Hans-Christian Ströbele zweifelt an NSU-Selbstenttarnung vom 04.11.11

Der grüne Bundestagsabgeordnete (MdB) Hans-Christian Ströbele und der Christdemokrat Clemens Binninger (MdB) sprachen am 03.11.14 mit der Zeitung „TAZ“. Dabei äußerten sie sich unzufrieden mit den gegenwärtigen Ermittlungen zum National-Sozialistischen Untergrund (NSU). Beide Spitzenpolitiker waren im NSU-Untersuchungsausschuss (2012-2013) des Bundestages tätig, der nicht die sogenannte „Selbstenttarnung des NSU“ am 04.11.11 untersuchte. Damals hätten sich die Männer Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt in einem Wohnmobil voll mit Beweismittel selbst enttarnt, indem sie sich erschossen hätten.

Dem grünen Bundestags-Abgeordneten Hans-Christian Ströbele ist hoch anzurechnen, (als einer der ersten Spitzenpolitiker überhaupt) dass er an der Täterschaft der als Rechtsterroristen vorverurteilten Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt zweifelt.

Hans-Christian Ströbele liegen keine Anhaltspunkte vor, dass Informanten des Geheimdienstes „Verfassungsschutz“ den beiden Terroristen „bei ihrem blutigen Handwerk“ geholfen hätten. Dann kommt die entscheidende Einschränkung …

„Wir wissen aber auch nicht mit Sicherheit, ob Böhnhardt oder Mundlos immer die Täter waren. Es gibt Indizien, dass sie sehr eng damit zu tun hatten. Aber dass sie am Abzug waren, dass ist in fast allen Fällen bis heute nicht bewiesen.“ (taz)

Desweiteren zweifelt Hans-Christian Ströbele an den Selbstmorden von Mundlos und Böhnhardt am 04.11.11.

„Böhnhardt und Mundlos sitzen hochbewaffnet in ihrem Wohnmobil. Dann nähert sich ein einzelner Polizeistreifenwagen mit ein oder zwei Polizisten den angeblichen Superkillern. Anders als anfangs dargestellt, waren die mitnichten eingekreist. Trotzdem sollen sie den einzigen Ausweg darin gesehen haben, sich selber umzubringen und dieses Wohnmobil in die Luft zu jagen? Das will mir einfach nicht in den Kopf.“ (ebd)

Diese „Selbstmorde“ sind jedoch Teil der vielbeschworenen „Selbstenttarnung des NSU“. Hinter der verharmlosenden und zynischen Umschreibung verstecken sich zwei vertusche Morde und der ungeheuerliche Verdacht der Beweismittel-Manipulation zulasten der Getöteten. Wäre dies nicht Grund genug, einen neuen Untersuchungsausschuss auf Bundesebene zu befürworten? Soweit geht Hans-Christian Ströbele nicht.

Für Clemens Binninger kommt erst dann ein neuer Untersuchungsausschuss in Frage, wenn sich …

„… an den tragenden Elementen der NSU-Erzählung etwas ändert. (…) An diesem Punkt sind wir aber noch nicht.“

Ströbele: Da gebe ich meinem Kollegen recht. (ebd)

Dabei gibt Binninger selbst zu, dass der Untersuchungsausschuss des Bundestages nicht den 04.11.11 untersuchte – „aus Zeitgründen“.

Was am 04.11.2011, vor genau drei Jahren, wirklich passierte, scheint keiner großen Bedeutung zugemessen zu werden. Kein Wunder – Generalbundesanwalt Harald Range definierte in einem Interview mit der Zeitung „FAZ“ den NSU als unseren 11. September. Offensichtlich soll auch hier die Wahrheit im Dunst des Vergessens für immer verschwinden.

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Quelle: FAZ

5 Gedanken zu „Hans-Christian Ströbele zweifelt an NSU-Selbstenttarnung vom 04.11.11“

  1. Ja, das erinnert stark an das Oktoberfest – Attentat damals in München. Dort wurden wesentliche Zeugenaussagen und Beweismittel zuerst unterschlagen und dann schnellstens vernichtet.
    Dass die BRD ein Rechtsstaat sein soll, habe ich schon damals bezweifelt.

  2. Wie bitte – Generalbundesanwalt Range zweifelt an 9/11, „Die NSU-Morde sind unser 11. September“?
    –//–
    Mittlerweile pfeifen es die Spatzen doch von den Dächern, daß 9/11 getürkt war und durch die WTC-Sprengung Sanierungs-, Abbruch- und Wiederaufbaukosten zum großen Teil auf die „Versichertengemeinschaft“ abgewälzt wurde und als Anlaß für den verlogenen und mehr als dreckigen „Terrorkrieg“ herhalten mußte. Darf die GBA-Range-Aussage also so gewertet werden, daß die ganze NSA-Geschichte auch erlogen ist und bei den Morden Geheimdienste die Fäden zogen?
    –//–
    Und zur Glaubwürdigkeit der Genannten Binninger und Ströbele: Die Erfahrungen der letzten Jahrzehnte scheinen immer mehr zu bestätigen, daß die „C“ in den schwarzen Parteinahmen – ganz harmlos formuliert – deplaziert sind. Und zum Thema Ströbele ist das Buch von Billy Six „Das grüne Irrlicht“ außerordentlich aufschlußreich.

  3. Beiden Herren ist die Lektüre des Buches “ Der NSU-VS-Komplex „—Wo beginnt der nationalsozialistische Untergrund-wo hört der Staat auf “ von Wolf Wetzel zu empfehlen.
    Vielleicht würden beide Herren dann doch noch einen neuen
    “ Untersuchungs-Auschuß “ befürworten

  4. Nach sieben Jahren Terror und ca. 15 aufgezwungenen Verfahren weiß ich, mit welchen „Zufällen“ hier gearbeitet wird. Da sagt man eine Verhandlung nach 450 km Fahrt ca. 25 Minuten vorher ab, man „vergißt“ Betroffene zu benachrichtigen, damit sie ihre Rechte geltend machen können u.s.w.
    Hast Du eben Pech gehabt! Hauptsache, Du glaubst an den Rechtsstaat!

  5. Ich verfolge das geschen, da ich eines der Opfer kannte!

    Ein gewisser Mehmet, der in Nürberg im Gefängnis einsaß wollte im Juni oder Juli Hanftverschonung bekommen, als gegen Leitung bot er der Staatdanwaltschaft Nürnberg einen Deal an.

    Er wollte die Tatwaffe, die angeblich in der Schweiz in einer Villa in Tressor lagerte, der Staatsanwaltschaft Nürnberg übergeben.

    Könnte dieser Deal der Anstoß gewesen sein, damit der Stein ins rollen kommt? Wenn ja, dann ist hier der Wendepunkt.

    Warum sollte ich als Täter Beute und Waffen, aus vorrangegangen Straftaten mit mir führen? Die Summen die gefunden wurden hätten eine Zeilang gereicht ohne weiter Überfälle machen zu müssen.

    Wer waren die 6 Ermittler des BKA und die 2 Staatanwälte die in Erfurt & Zwickau die Ermittungen leiteten?

    Mir wurde von jemanden, der einen der Staatsanwälte kennt gesagt, das die Tatorte manipuliert waren!

    Die Web Seite von fatalist, ist sehr aufschlussreich dort sind Bilder und Akten der Polizei einsehbar die einen anderen Tat- hergang aufzeigen zufinden.

    Web Seite von Fatalist.

    NSU-Ermittlungen: Die seltsame Rolle von „Fatalist“
    http://www.spiegel.de › Panorama › Justiz › NSU-Prozess
    Die Mitglieder des Innenausschusses im Bundestag hat ein Schreiben zu den NSU-Ermittlungen erreicht. Darin ist von vermeintlichen Beweismittelfälschungen die Rede.

    Arbeitskreis NSU
    fatalist-nsu-leaks.blogspot.com Im Cache
    Arbeitskreis NSU Sach- und Lachgeschichten von fatalist … Auf Seite 110 des Protokolles findet sich ein äusserst interessanter Sachverhalt:

    Alles Normal

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