Zusammenfassung des Buches „Faktencheck 9/11“ von Paul Schreyer

Der Journalist Paul Schreyer fasste in seinem Buch „Faktencheck 9/11“ die Ungereimtheiten der US-Regierungsversion zusammen. Er zeigt schlüssig, dass die parlamentarische Untersuchung versagte und keine Antworten auf drängende Fragen gab. Schreyers eigentliches Thema ist jedoch, was an dem folgenreichen Tag in den entführten Passagiermaschinen wirklich passiert sein könnte.

paul-schreyer-911Die bekanntgewordenen Informationen lassen für Paul Schreyer ein alternatives Szenario zu:

Die Entführer könnten gar nicht den Plan gehabt haben, die Passagiermaschinen in Gebäude zu fliegen. Vielmehr wäre vorstellbar, dass sie auf  einem Flughafen landen wollten, um Forderungen zu stellen.

„Im Oktober 2001 kam das FBI offiziell zu dem Schluss, dass mindestens 11 der 19 Entführer wohl nicht gewusst hatten, dass sie auf tödlicher Mission waren. Stattdessen wären sie davon ausgegangen, an einer konventionellen Entführung teilzunehmen, mit dem Ziel, Hintermänner früherer Anschläge auf die USA freizupressen.“ S. 46, The Observer, „11 Hijackers Didn´t Know of Suicide Plan, 14.10.01

Schreyer gibt eine ganze Reihe weiterer Fakten an, die sein Szenarium stützen. Auswahl:

„… die Aussage des sogenannten „20. Hijackers“ Zacarias Moussaoui vor Gericht im Jahre 2005, wo er erklärt, dass es sich bei dem Entführungsplan, dessen Teil er war, um „eine andere Verschwörung als 9/11″ handelte, mit dem besonderen Ziel, Scheich Omar Abdel Rahman freizupressen (…).“ S. 47, United States District Court of Virginia (…).

„… die Entführung von Indian Airlines Flug 814 im Dezember 1999, ganz offenbar eine Vorlage für 9/11: ein von muslimischen Fundamentalisten gekapertes großes Passagierflugzeug, dessen Pilot später berichtete, dass die Terroristen Techniken angewandt hatten, die denen der 9/11 Entführer ähnelten: mit Messern bewaffnet, schnitten sie einem Passagier die Kehle durch, trieben alle in den hinteren Teil des Flugzeuges, von wo aus einige Reisende mit dem Handy Verwandte anriefen; einer der Entführer erwähnte sogar, er habe auf einem Flugsimulator trainiert – alles mit dem Ziel, in Indien inhaftierte Al Qaida-Kämpfer freizupressen, was nach langen Verhandlungen schließlich gelang. S. 51, BBC, „Indian hijack drama over“, 31.12.99

Weiter führt Schreyer die Aussage des Al Qaida-Terroristen Niaz Khan an, der im Jahr 2000 in die USA geschickt wurde, „wo er überlief, zum FBI ging, und Ermittlern gegenüber enthüllte“, dass Männer in Afghanistan lernten, Waffen durch die Kontrollen in Flugzeuge zu schmuggeln und  Passagierflugzeuge zu entführen etc. Khan sagte aus, dass es sich dabei nicht um eine Selbstmordmission handelte, sondern um „normale“ Entführungen. (S. 50, „Vanity Fair, „The path to 9/11“)

Schreyer zeigt, dass dem Geheimdienst „CIA“ diese Pläne bekannt waren. So könnten die Entführer selbst entführt worden sein, „auf elektronischem Wege“, um „die Flugzeuge per Fernsteuerung in amerikanische Gebäude (…) stürzen zu lassen.“ S. 65

„Was zunächst wie versponnene Science-Fiction klingt, hat einen durchaus realen Kern. Wie einfach es nämlich prinzipiell ist, große Flugzeuge fernzusteuern, demonstrierte zuletzt der Programmierer und Sicherheitsexperte Hugo Teso von der deutschen IT-Firma N.Runs. Auf einer internationalen Fachtagung im April 2013 in Amsterdam stellte er eine Software vor, die es erlaubt, den Kurs einer per Autopilot fliegenden Linienmaschine vom Boden aus zu ändern, indem das Programm sich in die -ungesicherte- Datenübermittlung des Flugzeug-Bordcomputers einhackt. Tesos Präsentation sorgte für weltweite Schlagzeilen.“ S. 65, Forbes, „Researcher Says He´s Found Hackable Flaws In Airplanes`Navigation System“, 10.04.13

Schreyer zeigte, dass „dies schon im Jahre 2001 technologisch möglich“ war.

„Diese Möglichkeiten lagen beispielsweise auch einem Patent für ein „Anti-Hijacking“-System zugrunde, das im Oktober 2001 vom US-Rüstungskonzern Cubic Defense Systems angemeldet wurde (…). Das patentierte System konnte die Kontrolle eines Flugzeuges vom Piloten auf einen nicht mehr abschaltbaren Autopiloten übertragen, der dann einer von außen wählbaren Route folgte. Eine optionales Feature dieser Erfindung schaltet das Kommunikationsequipment des Flugzeuges ab, so dass die Entführer keine Forderungen oder Drohungen mehr nach außen senden können.“ (S. 67, „United States Patent and Trademark Office, „Anti-hijacking system operable in emergencies to deactivate on-board flight controls and remotly pilot aircraft (…), angemeldet am 09. Oktober 2001)

Paul Schreyer sieht als Hauptindiz für den Einsatz einer Fernsteuerung „die außergewöhnliche Geschwindigkeit und Präzision der Endanflüge – langgezogene Kurven in die Türme, beziehungsweise ein Highspeed-Sinkflug ins Pentagon (…).“

An der Stelle vermisse ich einen Hinweis auf die mangelnde Ausbildung und praktische Flugerfahrung der vier (angeblichen) Todes-Piloten. Vor allen Dingen beim Pentagon-Pilot Hani Hanjour wäre es angebracht gewesen auf die Einschätzung seiner Fluglehrer hinzuweisen. Hanjour durchlief zwar auch eine Flugausbildung an einer zweimotorigen Kleinmaschine und hatte eine Piloten-Lizenz, doch wurde er kurz vor dem 11. September noch als ein „sehr schlechter Pilot“ eingeschätzt. (911-archiv). Der ehemalige Formel 1 – Fahrer und Pilot Niki Lauda bestätigte dagegen die höchste Professionalität der Flugmanöver:

niki-lauda-911

„Man muss sich vorstellen, wenn man mit der Hand jetzt, Autopilot ausgeschalten, das World Trade Center erwischen will, man sieht ja den letzten Absturz, (…) kommt er ja schon in einer großen Steillage in das Gebäude hineingeflogen. Da muss man schon genau wissen, wie weit der Radius eines Flugzeuges ist. (…) Das heißt, die müssen voll ausgebildete 767 oder 757 Piloten gewesen sein, denn sonst hätten sie das verfehlt. Es kann sicher nicht sein, dass da irgendein Halbausgebildeter, irgendwie probiert und dann trifft er es gar nicht. Es ist gar nicht so einfach aus einer Kurve heraus, (…).“ (Nuoviso)

„Beim Pentagon, ein flaches Gebäude zu treffen, mit einem Flugzeug genauso mitten hinein wie es gemacht wurde – das ist ja ein noch schwierigerer Fall. Da darf man eins nicht vergessen: Ein Gebäude was relativ nieder ist, das steht ja nicht in der Höhe, auf das ich losfliegen kann. Das heißt aus einer Luftbewegung noch abwärts zu fliegen und das Gebäude genau im Kern zu treffen, also das muss wirklich der best-ausgebildete Pilot gewesen sein. (nuoviso)

Paul Schreyer weist auch auf die just an diesem Tag stattfindenen Luftwaffen-Übung „Vigilant Guardian“ hin. Dazu gehörten auch simulierte Flugzeugentführungen. Als die zivile Luftfahrtbehörde „FAA“ gegen 8.30 ein entführtes Flugzeug beim Militär meldete, kommentierte dies der Luftwaffenoffizier Major Kevin Nasypany:

„Jemand hat die Übung vorverlegt.“ Tatsächlich sagte ich laut: „Die Flugzeugentführung soll doch erst in einer Stunde sein.“ S. 74 (Vanity Fair, „9/11 Live: The NORAD Tapes“, August 2006)

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass das Buch „Faktencheck 9/11“ ein sorgfältig recherchiertes Buch ist und eine ernstzunehmende aber beunruhigende „andere Perspektive“ bietet.

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