Blutbad in Kairo – provoziert von schwarzen Einheiten?

Die pro-Demokratie Demonstrationslager werden in Ägypten aufgelöst – auch indem „Sicherheitskräfte“, teilweise gezielt, in die Menschenmenge feuern (al-jazeera). Es gibt hunderte Tote. Als Begründung wird seitens der Putschisten immer wieder gegeben, dass ihre Kräfte seitens der Protestanten beschossen würden.

„54 tote Demonstranten, ein getöteter Soldat: Der 8. Juli 2013 war einer der blutigsten Tage in der jüngeren Geschichte Ägyptens. (…) Armee und Polizei behaupteten, bewaffnete Anhänger der Muslimbrüder hätten versucht, die Zentrale der Garde zu stürmen, weil sie den dort vermuteten Mursi hätten befreien wollen. 15 mit Schusswaffen ausgerüstete Männer auf Motorrädern hätten den Angriff angeführt, so die Behörden.“ (spiegel)

Sowohl das ägyptische Privatfernsehen und das Staatsfernsehen  können (gleichgeschaltet) so von Anti-Terror Operationen reden. Es werden (angebliche) Waffenfunde gezeigt, die in gestürmten Lagern „gefunden“ wurden.

Quelle: al jazeera

Außerdem werden Aufnahmen von (angeblichen) Demonstraten gezeigt, die auf „Sicherheitskräfte“ feuern. So käme es zu „Schusswechseln“, wo leider unschuldige Menschen sterben (youtube). Offizielle Version.

Quelle live-blog: al jazeera

Die Muslimbrüder distanzieren sich von den Bewaffneten und rufen immer wieder zu friedlichen Demonstrationen auf. Sie wären auch nicht verantwortlich für die Überfälle auf die christlichen Kirchen.

Die Frage ist: Wem nützen der Terror? Natürlich nicht den Demonstranten sondern den Putschisten, die damit eine Entschuldigung haben, die Protestlager aufzulösen, und die pro-Demokratiebewegung in Verruf bringen.

Diese Vorgehensweise erinnert stark an die militärische Niederschlagung der Proteste in Syrien. Auch hier wurde seitens der Diktatur von „Terroristen“ gesprochen, friedliche Demonstration niedergeschossen (wiki) und das Land in einen Bürgerkrieg gezogen.

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