NSU: Anwohner in Stregda sahen 3. Mann aus Wohnmobil kommend

Die Vorkommnisse in Stregda am 04.11.11 liegen weiter im Dunkeln. Dort hätte sich Uwe Mundlos in einem Wohnmobil erschossen, auch seinen Freund Uwe Böhnhardt. Der Grund wären zwei Streifenpolizisten gewesen, die ihr Wohnmobil entdeckten. Am Sonntag machte sich ein Bürger („task force“) nach Stregda auf und befragte die Anwohner. Deren Aussagen widersprechen fundamental der Bundesanwaltschaft; zufälligerweise wäre die (angebliche) rechtsterroristische Kleinstzelle „NSU“ aufgeflogen, indem die Polizei die Bankräuber von Eisenach in Stregda stellte. Die Anwohner sagen jedoch aus, dass das Wohnmobil bereits brannte, bevor die zwei Streifenpolizisten dort überhaupt ankamen! Schüsse wurden keine gehört, nur Knallgeräusche.

„Angesprochen wurde auch die Frage nach einem Brand, BEVOR die Polizei eintraf. Dieser kann als gesichert gelten. Da die Polizei buchstäblich 3 Meter neben der Loggia eines Anwohners zum Stehen kam und „in Deckung ging“, und es keine anderen Polizisten vor Ort gab (die wären ja lebensmüde gewesen, weil ohne Deckung von allen anderen Seiten, wenn sie denn gewusst hätten, dass da Räuber drin sind…), ist es klar, dass man den Brand gerochen hat, längst bevor die Märchenerzähler von der Polizei ihre Aufschneider-Räuberpistole „erleben“ konnten. Es hat gerumpelt, gekracht und gestunken, bevor es dann „geknallt“ hat. Schüsse hat man nicht gehört. KEINER der Anwesenden, die befragt wurden, konnte sagen, dass er welche gehört hätte.“ (Quelle)

Damit wird es immer wahrscheinlicher, dass Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt ermordet wurden, um sie als (tote) Terroristen der Öffentlichkeit präsentieren zu können. Die Streifenpolizisten könnten zum Wohnmobil geschickt wurden sein, nachdem der Brand dort gelegt wurde. Die Knallgeräusche aus dem Wohnmobil stammen demnach nicht von Schüssen, sondern höchstwahrscheinlich von der losgehenden Munition, angesichts der Hitzeentwicklung verständlich.

Der Buchautor Wolfgang Schorlau war im Gegensatz zu unseren Volksvertretern vor Ort und interessierte sich, was die Menschen auszusagen hatten. Schorlau bestätigte:

“Eine dritte Person ist von Nachbarn tatsächlich beim Verlassen des Campers gesehen worden. Die Staatsanwaltschaft aber erklärte, dass das nicht sein könne: Der Ausgang des Campers stünde an einem Abgrund, der so tief ist, dass man da nicht mehr rauskomme. Ich bin zum Tatort gefahren. Es gibt eine Grube, ja, aber da klettert selbst ein Achtzigjähriger noch rauf und runter. Wo immer ich zu recherchieren anfange, entsteht ein zweites Bild, das etwas anderes erzählt als das offizielle. Das ist das Unheimliche am NSU-Komplex.” (stuttgarter-zeitung)

In den Verlautbarungen der Bundesanwaltschaft spielen diese wichtigen Aussagen keine Rolle. Laut der Zeugen wären sie auch nur ein einziges Mal von der Polizei befragt worden. Offenbar interessierte sich auch kein parlamentarischer Untersuchungsausschuss für sie; dabei leben die Anwohner keine 5 Meter vom Tatort entfernt!

Dieses Desinteresse wäre nichts weniger als ein Offenbarungseid der Ermittlungen der Bundesanwaltschaft und sämtlicher parlamentarischer Untersuchungen, die in Thüringen, Sachsen, Bayern und seitens des Bundestages durchgeführt wurden.

„Die Task Force erhielt von einem Anwohner einige Stück Kuchen, die im Garten verzehrt wurden. Es waren nette Leute, die noch nie bei der Polizei ausgesagt haben, außer kurz nach dem Vorfall, und da nur für 5 oder 10 Minuten. Ihre Aussagen mussten sie nicht unterschreiben, wie man uns sagte, weil es eh nur Angaben waren, die dann als solche zusammengefasst von der Polizei als „gemacht“ bestätigt wurden. Ausschüsse oder Gerichte, Staatsanwaltschaften, scheinen sich für diese Leute nicht interessiert zu haben.“ (ebd)

Der Skandal käme nicht überraschend.

Auch beim Thema „Verteilung des „NSU-Bekennervideos“ folgen Politiker, quer durch alle Parteien, die Vorgaben der für sie offenbar sakrosankten Bundesanwaltschaft.

Den Politikern im bayerischen NSU-Untersuchungssausschuss waren Zeugenaussagen bekannt, dass Bekennerfilme in Nürnberg erst ankamen, als Frau Zschäpe bereits in Haft war. Die Filme wurden von Unbekannten in Briefkästen geschmissen. Die Sachverständige Andrea Röpke erklärte es den Volksvertretern in einer Anhörung.

Eigentlich logisch: Da Beate Zschäpe ab dem 08.11 in Haft war, muss am 10.11. in Nürnberg jemand anders die Filme abgegeben haben. Doch schrieben die bayerischen Abgeordneten das Gegenteil in ihren Abschlussbericht: Dort steht ernsthaft, dass Beate Zschäpe die Nürnberger Filme per Post verschickt hätte! (S. 131)

Nachdem ich die damalige grüne Abgeordnete Susanna Tausendfreund auf diese Diskrepanz hinwies,  verteidigte sie die falsche Darstellung. Der Generalbundesanwalt hätte sie abgesegnet, deshalb müsse quasi diese Darstellung richtig sein.

Tausendfreund schrieb …

“Die Kritik am Inhalt des Abschlussberichts kann ich jedoch nicht nachvollziehen und hoffe, dass ich sie durch die folgenden Erläuterungen entkräften kann. Die von Ihnen zitierte Aussage auf Seite 131 des Schlussberichts enthält nach der Erkenntnis des Untersuchungsausschusses keine falschen Inhalte:

Wie Sie der Fußnote in Verbindung mit der in Anlage 2 abgedruckten Aktenliste entnehmen können, stützt sich die Antwort auf Frage B.7.6. auf die Anklageschrift des Generalbundesanwalts beim Bundesgerichtshof gegen Beate Zschäpe.

Zur Sachaufklärung hat sich der Untersuchungsausschuss des darin enthaltenen wesentlichen Ermittlungsergebnisses bedient. Demnach ist derzeit davon auszugehen, dass Frau Zschäpe die Datenträger mit dem Bekennervideo selbst verschickt hat, also Absenderin der DVD‘s ist.” (Friedensblick)

2 Gedanken zu „NSU: Anwohner in Stregda sahen 3. Mann aus Wohnmobil kommend“

  1. Wenn man verbotener Weise Akten kopiert und an die ANTIFA weitergibt, dann kann man nicht mehr „aufklären“.

    Das gilt nicht nur für diese Tante von den Grünen. Es gilt flächendeckend quer durch die Republik. LinksGrün wurde so gezähmt von Berlin bis Erfurt: Erwischt 😉

    Man sollte keine „zur Verfügung gestellten modernen“ Kopierer benutzen, die Zugangskontrolle/Protokollierung jeder einzelnen Kopie, und Festplatten besitzen, wenn man sowas tut.

    Eine 20 Jahre alte Kiste wäre besser gewesen… aber hätte das Problem mit den Markier-Worten in den Dokumenten auch nicht gelöst.

    Physik abgewählt, von Technik keine Ahnung, es rächt sich… Kharma is a bitch 😉

  2. Werter Herr Fatalist.
    Ihre technische Kritik in allen Ehren, doch bezähmen sie sich etwas. Nutzen sie Ihre Energie für die Aufklärung, halten sie sich in der Schmähung der Informtationsgeber etwas zurück.
    Es kostet viel Energie, Informationen zu beschaffen. Die fehlt dann freilich in der Auswertung der Informationen.
    Grob gesagt, werfe ich Ihnen eine Geringschätzung der Handwerker aus ingeneurischer Sicht vor.
    Die Informationen zu beschaffen, ist der Schritt, den manche, der von Ihnen Geschmähten leisten können. Erheben sie sich nicht über diese, nur weil sie die Energie frei haben, um diese Informationen zu verwerten.

    Nebenbei: MOderne Geheimdienste, mit denen sie sich gerade – vermeintlich – anlegen, haben dieses Prinzip erkannt und handeln danach.
    Also, wenn sie auf Augenhöhe handeln wollen, begeben sie sich geistig und moralisch nicht unterhalb derselben.

    mit linksradikal militanten friedlichen und nachhaltigen liebgemeinten Grüßen
    e.

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