Lebensgefährliche Medikamente / Therapien gegen Coronavirus

In Brazilien führten Mediziner eine Studie mit Menschen durch, die am Coronavirus erkrankten. Den Erkrankten wurden verschiedene Dosen des Wirkstoffes Chloroquin gegeben, dabei folgten die Mediziner den Behandlungsempfehlungen aus China. Die Studie musste zum Teil abgebrochen werden, weil bei den Erkrankten schwerwiegende, sogar tödlich verlaufende Komplikationen auftraten. Von 81 Patienten verstarben 11. Viele Krankenhäuser in den USA und China behandeln Erkrankte mit Chloroquin.

„Doktor Marcus Lacerda, einer der Autoren der brazilianischen Studie, sagte der Zeitung „New York Times“, dass sie „die hohen Dosen, die in China verabreicht werden, als sehr toxisch ansehen, die viele Patienten töten können. Deswegen stoppten wir diesen Teil unserer Studie.“ (Pagina12)

Weitere Empfehlungen aus China

„Aufgrund von Angaben aus China wurden weltweit medizinische Protokolle definiert, die für testpositive Intensivpatienten rasch eine invasive künstliche Beatmung durch Intubation vorsehen. Einerseits gehen die Protokolle davon aus, dass eine schonungs­vollere nicht-invasive Beatmung durch eine Maske zu schwach sei, andererseits besteht vor allem die Befürchtung, das „gefährliche Virus“ könne sich sonst duch Aerosole verbreiten.

Bereits im März haben deutsche Mediziner aber darauf aufmerksam gemacht, dass die Intubation zu zusätzlichen Lungenschäden führen kann und eine insgesamt schlechte Erfolgsaussicht hat. Inzwischen haben sich auch US-Mediziner gemeldet, die beschreiben, dass die Intubation den Patienten „mehr schade als nütze“. Die Patienten würden oftmals nicht an einem akuten Lungenversagen leiden, sondern eher an einer Art Höhenkrankheit, die durch die künstliche Beatmung mit erhöhtem Druck noch verschlimmert werde.

Bereits im Februar meldeten südkoreanische Mediziner hingegen, dass kritische Covid19-Patienten gut auf eine Sauerstofftherapie ohne Beatmungsgerät ansprechen. Der oben genannte US-Mediziner warnt, man müsse den Einsatz der Beatmungsgeräte dringend überdenken, um keine zusätzlichen Schäden zu verursachen.“ (swprs)

Im begutachteten Medizinjournal „the Lancet“ wird eine Corona-Behandlung mit einem Medikamentencocktail empfohlen, der nach Meinung von Dr. med. Claus Köhnlein die Patienten in Lebensgefahr bringen kann. Im Journal wird die Behandlung eines 50-jährigen Patienten beschrieben, der paradoxerweise anschließend gestorben ist. Dr. Köhnlein fürchtet, dass Patienten etwa in Italien mit dem Cocktail behandelt werden. Denn, „wenn so was im Lancet steht, als Paradebeispiel, auch wenn es ungünstig ausgegangen ist, vermute ich, dass die Ärzte nach genau so einem Schema dort unten auch vorgehen. Und das ist die eigentliche Gefahr.“  (youtube)

 

8 Gedanken zu „Lebensgefährliche Medikamente / Therapien gegen Coronavirus“

  1. Ich halte Deine Behauptungen für äußerst grenzwertig. Einerseits hätte ich die brasilianische Studie mal im Volltext gesehen, anderseits gibt es eine ganze Anzahl ernstzunehmender Hinweise, dass die Verabreichung von Hydroxychloroquin in Verbindung mit der Einnahme von Azithromycin die Virenlast innerhalb kurzer Zeit unter die Nachweisgrenze drückt. Grafisch lässt sich das sehr schön darstellen.

    https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0924857920300996?via%3Dihub

    Dazu kommt, dass aktuell eine Studie mit medizinischem Fachpersonal läuft um zu belegen, dass die alleinige Einnahme von Hydroxychloroquin für gefährdete Personen eine wirkungsvolle Prophylaxe darstellt. Da das Mittel seit Jahrzehnten für die Malariaprophylaxe zugelassen ist, sind die Nebenwirkungen ausreichend erforscht.

    https://www.covidtrial.io

    Beachte auch den Newsletter vom 4. April dazu:

    https://mailchi.mp/d571b6cf16a2/weekly-update-hcq-usage-stats-viral-load-and-more-4445862

    Angestoßen hat das Ganze Prof. Raoult:

    https://forbetterscience.com/2020/03/26/chloroquine-genius-didier-raoult-to-save-the-world-from-covid-19/

    https://www.youtube.com/watch?v=eTSLFU0wL6A

    Zudem scheint man in der Schweiz Intensivpatienten standardmäßig so zu behandeln:

    https://www.20min.ch/wissen/news/story/So-bekaempfen–rzte-das-Coronavirus–Arbeitstitel–31714067

    Und da ist nichts von außergewöhnlichen Komplikationen bekannt.

    Auch sind beide Wirkstoffe ausgesprochen preiswert und in ausreichender Menge verfügbar. Die Pharmaindustrie dürfte eher andere Interessen haben. Es stellt sich die Frage, warum ein Malariamittel, welches jahrzehntelang für die Prophylaxe zugelassen war, nun urplötzlich bei Anwendung in Brasilien eine Reihe außergewöhnlicher Komplikationen hervorgerufen haben soll. Mithin, unter welchen genau definierten Umständen wurde das Medikament in Brasilien verabreicht. Welche Medikamente wurden gleichzeitig verabreicht etc. Ohne Vorliegen der brasilianischen Studie kann man dazu überhaupt keine Aussage treffen, egal ob man Medizin studiert hat oder nicht.

    1. Die Studie wird hier vorgestellt: https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2020.04.07.20056424v1
      Weiter unten auf der Seite werden die Ergebnisse diskutiert, auch interessant.

      Die Mediziner haben die Auswirkungen von relativ hoher zu relativ niedriger Dosierung verglichen: „The high dose CQ arm presented more QTc>500ms (25%), and a trend toward higher lethality (17%) than the lower dosage. (…) Interpretation Preliminary findings suggest that the higher CQ dosage (10-day regimen) should not be recommended for COVID-19 treatment because of its potential safety hazards.“

      Zusatz:
      Vielleicht kommt es auf die Dosierung an? Da es offenbar woanders positive Ergebnisse gibt, habe ich meinen Artikel etwas verändert/neutraler formuliert.

  2. Hier ist nochmal ein guter Kommentar dazu.

    https://www.thelancet.com/journals/lanres/article/PIIS2213-2600(20)30172-7/fulltext

    Ich interpretiere das so, dass der Nutzen von Hydrochlorochin eher in der Prophylaxe für medizinisches Personal liegen könnte, bzw. die Verabreichung bei leichten Erkrankungen gute Ergebnisse gebracht hat. Darauf deutet ja auch die laufende Studie von Prof. Raoult hin. Bei schweren Krankheitsverläufen hat dagegen wohl noch niemand einen Nutzen nachweisen können. Wahrscheinlich wird es aber bald aus der Schweiz eine neue Studie dazu geben. Bin mal neugierig, was am Ende dabei rauskommt.

    1. Bei foxnews lese ich gerade einen Artikel über eine Studie, die auch von negativen Folgen der Einnahme von Hydrochlorochin berichtet. „COVID-19 treatment hydroxychloroquine showed no benefit, more deaths in VA virus study“
      “ Ungefähr 28%, der Covid-Patienten, die Hydrochlorochin bekamen und normale Pflege, starben, gegen 11% der Patienten, die lediglich normale Pflege hatten. 22% der Covid-Patienten, die Hydrochlorochin und „azithromycin“ erhielten, starben (…).“
      „About 28 percent who were given hydroxychloroquine plus usual care died, versus 11 percent of those getting routine care alone. About 22 percent of those getting the drug plus azithromycin died too, but the difference between that group and usual care was not considered large enough to rule out other factors that could have affected survival.“

        1. Ja wie schon gesagt. Weder Dr. Wodarg noch Prof. Drosten haben eigene Studien dazu erstellt oder auch nur Erfahrung bei der Behandlung von Patienten damit. Ich denke auch hier, dass wir uns als medizinische Laien jetzt endlos Artikel, Studien und Statements mit gegensätzlichen Auffassungen vorhalten können, ohne auch nur einen Schritt in der Sache weiterzukommen. Genauso wie bei der sogenannten Übersterblichkeit, wird sich auch in dieser Sache erst am Jahresende etwas wirklich Verlässliches schlussfolgern lassen.

  3. Mittlerweile hat sich herausgestellt, dass es sich bei der von Dir zitierten „brasilianischen Studie“ schlicht um eine Fälschung gehandelt hat. The Lancet musste die „Studie“ vom Netz nehmen.

    Sciencefiles hat die Entwicklung umfassend dargestellt, so dass ich hier auf weiteren Vortrag verzichten kann. Demnach ist Hydroxychloroquine tatsächlich eines der wirksamsten – aber vor allem auch preisgünstigsten – Medikamente gegen COVID 19.

    https://sciencefiles.org/2020/07/04/hydroxychloroquine-das-wirksamste-medikament-gegen-covid-19-neue-studie/

    Warum auch sonst sollte in Schweizer Spitälern jeder Intensivpatient damit behandelt worden sein:

    https://www.20min.ch/story/schweizerin-ueberlebt-covid-19-mit-ebola-medi-464908619198

    Ich denke nach wie vor, dass wir bis Jahresende warten müssen, um die richtigen Schlussfolgerungen in Sachen COVID-19 zu ziehen.

    1. die frage ist, ob die „Coronatoten“, viele starben an Lungenembolien, mit diesem Medikament behandelt wurden. davon ist nichts bekannt, obwohl es einfach zu ermitteln wäre: welche medikamente bekamen die kranken? Soweit ich mich erinnere ist eine Nebenwirkung von Hydroxychloroquin bei Menschen mit G6PD-Mangel Lungenembolien. Herr Wodarg sagte, dass eine diesbezügliche Warnung sogar auf der Verpackungsbeilage des Medikamentes steht. Was ist die Folge, wenn ein Mensch mit G6PD-Mangel dieses Medikament bekommt, schreibt das Ärzteblatt:

      „HCQ wurde jedoch vor langer Zeit als eines der Medikamente (3) identifiziert, die bei Menschen mit erblichem Glukose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel (G6PD) schwere Schäden z.B. an Erythrozyten verursachen. Als Effekt der HCQ-Anwendung bei G6DP-Mangel sieht man nach 1-2 Tagen eine starke Hämolyse. Die Erythrozytentrümmer verursachen Mikroembolien und schädigen empfindliche Organe wie Nieren und Gehirn. Zudem fehlen dann Erythrozyten als Sauerstoffträger.
      1-2 Tage nach Beginn einer solchen Behandlung entwickelt sich ein sehr schweres Krankheitsbild mit Schwäche, Schwindel, Atemnot und Anzeichen von Organschäden.
      Dies kann mit dem Tod enden, wenn die toxische Medikation nicht sofort abgesetzt wird.
      Wird das Medikament abgesetzt, bessert sich die Atemnot spontan dank einer raschen Normalisierung des Blutbildes. Wichtig bleibt vor allem die Kontrolle der Nierenfunktion.“
      https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/112188/Hydroxychloroquin-bei-COVID-19-moeglicherweise-mit-erhoehter-Sterblichkeit-assoziiert

      Vor jeder HCQ-Behandlung muss überprüft werden, ob Menschen einen solchen G6PD-Mangel haben. Wenn dies bislang nicht erfolgte, handelt es sich um nichts anderes als um einen Medizinskandal.

      Diesen ererbten G6PD-Mangel haben in erster Linie Menschen, die aus Malariagebieten stammen. Die Schätzung gehen bis auf 30% der Gesamtbevölkerung im Süden rauf.

      Bisher berichten die Mainstream-Medien nichts darüber, dass überproportional viele Menschen, die aus dem Süden stammen, gestorben sind. Ich hab einmal eine Erklärung für Schweden gelesen: Die eingewanderte Bevölkerungsgruppe wäre meist ärmer als die bereits länger im Land lebenden Menschen. Sie würden deshalb beengter zusammen leben. Durch die beengteren Wohnverhältnisse würden ärmere Menschen leichter angesteckt als reiche Menschen.

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