Dr. Daniele Ganser enthüllt unsauberes Zitieren der schweizer Fernsehsendung „Arena“

In einer Diskussion im schweizer Fernsehen gelang es dem Historiker Daniele Ganser, den Redakteuren von „Arena“ nachzuweisen, unsauber zu zitieren.

Die Diskussion drehte sich um das üble Machwerk „Anatomie von Verschwörungstheorien„, welches im öffentlich-rechtlichen schweizer Fernsehen in der Reihe „Einstein“ lief. Dort wurden „Verschwörungstheorien“ vorgestellt, zu verschiedenen Themen (Mondlandung, Klimawandel, „Protokolle der weißen von Zion“, 11. September 2001), gleichwertig nebeneinander-gestellt und über den Kamm geschoren. „Einstein“ suggerierte damit, dass Kritiker der offiziellen Version des 11. Septembers sich auf einer Ebene mit Antisemiten und Spinnern befinden. 

In der „Arena“-Diskussion veröffentlichte der Moderator eine zusammen-geschnittene Aussage von Ganser, die Ganser in einer email an „Einstein“ schrieb.

„Ich fand den Teil zu 911 und WTC7 fair und sachlich. Danke. (…) Herzlich Daniele“

Damit wollte „Arena“ die Integrität von Ganser angreifen: Daniele Ganser kritisiert seit längerer Zeit die schweizer Medien, sie würden nicht über die Ungereimtheiten des 11. September berichten. Mit obigen Zitat sollte gezeigt werden, dass Ganser im Gegenteil einen Bericht ja sogar lobt.

Daraufhin warf Ganser noch während der Diskussion den „Arena“-Redakteuren vor, seine Aussagen in der email passend zusammengeschnitten zu haben. Daraufhin las Markus Spillmann, Präsident des Stiftungsrats des Schweizer Presserats,  die ganze email von Ganser vor:

„ich fand den Teil zu 911 und WTC7 fair und sachlich. Danke. Der Mix mit „Klimalüge und Protokolle“ hingegen fand ich schlecht.“

Daraufhin erklärte der Moderator der Diskussion:

„Darf ich das ganz kurz erläutern: „Der Mix mit Klimalüge und Protokolle hingegen fand ich schlecht“ ist nach meinen Wissen ein anderer Beitrag, wo der Herr Ganser nicht drin aufgetreten ist.“

Widerspruch aus der Runde: „Nein.“ Nachfrage Moderator an Ganser: „Sind Sie aufgetreten darin?“

Ganser: „Es ist doch alles zusammengemischt worden. Das ist der Punkt!

Er hat Recht. „Arena“ zeigte im Ausschnitt nicht die wahre Intention seiner Original-Aussage. Der zitierte Teil wurde verkürzt aus dem Zusammenhang gerissen. Auch wenn der Bericht über WTC-7 fair war, war er doch integriert in abstrusen „Verschwörungstheorien“.

Der Moderator fragte dann die Vertreter des Presserats, der Kontrollfunktion der schweizer Medien: „Jetzt haben Sie genug Informationen, um selbst ihre Meinung zu bilden. Ganz grundsätzlich: Soll man den Medien trauen?“ Die angesprochen Herren gingen nicht auf den Skandal konkret ein, sondern redeten um den heißen Brei herum. Wie in Deutschland gibt es offenbar keine -neutrale- Kontrollfunktion.

7 Gedanken zu „Dr. Daniele Ganser enthüllt unsauberes Zitieren der schweizer Fernsehsendung „Arena““

  1. Natürlich gibts keine neutrale Kontrollfunktion ! „Medienschaffende“, die bei privaten und/oder öffentlich rechtlichen Verlagen/Sendern angestellt sind, wissen schliesslich, was von ihnen erwartet wird. Es ist wie mit dem Bäcker, der das Brot nicht backt, damit der Mensch was zu essen hat, sondern damit er Geld verdient. Solange dieses fundamentale Prinzip nicht geändert wird, ist es müssig, sich über diesen Medienmüll auch nur aufzuregen. Das ist, wie heisst es so schön, systemimmanent.

    MfG

  2. 9/11 = staatlich verordnete Verschwoerungstheorie. Unter diesem Begriff ist der permanente Krieg gegen den Terror legalisiert. Der militaerisch industrielle Komplex ist mit der finanziellen Ausstattung zum realen Bombenholocaust mutiert, mit weit mehr als 1 Million ermordete Zivilisten.
    Brot-Journalisten und deren Geistesmuell sind mit lebenlangen Berufsverbot zu belegen.
    Wenn die forensische Wahrheit zur Luege , und die Luege zur journalistischen Wahrheit umfirmiert ist, dann ist der Sachverhalt des selbstinduzierten Irresein erfuellt. Solche Journalisten muessen mit Ihren oeffentlichen Erzeugnissen absolut ausgeschlossen bleiben.

  3. Ich konnte deutlich eine öffentliche Blamage des Schweizer Fernsehens erkennen.
    Wieviele Zuschauer der Sendung haben das genauso gesehen? …. sollte die Frage sein die sich das Fernsehen stellt.
    Will ich solche Sendungen mit meine Beiträgen noch weiter bezahlen? …. sollten sich die Zuschauer fragen.

  4. nicht nur unsauberes zitieren! spätestens nach dieser sendung müsste sogar dem grössten vollidioten klar geworden sein, was für ein drecksverein die arena ist. der moderator projer ist das allerletzte! einfach nur widerlich. ich bedanke mich für ihre arbeit herr ganser

  5. Richtig perfide fand ich auch die Frage des „Journalisten“ und Moderators, ob evtl. Beschwerden der Sendung auf dem Schreibtisch des gleichen „Vertreters des Presserats“ landen. Er bejahte dies. Meine Interpretation ist, das es gar keinen Sinn mache, sich über diese Sendung zu beschweren…
    Btw. Das war die schlimmste TV Sendung, die ich jemals gesehen habe. Es hat mich einfach nur traurig gemacht

  6. Dave van Kleist produzierte die Dokumentation „The 9-11 Ripple Effect“ bei der er sich u.a. ausfuehrlich mit den Methoden der Medien befasst, den Sinn einer Aussage in das Gegenteil zu verkehren. Entweder wird Wichtiges weggelassen oder man verbindet die Aussagen des Kritikers mit Mondlandungszweiflern und Elvis Come-back Albums usw. usw. Diese Masche wird flaechendeckend im gesamten westlichen Medienwesen angewandt

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.