigte das zwar nicht. Aber auch er wunderte sich darüber, dass „da gleich so viel Polizei vor Ort“ war.“ (sächsische Zeitung)

    Genau diese Problematik wäre nicht entstanden, wenn die parlamentarischen U-Ausschüsse den 04.11.11 zeitnäher angepackt hätten. Ich wage zu prophezeien, dass dies erst der Anfang sein wird. 2 Zeugen, 3 Darstellungen.

  10. Juergen Pohl (jpo) ‏@editor64 2 Std.Vor 2 Stunden
    Also die @katharinakoenig hat gestern die Befragungen im NSU-UA Thüringen erstklassig geführt. Musste mal gesagt werden. #NSU #fb

    __________

    Befragt mal den, wer gestern was genau ausgesagt hat. Komisch, dass er gar nicht twitterte, hat er seinen Bericht schon veröffentlicht?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *