War Corryna G. eine NSU-Informantin von Andreas Temme?

Buzzfeed“ berichtete am 30.08.17 über den Verdacht, dass Corryna G. eine Informantin war. Sie wird heute vom hessischen NSU-Untersuchungsausschuss vernommen. 

Die dementsprechenden Hinweise verdichten sich. Dazu zählt das Desinteresse der Bundesanwälte an ihr. Schwer verständlich aufgrund ihrer Verbindung zum damaligen „Thüringer Heimatschutz“ und ihrer Vernetzung in der Naziszene. 

Eine geheimdienstliche Werbeakte spricht von einer katzenvernarrten Frau, die ein Omakind wäre. Trifft diese Beschreibung nicht nur auf Beate Zschäpe sondern auch auf sie zu?

Corinna G. – ist sie die Doppelgängerin von Beate Zschäpe und Geheimdienst-Informantin?

„Buzzfeed“ bestätigt, dass sie beim „Thüringer Heimatschutz“ dabei war und deshalb das „NSU-Trio“ gekannt haben dürfte.

„Noch größer – aber mindestens ebenso erstaunlich – ist das Desinteresse der Bundesanwälte an Corryna G. Die rechtsextreme Aktivistin stammt aus Thüringen und könnte Mundlos, Böhnhardt und Zschäpe gekannt haben. Wie diese soll sie in den neunziger Jahren dem rechtsextremen „Thüringer Heimatschutz“ angehört haben. In einer „Bildmappe Rechtsextremistischer Gewalttäter“ des Thüringer Landeskriminalamts aus dem Jahr 1997 ist sie sogar die einzige Frau neben Zschäpe. Die Bildmappe liegt BuzzFeed News vor. Später zog sie nach Kassel. Auch als Halit Yozgat vom NSU in Kassel ermordet wurde, lebte sie hier.“

Ihre Akte wäre bereits 2009 gelöscht worden.

„Im hessischen NSU-Untersuchungsausschuss wurde zudem bekannt, dass das Amt seine Akten über Corryna G. bereits 2009 komplett gelöscht haben will. Das geschieht üblicherweise nur dann, wie eine Verfassungsschützerin dem Ausschuss erklärte, wenn jemand zu Unrecht für „extremistisch“ gehalten wurde oder seit langem nicht mehr aktiv ist. Beides trifft bei Corryna G. nicht zu.“

Sie hat Verbindungen zum Umfeld der „Hells Angels“.

„Zum Umfeld von Corryna G. gehören heute allerdings nicht mehr nur Rechtsextreme, sondern auch Mitglieder der Hells Angels. Die Rockergruppierung wird in Hessen ebenfalls vom Verfassungsschutz beobachtet. Sie wird mit organisierter Kriminalität und Rotlichtgeschäften in Verbindung gebracht – was zur gegenwärtigen Erwerbstätigkeit der Neonazi-Frau passt: Corryna G. arbeitet seit einigen Jahren als Prostituierte.“

Sie telefonierte vom Gefängnis aus mit dem österreichischen Geheimdienst.

„Dem erwähnten Verfassungsschutz-Dossier lässt sich entnehmen, dass Corryna G. aus der Haft heraus zweimal mit der österreichischen Sicherheitsdirektion telefonierte. Genauer: mit der Abteilung für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung.“

Andreas Temme, der ehemalige Geheimdienstler, sagte aus, dass er sie dienstlich gekannt hätte. Die wichtige Frage ist, warum Temme ausgerechnet an einem der sogenannten „NSU-Tatorte“ gewesen ist. Erhielt er aus der Neo-Naziszene einen Hinweis?

3 Gedanken zu „War Corryna G. eine NSU-Informantin von Andreas Temme?“

  1. >>Verdacht, dass Corryna G. eine Informantin war. Sie wird heute vom hessischen NSU-Untersuchungsausschuss vernommen.

    >> Die dementsprechenden Hinweise verdichten sich. Dazu zählt das Desinteresse der Bundesanwälte an ihr.

    Das Desinteresse von Bundesanwälten gründet sich in 99% aller Fälle darauf, daß die betreffende Person nichts zur Aufklärung von Verbrechen beitragen kann, da sie keinerlei Kenntnis zum Sachverhalt hat.

    Kennverhältnisse ausbaldowern ist Hauptaufgabe der Antifa-Stasi. Auch das hat bisher exakt Null zur Aufklärung von Kapitalverbrechen beigetragen.

    Und genau so wird es auch heute wieder ende. Endloses Gepupse, wie gut sie doch in Wirklichkeit sind. Der Ertrag hingegen ein Nichts.

  2. Es ist irgendwie auffällig, wie jede alternative, zielführende Hypothese durch sattsam bekannte Mitglieder des Arbeitskreises NSU zeitnah zerschossen wird. @Georg, Du scheinst hier auf einer heißen Spur zu sein.

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