Keine Beweise des Abschusses von Flug MH17 durch eine Rakete

Bisher gibt es keine Beweise, dass eine „SAM“-Rakete der Rebellen Flug MH17 abgeschossen haben könnte. Folgende Punkte sprechen gegen die Annahme:

– Die USA veröffentlichten bisher nicht die (angeblichen) Radar- und Infrarotdaten der Rakete.

Am 19.07. zitierte „CNN“ einen „führenden amerikanischen Offiziellen“, ohne seinen Namen zu nennen, dass ein US-Radarsystem sowohl das aktivierte Abwehrsystem wie auch die abgefeuerte Boden-Luft-Rakete erfasste, kurz bevor das Flugzeug abstürzte. (cnn)

Das russische Militär registrierte das eingeschaltete Radar einer ukrainischen BUK-Einheit bei Donezk, verliert jedoch kein Wort über einen Raketenabschuss. (rt)

– Keine Zeugenaussagen / Bildmaterial von der Absturzregion Snischne, die auf den Einsatz einer Rakete hindeuten.

– Ludger Keiser analysierte das Schadensbild des Flügels und sieht Anzeichen für einen MG-Beschuss durch ein Jagdflugzeug.

– Schnellmitteilungen (Tweets) des spanischen Controllers „spainbuca“ aus Kiew über Jagdflugzeuge in Nähe von Flug MH17.

– Das noch immer ungeklärte Blutbad von Kiew. Ende Februar 2014 erschossenen Scharfschützen gezielt Demonstranten und Polizisten. Schnell wurde der pro-russische ukrainische Präsident Wiktor Janukowitsch medial vor-verurteilt, genauso wie jetzt die Rebellen und Wladimir Putin.

– Rebellen verfügten bisher nur über kleine schulter-gestützte Flugabwehrraketen „manpads“, die bis auf max. 7500 Meter Höhe fliegen. Deshalb flogen Passagierflugzeuge in 10.000 Meter Höhe über das Gebiet. Darunter war der Luftraum gesperrt. Auch der ukrainische Generalbundesanwalt ging nach dem Abschuss davon aus, dass sie nicht über das System verfügen.

„Das Militär sagte dem Präsidenten nach dem Abschuss der Passagiermaschine [in der Donetsk Region] dass die Terroristen keines unserer Buk und S-300 Raketensysteme besitzen. Derartige [Systeme] wurden von ihnen bisher nicht erbeutet.“ sagte der ukrainische Generalbundesanwalt der Online-Edition der Ukrainska Pravda nach dem Donnerstag Treffen des ukrainischen nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates.“ (interfax)

– Es gibt keine Beweise, dass die Rebellen überhaupt mit dem komplizierten Buk-System umgehen können, siehe Kommentar bei der „zeit“.

„Das Flugabwehrsystem BUK-M1 (NATO-Code SA-11 Gadfly) arbeitet im Gegensatz zu sogenannten MANPADS (z.B. Stinger), sehr komplex. [..] Eine Rakete vom Typ 9M38, die nach derzeitigem Kenntnisstand vermutlich eingesetzt wurde, benötigt eine „Zielbeleuchtung“, damit sie das Ziel finden kann. Die Rakete hat keine eigene Möglichkeit, das Ziel aufzufinden. Sie muss vom Leitstand aus geführt werden.
Um das zu erläutern, muss ich leider etwas tiefer einsteigen. Die Leitmethode der Flugabwehrrakete ist auf dem Weg von der Startrampe zum Ziel beim System BUK-M1 (SA-11) zweigeteilt. Zunächst wird das Ziel mit dem Erfassungsradar der Bodenstation erfasst. Dazu wird ein 3D-Radar verwendet. Dieses Radar der SA-11 arbeitet mit dem sogenannten Frequenzsprungverfahren. Alle 100 bis 500 Millisekunden ändert das System in der Erfassungsphase die Frequenz. Diese Signale können vom Gegner empfangen und leicht dem System zugeordnet werden, womit man weiß, was für ein Luftabwehrsystem der Gegner nutzt. Daher wissen wir auch mit hoher Wahrscheinlichkeit, dass ein System BUK-M1 (SA-11 Gadfly) benutzt wurde.

Die so gemessenen Werte werden einem Bordcomputer übergeben, der die Vorhaltewinkel berechnet, damit die Rakete einigermaßen genau im ersten Teil des Fluges auf das Ziel zufliegt. Einigermaßen reicht in diesem Fall, denn im zweiten Teil des Fluges, wenn die Rakete näher an das Ziel herangekommen ist, wird eine andere Leitmethode angewendet. Das nennen die Radar-Leute „proportionale Annäherung“.

Wenn die Rakete nahe genug an das Ziel geführt wurde, wird im zweiten Teil der Raketenleitung das sogenannte TVM-Verfahren (Track via Missile) angewendet. Ein Radarempfänger(CW-Verfahren) im Bug der Rakete nimmt die Signale auf und sendet über die Heckantenne die so gewonnenen Daten an die Feuerstellung zurück. Von dort kommen dann die mit Bordrechner errechneten Korrekturen der Flugbahn, bis die Rakete sehr nahe am Ziel angekommen ist (~ 30 Meter). Ein Annäherungsmessgerät gibt dann das Signal zum Zünden.

Das zweigeteilte Leitverfahren wendet man an, damit Funkstörungen im ersten Teil des Fluges durch den Gegner möglichst verhindert werden.
[…]

Dieser ganze Vorgang ist hochkomplex. Die Bediener so einer SA-11 Flugabwehr benötigen viel Erfahrung und Übung. Dieses System ist keine „Fire-and-Forget“-Waffe, wie beispielsweise die einfachen MANPADS wie das System „Stinger“.

Ich bin daher der Meinung, dass erfahrene russische Soldaten oder Söldner das Flugabwehrsystem bedienten. Diese Wahrscheinlichkeit vorausgesetzt, mussten die Bediener auch wissen, dass es sich bei dem anvisierten Ziel um eine Passagiermaschine handelt. Vielleicht sollte man noch hinzufügen, dass das System BUK-M1 (SA-11) über ein IFF verfügt, mit dem zivile Ziele sicher erkannt werden können. Über die gesamte Flugzeit der Rakete hat die Bedienmannschaft zudem die Möglichkeit, die Rakete per Fernzündung zu zerstören. Ich gehe deshalb davon aus, dass das Flugzeug absichtlich zerstört wurde.“ (zeit)

– Es gibt kein Motiv, weder für die Rebellen in der Ost-Ukraine noch für den russischen Präsidenten Wladimir Putin, die Passagiermaschine abzuschießen. Dagegen liegt die Verschärfung des Konfliktes im Interesse der USA. Sie könnten von einem Keil zwischen Russland und Europa machtpolitisch und ökonomisch profitieren, etwa die Fracking-Technologie und das Fracking-Gas nach Europa exportieren oder einen neuen Rüstungs-Wettlauf provozieren.

2 Gedanken zu „Keine Beweise des Abschusses von Flug MH17 durch eine Rakete“

  1. Bei diesem Thema und auch bei anderen Krisenherden fällt mir immer das Zitat „Cui bono? Wem nützt das?“ ein.
    So einfach das Zitat auch ist, es ist aber ein wichtiger Lösungsansatz um die wahren Gründe für eine Handlung oder eine Situation zu beurteilen. Viel zu schnell werden Meinungen geformt und publiziert.
    Das wird mir besonders in der Ukrainekrise immer deutlicher. Alle Gräultaten gehen zu Lasten des Hr. Putin. Warum ist das so und warum wird dies durch fast alle Medien auch so verbreitet? Die dargelegten Beweise würden in keinem ordentlichen Gericht auch nur annähernd Gültigkeit haben. Trotzdem wird unablässig versucht, dieses als die einzige Wahrheit zu verkaufen. Aber das funktioniert bei vielen Bürgern nicht mehr. Die Antwort ist ganz einfach: Es nützt der agressiven Expansionspolitik der Amerikaner und den europäischen Lakaien. Niemand stellt die Frage was nützt es Putin ein ziviles Flugzeug abzuschießen? Die Antwort ist auch hier ganz einfach: Nichts, es würde ihm nur schaden, da er genau weis die westliche Propaganda läuft.
    Wann befreien sich unsere Medien endlich von der Bevormundung und berichten die Wahrheit und nicht die Meinung der Machthaber?
    Es war in Libyen, Irak, Syrien und Israel nicht anders und es wird so weitergehen bis die Lage explodiert und dann gibt es nur Verlierer zumindest unter der Bevölkerung.
    Wo ist die Wahrheit wer die sogenannten Freiheitskämpfer finanziert. Ach ja hatte ich vergessen, ist der böse Russe. Wer Frieden will, muss etwas dafür tun. Das geht nur gemeinsam und ohne Waffen mit Vertrauen und Respekt.
    Schließen möchte ich mit dem Bibelzitat „Die Wahrheit wird euch freimachen“ (Johannes (8:31/32)

  2. Zitat:
    – Schnellmitteilungen (Tweets) des spanischen Controllers “spainbuca” aus Kiew über Jagdflugzeuge in Nähe von Flug MH17.
    [ZITAT ENDE]

    Bei dieser Flugkontrolle arbeitet kein einziger Spanier.
    Dieser Tweet ist ein Fake.
    Also sind auch die beiden angeblichen Kampfjets Fake.
    Das ist alles russische Propaganda, auf die ihr nur allzu leicht hereinfallt.

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