Unser Geld ist längst entwertet durch Inflation an Milliardären

Unser Geld ist längst nichts mehr wert, entwertet, nur merkt es keiner. Dem zusammen-gehorteten „Geldgebirge“ steht kein real erschaffener Wert mehr gegenüber. Beispielsweise werden 32 Billionen US-Dollar auf Schwarzgeldkonten gebunkert – allein dafür müsste die Menschheit 6 Monaten arbeiten (hintergrund). Falls nur ein kleiner Teil davon in den Taschen der Armen landen würde, käme es zu einer Super-Inflation.

„Keine Sorge“ – das wird nicht passieren, es hält sich in phantastischen Spären auf. Es fließt auf der Suche nach Zins-Maximierung global, ohne das dies jemand „sieht“, etwa im Derivate- oder Devisenhandel. Im Jahr 2013 erreichte der Devisenhandel ein irrwitziges Volumen von täglich ca. 5,4 Billionen US-Dollar. Dagegen kommt der tägliche weltweite Handel mit Waren und Gütern nur auf ca. 0,05 Billionen.

Diese Geldmittel verbleiben zum größten Teil in den Finanzmärkten. Nur solche reale Waren sind bisher von mäßigen Preissteigerungen betroffen, die Exklusivität und Schutz vor Inflation versprechen, „also in erster Linie Vermögenswerte wie Immobilien oder Aktien und solche Güter, die tatsächlich nur begrenzt oder einmalig zu produzieren sind, wie Rohstoffe oder Kunstwerke.“‚

„Claus Peter Ortlieb wies jüngst in konkret zurecht darauf hin, dass sich die Inflation „von den Konsumgüter- auf die Aktienmärkte“ verschoben hat, und das Handelsblatt erklärte, Inflation zeige sich zwar nicht in Verbraucherpreisen, wohl aber in den Vermögenspreisen, also da, wohin das Geld über Finanzspekulationen zu einem etwas größeren Teil fließt: „Und hier zeigt sich sehr wohl Inflation: Immobilien werden mit einer Jahresrate von sechs Prozent pro Jahr teurer, bei Aktien sind die Raten sogar zweistellig.“ (ebd)

Wie konnte es dazu kommen?

Die Geld-Guthaben eskalierten und sind ein zig-faches höher, als die herausgegebene Bargeld-Menge der Zentralbanken! Die Geld-Guthaben bei den Geschäftsbanken könnten wegen ihrer Größe gar nicht zu Bargeld umgewandelt werden:

  • 1 Billion 5-Euro-Scheine aufeinandergestapelt würden 100.000 Kilometer in den Weltraum hineinragen. Das entspricht in etwa nur einem Viertel der Wegstrecke von der Erde zum Mond.
  • Nehmen wir einmal den größten EURO-Schein, den 500er. Hundert solcher Scheine sind etwa einen Zentimeter dick, ein Paket von 2.000 Scheinen (eine Million Euro) wäre dann etwa 20 cm hoch. Um eine Billion übereinander zu stapeln benötigt man von diesen Paketen eine Million Stück. Dieser Stapel wäre dann noch rund 20 Kilometer hoch.
  • 1 Million Sekunden sind etwa 11,5 Tage. 1 Milliarde Sekunden entsprechen zirka 32 Jahre. Und eine Billion Sekunden erstrecken sich über den Zeitraum von 32.000 Jahren. (Terra-Kurier)

Diese wundersame Vermehrung der Guthaben wurde durch die Verzinsung hervor-gerufen. Sie wurde erarbeitet von uns, über die Zins-Zahlungen verschuldeter Personen (Staat, Unternehmen, Privatpersonen).

Hinter den Guthaben steckt unser Blut, Schweiß und unsere Arbeit. Schulden sind handfeste Ansprüche, Macht, dass Schuldner arbeiten und wenn nicht genug, sie dafür gnadenlos bestrafen zu können, in der dritten Welt die Todesstrafe. In den USA werden säumige Schuldner eingesperrt (spiegel).

„Die Vermögensverwalter Martin Mack und Herwig Weise urteilen in der Wirtschaftswoche über Japan: „Die drittgrößte Industrienation der Welt ist mit einer Verschuldung von über 1.000 Billionen Yen und einem Schuldendienst von aktuell 22,2 Billionen Yen, der bei absoluten Niedrigzinsen heute bereits über 50 Prozent der Steuereinnahmen (43,1 Billionen Yen) verschlingt, schlicht und ergreifend … pleite!“ (hintergrund)

Der dreiste Diebstahl wiederholt sich eskalierend, ohne dass es deswegen zu einer Inflation kommen kann: Geldvermögen wird zu Schuld. Schuldner zahlt Zinsen. Am Ende zahlt der Schuldner mehr zurück als der Kredit ursprünglich betrug. Auf Kosten eines anderen Schuldners, der seinen Kredit nicht zurückzahlen konnte. Der Reiche hat am Ende, staatlich garantiert, das Geld wieder und noch mehr Guthaben als zuvor. Es wird wieder verliehen usw.

Durch diesen Vorgang gibt es automatisch immer mehr Dollar-Milliardäre. In den USA leben etwa 400, weltweit sind es ca. 2000. Darüberhinaus gibt es noch eine weitaus größere Zahl an Millionären mit Vermögen oberhalb der 300 Millionen-Grenze. Tendenz steigend.

„Die Krise, die seit mehreren Jahren herrscht, dezimiert die Geldelite demnach nicht – im Gegenteil. Seit 2009 wurden 880 Menschen zu Milliardären. Heute besitzen 2170 Menschen mehr als eine Milliarde Dollar. Ihr gesamtes Vermögen hat sich in dieser Zeit mehr als verdoppelt: von 3,1 Billionen Dollar auf 6,5 Billionen Dollar.“ (sz)

 

Fazit

Zugrundeliegend der Habsucht steigert sich die Menschheit in eine kapitalistische Wahnvorstellung hinein, die vergleichbar mit dem Hexenwahn Mitteleuropas ist, 16./17. Jahrhundert. Es bleibt zu befürchten, dass es auch jetzt nicht ohne Blutvergießen ausgehen wird – dann wenn sich die Phantasien in Nichts aufzulösen drohen, und sie mit aller Macht gegen Mensch und Natur durchgesetzt werden würden.

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