Euro-Krise: Warum lassen sich viele Menschen anlügen?

Bundeskanzlerin Angela Merkel schwimmt in der Bevölkerung auf einer Welle der Unterstützung. Wie ist das möglich? Ihre Politik verursachte Arbeitslosigkeit und Verelendung in Südeuropa. Auch in Deutschland werden die Messer bereits gewetzt, der Sozialstaat nach der Bundestagswahl 2013 weiter demontiert (DWN). Deutschland wäre ebenfalls überschuldet und böte genug Anlass zu sparen…

Unter dem Deckmäntelchen der Steigerung der „Wettbewerbsfähigkeit“ werden europäische Volkswirtschaften und ganze Staaten als unmodern schlecht-gemacht. Dabei liegt die Ursache der Wirtschaftskrise darin, dass ein Großteil der Menschen immer weniger Geld in der Tasche hat. Stattdessen wird die kleine Minderheit der Super-Reichen verwöhnt. Den Reichtum verdanken sie nicht ihren eigenen Händen Arbeit sondern ihren Geldvermögen, die ihnen -garantierte- Zinseinnahmen garantieren! Die Kehrseite ist die Verschuldung, denn Geld arbeitet nicht von alleine. Es muss verliehen werden;  Zinssklaven braucht das Land! Allein der deutsche Staat hätte in den letzten 30 Jahren  1,5 Billionen Euro an Zinsen gezahlt (Helmut Creutz). Dazu kommen noch beträchtlich höhere Beträge der privaten Haushalte und Unternehmen. Trotzdem steigt die Verschuldung immer weiter!

Ganze Staaten, Unternehmen und Privatpersonen vermögen nicht mehr, die Zinsen zu erwirtschaften. Die Banken versuchen daher durch Spekulation, Einnahme zu erzielen. Die dadurch ausgelösten Verluste werden durch „Bankenrettungen“ sozialisiert. Es geht hier jedoch nicht um eine Rettung von Kleinsparern, es geht um die Rettung der Milliarden-Vermögen einer Minderheit. Genauso geht auch nicht um eine Rettung von Staaten!

Im Februar 2013 schlägt EZB-Chef Mario Draghi einen „Fonds zur Bankenabwicklung“ vor:

„Dieser Fonds zur Bankenabwicklung sollte durch Abgaben der Banken finanziert werden. So könne man sich dagegen absichern, auf „Steuergelder zurückgreifen zu müssen.“ (dwn)

Gleichzeitig traf sich das deutsche Finanzministerium in den vergangenen drei Jahren ..

… 50 Mal mit der US-Bank „Goldman Sachs“! (dwn)

Davon kann anscheinend erfolgreich abgelenkt werden im Zusammenhang mit der Euro-Krise. Jean-Claude Juncker, damaliger luxemburgischer Premierminister und Euro- Gruppenchef, gab am 20.04.11 offen zu: „Wenn es ernst wird muss man lügen!“ (hart aber fair). Ein Werbespot, Kostenpunkt 700.000 Euro, finanziert hauptsächlich durch deutsche Steuermittel (dwn), zeigt das Ausmaß der von dem Medien verfolgten Propaganda auf: Ohne den Euro gäbe es wieder Grenzkontrollen, Krieg und Stillstand:

Andere europäische Völker wie Island oder Polen (dwn) winken jedoch den angepriesenen Vorzügen einer Euro-Einführung ab. Leider steht das europäische Projekt „Euro“ heute für Sozialabbau, Ungerechtigkeit und Spaltung der Gesellschaft. Jean-Claude Juncker, der „Macher im EU-System” im Spiegel 52/1999 (Titel „Die Brüsseler Republik“):

„Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter, Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.”

Der Sozial- und Geldreformer Silvio Gesell hat diese Beziehungen zwischen Geldzerstörung und Gewalt bereits 1918 gekennzeichnet:

„Die Währung hält den Staat zusammen oder sprengt ihn – je nachdem. Wird hier gepfuscht, so löst er sich in kleine Teile auf, in Atome, die sich gegenseitig abstoßen:
Stadt gegen Land, Beruf gegen Beruf,Volksstamm gegen Volksstamm, Norden gegen Süden, Festbesoldete gegen Lohnarbeiter, bis schließlich Arbeiterbataillone gegen Arbeiterbataillone marschieren.“

 

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