ARD im Propagandakrieg: „Todesflug mh17“

Die ARD-Dokumentation „Todesflug mh17“ gibt vor, unparteilich über den Abschuss des Passagierfluges „mh17“ am 17.07.14 zu berichten. Tatsächlich informierte die Sendung anfänglich über zwei mögliche Abschuss-Möglichkeiten: Den Abschuss durch eine Boden-Luft-Rakete oder durch Beschuss seitens eines Kampflugzeuges. Dabei wird klar, dass die Bundesregierung die Flugunternehmen hätte warnen müssen, die ost-ukrainischen Rebellengebiete  nicht zu überfliegen. Am Ende stellte sich die ARD auf die Seite des ukrainischen Regimes und verbreitete die widerlegte Propaganda des englischen Bloggers „Bellingcat“. 

Nachdem die Sendung erst den Anschein einer ausgewogenen Berichterstattung vorgab, fing etwa nach der Hälfte die Propaganda an. Dazu zitierte die „ARD“ den „russischen“ „Chefkonstrukteur“ der „SU-25“, dass das Kampfflugzeug kein Passagierflugzeug in 10.000 Meter Höhe abschießen hätte können, „ohne selbst abzustürzen“.

„Das sagt ein Russe. Ein Mann aus den eigenen Reihen. Der Chefkonstrukteur eben diesen Kampfjets. Einer der es wissen muss.“

wladimir-babak-mh17

Quelle: ARD

Babak ist übrigens in Kiew in der Ukraine geboren.

Seiner Darstellung widersprechen russische SU-25 Piloten; ein Abschuss wäre mit einer Luft-Luft-Rakete problemlos möglich gewesen (rt).

Die Ukraine modernisierte ihre Su-25 – Flotte, die „neue“ Bezeichnung ist Su-25M1. Es wurden bessere Triebwerke des Typs R-195 eingebaut. 

Der Rüstungsbetrieb, der die Umrüstung durchgeführt hat, gibt eine Gipfelhöhe für die Su-25M1 an, die zum Abschuss einer Boeing-777 ausreichend wäre.“   (freitag)

Darüberhinaus legte sich das russische Militär nicht fest, dass sie auf dem Radar in der Nähe von Flug mh17 eine „SU-25“ identifizierten sondern, dass es ein Kampfflugzeug gewesen sein musste.

Zur Untermauerung der „russischen“ BUK-These gibt die ARD der widerlegten Darstellung von „Bellingcat“ breiten Raum, die das deutsche Recherchebüro „Correct!V“ größtenteils übernahm. Die Propaganda wird unterlegt mit Aussagen von Opferfamilien und dramatischer Musik.

MH17: Widerlegung von CORRECT!V

Um die Darstellung zu stützen, schreckte die ARD nicht davor zurück, die Aussagen der Opfer-Angehörigen zu benützen. Wussten sie, dass die ARD ihre emotionalen Schilderungen für die „Bellingcat“-Propaganda missbrauchen würde? Diese Sendung ist ein neuer Tiefpunkt im medialen Propagandakrieg gegen Russland.

Die Sendung greift jedoch zurecht die Bundesregierung und das ukrainische Regime an.

Am 14.07.2014 wurde ein militärisches Transportflugzeug vom Typ „an-26“ abgeschossen, laut ukrainischen Angaben auf einer Höhe 6.000 Metern. Folgendes Video zeigt den Abschuss durch eine anfliegende Rakete und das abstürzende Militärflugzeug (solche Aufnahmen existieren im Fall von mh17 nicht).

Quelle: youtube

Wenn tatsächlich das Flugzeug auf dieser Höhe abgeschossen wurde, hätte das ukrainische Regime den Luftraum oberhalb 10 km sperren und die Bundesregierung die Luftfahrtunternehmen vor der drohenden Gefahr warnen müssen. Das wäre tatsächlich ein unglaublicher Skandal!

Die den Rebellen zur Verfügung stehenden Luftabwehrwaffen konnten diese Höhe, 6.000 Meter, nicht erreichen. Mit einer „Strela-10“ hätten sie die Maschine nicht abschießen können. Die Rakete kommt auf max. 3.500 Meter. 

Die Milizenführung der „Volksrepublik Lugansk“ (VRL) hatte zuvor den Abschuss einer ukrainischen  An-26 gemeldet. Wie die Volkswehr später präzisierte, ist die Maschine von einem Fla-Raketensystem Strela-10 im Raum der Stadt Lissitschank, Dutzende Kilometer von der russischen Grenze entfernt, angegriffen worden. (sputnik)

Die entscheidende Frage ist, welche Rakete „an-26“ auf welcher Höhe abschoss. Der Frontverlauf vom 14.07.14 zeigt, dass ukrainische Einheiten in unmittelbarer Nähe zum Absturzort sich befanden (liveuamap): „Ukrainian transport plane downed near Izvaryne.“ 

Diente der Abschuss des eigenen Flugzeuges der späteren mh17-Propaganda gegen Russland?

Tatsächlich machten damals, vor dem Abschuss von mh17, regimetreue Blogger russische BUK-Einheiten für den Abschuss von „an-26“ verantwortlich. Die Rakete sei von russischem Gebiet von einer russischen Einheit abgefeuert worden. Die Blogger sagten voraus, dass „später“ die russischen BUK-Einheiten auch auf ukrainisches Gebiet vorstoßen werden.

„It doesn’t make sense for the Russian army to deploy a SAM system on Ukrainian ground. FIRST they deploy it close to the border. LATER they will deploy it on Ukrainian territory.“ (ukraine-at-war)

6 Gedanken zu „ARD im Propagandakrieg: „Todesflug mh17““

  1. Hallo,
    ich denke das es Belanglos ist was die ARD zu der MH 17 sagt.
    Es ist schon ein alter Hut und es interessiert niemanden mehr.
    Heute (Montag 27.4. 9 soll ja die ganze Dokumentation erfolgen.
    Erstaunlich ist im Grunde nur das es noch nicht aufgeklärt ist und die Russen nicht wie die Ukraine an dem „Experten“Team mit werkeln können.
    Die simplen Tonbandaufzeichnungen der Flugloten und des Militärs würden ja schon mal ein besseres Licht auf den vorgang werfen.
    Ich denke das der Rechtsanwalt der Hinterbliebenen der Opfer die „Sache“ aufklären wird. Da wird sich zeigen wie die Ukraine zu Europa gehört wenn der Europäische Gerichtshof die unterlagen anfordert.

  2. In dem ARD-Film wird noch so einiges verschwiegen:

    – dass Malaysia von der Ursachen-Untersuchung ausgeschlossen wurde
    – dass es am Wrack Spuren von Projektilen (Kanonenbeschuss) UND (Raketen-) Splittern gibt
    – welche Art Waffenaktivierung (Rakete oder Bordkanone) zu dem behaupteten höhenabhängigen Flugunvermögen führen soll und warum?
    – dass die in Frage kommende Luft-Luft Rakete, deren Typ sie selbst nennen, mehrere Kilometer Reichweite hat und deshalb ein Kampfflugzeug zum Abfeuern und Treffen per Rakete nicht unbedingt auf die Flughöhe der Passagiermaschine aufsteigen muss
    – dass es Augenzeugen für die Anwesenheit von Militärflugzeug(en) gibt
    – dass die USA ihre „Regierungseinschätzung“ in neun Monaten nicht angepasst hat und dies auch nicht tun will: https://consortiumnews.com/2015/03/14/us-intel-stands-pat-on-mh-17-shoot-down/?print=pdf

    Fälschlich behauptet wird:
    – dass die Dienstgipfelhöhe nur 7000 m beträgt (was auf wiki direkt nach dem Unglück von bis dahin 10.000 abgeändert wurde), aber die modifizierte Version der SU 25 schafft bis 14.000 in Tests und 10.000 m regulär

    – dass MH 17 direkt an der Frontlinie abgestürzt sei, das ist falsch: die Frontlinie lag ca. 60 km westlich. Das Gebiet wurde später von der Ukrainischen Armee tatsächlich beschossen – obwohl dort überhaupt keine Stellungen der Volkswehr waren.

    Es wird weiter der Eindruck erweckt, dass die Volkswehr die Abholung der Wrackteile verzögert hätte – das Gegenteil ist der Fall, diese hat schriftlich mehrmals darum gebeten.

    Es wird behauptet, dass das Flugzeug auf einer kleinen Fläche am Boden lag – das Gegenteil ist der Fall, die Wrackteile sind über einen Streifen von 10 km Länge verteilt

    Das Team der russischen Wissenschaftler wurde nicht zu der Art der Waffensysteme und der Wirkungsweise und des damit zusammenhängenden Absturzverlaufes befragt (Rakete plus Bordkanone); man gab ihnen keine Möglichkeit der Stellungnahme zu BUK- Wirkung und dem Unsinn von der höhenabhängigen Absturzgefahr eines Kampfflugzeuges beim Aktivieren der Systeme.

    Die Autoren haben nicht nachgefragt, welche Hinweise die Untersuchung der Opfer ergeben haben:
    – es wurde bekannt, dass manche Opfer Sauerstoffmasken in Betrieb genommen hatten
    – es ist notwendig zu wissen, welche Verletzungen durch Splitter/ Projektile welche Opfer hatten

    Und so weiter und so fort: Die Autoren des Films kennen definitiv diesen Bericht:
    http://www.anderweltonline.com/wissenschaft-und-technik/luftfahrt-2015/mh-17-abschuss-durch-ukrainische-su-25-ist-bewiesen/
    und diesen:
    http://www.globalresearch.ca/how-the-malaysian-airlines-mh17-boeing-was-shot-down-examination-of-the-wreckage/5435094
    Aber die Filmemacher versuchen weder, diese Argumentation Punkt für Punkt zu untersuchen, noch bringen sie irgendwelche neuen Erkenntisse zu den zehn Fragen des russischen Verteidigungsministeriums:
    https://www.youtube.com/watch?v=4bNPInuSqfs

    Fazit: Leider wieder nur Propaganda und Verfäschungen um in eine bestimmte Richtung zu zielen und viel zu wenig sachliche stringent- logisch aufbereitete Information für 45 Minunten Sendezeit…. Armutszeugnis!

    Letztendlich sieht es so aus, als wollte man die Geheimhaltung damit begründen, dass man vielleicht fahrlässig den Luftraum nicht rechtzeitig gesperrt hat. Mag sein, ist aber in diesem Zusammenhang ein Ablenkungsmanöver.

    1. Was die taktisch-technischen Daten der Suchoi Su-25 betrifft, so wird in der Fachliteratur (mit Gedrucktem ist man hier klar im Vorteil) die praktische Gipfelhöhe immer mit mindestens 10000m angegeben (Ausnahmen sind die Trainings-Schlachtflugzeuge Su-25UB-hier 7000m- und die erste Version/gebaut von1979bis 1989-hier werden 7000bis 10000m angegeben, warum auch immer), die maximale Höhe für Gefechtsanwendung stets mit 5000m- damit dürften aber die Luft-Boden-Waffen (die Su-25 ist ein Erdkampfflugzeug) gemeint sein und nicht die R-60 Luft-Luft-Raketen zur Selbstverteidigung und die Bordkanone sowieso nicht. Das Argument ist ja vor allem, daß es für den Piloten ab einer bestimmten Höhe kritisch wird, weil die Su-25 keine hermetisch abgeschlossene Kabine hat, bei den modernisierten (ab 1999) Flugzeugen wird aber in der Kabine ein Überdruck erzeugt und außerdem gibt es ja auch noch Sauerstoffmasken und Druckanzüge. Warum die Su-25 in 10000m beim Waffeneinsatz instabil werden soll, erschließt sich mir auch nicht. Ich bin wahrlich kein Experte, aber sie ist ja gerade aerodynamisch stabil (gestreckte, großflächige Tragflächen, konventionelles Leitwerk) und robust konstruiert. Ich glaube, dieses Theater um die Su-25 Daten (wollte man das wirklich recherchieren, könnte man sich bei Piloten in neuen NATO- Mitgliedern erkundigen, die die Su-25 geflogen haben-ehemalige Tschechoslowakei z.Bsp.) wird nur veranstaltet um die Möglichkeit eines Abschusses aus der Luft auszuschließen (denn der wäre ja dann geplant gewesen und der Schuldige offensichtlich) und sich nicht näher damit befassen zu müssen. Hätte Russland hier Lügen wollen- was die Anwesenheit eines Kampfflugzeugs in der Nähe von MH-17 betrifft-, dann hätte man gleich eine MiG-29 oder Su-27 herbeigelogen, die Geschwindigkeit und Höhe mühelos erreichen.
      Mir ist noch aufgefallen, daß die Zugmaschinen der Tieflader die in Russland unterwegs waren Militärfahrzeuge in olivgrün gewesen sind(vermutlich KamAS) und die in der Ukraine-welches dort das Startfahrzeug transportierte- weiß (vermutlich Volvo) war. War die Spedition billiger? Und wo sind die anderen Fahrzeuge, die zum System gehören, z.Bsp. die Aufklärungs-und Zielzuweisungsstation?
      Die zehn Fragen werden einfach ignoriert, weil man sie nicht beantworten kann ohne die eigene Position unglaubwürdig zu machen (das ist meine persönliche Meinung)oder ganz zu widerlegen.

  3. Aufgeklärt werden soll da gar nichts. Wenn es auch nur einen einzigen, nachweisbaren Fakt gäbe, der beweisen würde, dass die russische Armee bzw. die Milizen der Rebellen etwas mit dem Abschuss zu tun haben, was glaubt ihr wohl, wie oft das auf allen Kanälen bis zum Erbrechen repetiert worden wäre ?
    Ich habe den Beitrag nicht gesehen, da ich schon seit vielen Jahren vom öffentlich – rechtlichen Propagandagesülze den Kanal voll habe. Ich denke, es wird jetzt medial vorbereitet, dass demnächst in der Ukraine die nächste Runde losgehen wird, da muss man dem Plebs offensichtlich wieder eintrichtern, wer der böse Feind ist.

    MfG

  4. Wo sieht man eigentlich auf dem Video, dass die Antonov von einer Buk-Rakete abgeschossen worden ist?

    Für mich sieht es nach einem Triebwerkschaden aus. Darüber hinaus wird gemeldet, dass die Besatzung des Flugzeuges gefangen genommen wurde, wobei im Falle eines eines Buk-Treffers, hätte wohl kaum jemand von der Crew eine Überlebenschance.

  5. Die beiden ukrainischen Kampfflugzeuge befanden sich in unmittelbarer Nähe des MH 17 Flugzeuges.
    An Bord sind standardmäßig Bordkanonen im Kaliber 30 mm
    und, aber das ist nicht sicher, auch Abwehrraketen.
    Was die Flughöhe betrifft, kann ich technisch nicht nachvollziehen, warum das für die Bordkanome schwieriger gewesen sein soll, oder überhaupt nicht möglich gewesen sein soll. Die Luft ist in 10.000 m Höhe dünner wie in 7.000 m.
    Aber dadurch soll die Kanome nicht mehr schießen können?
    Dafür wurden diese doch gebaut!

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