Es gab gar keine „richtige“ NSU-Zielfahndung!

Am 31.01.13 wurde der Kriminalhauptkommissar Seven Wunderlich vom Thüringer Landeskriminalamt (LKA) vernommen – seitens des Untersuchungsausschusses (UA) des Deutschen Bundestags. In den medialen Schlagzeilen spielen seine mutigen Aussagen keine Rolle [Stand 31.01.13, 18:32] – trotz ihrer Explosivität.

Scharf widersprach der damalige Zielfahnder Wunderlich den Ausführungen des damaligen Vizechefs des Landesamt für Verfassungsschutz (LfV), Peter Jörg Nocken, die Zielfahndung wäre vom Verfassungsschutz „umfassend“ informiert worden.

„Diese Aussage ist falsch“, konterte jetzt Wunderlich. Die Informationen des Geheimdiensts nannte er „gering, dünn und spärlich“. Die Herren vom LfV seien „sehr nett und freundlich“ gewesen, doch „man hat uns ausgetrickst“. Nützliche Hinweise für die Suche nach dem Trio habe man nicht erhalten.

Scharf kritisierte Wunderlich vor allem, dass der Geheimdienst die Zielfahnder nicht über das Bemühen der verschwundenen Zelle unterrichtet habe, sich Waffen zu beschaffen: „Dies hätte für uns tödlich sein können.“ Die Fahnder seien nämlich davon ausgegangen, dass es sich bei der Gruppe lediglich um junge Leute handele, „die in Garagen Blödsinn gemacht haben“. Böhnhardt, Mundlos und Zschäpe waren untergetaucht, als die Polizei im Januar 1998 in einer Jenaer Garage ihre Bombenbastler-Werkstatt entdeckt hatte.

Nach Einschätzung von Unions-Sprecher Clemens Binninger (CDU) kann von einer ernsthaften Zielfahndung „keine Rede sein“:

Wiederholt betonte der Zeuge, er habe von 1998 bis 2001 nichts von einer bei der Garagendurchsuchung gefundenen Liste mit Telephonnummern zahlreicher Rechtsextremisten erfahren. (…)

Erstmals habe er dieses Papier in den Medien gesehen, „das war schon interessant“. Vor wenigen Tagen habe er bei einer erneuten Durchsicht seiner zwischen 1998 und 2001 angelegten Akten plötzlich doch die Adressenliste aus der Garage entdeckt. Edathy und mehrere Obleute äußerten den Verdacht, diese Akten könnten nachträglich „frisiert“ worden sein.

(…)

Zum Erstaunen der Abgeordneten erläuterte Wunderlich, das LfV habe den LKA-Fahndern zu verstehen gegeben, sie sollten im rechtsextremen Milieu „nicht für Unruhe sorgen“. Er bestätigte eine Vermutung Edathys, bei solchen Personen „hatte der Verfassungsschutz den ersten Schuss und erst dann haben sich die Fahnder eingeschaltet“. Der Zeuge räumte ein, auch von zwei Beamten des Bundeskriminalamts (BKA) nichts gewusst zu haben, die nach dem Abtauchen des Trios das LKA in Erfurt unterstützten.“ (Bundestag)

Der damalige LKA-Chef Egon Luthard hätte die erfolglose Suche nach den Untergetauchten kommentiert. Die Polizei hätte das Trio festnehmen können …

„… wenn alle an einem Strang gezogen hätten“ – vielleicht hätten sie aber auch nicht gefunden werden sollen.“

Ein Gedanke zu „Es gab gar keine „richtige“ NSU-Zielfahndung!“

  1. hallo, wie wäre es mit diesem szenario?
    1. das trio war von beginn an durch die v-schützer durchseucht und wurde als staubsauger für rechts benutzt.
    2. nachdem b. und m. in 2011 aus dem ruder liefen wurde der entschluss getroffen beide abzuschalten. (so passiert am 02.11.2011, nicht per suizid am 04.11.11)
    3. die vorbereitung dazu, 4 jahre!!, brachte einen klugen kopf auf die idee, die bombenanschläge, die ceska serie und heilbronn in einen topf zu werfen und damit alle schuld beim trio anzusiedeln. (die ceska serie endete 2006, weil temme die waffe einkassierte und den türken klar gesagt wurde via berlin, das wars jetzt, keine weiteren morde durch türkische dienste an kurden in deutschland)
    4. die waffen von kiese und arn und ihre handschelle kamen am 05.11.11 aus stuttgart vom lka dazu, sie wurden beim mord auf der theresienwiese vom lka einkassiert und gebunkert, der dortige drogendeal, observiert durch das lka, war tragisch schief gelaufen, man musste verdunkeln, die drogenkuriere auf der theresienwiese, ok, russentäter sind heute noch frei und abgetaucht.
    5. am 05.11.11 flogen 4, teils hochrangige beamte des lka stuttgart, hönig, nordgauer, koch und halder mit einem polizeihubschrauber nach eisenach, um menzel die polizeiwaffen zu geben, die dann im wohnmobil gefunden wurden. die handschelle samt tatwaffen der theresienwiese wurden in chemnitz in zschäpes wohnung gelegt.
    6. dass der nsu komplett mit v-leuten bestückt war, jenes war den ermittelnden kriminalbeamten von anfang an nicht bewusst. und es mussten fehler seitens der mörder von b. und m. später begradigt werden, was nicht klappte, weil die fotos der toten aus dem wohnmobil völliger blödsinn sind, wenn man das selbstmordszenario zu rate zieht. menzel hatte lediglich die anweisung, das womo wegzuschaffen, danach konnte man die leichen in aller ruhe ins womo legen, wie auch die heilbronner polizeiwaffen und das geld aus den bankrauben.
    7. der beamte, der am 04.11.11 abends nach 18 uhr die inpol abfrage wegen den waffen und der handschelle tätigte, dienstbeflissen!!, stellte sofort den bezug zur theresienwiese her. dumm nur, das die handschellen noch gar nicht in eisenach waren und dann plötzlich vom wohnmobil in zschäpes wohnung nach zwickau wanderten und dort am 08.11.11 offiziell auf die asservatenliste kam….:::)))) interessant ist auch, wann genau menzel den nordgauer oder einen herrn hönig im lka stuttgart anrief?
    8. alleine diese beweiskette müsste den gba dazu veranlassen sofort eine untersuchung einzuleiten, mit den lka leuten aus stuttgart und menzel als hauptverdächtige.

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