Parallele Todesumstände der NSU-Zeugen „Corelli“ und Florian Heilig

Die Parallelen zwischen den Ableben der NSU-Zeugen Florian Heilig und Thomas Richter, Geheimdienst Informant „Corelli“, sind augenscheinlich:

1. Beide Zeugen sollten kurz nach ihren Ableben zum NSU-Komplex befragt werden. Florian Heilig verstarb wenige Stunden vor seinem Verhör beim Landeskriminalamt Baden-Württemberg.

2. Bei „Corelli“ tauchte in zeitlicher Nähe zu seinem Tod eine CD auf, die sein Mitwirken beim NSU nahelegte (spiegel). Aufschrift auf dem CD-Cover: „NSU / NSDAP“. Die Fotos wären dieselben wie „auf der archivierten Version seiner Internetseite Oikrach.“ (elf) Bisher dementierte er dies. Florian Heilig war zwar kein Geheimdienst-Informant, aber er hatte eine brisante Aussage: Bereits im Mai 2011 sagte er aus, dass Rechtsextremisten für den Tod von Michele Kiesewetter verantwortlich wären (swp).

3. Beide standen eigentlich unter staatlichen Schutz. Heilig war im Neonazi-Aussteigerprogramm „Big Rex“, „Corelli“ in einem Zeugenschutzprogramm.

4. Bei beiden Fällen wird Fremdverschulden kategorisch ausgeschlossen, obwohl die Umstände offensichtlich das Gegenteil nahelegen. Der 21-jährige Florian Heilig hätte sich sich „aus Beziehungsproblemen“ in seinem Auto selbst angezündet. Das dementierte seine Familie, er wäre glücklich verliebt gewesen. Die Polizei gab zudem die Falschmeldung heraus, es hätte ein Zeuge gesehen, wie Heilig sein Auto betrat, kurz bevor es in Flammen aufging. Dieser Zeuge meldete aber sich bei „Friedensblick“ und dementierte. Bei dem 40-jährigen Thomas Richter soll es sich um eine unbemerkte Diabetis-Erkrankung gehandelt haben.

„Todesfälle in Folge der Unterzuckerung bei Diabetes seien der Diabetes-Zentrale e.V. zufolge heute selten, aber möglich. Todesursache ist dann in der Regel nicht die Diabetes selbst, sondern darauf zurückzuführende Folgeerkrankungen. Meist tritt die Erkrankung jedoch entweder bereits in jüngeren Jahren auf, wo die Wahrscheinlichkeit, dass sie entdeckt wird, hoch ist, oder erst in höherem Alter.“ (dtj)

Wie etwa beim Fall der erschossenen Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos propagiert die „Süddeutsche“ mal wieder die Behörden-Version. Tanjev Schulz schreibt, dass über den Tod „Corellis“ beim NSU-Prozess „getuschelt“ werden würde, aber:

„Diabetes kann eine tückische Krankheit sein, er ist eine der weltweit häufigsten Todesursachen. Besonders gefährdet sind Menschen, bei denen der Diabetes gar nicht erkannt worden ist.“ (sz)

7 Gedanken zu „Parallele Todesumstände der NSU-Zeugen „Corelli“ und Florian Heilig“

  1. Es sieht ziemlich danach aus als ob der allseits bekannte Kommentator Fatalist diese Corelli-CD erhalten hat. Hier ist die Beschreibung aus dem Spiegel vom 18.04.’14 :
    “ Auf der CD mit der Aufschrift „NSU/NSDAP“ befinden sich nach Angaben aus Ermittlerkreisen rund 15.000 Texte und Bilder mit rassistischem und antisemitischem Inhalt, das meiste davon mit Bezug zur NS-Zeit. Einige Dateien lassen sich offenbar dem Urheber „Corelli“ zuordnen. “ [1]
    Und hier ein Auszug aus dem von Fatalist am 13.11.’13 zitierten CD-Begleittext :
    “ Vor Euch liegt nun die erste umfangreiche Bilddaten-CD des Nationalsozialistischen Untergrundes der NSDAP (NSU). Ihr sollt wissen, daß diese CD das Ergebnis mehrerer Jahre ist und somit unzählbare Stunden an Arbeit verschlungen hat. Mehr als 15.000 Bilder warten auf Euch und darauf ein Stück unserer Propaganda zu werden. “ [2]

    @Fatalist : Falls sie das hier lesen, vielleicht können sie erhellen wie diese CD den Weg zu ihnen gefunden hat ? Sie hatten geschrieben die CD sei zu Tausenden verteilt worden, haben sie mehrere Quellen die das bestätigen ? Es ist ja doch etwas merkwürdig das die dann niemandem bis jetzt aufgefallen ist, ausser ihnen, was sie ja auch verwundert…

    [1] http://www.spiegel.de/panorama/toter-v-mann-corelli-sollte-zu-nazi-cd-befragt-werden-a-965216.html
    [2] http://politikforen.net/printthread.php?t=117674&s=fdc150257349e0af13b53c59e191b4fb&pp=10&page=1975

  2. Wenn „fatalist“ die CD tatsächlich erhalten hat, dann muss er sich ein paar Leuten, denen er vertraut, mit Klarnamen offenbaren, und zwar sofort. Das ist nicht mehr witzig, ich möchte nicht, dass es einen von uns hier ernsthaft erwischt, aus welchem Grund auch immer.
    Auch wenn die CD auf dem Mist des Verfassungsschutzes gewachsen ist.

    1. Sigi,

      Die CD wurde schon im November als „Image“ hochgeladen und an genügend Leute verteilt. Locker bleiben, diese CD kann nicht verschwinden, es gibt einfach zu viele (alte und echte) Exemplare.

      Es sind die Rechten, die die staatliche „NSU-VT“ als Blödsinn abtun, der gehe sie nichts an, sagen sie, und sie haben Angst vor staatlicher Verfolgung, wohl zurecht. „Wolle“ und seine U-Haft gilt als anschreckendes Beispiel.

      Sigi, „fatalist“ ist Tausende Kilometer von Europa entfernt. Danke trotzdem!

      Gruß

  3. Zunächst, Corelli sei angeblich wegen Überzuckerung also einem hyperglykämischen Koma infolge unerkannter Zuckerkrankheit ums Leben gekommen ( und nicht wegen Unterzuckerung wie im Beitrag dargestellt ). Die angebliche Corelli Todesurssache ist sehr selten, weil sich eine Zuckerkrankheit in der Regel durch eindeutige Symptome ankündigt und dann rasch erkannt wird.
    Zum Kiesewetter Mord, einem Schlüsselmord bzgl. des NSU Komplexes ein sehr interessanter Beitrag:
    http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.interview-mit-wolfgang-schorlau-warum-starb-mich-le-kiesewetter.7964aca5-3bcb-499c-8526-982d4e6114fa.html

    „Für mich steht außer Frage, dass der Thüringer Verfassungsschutz die rechtsradikale Szene erst aufgebaut, ihr Struktur gegeben und sie materiell bestens ausgestattet hat. Er hat sie auch vor Strafverfolgung geschützt: Die Neonazis mussten sich fühlen, als gelte für sie eine Generalamnestie – all das hat der Thüringer Untersuchungsausschuss weitgehend aufgedeckt, immerhin..“

    „Der Mord an der Polizistin Michèle Kiesewetter, 2007 in Heilbronn, ist ein Schlüsselmord im NSU-Komplex. Könnte man die Hintergründe dieses Verbrechens aufhellen, würden sich viele weitere Fragen klären lassen.

    StZ : Haben Sie Belege für diese steile These?

    Bei meinen Recherchen hat mir ein erfahrener Kriminalbeamter gesagt: Bei jeder Ermittlung kannst du auf einen Zufall stoßen. Bei zwei Zufällen musst du misstrauisch werden: könnte zwar sein, ist aber unwahrscheinlich. Doch drei Zufälle: kann nicht sein. Und jetzt der sogenannte NSU-Mord in Heilbronn. Da kommen so viele Zufälle zusammen, dass ich ausholen müsste . . .

    StZ Nur zu!

    Zufall 1: Die beiden Mörder aus Thüringen, genauer: aus der Provinz um Saalfeld-Rudolstadt, fahren aus Hass auf den Staat ziellos durch Deutschland, um einen Polizistenmord zu begehen, wie die Bundesanwaltschaft in ihrer Münchner Klageschrift schreibt.
    Die Mörder machen zufällig Halt in Heilbronn und treffen auf der Theresienwiese zwei Polizisten in der Mittagspause, darunter das Mordopfer Michèle Kiesewetter, die aus der gleichen Ecke der gleichen Provinz stammt.

    Zufall 2: Der Vorgesetzte von Kiesewetter gehört dem rechtsradikalen Ku-Klux-Klan an, der über V-Leute verbunden ist mit dem NSU-Komplex.

    Zufall 3: Ein Mitglied des US-Geheimdienstes befindet sich zur Tatzeit in der Nähe des Tatorts und wird wegen zu schnellen Fahrens geblitzt – ich vermute, dass es im NSU-Komplex auch Verbindungen zu anderen Geheimdiensten gibt.

    Zufall 4: Ebenfalls in der Nähe befindet sich ein Mitglied des Verfassungsschutzes von Baden-Württemberg.

    Zufall 5: Ein Zeuge aus der rechten Szene kommt, sechs Jahre später, am Morgen vor seiner Vernehmung unter mysteriösen Umständen ums Leben. Er verbrennt im Auto, das man auf dem Stuttgarter Wasen findet, angeblich Selbstmord. Von den verunreinigten Wattebäuschen, dieser in die Irre führenden, die Ermittlungen um zwei Jahre verzögernden Panne will ich jetzt gar nicht reden . . .

    StZ: Alles, was Sie aufgelistet haben, ist belegt?

    Alles. Es sind einfach ein paar Zufälle zu viel in Heilbronn zusammengekommen. „

  4. Man kann einen Unterzucker vorsätzlich erzeugen, ohne dass das Opfer oder andere Personen irgendetwas davon mitbekommen. Wenn man kein Diabetiker ist, kommt man ja auch garnicht auf die Idee, dass man irgendein Zuckerproblem haben könnte. Man hat mich ebenfalls jahrelang unterzuckert durchs Leben kriechen lassen. Die Folgen: Starke Gewichtszunahme, ständige Müdigkeit, Schlafstörungen, mangelnde Belastbarkeit. Irgendwann ging es mir so schlecht, dass ich zum Arzt ging und ihm sagte: ich glaube, dass etwas mit meinem Stoffwechsel nicht stimmt. Das glaubte mein Arzt offensichtlich nicht und diagnostizierte statt dessen eine seltene Lungekrankheit und verschrieb mir Arzneimittel, die das Unterzuckerproblem noch verstärkten (Kortison, Co-Aprovel, L-Thyrox hochdosiert). Nachdem ich Jahre später auf den Trichter kam, dass etwas nicht stimmen könnte mit meinem Arzt, verlangte ich die Herausgabe meiner Akte. Man zauderte und drückte sich und eierte herum. Schließlich gab man mir ein paar nichtssagende Unterlagen und behauptete, dass die Röntgenaufnahmen meiner angeblich kranken Lunge verloren gegangen seien (davon gab es mindestens 4- 6). Da cih dennoch hartnäckig blieb, konnte ich wenigstens meine Blutwerte der behandelten Jahre bekommen. Was ich dort sehen musste, war unglaublich: Über Jahre konnte man den Werten kontinierlich entnehmen, dass mein Blutzucker extrem niedrig (einmal sogar unter 10, was ein Koma hätte auslösen können), aber gleichzeitig mein Cholesterin (das Böse) extrem hoch war. Interessanterweise hatte sich das nach einer Kur normalisiert und dann ein halbes Jahr später – trotz extrem konsequenter Diät und auch Gewichtsabnahme – war alles wieder beim alten. Wo kam das ganze Cholesterin her trotz Diät? Ich kann es leider noch nicht beweisen, aber alles deutet darauf hin, dass man mir auf verschiedenste Weise extrem hoch dosierte wasserlösliche gesättigte Fettsäure zugeführt hatte. Durch die hochdosierten Hormone, die mein Arzt mir verschrieben hatte, hatte sich ein Insulinom gebildet, dass auf diese fettsäurekeule mit extremer Insulinausschüttung reagiert, sodass ich ständig im Unterzucker rumkrepelte. Am leichtesten konnte ich (nachdem ich im Bilde war) feststellen, ob ich wieder eine Ladung verpasst bekommen hatte, wenn ich meinen Blutzucker direkt vor und kurz nach einer Mahlzeit maß. Falls mal wieder eine nicht erwünschte Substanz im Essen oder Trinken war, fiel mein Blutzucker nach der Mahlzeit statt zu steigen. Ausserdem stieg mein Blutdruck auf schwindelige Höhen an (z.B. 240:140). Unter hohem Blutdruck leide ich seit meiner Jugend (gleichbleibender Wert: 180:110). Interessanterweise habe ich normale Werte (140:80), sobald ich es schaffe, meine Ernährung frei von „verdächtigen“ Lebensmitteln zu halten (u.a. das Leitungswasser meiner Eltern!!). Auch wenn es unglablich scheint: Inzwischen löst sogar gekauftes Trinkwasser diese Symptome bei mir aus. Ich habe bereits alles versucht, dagegen vorzugehen (Ärzte, Lebensmittellbor, die Getränlehersteller). Leider mauern die jeweils Angesprochenen oder belügen mich ganz offen. Ich gehe davon aus, dass man so etwas jederzeit mit jeder Person in diesem Land veranstalten kann – die Frage ist nur: Wer sollte warum ein Interesse daran haben? Im Fall Corelli scheint diese Frage klar beantwortet. Die objektiven Beweismittel für meine Schilderungen liegen vor (Bluwerte, verschiedenste Lebensmittel- udn Trinkwasserproben). Ich benötige nur jemanden, der mir beim wissenschaftlichen Auswerten hilft. Wenn wir das beweisen können, haben wir einen handfesten Beweis, dass „Corelli“ ebenfalls auf diese Weise hätte ermordet werden können. Falls meine Behauptungen wissenschaftlich verifiziert werden können, kann sich niemand mehr möglichen Pseudo-Diabetes-Ursachen verstecken, sondern man wäre gezwungen, diese Möglichkeit – falls noch möglich- zu überprüfen (z.B.: Hatte Corelli ein Insulinom? Gab es einen Arzt, der Corelli Hormone verschrieben hat oder wurden Corelli auf andere Art und Weise Hormone zugeführt?) Über Reaktionen von Lebensmittelchemikern mit Labor würde ich mich freuen.

  5. Frau Funke, Ihre Krankengeschichte ist tragisch, die Ursache, Insulinom , leider nicht so leicht zu erkennen.
    Bitte beachten:
    „Zunächst, Corelli sei angeblich wegen Überzuckerung also einem hyperglykämischen Koma infolge unerkannter Zuckerkrankheit ums Leben gekommen ( und nicht wegen Unterzuckerung wie im Beitrag dargestellt ). Die angebliche Corelli Todesurssache ist sehr selten, weil sich eine Zuckerkrankheit in der Regel durch eindeutige Symptome ankündigt und dann rasch erkannt wird.“

    Sie Frau funke, berichten von den Symptomen einer Unterzuckerung ausgelöst durch einen gutartigen Tumor der Bauchspeicheldrüse : Insulinom.
    „Das Insulinom ist ein seltener, meist gutartiger neuroendokriner Tumor aus endokrinen Zellen (Langerhans-Inseln) des Pankreas, in dem vermehrt Insulin produziert wird und der sich durch wiederkehrende Unterzuckerungen bemerkbar macht. Meist handelt es sich um ein Adenom.“

    Corelli ist angeblich an einem hyperglykämischen Koma, einer Ü b e r zuckerung (nicht Unterzuckerung!) also genau dem Gegenteil von dem was Sie berichten, gestorben!

    Warum diese angebliche Todesursache verdächtig ist, hatte ich geschrieben!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.