ZDF-Machwerk „Die Blutspur – rechter Terror in Deutschland“ lenkt von wahren Hintergründen ab

Der öffentlich-rechtliche Sender „zdf“ veröffentlichte gestern „Die Blutspur – Rechter Terror in Deutschland„. Der Film vermutet, dass Rechtsterroristen bis heute Menschen aus ideologischen Gründen angreifen könnten.

Dafür präsentiert der Sender verschiedene bis heute ungeklärte Verbrechen, etwa den Oktoberfest-Anschlag 1982, oder auch perfide Bomben, die als Geschenke oder Gebrauchsgegenstände getarnt sind und in Vierteln mit hohen Ausländeranteil ausgelegt werden. Es besteht hier eine Parallelität zu dem ersten Kölner Bombenanschlag in der Probsteigasse, für die der sogenannte NSU-Bekennerfilm Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos, Beate Zschäpe als Haupttäter verantwortlich macht. Ein anderes Beispiel ist die Erschießung von Burak Bektas. Der Täter könnte nach dem „Drehbuch des NSU“ handeln, jedoch:

zdf: „Es gibt keine Beweise für einen Terrorakt, doch viel erinnert an die Taten des NSU, brutale, scheinbar zufällig Morde, wie der an Burak Bektas, verbreiten Angst unter den Einwanderern. Alle sind potentielle Opfer. Das entspricht exakt der Handschrift des NSU.“

„Wie bei den anderen Anschlägen bekennt sich niemand zur Tat.“

Das „zdf“ beschreibt den sogenannten „Laser-Man„, der in Schweden Anfang der 90er Jahre auf elf dunkelhäutige Menschen mit Immigrationshintergrund schoss und sich dazu auch nicht bekannte.

Wenn die Grundthese des Films richtig ist, Rechtsterroristen bekennen sich nicht zu ihrem Terror, dann ist die Frage, warum sich das (angeblich) mordende NSU-Netzwerk zu seinen Verbrechen handelte? Deswegen, weil Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos starben? Warum? Ohne den „NSU-Bekennerfilm“ würde bis heute niemand von einem rechtsterroristischen Hintergrund der Verbrechen ausgehen.

Ich bezweifle nicht, dass Rechtsextremisten mindestens bei einem Teil der im Film vorgestellten Verbrechen beteiligt waren, dass sie ideologisch motiviert waren, jedoch liegen die wahren Hintergründe bis heute nicht offen. Nach meiner Einschätzung werden die Extremisten für einen kriminellen tiefen Staat instrumentalisiert, um Verbrechen bequem als Rechtsterrorismus (angeblich) „aufzuklären“. Was sagte einst Franz-Josef Strauß (damaliger CSU-Ministerpräsident, CSU-Vorsitzender) am 16.11.70:

„Man muß sich der nationalen Kräfte bedienen, auch wenn sie noch so reaktionär sind. Hinterher ist es immer möglich, sie elegant abzuservieren. Denn mit Hilfstruppen darf man nicht zimperlich sein.“ (Der Spiegel 12/1970).

Bestes Beispiel sind die angeblichen Haupttäter des sogenannten NSU-Terrors Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos, die ganz offensichtlich als Sündenböcke dienen. Auch der von einer „NSU-Bombe“ geschädigte Ali Demir hegt diese Vermutung. Früh, am 16.11.2011, meldete er Zweifel an:

„Was lässt sich auf diesem Hintergrund zu den heutigen Enthüllungen sagen?
Ali Demir: Bis jetzt sind das für mich nur Vermutungen. Ich habe das Gefühl, man will die Akte schließen. Auf dem Fahrrad gab es Fingerabdrücke und DNS-Spuren. Das sollte wissenschaftlich verglichen werden, um endlich festzustellen, wer der Täter ist. Ich befürchte, dass der Staatsapparat aufgrund seines Versagens dazu neigt, jetzt alle Taten den beiden Toten anzulasten, um von den eigenen Ermittlungspannen abzulenken und den politischen und wirtschaftlichen Hintergrund zu verschleiern. (Neue Rheinische Zeitung)

Ein Gedanke zu „ZDF-Machwerk „Die Blutspur – rechter Terror in Deutschland“ lenkt von wahren Hintergründen ab“

  1. Wer sich nur das allerkleinste bisschen im verlotterten Kölle auskennt & zu Neco A.s Zeiten in der Szene uwegs war, kann zu 110% ausschließen, dass 1-12 Nazis im maximal bereicherten Mülheim/Keupstr vor DEM OK Friseur eine Fahrradbombe abstellen & zünden. Da ist seit Ende 80er Anfang 90er alles massiv überwacht, jede Fraktion hat dort ihre eigenen Späher, Eingreifen, Ausputzer…
    Da macht KEINER etwas, ohne dass der andere weiß wer es war…
    Darf halt nur keiner erfahren, also Außenstehende.

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