Beschattete erschossene Polizistin Kiesewetter mutm. CIA-Mann Mevlüt Kar?

Es ist bis heute unklar, warum die Polizisten Michele Kiesewetter und Martin Arnold am 25.04.2007 überfallen wurden und warum sie überhaupt an dem Tag gleich zweimal am Tatort „Theresienwiese“ waren. Jetzt hat sich eine neue Lage ergeben. Ein Zeuge könnte die Polizisten ausgerechnet bei der „Santander“-Bank gesehen haben, wo eine geheimdienstliche Überwachung stattgefunden haben soll. Ein umstrittener Bericht des „stern“ würde damit bestätigt werden. 

Im Ermittlungsbericht der Staatsanwaltschaft Heilbronn aus dem Jahr 2012 steht, dass die Streife Kiesewetter/Arnold ab 09:30 unterwegs war und gegen 11:30 zum erstenmal die „Theresienwiese“ anfuhr. Dann wären die beiden Polizisten in einer „Schulungsveranstaltung auf dem Polizeirevier“ in der John-F-Kennedy Straße gewesen. Gegen 13:30 brachen sie wieder zur „Theresienwiese“ auf, um (angeblich) nochmal „eine kurze Pause“ zu machen. Dabei fuhren sie „am Bahnhof vorbei“.

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Anhand von Zeugenaussagen kann auf die Fahrtroute geschlossen werden. Statt den direkten Weg zur „Theresienwiese“ zu nehmen, fährt Kiesewetter auf der Kaiserstraße über den Neckar und in die Bahnhofstraße. Der Zeuge steht an der CC-Bank in der Bahnhofstraße 1.

„Der Zeuge R. gab an, dass er am 25.04.2007, zwischen 13:30 und 14:00 Uhr vor der Filiale der CC-Bank in der Bahnhofstraße in Heilbronn gewartet habe. Dabei habe er einen BMW-Streifenwagen Richtung Bahnhof fahren sehen. Unmittelbar davor oder danach habe er mit seiner Frau telefoniert. Die Zeugin R. bestätigte dieses Gespräch, Zeitpunkt: 13:37 Uhr.“

Bei der CC-Bank handelt es sich ausgerechnet um die „Santander“ Bank, die noch heute in der Bahnhofsstraße 1 ist!

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Quelle: stern

Das Magazin „Stern“ berichtete, dass deutsche und US-Geheimdienstagenten Zeugen des Heilbronner Polizistenüberfalls sein könnten! Der mutmaßliche CIA-Agent Mevlüt Kar wäre beschattet worden, wie er Geld bei der „Santander“-Bank eingezahlt hätte und danach auf die Festwiese zurückkam. Dort wären dann die Agenten Augenzeugen der Schießerei mit den Polizisten geworden.

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Quelle: Interpol

Der Zeuge Ahmad C. war noch vor Polizei und Rettungskräften am Tatort. Laut seiner Aussage in den Ermittlungsakten wäre er gegen 12:45 von seiner Wohnung in Heilbronn-Böckingen zum Bahnhof “gelaufen”. „Kurz nach 14 Uhr sei er wieder Richtung Wohnung gelaufen.“ Auf dem Rückweg wäre er “von der Bahnhofstraße in die Frankfurter Straße eingebogenund hätte dann als einer der ersten Augenzeugen überhaupt die überfallenen Polizisten entdeckt.

Fuhr Kiesewetter hinter Kar her?

Auf dieser Fahrroute könnte eine Zeugin den Streifenwagen gegen 13:40 in der Frankfurter Straße gesehen haben. Vor dem Polizeiwagen fuhr ein „alter brauner Mercedes“, der in die Theresienwiese einbog. Wohin der Polizeiwagen gefahren ist, beobachtete die Zeugin nicht mehr!

„Die Zeugin R. gab an, dass sie am 25.04.2007, gegen 13:25 Uhr mit dem Fahrrad vom Zentrum Heilbronn aus Richtung Böckingen fahren wollte. Ca 10 bis 15 Minuten später habe sie in der Frankfurter Straße auf der Höhe der Abzweigung Richtung Bahnhof einen Streifenwagen der Polizei fahren sehen, in dem zwei Personen saßen. Das vor dem Polizeifahrzeug fahrende Fahrzeug, ein alter brauner Mercedes, sei auf die Theresienwiese gefahren. Wohin der Streifenwagen gefahren sei, konnte die Zeugin nicht sagen.“

Die Zeugin Alja S. joggte an der Theresienwiese vorbei in Richtung der Eisenbahnbrücke. Sie sah „zwischen 13:50 und 13:55 Uhr“ einen Streifenwagen, „der langsam und „ruppig“ auf dem Platz in Richtung von dem Stromhäuschen gefahren sei.“

Der überfallende Polizist Martin Arnold bestätigte in seiner Vernehmung, dass sie auf dem Weg zur „Theresienwiese“ am Bahnhof vorbeigefahren wären. Die Bahn-Unterführung habe er rechts gesehen, durchgefahren wären sie jedoch nicht.

“Bei der Anfahrt zum Tatort erinnerte sich Martin ARNOLD daran, dass sie am Tattag am Bahnhof vorbeigefahren sind. Die Unterführung vor der Theresienwiese habe er rechts gesehen. Durchgefahren seien sie nicht.”  

Wenn die Streife nach der Schulung eine Pause auf der „Theresienwiese“ gemacht haben wollte, ist die Frage: Warum fuhren sie dann einen Umweg über den Bahnhof? Der direkte Weg vom Polizeirevier in der John-F-Kennedy Straße zur „Theresienwiese“ führt nicht am Bahnhof vorbei.

Warum befand sich der Zugführer von Kiesewetter und Arnold, Timo H. am Bahnhof? Was lief da wirklich ab?

Aktualisierung, 05.02: Vom Bahnhof kann die Theresienwiese angefahren wenn, über Frankfurter Straße, siehe …

Beobachteten Polizisten Kiesewetter/Arnold CIA-Agenten Kar?

Auf der anderen Seite macht die hier (angenommene) Fahrtroute vom Bahnhof zur „Theresienwiese“ über die Frankfurter Straße scheinbar keinen Sinn, da sie (heute) eine Einbahnstraße ist. Oder ist es möglich, auf ihr vom Bahnhof in Richtung „Theresienwiese“ zu fahren? Nur dann macht die Aussage der Zeugin R. Sinn. Mevlüt Kar und Michele Kiesewetter werden kaum gegen die Einbahnstraße gefahren sein

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13 Gedanken zu „Beschattete erschossene Polizistin Kiesewetter mutm. CIA-Mann Mevlüt Kar?“

  1. Der Nationalsozialistische Untergrund: Was wusste der Staat vom braunen Terror? |ZDF-Dokumentation

    https://wolfwetzel.wordpress.com/2015/01/19/der-nationalsozialistische-untergrund-was-wusste-der-staat-vom-braunen-terror-zdf-dokumentaion/

    Sein aktueller Beitrag: ›Der Nationalsozialistische Untergrund: Was wusste der Staat vom braunen Terror?‹ wird am Mittwoch, den 21.1.2015 um 0:45 Uhr ausgestrahlt.
    Ein Gute Nacht für die Pressefreiheit – ab 00:45 Uhr.

  2. Dass in Heilbronn nicht nur der Mord Rätsel aufgab, sondern auch die Ermittler und ihre Äußerungen, wurde bereits am 9.11.11 gemeldet, ebenfalls vom Stern:
    http://www.stern.de/panorama/heilbronner-polizistenmord-ermittler-geben-raetsel-auf-1749255.html

    Die Tatwaffe sei laut Stuttgarter Generalstaatsanwalt Klaus Pflieger in der ausgebrannten Zschäpe-Wohnung in Zwickau gefunden worden, was der dort zuständige Staatsanwalt aber nicht mal unter Vorbehalt bestätigen wollte. Die Auswertung der Fundstücke dauere noch an und wie der Kollege des fernen Bundeslandes im Südwesten zu seiner Erkenntnis kam, sei ihm „schleierhaft“.

    Hatte der gute Herr Pflieger – abseits offizieller Dienstwege – etwa ein „Täter-Wissen“? Oder ein „Tatort-Präparator-Wissen“?

  3. Mevluet Kar ist falsch, Ahmad Chehade ist richtig. Der kam vom Bahnhof, wo seine Firma sass, hat er ausgesagt. Auf dem Marsch zurück nach Hause kam er beim Trafohäuschen vorbei.

    Die Desinfo scheint unausrottbar. Traurig.

    1. Könnte sein. Ich las mir gerade seine Aussage in den Ermittlungsakten nochmal durch. Dort steht, dass er zum Bahnhof „gelaufen“ wäre. Dann wäre er zurückgelaufen. Auf dem Rückweg wäre er „von der Bahnhofstraße in die Frankfurter Straße eingebogen und hätte in der Theresienwiese die überfallenen Polizisten entdeckt.

    2. „Desinfo“ scheint nicht nur unausrottbar, sondern fast schon der zweite Vorname des Mevlüt Kar zu sein, dem Tausendsassa auf den Feldern Terrorstiftung wie -bekämpfung.
      Dem Stern galt er 2009 als CIA-Mann und Anstifter (agent provocateur) der Sauerland-Gruppe während des Jahres 2007:
      http://www.stern.de/panorama/sauerland-zelle-mutmasslicher-cia-mann-war-der-chef-653678.html ,
      um dann (laut Stern 2011) auch noch als Beobachtungs-Objekt der Geheimdienste (d.h. selber als Terror-Verdächtiger) am Tag des Kiesewetter-Mordes – ebenfalls 2007 – herhalten zu müssen:
      http://www.stern.de/politik/deutschland/heilbronner-polizistinnenmord-waren-verfassungsschuetzer-zeuge-beim-mord-an-michele-kiesewetter-1757092.html

      Fanatischer Anführer einer islamistischen Terrorgruppe zu sein um letztlich zu deren Enttarnung beizutragen (weil er nämlich schon vorab V-Mann war) – dieses Gladio-Geschäftsmodell lag dem Mevlüt Kar so sehr, dass er es bereits 2002 / 2003 in Deutschland praktizierte: http://www.focus.de/politik/deutschland/terror-eine-zelle-platt-gemacht_aid_197019.html

      Damit ist aber seine Vielseitigkeit noch längst nicht ausgeschöpft; sein „Arbeitsleben in Deutschland“ (und anderswo) beschrieb Telepolis 2011 ausführlich,
      http://www.heise.de/tp/artikel/35/35986/1.html
      Darunter: Kontakte zur Mafia und Al-Qaida, Häftling und V-Mann in der Türkei, wo der Papa des 1978 in Ludwigshafen geborenen ein hoher Sicherheitsbeamter sein soll.
      Telepolis zu Mevlüt Kars Gladio-Show 2002 / 2003 (enttarnte islamistische Terrorgruppe):
      „Erstaunlicherweise kamen alle Beschuldigten noch am selben Tag wieder frei. (…) Allerdings wurde der Fall damals von der Presse nicht weiterverfolgt und so sind keine weiteren Informationen über diese Operation verfügbar. “
      Später gründete er dann noch eine weitere Terrorzelle in Bad Harzburg, die sich aus mehreren Serben und einem Somalier zusammensetzte, bevor er dann (s.o.) 2007 für „Sauerland“ und „Heilbronn“ gebraucht wurde.

  4. Kleiner Einwurf:

    Sollte der DIA-Bericht echt sein, könnte M.K. auch für
    Michèle Kiesewetter stehen. Ganz abgesehen davon,
    daß laut Interpol „Mevluet“ der Nachname ist und es
    somit eher K.M. heißen müsste.

  5. Die Beschreibung der Fahrtroute kann nicht stimmen.
    Die Frankfurter Straße ist nirgends Einbahnstraße.
    Richtig wäre:
    Neckarbrücke > östliche Bahnhofstraße > Santander Bank > Bahnhof > westliche(!) Bahnhofstraße > westliche(!) Frankfurter Straße > Kreuzung Hafenstraße/Theresienstraße > Thersienwiese > Trafohaus

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