Mit fließendem Geld in eine bessere Welt

Würden Sie einem Politiker glauben, wenn er Ihnen verspräche: Um Ihren jetzigen Lebensstandard zu halten, müssen Sie nur noch die Hälfte arbeiten. Es wird weder Inflation noch Deflation mehr geben. Das Wachstum der Wirtschaft kommt den Unternehmern, Angestellten und Arbeitern zugute. Eine Utopie? Nein, tatsächlich könnte dies erreicht werden mit „fließenden Geld“, einer Umlaufsicherung für Bargeld-Besitz. Das einzige Problem: Die „frohe Botschaft“ wird den Leuten nicht gesagt. Der Artikel erklärt es Ihnen und geht auf Einwände ein. Dafür wird das Buch „das Geldsyndrom“ von Helmut Creutz zitiert.

Die Stabilität der Preise ist Grundlage von Frieden – keine Inflation, aber auch keine Deflation. Die Geldmenge, damit die Nachfrage, entspricht dem tatsächlichen Leistungs- und Güterangebot.

Wirtschaftskrisen entstehen, weil viele Leute kein Geld mehr haben und eine Minderheit es nicht ausgeben will! Der Hintergrund ist, dass jedermann Geld zwar gerne annimmt, aber es nur ungern wieder ausgibt. Diese Zurückhaltung führt zu Stockungen und Störungen im Geldkreislauf und damit der Konjunktur. Um dies zu ändern, muss der Zins den Marktkräften unterstellt werden! Im Moment ist Geld als Wertaufbewahrungsmittel unschlagbar anderen Gütern überlegen, es „rostet“ nicht.

Mit einer Geldhalte-Gebühr kann es nur mit Wert-Verlust mittel- und langfristig gehortet bzw. nicht zur Bank gebracht werden: Wenn es nicht nach 6 Monaten wieder ausgegeben würde, verlöre es automatisch 10 % seines Wertes. Es lohnt sich also nicht, Bar-Geld in Steueroasen „zu verstecken“. Auch einsetzende Kursanstiege / Preise für ausländische Währungen dürften die Übernachfrage ausbremsen.

Sparer bringen ihre Bargelder freiwillig zur Bank und legen es dort an. Die Bank kann die Gelder weiterverleihen. Durch das vermehrte Angebot an Bargeld wird der Geldmarkt gesättigt, so dass der Zins natürlich gegen Null absinkt.

Bargeld unterliegt also einem indirekten „Weitergabezwang“, weil der Geldbesitzer die Gebühr nicht zahlen möchte. Die Gebühr kann aber umgangen werden durch eine schnelle Ausgabe oder Geld-Anlage in der Bank.

Die Gebühr dient der Umlaufsicherung des Zahlungsmittels Bargeld – dem lebensnotwendigen Schmierstoff der Volkswirtschaft.

Es gibt eine ganze Reihe von Bedenken und Befürchtungen, auf die Helmut Creutz in seinem Buch „das Geldsyndrom“ einging:

Wirkt sich eine (…) Umlaufsicherung auch auf den „Geldstreik“ aus?

„(…) Eine ständig gleichmäßige wirksame und von der Zins- und Inflationshöhe unabhängige Umlaufsicherung (…) würde (…) zu einem stetig gleich bleibenden Druck auf den Einsatz des Geldes führen. Dies würde nicht nur die Geldmenge präziser steuerbar machen, sondern auch dafür sorgen, dass Angebot und Nachfrage die heutigen Zinsuntergrenzen problemlos nach unten durchbrechen können. Das heißt, der heute bei niedrigen Zinsen eintretende „Geldverleih-Streik“ würde verhindert. (…) bei sinkenden Zinsen käme es über nachlassende Investitionen schließlich zu einer Sättigung der Märkte (…) und zwar ohne die heute dabei einsetzenden Gefährdungen der Konjunktur und damit des sozialen Friedens.“

Was bewirkt die Geldhaltegebühr zur Sicherung des Umlaufs?

„Da diese Gebühr auf die Geldhaltung einen gleich bleibenden Druck ausübt, sowohl zu seiner Knapphaltung als auch seiner Weitergabe, bedarf es zur Umlaufsicherung des Geldes in der Wirtschaft weder eines ständig positiven Zinses noch einer eingeplanten Inflation. Vielmehr dürfte, aufgrund des gleich bleibenden Freigabedrucks auf überschüssige Geldhaltungen, die heutige „magische Untergrenze“ des Kapitalmarktzinses, die über Jahrzehnte sogar bei 6 Prozent gelegen hat, endgültig überwunden werden. Ebenfalls die heutige Notwendigkeit, die langfristigen Zinsen mindestens bei zwei bis vier Prozent zu halten, obwohl angesichts der im Übermaß wachsenden Geldvermögen ein um Null pendelnder Zinssatz sachlich gesehen zutreffend wäre.“

Was wäre die konkrete Folgen für die Notenbanken?

„Da alle Wirtschaftsteilnehmer, aufgrund der Gebühren, ihre gehaltenen Geldbestände an den tatsächlichen Marktbedürfnissen orientieren, kommt es zu einer erheblichen Reduzierung der Bargeldmenge, die sehr rasch auf das zur Nachfrage tatsächlich erforderliche Potential schrumpfen würde. Das heißt, im ersten Schritt würde sich die Bargeldmenge, die heute zu mehr als zwei Drittel im In- und Ausland gehortet wird, entsprechend reduzieren und der verbleibende Teil dann nochmals auf jenes Zehntel, das nach Untersuchungen der Bundesbank aus den Jahren 2008 und 2010 tatsächlich für die Abwicklungen der heutigen Zahlungsvorgänge erforderlich ist.

Mit der damit erzielten Identität zwischen der ausgegebenen und der nachfragenden Geldmenge wird außerdem, gewissermaßen automatisch, auch die Kaufkraftstabilität erreicht. Die heutigen Einwirkungen der Notenbanken auf die Zinshöhe, oder gar die bewusste Einplanung von Inflationsquoten zur Mengensteuerung, würden sich also erübrigen. Ebenso wäre die Zinsbildung dann nur noch alleine die Sache des Marktes, so wie umgekehrt die Stabilitätserhaltung der Kaufkraft und die dazu erforderlichen Mengenkorrekturen allein Sache der Notenbanken sind. Das heißt, die Notenbanken brauchen nur aktiv zu werden, wenn sich das Preisniveau verändert. Dabei signalisiert ein Ansteigen des Preisniveaus ein Zuviel an Geld, ein Absinken des Preisniveaus ein Zuwenig. (…)

Die Inumlaufsetzung zusätzlicher Kaufkraft, abzulesen an einem sinkenden Preisniveau, könnte am einfachsten über eine Geldausgabe an den Staat erfolgen. Sie würde mit der Auflage zur Verfügung gestellt, es umgehend für Projekte auszugeben, die bislang nicht finanzierbar waren.

Zeigt ein ansteigendes Preisniveau ein Zuviel an Kaufkraft an, dann wird der Staat zur Rückgabe entsprechender Beträge veranlasst und damit zur Reduzierung kurzfristiger Ausgaben.“

Was ändert sich für die Geschäftsbanken?

„Wie auch heute schon, würde es einmal die Aufgaben der Geschäftsbanken sein, als Schaltstelle den baren und unbaren Zahlungsverkehr abzuwickeln, vor allem aber weiterhin die Einsammlung überschüssiger Einkommen und deren Rückschleusung über Kredite in die Wirtschaft. Die Zinsbildung würde sich – wie bisher – durch Angebot und Nachfrage ergeben, jedoch aufgrund der Geldhaltekosten mit den Sättigungen in den Volkswirtschaften im Mittel gegen Null tendieren, wie in der Darstellung 66 bereits angedeutet. Und bedenkt man, dass heute nur etwa zehn Prozent des Bargeldes als Zahlungsmittel im Umlauf sind, dann werden sich durch die Reduzierungen des Bargelds die für Kredite nutzbaren Bankguthaben deutlich erhöht.“

Folgen geringerer Zinsen?

„Die Auswirkungen bzw. Folgen sinkender und sich den Marktentwicklungen anpassender Zinssätze sind auf vielfältige Weise positiv: Das übermäßige Wachstum der Geldvermögen und Schulden geht mit sinkenden Zinsen zurück und damit auch die zinsbedingten Einkommensumschichtungen und die daraus resultierenden sozialen Spannungen. Damit wiederum baut sich auch der Wachstumszwang ab, dem wir heute unsere Umwelt und die Zukunft nachfolgender Generationen opfern.

Ein Guthabenzins um Null bedeutet zwar deutlich günstigere, aber keine kostenfreien Kredite! Der Kreditnehmer muss selbstverständlich nicht nur den Kredit zurückzahlen, sondern bleibt auch mit den Bankvermittlungskosten belastet, mit denen das Kreditrisiko auch weiterhin abgedeckt wird.

Die Annahme, dass bei einem Zins nahe Null alle Welt Kredite aufnimmt, ist also ebenso unbegründet wie die Annahme, dass niemand mehr spart. Und kommt es in einer Volkswirtschaft zu einer sich belebenden Kreditaufnahme, z. B. im Zusammenhang mit neuen Innovationen, dann würde sich damit natürlich auch wieder vorübergehend ein Knappheitsaufschlag und damit eine Verschiebung der Guthaben-Zinstreppen in den positiven Bereich ergeben.“

„Wie könnte man diese Umlaufsicherung in der Praxis umsetzen?

Eine Umlaufsicherung auf die Sichtguthabenbestände, die häufig diskutiert wird, wäre natürlich eine relativ einfach Sache. Man brauchte nur, wie heute bei Überziehungskrediten der Fall, die Bestände z. B. täglich mit 0,02 prozent zu belasten. (…) Aber wie wir gesehen haben, ist eine solche Maßnahme wahrscheinlich nicht erforderlich, weil sie sich bei einer Abgabe auf das Bargeld – dem Schlüssel für alle Guthaben – von selbst ergibt.

Relativ einfach wäre die Umsetzung auch beim Bargeld, wenn sich – statt der heutigen Scheine und Münzen – Kartengeld durchsetzen würde, bei dem man über einen Chip oder Magnetstreifen eine solche zeitbezogene Wertabbuchung einbauen könnte.

Bei dem heutigen Papiergeld ist die Sache mit er Umlaufsicherung dagegen schwieriger. (…) Die Sache wird aber einfacher, wenn man bedenkt, dass die heutige Menge des Papiergeldes – das Münzgeld kan man außer acht lassen – nach Einführung einer Umlaufsicherung auf etwas ein Fünftel oder sogar ein Zehntel des heutigen Bestandes reduzieren würde. Außerdem ist man bereits beim heutigen Stand der Technik in der Lage, mit Magnetstreifen oder Chips die jeweilige Haltedauer der Scheine zu erfassen und beim Einsatz des Scheines einen entsprechenden Wert abzubuchen (…).“

„Kann ein Land mit den Geldordnungsreform alleine beginnen?

Jedes Land, das eine eigene Währung hat, bestimmt deren Stabilität letztlich selbst und damit auch die Entwicklungen der Konjunktur. Wäre es anders, würden wir in aller Welt die gleichen Inflations- und Zinssätze haben. Aber selbst innerhalb der Euro-Länder klaffen diese zeitweise bis zum Zwei- und Dreifachen auseinander, wie wir vor allem an den unterschiedlichen Verzinsungen der Staatsanleihen deutlich wird. Deshalb könnten in jedem Währungsraum auch Inflation und Zinsen bei Null gehalten werden, wenn das in den anderen Währungsräumen nicht der Fall ist. Und solche gegen Null sinkenden Zinssätze bedeuten auch keine Deflationsgefahr, wenn man den Geldstreik durch eine Umlaufsicherung verhindert. Vielmehr macht unter dieser Bedingung jede Zinssenkung ein Land wirtschaftlich stabiler und gesünder. Außerdem bieten Länder mit niedrigen Zinsen günstige Standortbedingungen, ähnlich wie das in Ländern mit niedrigen Löhnen oder Steuern der Fall ist.

Das heißt, spekulatives Kapital (das alle Volkswirtschaften belastet) würde möglicherweise in andere Länder ausweichen. Investives Kapital aber (das auf Stabilität setzt und das alleine den Volkswirtschaften nützt) würde ins Land kommen. Außerdem setzen Investoren auch in Bezug auf politische Stabilität auf langfristige Sicherheit.“

„Ist eine Flucht in Gold und andere Sachwerte zu befürchten?

Als Einwand (…) taucht (…) auch immer wieder ein spekulatives Umsteigen aus Geldvermögen in Gold, Schmuck, Kunstwerke, Antiquitäten o.ä. als Gegenargument auf. (…) Doch in Wirklicheit ist der Erwerb bzw. das Umsteigen in solche dauerhaften Güter für die Wirtschaft ohne jede negative Folgen! (…) Im Übrigen wäre eine Flucht aus den Geldüberschüssen in Kunstwerke sehr zu begrüßen, da dies sicher auch lebenden Künstlern zugute käme: Das Geld würde im Tausch gegen Güter im Umlauf bleiben und damit „… aus den Kassen ohne Bedarf in die Kassen mit Bedarf“ fließen (Dieter Suhr). Das heißt, das Geld würde damit auf direkten Weg im Wirtschaftskreislauf aktiv, statt – wie sonst der Fall – über zusätzliche zinsbelastete Kredite.“

„Wird es eine Flucht in den Boden geben?

Anders als bei einer Flucht des Geldes in Gold, Kunst und Antiquitäten, wäre die in das Bodeneigentum problematisch. Denn der Boden ist als unvermehrbares Gut ebenfalls mit einer ständigen leistungslosen Einnahme verbunden, die im Allgemeinen als Bodenrente oder Bodenpacht bezeichnet wird. Und da alles Leben und Wirtschaften in der Welt auf das Naturgut Boden angewiesen ist, würde eine Zunahme der spekulativen Bodenkäufe die Preise und damit auch die Belastungen für alle, zugunsten einer Minderheit in die Höhe treiben. Das heißt, bei Einführung einer Geldumlaufsicherung müsste relativ bald – wenn nicht schon vorher! – auch eine Bodenreform angegangen und die Spekulation mit den Naturgütern ebenso unterbunden werden wie die heute darauf fließenden leistungslosen Einkommen.“

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„Was ist mit Kapitalflucht bei sinkenden Zinsen?

Wenn jemand eine Produktionsanlage in ein anderes Land schafft und damit dort weiter produziert, liegt zweifelsfrei eine „Kapitalflucht“ vor. (…) Wenn jemand jedoch eine Produktionsanlage verkauft und die Einnahme im Koffer ins Ausland schafft und dort in ein Schließfach legt, hat das nur den gleichen negativen Effekt wie eine Hortung im Inland.

Will also ein Mensch mit seinem Geld im Ausland etwas anfangen, dann muss er es zuerst gegen die dort gültige Währung umtauschen. Das heißt, wenn z. B. jemand aus dem Euro-Raum seine Ersparnisse in die USA verlagern oder dort investieren möchte, dann braucht er einen Tauschpartner, der ihm für seine Euro Dollar gibt. Ganz gleich, ob dieser Tauschvorgang direkt zwischen zwei Personen abläuft oder anonym über eine Bank, ob in bar oder über eine Guthabenübertragung: Es findet nur ein Austausch statt. (…) Es werden also jeweils nur die Verfügungsrechte über Geld ausgetauscht, das jedoch selbst – sieht man von Hortungen ab – jeweils in seinem ihm zugehörigen Wirtschaftsraum verbleibt. Und benutzt der US-Bürger die eingetauschten Euros für Käufe oder Investitionen statt für Geldeinlagen im Euroraum, dann kommt das Geld sogar direkt (…) in unseren Wirtschaftskreislauf zurück.

Es gibt also im Geldbereich keine „Kapitalflucht“ (…). Auch nicht, wenn Eurobesitzer, zur Umgehung von Steuern, ihr Geld in die Schweiz oder ein anderes Steuerparadies verbringen. Denn dort eingezahlt, steht das Guthaben der Euro-Wirtschaft als Kreditpotential genauso zur Verfügung, wie vor der Abhebung vom eigenen Konto. Oder die Euro werden in Schweizer Franken eingetauscht und die Bank schleust die Euro -falls kein Bedarf – in den Euroraum zurück. Was uns dabei verloren geht, sind alleine die uns entgangenen Steuern.

Geldflucht in Steuerparadiese führt also ebenso wenig zu Veränderungen der Geldmenge wie alle Umtauschvorgänge zwischen Währungen. Solche Umtauschvorgänge führen allenfalls, bei verstärkten einseitigen Transfers, zur Veränderung der Wechselkurse. Die daraus sich ggfs. ergebenden Kursanstiege bremsen dann die Übernachfrage meist wieder ab.“

„Führt eine Umlaufsicherung zu einer Wachstumseuphorie?

Um die Umwelt Besorgte fürchten oft, dass eine Umlaufsicherung, mit der Folge sinkender Zinsen, zu noch mehr Verbrauch und damit Wirtschaftswachstum führen könnte. Verbrauchen und damit Ausgeben kann man jedoch bekanntlich immer nur im Umfang seiner Einkommen. Diese Einkommen verändern sich bei sinkenden Zinsen jedoch nicht, sondern sie werden nur verlagert. Sinkt beispielweise die Miete bei einer Wohnung aufgrund halbierter Hypothekenzinssätze um 200 Euro, dann hat zwar der Mieter in dieser Höhe mehr Geld zu Verfügung, der Vermieter jedoch entsprechend weniger. Weil also bei sinkenden Zinsen den Arbeitleistenden und vor allem den Unternehmen mehr Kaufkraft verbleibt, benötigen sie auch weniger Kredite. (…)

Die Gewinner der Zinssenkungen können aber auch, bei Wahrung ihres bisherigen Wohlstandes, statt mehr zu konsumieren auch ihre Arbeitszeit reduzieren. Das heißt: Mit sinkenden Zinsen bestimmt nicht mehr das Kapital über Wachstum und die zu erbringenden Arbeitsleistungen, sondern zunehmend die Arbeitsleistenden selbst. (…)

Auch die Vermutung, dass es bei niedrigen Zinsen zu massenhaften Kreditaufnahmen kommt, ist irrig. Denn einmal können die Kredite niemals die Ersparnisse übersteigen und zum anderen werden (…) selbst bei Niedrigst-Zinssätzen nur dann Investitionen getätigt, wenn der Markt zusätzliche Absatzmöglichkeiten erwarten lässt.“

Sind Geldhaltekosten und Inflation vergleichbar?

Nein, da Geldhaltekosten …

  • …sich nur auf Zahlungsmittel beziehen, „also vor allem auf das Bargeld. Inflationen wirken sich dagegen als Wertverlust auf die gesamten vielfach größeren Geldvermögen und vor allem auf alle Preise und Einkommen aus.“
  • …überschüssiges Geld in die Banken treiben, das Kreditangebot vergrößern und verbilligen. „Inflationen treiben überschüssiges Geld in den Konsum oder in Fehlinvestitionen und heizen das Wirtschaftswachstum als eine Art Strohfeuer an.“
  • …eine Stabilisierung der Geldkraufkraft und damit des Preisniveaus bewirken. „Inflationen bewirken dagegen ständige Preisveränderungen und Irritationen im Gefüge aller Geldbeziehungen (…).
  • …nicht nur Kaufkraftstabilität ermöglichen, sondern mit den Sättigungen der Wirtschaft auch die Zinsen gegen Null drücken.
  • …aus den Kassen der Geldhalter in die des Staates fließen und damit der Allgemeinheit. „Die vielmals höheren Inflations- und Zinskosten müssen von der Allgemeinheit getragen werden und kommen privaten Minderheiten zu Gute.“
  • …mit einer festen Größe eingeplant und erhoben werden. „Inflationen lassen sich in einer festen Größe weder berechnen noch beherrschen, auch wenn die Ergebnisse der EZB-Geldpolitik stabiler als die der DM-Zeiten sind.“

Wer ist von der Gebühr betroffen?

„Bei einer durchschnittlichen Bargeld-Kassenhaltung von z. B. 1000 Euro, würde sich bei einer fünfprozentigen Geldhaltegebühr im Jahr ein Betrag von 50 Euro ergeben. Die heutigen an die Banken zu zahlenden Kreditzinsen belasteten dagegen, z. B. im Jahr 2007, jeden Haushalt im Schnitt mit 11.-12.000 Euro, wobei diesen zu tragenden Zinslasten bei 90 Prozent der Haushalte nur weitaus geringere oder gar keine Zinserträge gegenüberstanden! (…)

Saldiert man also die Vor- und Nachteile einer solchen Reform unseres Geldes, dann ist das Ergebnis der Einführung einer Umlaufsicherung fast ausschließlich positiv zu bewerten (…).“

2 Gedanken zu „Mit fließendem Geld in eine bessere Welt“

  1. „Wenn das Bargeld abgeschafft wird

    Ökonom Thorsten Polleit schreibt in eigentümlich frei: „Dieser Vorschlag ist nicht nur ökonomisch hanebüchen, er ist auch politisch hintertrieben. Denn einem nach Allmacht strebenden Staat ist das Bargeld ein Dorn im Auge. Wenn er nämlich zu aggressiv wird, haben die Bürger mit Bargeldzahlungen die Chance, sich seinen Drangsalierungen zu entziehen. Solange es also noch Bargeld gibt, ist der staatliche Totalitarismus noch nicht ganz perfekt.“

    Ferner merkt Polleit an: „Die Unterwürfigkeit der breiten Bevölkerung gegenüber der staatlichen Geldhoheit scheint bislang keine Grenzen zu kennen. Doch spätestens dann, wenn das Bargeld abgeschafft und der letzte Fluchtweg versiegelt ist, wenn der Staat ungehemmt und ungestraft volle Einsicht in die Zahlungen der Bürger nehmen kann, ist George Orwells ‚Big Brother‘-Dystopie Wirklichkeit geworden; dann ist es nur noch ein ganz kleiner Schritt, bis der Staat entscheiden kann, wer was kaufen und wer wohin reisen darf.“

    „Der Staat“, das sind die von Marc Friedrich als „strukturell gierig“ bezeichneten Politiker, „die mit Geld nicht umgehen können. Das beweisen viele Baustellen. Wir müssen die Politiker in Haftung nehmen. Da gibt es verschiedene Möglichkeiten. Eine Politiker / Managerhaftung, sodass Politiker auch haften müssen wie jeder Bürger oder Unternehmer. In einer Marktwirtschaft gehören Risiko und Haftung immer zusammen.“

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