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Polizistenmord an Michele Kiesewetter – 15 Ungereimtheiten in der offiziellen Darstellung

Am Mittwoch, dem 25.04.2007, überfielen Unbekannte kurz vor 14:00 die böblinger Bereitschaftspolizisten Michele Kiesewetter (MK) und Martin Arnold in der heilbronner Theresienwiese. Bis heute, elf Jahre danach, ist der Mord an MK und der Mordversuch an Arnold weiter ungeklärt. Handelt es sich bei den beiden wirklich um Zufallsopfer? Fuhr MK um 11:30 und 13:50 den Tatort an, nur um eine Pause zu machen? 

Um einen alternativen Hintergrund und Tatablauf aufzuzeigen, stelle ich 15 Fragen, was wirklich passiert sein könnte. Für jede Frage gibt es unterschiedliche Antworten, mit dafür und dagegensprechenden Indizien, die kurz umrissen werden. Verlinkungen leiten zu den jeweiligen Artikeln, die detailliert den Ermittlungsstand darstellen und diskutieren. Meine 15 alternativen Antworten stehen einerseits unabhängig voneinander, andererseits stützen sie sich gegenseitig. Wenn meine Antworten richtig wären, dann wäre die Hauptaufgabe der Sonderkommission (Soko) gewesen, den Überfall zu vertuschen.  Polizistenmord an Michele Kiesewetter – 15 Ungereimtheiten in der offiziellen Darstellung weiterlesen

War Dominik W. der Streifenpartner von Michele Kiesewetter, welche Rolle spielte Manuel B.?

In Teil 8 meiner Artikelserie über den Heilbronner Polizistenmord fragte ich, mit welchem Streifenpartner Michele Kiesewetter (MK) am Vormittag des 25.04.2007 unterwegs war. Diese Frage ist deshalb wichtig, da es sich bei der Person um einen wichtigen Zeugen handelt, der über das Einsatzziel Auskunft geben könnte und damit über den möglichen Täterkreis. Bis heute ist das Motiv ungeklärt: Warum schossen gegen 14:00 unbekannte Personen auf die Streife Kiesewetter/Arnold? Warum war MK am Vormittag in Heilbronn? Die offizielle Darstellung informiert falsch, dass es sich um einen harmlosen Einsatz handelte, und dass dieser Streifenpartner am Vormittag Martin Arnold gewesen wäre, nicht zu vergessen die Geschichte eines rechtsterroristischen Anschlags durch das Duo Böhnhardt/Mundlos.

Inzwischen analysierte ich die mir vorliegenden Vernehmungsprotokolle der Kollegen der überfallenen Polizisten dahingehend, ob der damalige Freund Kiesewetters, Dominik W., der Streifenpartner am Vormittag gewesen sein könnte. Er dementierte dies jedoch der Sonderkommission. Erstaunlich viele Punkte würden jedoch dafür sprechen, dass er doch mit seiner Freundin auf Streife war. 

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Rekonstruktion der letzten Tage der erschossenen Polizistin Michele Kiesewetter

Die Sonderkommission (Soko) „Parkplatz“ befragte die Kollegen der überfallenen Polizistin Michele Kiesewetter (MK) rekonstruierte so die Aktivitäten, die sie in den Wochen vor dem Überfall am 25.04.2007 nachging. Im Zuge neu-aufgenommener Ermittlungen kamen ab 2010 wesentliche Ungereimtheiten zum Vorschein, die wegen der sogenannten „Selbstenttarnung des NSU“ nicht mehr nachgegangen werden. Diese Ungereimtheiten  in der „Vortatphase“ kann ich der Öffentlichkeit hiermit vorstellen, da mir 54 Ermittlungsordner vorliegen. Ich analysierte sie danach, was wirklich in den Tagen vor dem Überfall passierte. Dabei fällt ein Schatten auf drei Kollegen, deren Aussagen wahrscheinlich teilweise erlogen sind. Rekonstruktion der letzten Tage der erschossenen Polizistin Michele Kiesewetter weiterlesen

War Michele Kiesewetter bereits am 24.04 im Einsatz?

Am Mittwoch, 25.04.2007, überfielen Unbekannte die Böblinger Bereitschaftspolizisten Michele Kiesewetter (MK) und Martin Arnold in der Heilbronner Theresienwiese. Vom 23-29.04 hatte ihre Einheit, die BFE-523, eine Urlaubswoche. Eine Ausnahme bildete lediglich der 25.04.: Eine Gruppe war in Heilbronn eingesetzt gewesen, ansonsten wären sämtliche andere Beamte im Urlaub geblieben. In Ordner 32 der Ermittlungsakten steht jedoch, dass MK schon am 24.04. eine Kontrolle durchgeführt hätte! Siehe Aktenauszug:

aus Ordner 32) Die Klarnamen wurden von mir unkenntlich gemacht.

Nach Überprüfung der Hintergründe besteht für mich der begründete Verdacht, dass MK tatsächlich bereits am 24.04. eingesetzt gewesen war. Es handelt sich wahrscheinlich nicht um einen Fehler in der Aktenführung.

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