Sprengstoffanschlag auf Edathy

Der Leiter des NSU-Untersuchungsausschusses, Sebastian Edathy (SPD), scheint eine erste Warnung erhalten zu haben; eine Bombe explodierte im Briefkasten seines Büros:

„Auf das Büro des Bundestagsabgeordneten Sebastian Edathy (SPD) ist offenbar ein Sprengstoffanschlag verübt worden. Wie Edathy auf seiner Facebook-Seite mitteilte, kam es in der Nacht im Briefkasten seines Bürgerbüros im niedersächsischen Schaumburg zu einer Explosion. Dabei sei Sachschaden entstanden. Die Polizei gehe von einem Sprengsatz aus, einen Knallkörper schließe sie aus. Der Staatsschutz habe Ermittlungen eingeleitet.“ (n-tv)

Die Parallelen zu den Anthrax-Anschlägen nach dem Terror vom 11. September 2001 drängen sich auf:

Damals forderten die führenden demokratischen Senatoren Tom Daschle und Patrick Leahy Aufklärung, blockierten telefonische Abhörmaßnahmen (history-commens) und weitere Einschränkungen der Bürgerrechte, die kurz nach dem 11. September seitens der Bush-Regierung dem Senat vorgeschlagen wurden; sie stellten sich gegen den sogenannten „Patriot-Act“ (ebd). Daraufhin erhielten sie mit dem biologischen Kampfstoff Anthrax verseuchte Post in ihre Büros (ebd). Später stellte sich heraus, dass die Sporen aus einem US-Militärlabor stammen. Jedoch verfehlte die Post nicht ihr Ziel: Die Demokraten gaben ihren Widerstand gegen den „Patriot-Act“ auf.

Mehr Infos: 911-Archiv, Die 11 schönsten Missgeschicke unserer Terroristen-Jäger“

Anthrax-Terrorist vollbringt Wunder und stirbt

Laut FBI war der Hersteller des biologischen Kampfstoffes der Mikrobiologe Bruce E. Ivins. Er produzierte in einem aufwendigen, technischen Verfahren in den Monaten August und September 2001 die Bio-Waffen in dem Militär-Labor von „Fort Detrick“ – unbemerkt nach Arbeits-Schluss! Insgesamt hielt sich Ivins etwa 20 Stunden nächtens allein im Labor auf. Diese Zeit wäre jedoch laut Aussage von Ivins Chef, Dr. Henry S. Heine, 8.000 Stunden zu wenig, um die Menge Anthrax zu erhalten, die per Briefpost an Politiker und Medien verschickt wurde. Ivins direkte Vorgesetzte im Labor, W. Russell Byrne und Gerard Andrews, beaufsichtigten seine Arbeit und bestätigten, dass er viel mehr Zeit benötigt hätte, um soviel Anthrax herzustellen:

„Andrews, the other superior, told lawyers it would have taken Ivins six months to a year to refine the anthrax spores used in the deadly mailings, instead of the roughly 20 hours the FBI found he spent at night in the lab.“ Quelle

Außerdem hätte Ivins um die 100 Liter flüssige Anthrax-Kulturen im Labor „wachsen“ und trocknen lassen müssen. Das wäre aufgefallen, da das Labor auch von anderen Leuten tagsüber benutzt wurde. Außerdem wäre laut Heine, er und Ivins Arbeitskollegen die ersten Opfer der Anthrax-Sporen geworden – dann wenn Ivins angefangen hätte, im Labor die getrockneten Sporen in die Briefe zu schütten.

Der als psychisch labil geltende Ivins beteuerte seine Unschuld, verübte jedoch Selbstmord. Er konnte sich gegen die Vorwürfe nicht mehr vor Gericht wehren. Seine Familie, Bekannten und Arbeitskollegen widersprechen weiteren behördlichen Darstellungen und sind auch von seiner Unschuld überzeugt. Quelle

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