Bayerischer Rundfunk verunglimpft Regierungskritiker

Die persönliche Verunglimpfung des politischen Gegners ist ein erfolgreiches Instrument, um seine eigene Position durchzusetzen. Da die Regierungsparteien direkten Zugriff auf den öffentlich-rechtlichen Rundfunk haben, können die Angriffe beliebig gestaltet werden.

Ein besonders eindrucksvolles Beispiel lieferte der Bayerische Rundfunk (BR): Ende Januar 2020 beschimpfte der BR in einem Video Personen, bei denen der Coronavirus „alle Vernunft zerstört“. Das Virus würde doch „bei den Infizierten harmlos“ verlaufen, aber: „Rechte youtuber kriegen sich vor lauter Endzeit-Psychosen gar nicht mehr ein.“

Mitte März wird Video gelöscht

„Dennoch haben wir das Video gelöscht, nicht heimlich, sondern im Rahmen unserer normalen journalistischen Sorgfalt. Der Grund: Die Faktenlage hat sich geändert. Handlungsempfehlungen, die zum Zeitpunkt der Entstehung des Kommentars richtig waren, sind heute nicht mehr richtig.“ (BR)

Dementsprechend werden seitdem diese Personen als „Verschwörungstheoretiker“ und „Rechte“ angegriffen, die die Maßnahmen der Regierung kritisieren, z. B.:

„Verschwörungstheoretiker und Rechte nutzen die Corona-Krise, um Stimmung gegen die Maßnahmen der Staatsregierung zu machen. Skurrile Theorien zum Virus scheinen ihnen dafür ein willkommenes Werkzeug zu sein. Das zeigen Recherchen von BR und NN.“ (BR)

Die öffentlich-rechtlichen Medien versagen auf der ganzen Linie ihrem Auftrag nachzukommen, objektiv zu berichten, indem beide Seiten gleichberechtigt zu Wort kommen. Stattdessen folgt man einfach der Linie der Regierung.

2 Gedanken zu „Bayerischer Rundfunk verunglimpft Regierungskritiker“

  1. Von den Staatsmedien war nichts anderes zu erwarten.

    Ich würde aber den Begriff »objektiv« in Zusammenhang mit Berichterstattung durch »ausgewogen« ersetzen. Ein Berichterstatter kann immer nur subjektiv sein.

    Gruß Carlo

  2. Auf den Nachdenkseiten gibt es eine Chronologie der frühen Corona-Berichterstattung in den Medien (Januar und Februar), als sie das noch selber betrieben, was sie jetzt als „Herunterspielen“ brandmarken:
    https://www.nachdenkseiten.de/?p=60422

    Vom nutzlosen Zeug zum für alle verpflichtenden Lebensrettungsmittel: Mit der 180-Grad-Wende binnen weniger Tage und dem „überaus schwachen Rechtfertigungsversuch von RKI-Chef Wieler für sein Versagen bei den Masken“ geht Norbert Häring ins Gericht,
    https://norberthaering.de/news/wieler-masken/

    In den feindseligen Reaktionen Wielers und Merkels Hof-Virologen Drosten gegen Prof. Streecks Heinsberg-Studie sieht Häring den Verdacht erhärtet, „dass RKI und Regierung nicht an der Veröffentlichung einer niedrigen Sterberate gelegen war, vielleicht weil man fürchtete, dass in einer korrekt informierten Bevölkerung die Bereitschaft zur Hinnahme und Beachtung der für notwendig erachteten Maßnahmen schwächer sein würde als in einer von hohen Zahlen erschreckten“,
    https://norberthaering.de/news/heinsberg-studie/

    Während der Regierungssender ARD ins gleiche Horn stößt wie Merkels Boys, fand Häring im Wissenschaftsmagazin Spektrum einen ausgewogenen, informativen Bericht zur Heinsberg-Studie:
    „Das explizite Ziel der nun als Preprint veröffentlichten Heinsberg-Studie ist es, die so genannte Infektionssterblichkeit für das neue Coronavirus Sars-CoV-2 herauszufinden. Das ist die Zahl der Toten geteilt durch die Zahl der tatsächlich Infizierten, inklusive der Menschen, die zwar das Virus in sich tragen, aber keine Symptome zeigen. Also asymptomatisch sind. Denn nur die Infektionssterblichkeit kann einen genauen Eindruck von der Gefährlichkeit des Coronavirus liefern. Außerdem lässt sich mit Ihrer Hilfe die tatsächliche Verbreitung des Virus in der Bevölkerung abschätzen“,
    https://www.spektrum.de/news/was-die-ergebnisse-der-heinsberg-studie-ueber-covid-19-verraten/1729782?utm_source=pocket-newtab

    Auf der Webseite des Bundesverbands Managed Care e.V. (BMC e.V.) veröffentlichten sechs hochrangige Personen aus dem Gesundheitswesen am 3. Mai auf 77 Seiten ihre 23 Thesen zur Pandemie durch SARS-CoV-2/Covid-19 im „Thesenpapier 2.0“:

    „Datenbasis verbessern
    Prävention gezielt weiterentwickeln
    Bürgerrechte wahren“,
    https://www.bmcev.de/wp-content/uploads/thesenpapier2_corona_200503_endfass.pdf

    Unter den Autoren ist auch Gerichtsmediziner Prof. Püschel, der dem Tierarzt auf dem RKI-Chefsessel vor einem Monat beibringen musste, wie man Tote zählt, wenn man begriffen hat, dass Obduktionen nicht gefährlich, sondern notwendig sind, um die – geringe – Todes-Ursächlichkeit des Coronavirus festzustellen.

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