Filmkomödie „unsere feindlichen Nachbarn“ erinnert an Anti-Putin Medienhetze

Michael Moores Filmkomödie „unsere feindlichen Nachbarn“ [1995] veranschaulicht, wie Medien aus jeden x-beliebigen Staat der Welt einen Feind machen und die Bevölkerung aufwiegeln können. Die Parallelen zur derzeitigen Anti-Putin Medienhetze und Dämonisierung von Russland sind unübersehbar. 

Nach dem Ende des kalten Krieges leidet die Popularität des US-Präsidenten. Es geht ein Feind ab. Daher fehlen Rüstungsbetrieben Aufträge, es kommt zu Arbeitslosigkeit. Der Präsident beschwert sich im Film:

„Jeder andere Präsident konnte die Russen für alles verantwortlich machen. Was habe ich?“

Ein Sicherheitsberater bringt den Vorschlag: „Wie wäre es mit „internationalen Terrorismus“? Der Präsident schlägt zuletzt im Scherz Kanada vor. Als Herr Smily, einer der Berater, jedoch einen Fernseh-Bericht über eine Schlägerei zwischen kanadischen und US-amerikanischen Sportfans sieht, hat er die Idee. Er kündigt dem Präsident sinngemäß an:

Gebe mir eine Woche und die Amerikaner werden für Krieg gegen Kanada brennen.

Die Berater entwickeln …

„… eine ausgeklügelte Propagandastrategie, wie man mit Hilfe der Medien den Hass der amerikanischen Bevölkerung gegenüber ihren freundlichen Nachbarn anstachelt. „Das amerikanische Volk glaubt, was wir ihm erzählen“, meint Smiley.

Jedenfalls fällt die über alle Fernsehkanäle verbreitete Propaganda gegen die Nachbarn unweit der kanadischen Grenze nicht nur bei Sheriff Boomer und Deputy Honey auf fruchtbaren Boden. Hektisch werden Befestigungsanlagen und eine Bürgerwehr aufgebaut.“ (wikipedia)

Eine Fernsehmoderatorin fragt beispielsweise, ob der kanadische Ministerpräsident Clarke McDonnald Teil einer Satans-Sekte wäre.

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Quelle: youtube

Ein anderer Moderator stützt sich auf Unterlagen des US-Verteidigungsministeriums „PENTAGON“, laut denen Kanada ein Militärprogramm gegen die USA hätte, an der Grenze Truppen zusammenziehen würde und mit einem Angriff zu rechnen wäre. Die Medien kritisieren alles, was kanadisch ist: Kälte, Literatur, elf Monate Winter, „Sozialismus“, Waffengesetze. Der Sinn des höchsten Fernsehturms der Welt in Toronto wird hinterfragt, dient er der Spionage und eines Angriffs auf die USA?

Dann wollen Kanadier ein Wasserkraftwerk in Niagara Falls in die Luft sprengen. Doch es geht etwas schief …

„Nur der Wachsamkeit der patriotischen Gesetzeshüter ist es zu verdanken, dass eine CIA-Aktion scheitert, bei der ein Wasserkraftwerk in Niagara Falls durch als Kanadier verkleidete amerikanische Agenten gesprengt werden soll. Nun scheint es für Boomer, Honey und zwei ihrer Freunde an der Zeit, einer vermeintlich bevorstehenden Invasion der Kanadier zuvorzukommen. Nach ihrem nächtlichen Grenzübertritt nach Kanada scheint eine Eskalation der Gewalt unausweichlich …“ (wikipedia)

Die Filmkomödie wurde von den Kinos weitestgehend ignoriert. Daher spielte der Film lediglich 178.000 US-Dollar ein, bei Produktionskosten von 11 Millionen US-Dollar. (ebd)

Leider ist der ganze Film weder auf englisch noch auf deutsch kostenlos im Internet zu sehen. 

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