Hintergründe des Berliner Terroranschlages erscheinen immer unglaubhafter

Am Abend des 19. Dezember 2016 fand ein Terroranschlag im Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz in Berlin statt. Noch in der gleichen Nacht verhaftete die Berliner Polizei einen verdächtigen Pakistani und entließ ihn am nächsten Tag mangels Beweise. Heute am 21.12 wird bekannt, dass die Polizei im LKW die Papiere eines Tunesiers gefunden hätte. Beide Männer sind „Flüchtlinge“.

„Unter dem Fahrersitz des Tatfahrzeugs fanden die Ermittler die vom Landkreis Kleve ausgestellte Duldungsbescheinigung des tunesischen Staatsbürgers Ahmed A.“ (wikipedia)

Statt diesen ganzen mehr als dubiosen Vorgang zu hinterfragen, beteiligen sich die Medien unkritisch an der Fahndung.

Die Spurensicherung soll also die Papiere tagelang übersehen haben. Der Terrorist ließ seine Unterlagen im LKW – aber warum blieb er dann nicht einfach im LKW sitzen und flüchtete stattdessen vom Tatort? Wer soll das alles glauben?

Es ist zu erwarten, dass diese Person Selbstmord begehen oder erschossen wird. Die Wahrheit werden wir nie erfahren.  Was soll Merkel davon haben, dass einer ihrer Schützlinge Terroranschläge begeht? Wer zieht hier die Fäden?

47 Gedanken zu „Hintergründe des Berliner Terroranschlages erscheinen immer unglaubhafter“

  1. Die Erinnerung an Bubacks Buch, die spontanen Berichte der 1. Runde und die notwendig gewordenen Korrekturen in der 2. Runde haben mich jetzt auf eine Arbeitshypothese geführt:
    Die große genuine Nachricht der 1. Runde der Ermittlungen war die Tatsache, dass ein mutiger Zeuge dem Täter nachgelaufen ist und er so von einer Polizeistreife gestellt werden konnte. Das war eine Heldentat, die so in vielen Medien spontan verbreitet worden ist, die Verhaftung des Täters ein großer Glücksfall, der so nie und nimmer zu erwarten war. Ein richtiger großer Glücksfall in den Ermittlungen! Und die spontanen Nachrichten der 1. Runde sind oft unverfälscht, da schnell und (noch) nicht steuerbar.
    Was wäre nun, wenn dieser Glücksfall der Ermittlungsbehörden real, aber für einen mächtigen Geheimdienst ein großes Unglück gewesen wäre, weil sein V-Mann unerwartet erwischt worden wäre und gesungen hätte? Der mächtige Geheimdienst würde versuchen, mit den Deutschen einen Deal zu machen: Do ut des. Ein Deal würde gemacht werden, ist ja auch besser als ein Geheimdienstkrieg, aber es dauert halt einen Tag oder so und die Toten werden so oder so nicht wieder lebendig.
    Die Erfolgsnachricht der 1. Runde würde kassiert werden, indem man nach 36 Stunden eine neue Nachricht verbreitet, dass der Zeuge den Täter bald aus den Augen verloren hätte und es leider einen ganz Unschuldigen erwischt hätte, der jetzt freigelassen werden muss. Das ging ja auch sehr fix: warum lässt man den einzigen Festgenommenen nach so einem furchtbaren Terrorakt so schnell frei? Nicht ganz einsichtig, denn auch der Unschuldsbeweis nach so einem starken Initialverdacht braucht seine Zeit.
    Jetzt gibt es ein neues Problem: man hat den Täter nach einem Massenmord laufenlassen. Man braucht als Staat einen Ersatz, den man dem Volk präsentieren kann, sonst leidet das Vertrauen noch mehr. Man weiß, dass die Ermittlungen keinen Täter mehr liefern können. Was tun? Man nimmt vielleicht kein Unschuldslamm, sondern einen richtig schweren Jungen, den man bisher nicht losgeworden ist. Innenministerkonferenz: der Jäger aus Kurpfalz, ähm, NRW hat einen Kandidaten. Der wird abgecheckt und abgenickt. Da braucht es nach der 1. Runde starke Indizien, zum Beispiel ein überzeugendes Dokument von unter dem Fahrersitz. Viel Zeit für eine abwechslungsreichere Idee ist nicht: passt schon. Das alles in einem guten Tag: sportliche Leistung! Die Medien posaunen es auf allen Kanälen raus: die meisten Leute glauben es, Kritiker kriegen was auf die Verschwörungszwölf: Dong! Zum Beispiel auch hier im Blog: Dong!
    Diese Verschwörungstheorie gefällt mir schon mal ganz gut, auch wenn es natürlich noch viele Detailprobleme gibt: wie schafft es ein Asylbewerber aus NRW, in Berlin ein Attentat durchzuführen? Indem er in Berlin auch noch eine Wohnung hat. Schräge Sache, aber wer will denn so pingelig sein. Das lässt sich schon irgendwie zurecht schieben.
    Man muss nicht immer das Schlimmste annehmen. Deutsche Behördenvertreter lügen zwar, aber natürlich in erster Linie aus Notwendigkeit. Ich habe nicht die geringste Ahnung, wer der mächtige Geheimdienst ist, will es gar nicht wissen.
    Was würde man als lebensmüder Investigativer machen, um die These zu erhärten:
    – den Zeugen, den Helden, auftreiben und befragen
    – den unschuldigen Tatverdächtigen eruieren und im Auge behalten, was wird aus ihm? Tot oder fort?
    – das Umfeld des Ersatzzeugen vorsichtig abklopfen: hatte der wirklich was in Berlin am Laufen.
    Alles absolut lebensgefährlich! Die deutschen Behörden können das nicht brauchen, der mächtige Geheimdienst, der den Weihnachtsmarkt hat plattmachen lassen, würde bedenkenlos auch noch eine kleine nasse Sache machen.
    Ich behaupte nicht, dass es so war: Gott behüte. Aber so könnte es gewesen sein. Das ist eine richtig schöne Starthypothese, an der man arbeiten könnte, wenn man lebensmüde wäre. Ich aber nicht. Garantiert nicht.

    1. Im Underworth gibt es aktuell einige Untote, die es mal ganz dringend dungeonmäßig von oihrem Lordmarshall besorgt bekommen müssen.
      Am besten CO2-neutral mit Fahrrad hinfahren und geräuschlos und geruchlos temmemäßig luftdruckkanonieren, bis die Hirnschwarte kracht.

    2. In Frankreich gab es die Merkwürdigkeit mit den am Tatort liegen gelassenen Papieren auch.
      Und da gab es noch etwas: ein leitender Ermittler wurde urplötzlich lebensmüde und beging „Selbstmord“.

      Vielleicht müssen wir als Bevölkerung in Zukunft auch noch auf unsere Ermittler aufpassen, dass die in Ruhe arbeiten können.

    3. Genau die Fragen, die Sie hier stellen, habe ich mir auch von Anfang an gestellt – mit dem Unterschied, daß ich nicht erwog, daß man am Anfang womöglich tatsächlich den Richtigen verhaftet hatte, der nie hätte verhaftet werden dürfen.

  2. Lutz Bachmann twitterte am 19.Dezember 2016 um 22:16 (2 Stunden nach der Tat) folgendes:

    Zitat:
    Interne Info aus Berliner Polizeiführung:
    Täter tunesischer Moslem.
    Das der Generalbundesanwalt übernimmt, spricht für die Echtheit.
    https://twitter.com/search?q=lutzbofficial&src=tyah

    https://pbs.twimg.com/media/C0NL8GqWEAEQpQk.jpg

    Dieses Ausweisdokument wurde demnach also nicht erst einen Tag später nachträglich platziert, sondern man fand es sehr schnell nach der Tat.

    Der zuerst festgenommene Pakistaner ist nicht auffindbar:

    Zitat:
    Mittwoch, 21.12.2016, 19:53
    Anschlag in BerlinPakistaner wurde zu unrecht verdächtigt – jetzt fehlt von ihm jede Spur
    http://www.focus.de/politik/deutschland/anschlag-in-berlin-pakistaner-wurde-zu-unrecht-verdaechtigt-jetzt-fehlt-von-ihm-jede-spur_id_6389335.html

    Noch jemand ist aktuell nicht auffindbar:
    Das Forum http://politikforen.net/
    Hat jemand Kontakt?

    1. Die Schuld des Tunesiers hängt nicht von der Unschuld des Pakistaners ab und umgekehrt – die beiden hätten ja z.B. Komplizen sein können. Dennoch scheint hier gemütlich eines nach dem anderen abgearbeitet worden zu sein.

      Am Dienstag-Nachmittag 20. Dezember (Uhrzeit unklar, Anis Amri wird aber noch nicht als Täter genannt, sondern gemutmaßt: „Der Mann, der den Anschlag verübt hat, dürfte somit noch auf freiem Fuß sein“) berichtete n-tv über die Entlassung des Pakistaners und die Stellungnahme der Bundesanwaltschaft hierzu:
      „Die kriminaltechnischen Untersuchungen hätten außerdem keinen Beleg erbracht, dass der Mann im Führerhaus des Lastwagens gewesen sei“.
      http://www.n-tv.de/politik/Kein-Haftbefehl-nach-Anschlag-article19379026.html

      Das Führerhaus muss also schon längst gründlich untersucht gewesen sein müssen (und die Tunesier-Dokumente aufgefunden), als man die endgültige öffentliche Entlastung des Pakistaners verkündete – aber trotzdem noch nichts zum Tunesier sagen wollte, obwohl dieser nicht nur einfach auf der Flucht war, sondern als hochgefährlich zu gelten hatte. Der definitive Ausschluss jeglicher Pakistaner-DNA im Führerhaus ist nun mal zeitlich und technisch erheblich aufwändiger als dort sämtliche Papiere oder Papierfetzen zu finden, auszuwerten und dann zügig öffentlich nach dem Tunesier zu fahnden.

      Der Bachmann-Tweet bereits am Montag Abend bestätigt zusätzlich den (sowieso plausiblen) sehr frühen Dokumenten-Fund und bekräftigt noch mehr die dringende Frage nach der unerträglich langen Dauer des behördlichen Schweigens zum flüchtigen und weiterhin hochgefährlichen Massenmörder.

      Wenn es unserem Sicherheits-Dreigestirn Merkel, de Maizière und Bosbach wirklich um unsere Sicherheit ginge (und nicht ums Vertuschen irgendwelcher Sauereien), dann müssten sie hier Klartext liefern (bzw. von den untergebenen Behörden einfordern).

      Ansonsten bleibt wirklich mit „hintermbusch“ zu befürchten, dass mit großem (auch zeitlichem) Aufwand der „Pakistaner“ bewusst aus der Schusslinie genommen wurde und / oder die Installierung eines Ersatz-Schurken schon lief, aber unerwartete Schwierigkeiten machte.

      Für diejenigen, die den Glauben an das Gute im Sicherheitsapparat noch nicht verloren haben bzw. nicht verlieren wollen, hat man einen Kriminologie-Professor vor die Mikrofone gezerrt, der allerdings auch nur Allerweltsweisheiten wie „im Zweifel die Sorgfalt vor Schnelligkeit“ von sich gibt:
      http://www.n-tv.de/politik/Kriminologe-verteidigt-Ermittlungsarbeit-article19408671.html

      Denn wie schnell ein durchschnittlicher Polizist Ausweispapiere finden und als solche erkennen kann, verrät er uns nicht. Auch nicht, ob das länger dauert und mehr Sorgfalt erfordert als den gleichen (!) Raum für DNA-frei bezüglich einer bestimmten Person zu erklären.

      Pünktlich zu Heiligabend bahnt sich eine DNA-freie und auch im übrigen harmonisch geglättete Erklärung für die verschleppte Fahndung an:
      „Erst in den Befragungen [des Pakistaners] bei der Polizei stellte sich heraus, der Mann ist unschuldig. Auf die Spur von Anis Amri kamen die Ermittler erst, als sie im Führerhaus des für die Tat verwendeten Lastwagens auf seine Duldungspapiere stießen. Daraufhin wurde zunächst nicht öffentlich nach ihm gefahndet.
      Vermutet wurde er zu diesem Zeitpunkt in Nordrhein-Westfalen, eine Asylunterkunft in Emmerich war die letzte bekannte Adresse des gesuchten Tunesiers. Später stellte sich heraus, dass Amri sich seit Februar 2016 überwiegend in Berlin aufhielt.“
      http://www.n-tv.de/politik/Wie-kam-Anis-Amri-bis-nach-Italien-article19407296.html

      Dass man nach einem Atttentäter „zunächst“ nicht am Tatort Berlin fahnden muss, wenn er doch in NRW hochoffiziell mit Wohnsitz gemeldet ist, zeigt zumindest, dass Frau Bach an die preußische Ordnungsliebe und damit die schnelle Integration unserer Zuwanderer glaubt. Da es seit Muttis Grenzöffnung 2015 (Aufhebung der Residenzpflicht!) und insbesondere generell bei Massenmördern zu Abweichungen kommen könnte, hat man dann wohl doch noch zur Fahndung aufgerufen. Von solchen niedlichen Logik-Fehlern abgesehen, hat Frau Bach bei der Umschreibung des Narrativs leider Wichtigeres übersehen: die aktuelle Nachrichtenlage.

      Noch am Vortag, Freitag 23. Dezember, mutmaßte nämlich die WELT:
      „Wo ist Anis Amri? Die Polizei erhöht bei der Fahndung den Druck. Einem Bericht zufolge könnte er sich noch in Berlin aufhalten. Dort wurde er offenbar kurz nach dem Anschlag vor einer Moschee gesichtet.“
      https://www.welt.de/politik/deutschland/article160539415/Amri-nach-Anschlag-vor-Moschee-der-ISIS-Leute-gesichtet.html

      Dass Amri noch am gleichen Tag in Italien sterben wird / starb, wusste die WELT da noch nicht und hielt jedenfalls, gestützt auf (u.a. polizeiliche?) Quellen, einen in Berlin andauernden Aufenthalt für möglich – und somit eine andauernde Anschlagsgefahr.

      Zum verschwundenen Pakistaner:
      Am Donnerstag 22.12. war er für das Springerblatt WAMS erreichbar – allerdings nur telefonisch und angeblich ohne zu wissen, wo (innerhalb Berlins) er sich da gerade befand. Zumindest nennt er plausible Gründe, aus denn man folgern könnte, das anfangs nach der Haftentlassung berichtete „Abtauchen“ seien Ortswechsel mit Polizeiwissen bzw. -mitwirkung gewesen.
      Da er mit der Ablehnung seines Asylantrags rechnet, wird er für die Pflege des Narrativs allerdings vermutlich nur noch zeitlich begrenzt zur Verfügung stehen.
      https://www.welt.de/politik/deutschland/article160545755/Ich-wollte-meine-U-Bahn-erwischen.html

      Paradoxerweise ist beim Pakistaner nicht so recht klar, ob er unverständlich kurz oder unverständlich lang in Polizeigewahrsam war: Rennend aufgegriffen wurde er fast zwei Kilometer vom Weihnachtsmarkt entfernt. Dass der heldenhafte Verfolger nur annähernd so weit gekommen war und ihn dann auch noch erst nahe an diesem Ort mit dem wahren Tat-„Flüchtling“ verwechselt haben soll, erscheint mir unwahrscheinlich. Sei’s drum: In zwei Kilometer Entfernung dürfte es etliche über die Straße rennende Ausländer und (dem Täter ähnelnde) Deutsche gegeben haben. Die als „richtig“ in Betracht kommenden müssten sich nicht nur in der Nähe des Verfolgers befunden haben, sondern z.B. auch ganz schön verschwitzt oder außer Puste gewesen sein.

      Der tatsächlich verhaftete Pakistaner will aber müde und auf dem Weg zur Unterkunft gewesen sein, um sich schlafen zu legen. So jemand pflegt vielleicht eine mehrspurige Straße rennend zu überqueren, aber keine größeren Strecken. Eine schnellere Entlassung als erst nach 20 Stunden drängt sich also auf. Oder wenn wegen Unklarheiten nicht: Ein Grund mehr, schnellstmöglich auch nach dem Tunesier zu fahnden.

  3. Möglichkeiten:

    1.
    Der Täter Anis Amri hat sein Ausweisdokument am Tatort als Beweis für den Auftraggebe hingelegt, damit der dieser der Familie des Täters die finanzielle Belohnung zukommen lässt.
    Falls diese These falsch ist und Anis Amri noch lebt, dann könnte er sich einfach der Polizei stellen und die Sache aufklären.

    2.
    Der Täter hat das Ausweisdokument von Anis Amri am Tatort hingelegt, um von sich abzulenken.

    3.
    Das BKA hat das Ausweisdokument von Anis Amri am Tatort hingelegt, um den wahren Täter zu schützen.

  4. Oh, oh, oh – verdeckt wurde nach dem Tunesier Anis Amir bereits in der Nacht auf Dienstag gefahndet. Sie glaubten sogar sein Versteck zu kennen, zogen SEK und MEK Kräfte zusammen. Satz mit x.

    Gefunden wurde Amirs Geldbörse, in dieser war die Duldung.

    Ob die Spur zu Amir gelegt wurde und wenn ja von wem ist ebenso offen, wie die Möglichkeit das er seine Geldbörse verlor, als der angeschossene Fahrer erwachte und ins Lenkrad griff.

    Verwunderlich ist etwas anderes. Amir war in BW in Abschiebehaft. Also haben sie seine DNA. Sie müssten zwischenzeitlich wissen ob er der Täter ist.

    Und, in Berlin wurde gegen Amir ein Ermittlungsverfahren eingestellt, welches von NRW übernommen wurde. Das riecht sehr stark nach V…….

    Amir schoss nicht mit einer Pistole oder Revolver auf den Fahrer, sondern mit einem Art Schuss-Apparat Marke Eigenbau.

    Warum mich die Geschichte mit dem Pakistani an die Geschichte vom Wettlauf Igel-Hase erinnert? Vielleicht deshalb, weil ich derartig auffällig gekleidet keine Straftat begehen würde.

    Ohne Fakten sollte man die Finger von der Tastatur lassen.

  5. Aliasnamen:

    Ahmed Zaghloul
    geboren am 22.12.1995
    Nationalität: Ägypten

    Anis Amir
    geboren am 23.12.1993 in Tataouine
    Nationalität: Tunesien

    Ahmad Zarzour
    geboren am 22.10.1995 in Ghaza.
    Nationalität: Libanon

    Ahmed Almasri
    geboren am 01.01.1995 in Iskandaria.
    Nationalität: Ägypten

    Ahmed Almasri
    geboren am 01,01,1995 in Alexandra
    Nationalität: Ägypten

    Mohamed Hassa
    geboren am 22.10.1992 in Cafrichik
    Nationalität: Ägypten

    http://imgur.com/a/u4U6H

  6. „Warum wurde der Lkw nicht sofort am Tatort untersucht? Am Dienstag wurde dieser zunächst in eine Halle der Polizei abtransportiert. Nach Informationen von “Süddeutscher Zeitung” und “Spiegel” wollten Kriminaltechniker dort zunächst Personenspürhunde, sogenannte Mantrailer, an die Fahrerkabine führen und so auf den Geruch des Verdächtigen ansetzen. (…) Die Geruchsspur wäre verfälscht worden, wenn Ermittler vorher die Kabine vorher betreten hätten, so die Zeitung. Erst danach wurde das Führerhaus näher untersucht und das Ausweisdokument von Anis Amri gefunden.“

    „Nun rudert Bachmann zurück: „Liebe Presse, ich gebe es zu, ich hatte natürlich nur meine Glaskugel und keinen Informanten!“ Auch der Berliner Polizeisprecher Winfrid Wenzel betonte: „Ich kann hundertprozentig ausschließen, dass die Berliner Polizei bereits am Montagabend Hinweise auf einen tunesischen Tatverdächtigen hatte.“
    https://www.welt.de/politik/deutschland/live160453735/Darum-wurden-Anis-Amris-Papiere-erst-so-spaet-gefunden.html

    1. 1.
      Woher Bachmann die Info hatte, ist offen. Vielleicht aus Kreisen, die er für die Polizei hält, aber andere sind. Bachmann war und ist etwas dubios, wobei seine Rolle durchaus authentisch sein kann. Ob Bachmann von anderen benutzt wird, ohne es zu wissen, wäre auch vorstellbar. Jedenfalls macht ihn die Aussage innerhalb der Pegida und in seinem Umfeld nicht glaubwürdiger: Er ist erheblich angeschlagen durch den Rückzieher.

      2.
      Ob es jemals diesen Ausweis gegeben hat , der verloren oder abgelegt wurde, ist auch nicht klar. Man kann so etwas auch erfinden. Aber irgendwoher muss eben die Info stammen, dass dieser Tunesier Tatverdächtiger sein soll – und die Quelle muss durch einen fiktiv aufgefundenen Ausweis geschützt werden, damit die Story in der Öffentlichkeit glaubwürdig ist.

    2. Der Jux mit der „Glaskugel“, mit dem Bachmann seinen Rückzieher vom frühen Wissen (zum reinen Zufallstreffer) verniedlichte, wird im neuen Bachmann-Tweed abgelöst durch einen feixenden Rückzieher vom Rückzieher:
      „Da stimmte meine Info von 1h nach dem Anschlag wohl doch? Polizei sucht nun doch Tunesier“
      https://www.jungewelt.de/m/artikel/299693.beugehaft-f%C3%BCr-bachmann.html

      Die Verwunderung in seinen wechselhaften Tweeds klingt authentisch und „angeschlagen“ kann eigentlich nur die Polizei sein: Dass Bachmann dort (einzelne?) braune Freunde und Informanten hat, wird Pegida-Fans nämlich weder wundern noch empören.

      Und auf die von der Jungen Welt geforderte Beugehaft kann man getrost verzichten: Entweder hat Bachmann ein eher unwahrscheinliches (Mit-)Täter-Wissen (dann U-Haft statt Beugehaft, die nur gegen bockige Zeugen angewendet wird) – oder er hat Polizei-Wissen, dann muss erst mal die Polizei eine Lüge zurücknehmen und durch eine ausführliche, wahre Erklärung ersetzen (sofern nicht „aus ermittlungstaktischen Gründen“ leider, leider darauf verzichtet werden muss).

      Oder sollte ich mich bzgl. Beugehaft täuschen und hier läuft eine Aktion „Snowden II“, bei der die Entlarvung einer undichten (Polizei-)Stelle als strafwürdiger betrachtet wird als die durch den beamteten Whistle-Blower entlarvte gravierende Polizei-Lüge?

      1. „aus ermittlungstaktischen Gründen“

        Aus ermittlungstaktischen Gründen darf die Polizei lügen und anderweitig dumm tun.
        Allerdings nicht in alle Ewigkeit.
        Sollten die „aus ermittlungstaktischen Gründen“ jemand ans Bein pinkeln, wird das denen langfristig auf die Füße fallen.
        Da die Polizisten das auch wissen, halte ich diesen Grund für nicht gegeben.

      2. Bachmann meint, dass er Kontakte zur Polizei habe, aber existieren sie wirklich?

        Vorstellbar ist es, dass Bachmann Kontakte zu einfachen und mittleren Beamten hat, aber nicht zu solchen, die das Herrschaftswissen haben und ihm gegenüber so etwas verraten. Diese Info könnte vielmehr aus einem anderem Kanal stammen, die sich ihm gegenüber als „Polizei“ ausgeben, aber keine waren und sind – und die Interesse daran hatten, dass Bachmann diese Info verbreitet. Kann er die Quelle auf Authentizität überprüfen? Nein, er müsste ja dann die Quelle verraten, indem er die richtige Polizei darüber informiert.

        Für Bachmann als Chef der Pegida interessieren sich vermutlich viele Akteure des tiefen Staates, die ihn aber auch benutzen könnten.

        P.S.
        Die JUNGE WELT ist im Bereich der Geo- und Sozialpolitik eine lesbare Zeitung, aber nicht, wenn es um Pegida oder Terror von Rechts geht. Sie sind dann dem Narrativ ihrer Leserschaft verpflichtet und eher wenig objektiv, was aber jeder weiß.

  7. ? Völlig klar. Die Fahrerkabine wurde nicht berührt. Per Ferndiagnose wurde festgestellt, das der polnische Fahrer erschossen wurde und Stichverletzungen hatte, sowie im Gesicht Spuren von Faustschlägen. ???

  8. Der RBB meldet soeben, das Amri am Mittwoch, den 14.12. und am Do., den 15.12. vom Observations-Team jeweils fotografiert wurde. Wenn das stimmt wurde er sporadisch observiert.

    Kein Wunder, Berlin kann maximal drei Gefährder rund um die Uhr beobachten. Mehr Personal hat der ehemalige CDU Innensenator der Abteilung nicht bewilligt. So viel zum Thema innere Sicherheit.

  9. Das Geheimnis der Glaskugel: – nachzulesen auf rbb-online, nachrichten- update –

    Die Geldbörse musste am Dienstag gefunden werden. Denn – nicht Amri wurde observiert sondern die so genannte ISIS-Moschee in der Perleberger Str. (Moabit). Dort wurde Amri am /15.12. fotografiert und in der Nacht 19./20.12. – kurz nach dem Anschlag.

    Peinlich, Zugriff verschlafen, oder verstehe ich etwas falsch

    1. Auf den zwei nächtlichen Schwarzweiß-Fotos am Moschee-Eingang (14. und 15.12.16) gleichen sich Jacke, Mütze und Statur des jeweiligen Mannes – aber ist das auch jeweils das gleiche, beschreibbare Gesicht, das man mit irgendwas vergleichen kann, z.B. mit den Fahndungsfotos?

      Schon die zwei offiziellen (farbigen) Fahndungsfotos zeigen für mich zwei verschiedene Gesichter:
      Der Brillen-Mann auf dem Passfoto hat die (geblendeten?) Augen evtl. zu Schitzaugen zusammengekniffen, so dass man die Augen-Partien schon mal gar nicht vergleichen kann.

      Das insgesamt breiter wirkende Gesicht bzw. die flachere Stirn wirken vertikal gestaucht im Vergleich zum anderen Foto und zeigen einen ganz anderen Kopf-Umriss.

  10. Amri wurde heute Nacht gegen 3:00 Uhr in Mailand erschossen…… Der Vorhang zu und alle Fragen offen.

    @ bekir

    Es war, wie ich nun weiss, eine nicht ständig überwachte automatische Kamera, ohne „Gesichtserkennungssoftware“. Die veröffentlichte Fotos sind sehr schlecht , doch dies täuscht. Ich kenne die Bilder solcher Kameras und die waren von sehr guter Qualität. In Berlin mag dies anders sein. Hier wird auch bei solchen Kameras biometrische Software abgelehnt. Von den GRÜNEN, der Partei der Minderheiten, Flüchtlinge und den armen Kriminellen.

  11. Als Toter ist Amri besonders wertvoll. Er soll mit Kleinkaliber .22 auf bewaffnete Polizisten geschossen haben. Damit wäre er also definitiv ein gewaltbereiter Irrer gewesen.
    Dazu gibt es in Berlin ein Gegenstück: beim toten LKW-Fahrer hieß es noch, dieses Kaliber könne auf kurze Distanz tödlich sein. Dass der polnische Fahrer zuletzt noch erschossen wurde, wurde aber erst ab Dienstag 10:00 Uhr behauptet, als gerade BAW+BKA die Ermittlungen übernommen hatten. Sie wären also mal wieder bestens vorbereitet gewesen auf das, was zu tun war, Spurenliste inklusive:
    https://hintermbusch.wordpress.com/2016/12/21/kleine-theorie-zum-taeter-von-berlin/

  12. Im Gegensatz zum offensichtlich viel zu großem Zeitabstand des „Auffindens des“ Duldungspapiers und nun auch noch (nach mehr als drei Tagen!) des Handys von Amri, war innerhalb eines Tags angeblich klar, daß es die gleiche Waffe, gepaart mit Fingerabdrücken an Lenkrad und Tür des Tat LKWs war. Da kommt man doch ins Grübeln.
    Überdies forderte die Merkel heute „Konsequenzen“ und übersieht dabei völlig , daß die erste Konsequenz, ihr eigener Rücktritt sein sollte!

  13. Krautfunding für Gegenmaßnahmen statt Steuern.

    Na, wie wär’s?
    Steuern zahlen macht nämlich keinen Sinn mehr, wenn die innere Sicherheit nicht gewährleistet ist.

    Würde man den selben Betrag, den man sonst für Steuern abgeben muss, in Waffen, Munition und Datenbanken mit Zielobjekten investieren, dann wäre die innere Sicherheit mit ziemlicher Sicherheit besser gewährleistet.

  14. Das Stillhalteabkommen mit dem Islam basierte doch wohl auf deren Nichtstun.
    Wir tolerieren die, wenn die uns nichts tun.
    So war das doch wohl mal gedacht.
    Dieses Stillhalteabkommen haben die uns aufgekündigt.
    Also: „Feuer Frei“!
    72 Stunden Countdown…

    1. …Countdown zur Evakuierung der Frauen und Kinder…und wegen Weihnachten…und so…

      Ich rate euch:
      RUN fOR COVER!

      HunterKiller.out.there!
      Meet.me.in.my.Dungeon…

    2. Der Islam hat keinen Papst, keine einheitlichen Strukturen. Es gibt zwei Hauptströmungen: die kleinere (Schiiten) ist überwiegend im Iran zu Hause, die größere (Sunniten) in den übrigen Ländern. In Saudi-Arabien herrscht eine besonders fanatisch-rückständige Sunniten-Richtung: die Wahhabiten, auch Salafisten genannt. Also genau die Sorte Moslem, die bei uns zu Recht vorrangig als Gefährder gilt, beherrscht diktatorisch die rückständigste Kopf-ab-Monarchie des Orients.

      Und genau diese Handabhacker-Monarchie ist seit Jahrzehnten der „treueste“ Verbündete des Westens. „Treu“ allerdings nur militär-politisch und wirtschaftspolitisch: Verlässliche Öl-Lieferungen gegen verlässliche Panzer-Lieferungen, auch aus Deutschland, das ja angeblich nicht in Krisengebiete liefert. Obwohl die Saudis 2011 dem Herrscher von Bahrein halfen, einen schiitischen (=Iran-freundlichen) Volksaufstand niederzuschlagen. Was zeitgleich anderswo „Arabischer Frühling“ genannt und von der CIA tatkräftig unterstützt wurde, nannte der Westen in Bahrein „Unruhen“, soweit es (selten genug) in unseren Mainstream-Medien überhaupt erwähnt wurde.

      Seit 2015 überziehen die Saudis den Jemen mit einer „Militärintervention“ (also noch so einem bei uns schamhaft verschwiegenen Angriffs-Krieg), weil schiitische (Iran-freundliche) Rebellen den Präsidenten Hadi ins saudische Exil vertrieben haben.

      Terror-Banden wie „Al-Kaida“ und „Islamischer Staat“, die sich momentan in Syrien und Irak austoben, sind eine Art Fremdenlegion, die nur deshalb Dummköpfe und gescheiterte Existenzen als Söldner erfolgreich anwerben können, weil sie von saudischen Öl-Millionen nur so überflutet werden.

      Daneben fördern die Saudis (die im eigenen Land keine anderen Religionen dulden) seit Jahrzehnten die islamische (d.h. salafistische) Mission weltweit, indem sie den Bau neuer Moscheen und deren Prediger finanzieren. Durchgeknallte Konvertiten wie Pierre Vogel und Sven Lau haben vermutlich auch von diesen Geldern profitiert.

      Wenn es ein zu kündigendes „Stillhalteabkommen mit dem Islam“ gibt, dann genau das mit den Saudis.
      Dem steuerzahlenden, mäßig religiösen Ali oder Hassan aus der Nachbarschaft sollte man die Verbrechen der Saudi-Gang (und ihrer westlichen Helfer in unserer Polit-Kaste) dagegen nicht in die Schuhe schieben.

    3. Wie „islamisch“ war dieser Anis Amri eigentlich – oder kam er einfach nur aus einem islamischen Land, so wie Böhnhardt und Mundlos aus einem „christlichen“ Land kamen? Den beiden Uwes unterstellen Medien und Justiz fanatisch-mörderischen Moslem-Hass, aber nennt sie deshalb irgendjemand gleich „Christen-Fanatiker“? (Massenmörder Breivik sieht sich selber wohl noch am ehesten als Verteidiger des christlichen Abendlandes, aber die christlichen Kirchen fühlen sich – zu Recht – weder verantwortlich für seine Wahn-Vorstellungen noch für sein recht oberflächliches „Christentum“.)

      Amri floh nicht aus Tunesien, weil er zuviel oder zuwenig Islam praktizierte, sondern schlicht und einfach, weil er als verurteilter Bankräuber seiner Haftstrafe entkommen wollte.
      Als Brandstifter hat er dann in Italien vier Jahre schwedische Gardinen nachgeholt – seine Zündelei war genausowenig „islamisch“ motiviert wie es für die von Zschäpe in Zwickau keine „christlichen“ Motive gab.

      Selbst die zwei „selbsternannten IS-Kämpfer“ (FAZ), die im Juli in der Normandie einem katholischen Geistlichen während der Messe die Kehle durchschnitten, waren eher Psychopathen, die im „Islamischen Staat“ Leute mit gleichem Krankheitsbild suchten und zuletzt ihren sowieso anstehenden Selbstmord wie Amok-Täter zur großen Show aufblasen wollten.

      Der eine (Adel Kermiche) war seit der Grundschule verhaltensauffällig und seine ältere Schwester sprach von Gehirnwäsche; innerhalb von zwei Monaten sei die Religion vor allem anderen gekommen. Nach einer 10-monatigen Haft war er entlassen worden, obwohl seine Eltern dem Haftrichter gesagt hatten, sie sähen „ihren Sohn lieber in Sicherheit in einem Gefängnis als auf freiem Fuß; er sei unkontrollierbar“.

      Und nachdem jetzt alle Deutschen „wissen“, dass ein „islamischer Fanatiker“ namens Anis Amri der Täter in Berlin war, bekommen sie bei der Bescherung unterm Weihnachtsbaum das neueste Dementi der Polizei nicht mehr mit: „Die Person auf den Bildern einer Überwachungskamera [aus der Moschee] in der Perleberger Straße in Moabit ist nicht der mutmaßliche Attentäter Anis Amri“. Dabei hätte es doch so schön gepasst: Von der ISIS-Moschee aufgeputscht, rüber zum Weihnachtsmarkt, Christen morden gehen.

      1. Wie „islamisch“ war dieser Anis Amri eigentlich

        Was für eine Frage.
        Natürlich überhaupt nicht – so wie alle anderen Muslime auch.

        Die Unmenge islamischer Verbrechen sind Einzeltaten, die mit Islam nichts zu tun haben.
        Aber das wissen wir ja schon lange.

        1. Manche Vorurteile sind halt einfach zu schön als dass man sie sich nehmen lassen will. Dann also die Dschihadisten Atta & Amri gegen die Kreuzritter Breivik & Böhnhardt?

          Gäbe wenigstens einen schönen Hollywood-Fim, der wie gewohnt garantiert vom Pentagon gesponsert würde – also auf, Drehbuch hinschicken! Aber schön beim Klischee bleiben: bei Atta die Saufgelage weglassen und beim Rest die Vorstrafen bzw. Arztberichte. Lieber reichlich Minarette und Kirchtürme einblenden.

          Und keinesfalls honorige Leute als Hintermänner reinziehen (z.B. eine heimliche Verflechtung von westlichen und saudischen Eliten thematisieren), sonst wird das ja nichts mit den von uns beiden favorisierten Einzeltätern und man würde merken, dass nicht alle „Christen“ so „christlich“ sind, wie sie sich selber gerne sehen.

        2. Muttis grenzenlose und unkontrollierte Einwanderung ist auch nicht mein Ding und bestimmt nicht jeder Fanatiker ist westlich-saudisch-israelisch finanziert.

          Aber z.B. ein seit jeher islamisches und rückständiges Land wie Afghanistan ist nicht durch den Islam so gefährlich für Reisende geworden wie es heute ist.
          Es waren vielmehr die seit 1978 eingefallenen abendländischen (russischen, amerikanischen, NATO-)Truppen, die seit jetzt fast 40 Jahren das Land in die Steinzeit und die Bevölkerung in den Wahnsinn und ins Exil bomben.

          1968 tanzten auf Kabuls Straßen noch die durchreisenden westlichen Hippies – das manche das nicht überlebten, lag nicht an einer vermeintlichen Feindseligkeit der damals sehr gastfreundlichen Bevölkerung, sondern hing wie in der westlichen Heimat mehr mit ihrem Drogenkonsum und dem Zoff untereinander und mit ihren Dealern zusammen,
          http://www.spiegel.de/einestages/afghanistan-1968-a-949725.html

          Die Verrohung liegt nicht nur an Bomben-Menge und Bombardierungs-Dauer: Der westliche Brauch des Drohnenmordes (eingeführt durch „Friedensnobelpreisträger“ Obama) erlaubt dem Westen ein für sich selber risikoloses Töten für die sogenannten „westlichen Werte“. Verdacht genügt, der „Angeklagte“ erfährt von der „Anklage“ erst während der Vollstreckung seines Todesurteils, lästige Prüfungen, Anhörungen und Gegenargumente entfallen.

          Bei den regelmäßig abgeschlachteten Hochzeitsgesellschaften werden alle männlichen Toten automatisch zu „Terroristen“ erklärt (=erspart lästige Nachfragen) und der Rest (tote Frauen und Kinder) als Kollateral-Schäden verniedlicht.

          Die dabei entstehende Wut ist genauso wenig „islamisch“, wie sie bei uns (wären wir Drohnen-Opfer) als „christlich“ bezeichnet werden würde. Aber an irgendwelche Ideen, Götter etc. klammern sich die Menschen halt gerne – und erwartet jemand ernsthaft von den bombardierten Afghanen eine Schwärmerei für „westliche Werte“?

          Höchstens (nach der erzwungenen Flucht) für diejenigen „westlichen Werte“, die in Dollar und Euro gemessen werden und die vielleicht die einzig ehrlich geschätzten Werte bei uns im Westen sind?

  15. Neuigkeiten aus Italien:
    „Ein Rätsel ist zum Beispiel auch die Tatsache, dass der Lkw, den Amri offenbar für sein Attentat auf dem Berliner Weihnachtsmarkt benutzte, seine Fahrt ursprünglich in Italien begonnen hatte. In Cinisello Balsamo, nur ein paar Kilometer von Sesto San Giovanni entfernt“ (=wo Amri erschossen wurde).
    http://www.rp-online.de/politik/ausland/anis-amri-erschossen-italien-feiert-die-helden-von-mailand-aid-1.6485297

    Wie er unbehelligt durch halb Europa reisen konnte, fragt die Presse sich auch (ich mich eher weniger); ebenso: Was er eigentlich in Sesto San Giovanni vorhatte.

    Nachdem das mit den Berliner Moschee-Fotos nun doch nichts war – was spricht eigentlich gegen die Variante, dass Anis Amri evtl. im Raum Sesto San Giovanni war (und blieb), als der LKW – ausgestattet mit seinen Papieren und seiner DNA – sich Richtung Berlin aufmachte? Das hätte den Vorteil, dass er zu seiner eigenen Erschießung pünktlich anwesend ist und nicht erst auf Reisen muss, wo er irgendwo lebendig verhaftet werden könnte und dann unpassende Dinge sagt.

    Jedenfalls sollte man den Fuhrunternehmer und Cousin des getöteten LKW-Fahrers nochmals eindringlich nach den Routen dieses Fahrzeugs befragen. Bisher klang das sehr „nordisch“ nach einem vorwiegenden Pendeln zwischen Stettin (Sitz des Unternehmers und des Fahrers) und Berlin.

    Wobei „Ariel“, der Vorname des Unternehmers für polnische Verhältnisse doch sehr „südlich“ (hebräisch) klingt. Während Merkel in ihren ersten Betroffenheits-Worten den Fahrer als erstes Opfer (und evtl. Held) merkwürdigerweise ignorierte.

  16. Neuigkeiten aus Berlin:
    Am Donnerstag 22.12. habe der zunächst verhaftete Pakistani sein Handy zurückbekommen, so dass ein pakistanischer Journalist ihn kurz danach telefonisch für die „Welt am Sonntag“ erreichte. Wo er sich beim Anruf gerade befand, wusste er auf Nachfrage zwar nicht – aber Hauptsache die WAMS hatte seine Nummer und kann uns mit News versorgen,
    https://www.welt.de/politik/deutschland/article160545755/Ich-wollte-meine-U-Bahn-erwischen.html

    Damit wäre das nach der Freilassung zunächst gemeldete „Abtauchen“ schon mal nebenbei wegerklärt, ohne es nochmals ausdrücklich erwähnen zu müssen, denn
    „Montagnacht war ich noch in Gewahrsam, am nächsten Tag ließen sie mich gehen. Danach schickten sie mich in ein Hotel. Anschließend wurde ich in eine andere Flüchtlingsunterkunft gebracht, aber ich weiß nicht, wo sie sich befindet.“ Aber jedenfalls noch in Berlin sei sie, sagt der Mann, der mit Ablehnung seines Asylantrags rechnet.

    Auch von einer zweiten Ursprungs-Nachricht müssen wir uns verabschieden: Der heldenhafte Verfolger, der während der Verfolgungsjagd Kontakt zur Polizei gehalten hatte und den anschließend Verhafteten doch irgendwie verwechselt haben musste, ist jetzt verschwunden.

    Denn der beim Straßen-Überqueren wegen der Autos rennende Pakistani (der übrigens dringend auf die U-Bahn musste und „zurück in meine Unterkunft, weil ich schlafen wollte“), wurde bei dieser Rennerei am Hansaplatz festgenommen, „etwa 1,8 Kilometer entfernt vom Breitscheidplatz“, dem Attentatsort. Seine Rennerei begonnen und die polizeiliche Aufmerksamkeit auf sich gezogen hatte er also weit entfernt vom Tätigkeitsbereich des heldenhaften Verfolgers.

    Gab es den heldenhaften Verfolger gar nicht? Oder hat er noch einen anderen, näher am Tatort befindlichen „Pakistani“ der Polizei zur Verhaftung „vorgeschlagen“? Oder weiß der „angerufene Pakistani“ zwar nicht, wo er ist, aber was er laut ihm vorliegenden Handzettel der Presse an Antworten zu geben hat?

    Fragen über Fragen …

  17. Auch zum (rechtmäßigen) Fahrer Lukasz Robert U. mehr Fragen als Antworten:
    „Die Obduktion des Leichnams von U. soll nach „Bild“-Informationen ergeben haben, dass er zum Zeitpunkt des Anschlags noch lebte. Womöglich griff der 37-Jährige ins Lenkrad, als er merkte, was der Attentäter vorhatte. Doch dann bleibt die Frage: Warum hat der Täter U. überhaupt im Lastwagen mitgenommen? Immerhin musste er befürchten, dass der polnische Fahrer versuchen würde, die geplante Tat zu verhindern. Aus welchem Grund ging er dieses Risiko ein?“
    http://www.n-tv.de/politik/Wie-Lukasz-U-seinem-Moerder-begegnete-article19384091.html?utm_source=RUN_onvista.de&utm_medium=text&utm_campaign=veeseo_RUN

    Der Täter hatte sein Entführungsopfer stundenlang leben lassen und U. saß – soweit das die Berichte hergeben – in der entscheidenden Schlussphase ohne Fesseln neben dem Täter auf dem Beifahrersitz, wo er dann durch Kopfschuss starb, aber zuvor noch Stichwunden erlitt. Das schreit fast nach einem zweiten Täter, über dessen Existenz man sich offiziell bisher merkwürdig wenig Gedanken macht.

    Denn als einzelner Täter das Fahrzeug lenken, den (plötzlich?) aufsässigen Beifahrer durch Stiche in Schach halten, weiterfahren /-lenken, zur Pistole greifen und schießen und schließlich türmen, erfordert eigentlich mehr als zwei Hände.

    Weil der Beifahrer, der das Handgemenge auslöst, hierbei um nichts weniger als sein eigenes Leben kämpft, dürfte er vollen Einsatz gezeigt haben.
    „Unklar ist auch, ob es Notbremssysteme im Scania-Lkw gegeben hat – und wenn ja, warum sie nicht funktioniert haben. Sie können zwar vom Fahrer lahmgelegt werden. Allerdings muss dieser auch wissen, wie das geht.“
    Schlimm genug für den Täter wäre aber schon alleine, wenn er während des Handgemenges vom Gaspedal abrutscht und der LKW zu stehen kommt, bevor das Handgemenge beendet ist.

    Das hätte Außenstehende zum Eingreifen animieren können, so dass die Chancen der eigenen Flucht gewaltig sinken.

    1. Der „Il Giorno“-Artikel hat das Datum Dienstag 20. Dez.
      An dem Tag nach der Tat, als die deutschen Ermittler es gerade mal geschafft haben wollen, unter den Fahrersitz zu schauen und die Amri-Papiere zu finden, wusste die italienische Zeitungs-Öffentlichkeit bereits Bescheid über die genaue inneritalienische Route samt den Ladezuständen des polnischen LKWs vor seiner anschließenden Fahrt nach Berlin.

      Zumindest die Auswertung des „Fahrtenschreibers“ des demolierten LKWs samt Amtshilfe-Ersuchen nach Italien müssen die Berliner Ermittler also ganz zügig auf die Reihe bekommen haben.
      So allumfassend kann das unvermeidliche Chaos also nicht gewesen sein, das Kriminologie-Professor Feltes („im Zweifel die Sorgfalt vor Schnelligkeit“) zur Entschuldigung der Ermittler bemühte.

  18. Als abgelehnter Asylbewerber war Amri in NRW residenzpflichtig. Dennoch reiste er im Februar oder März 2016 nach Berlin. Welches „Verkehrsmittel“ er nutzte, dazu hat Fefes Blog eine Meldung ausgegraben:
    Hingefahren wurde er von einem V-Mann des Verfassungsschutzes, der schon Monate lang Zeuge seiner Radikalisierung war und dem Amri mitgeteilt hatte, „dass es sein Auftrag sei, im Sinne von Allah zu töten“
    https://blog.fefe.de/?ts=a69aaf59
    http://www.wsws.org/en/articles/2016/12/28/berl-d28.html

    Sage keiner, die Schlapphüte hätten geschlafen. Aus Gründen des Staatswohls dürfen sie nur nicht hinausposaunen, wie gut sie alles überblicken.

    1. Ergänzung (Nachricht vom Okt. 2017):
      Ebenfalls ein V-Mann (Deckname „Murat“ und evtl. der gleiche, der ihn von NRW nach Berlin gefahren hat?) soll Amri zu „Anschlägen angestachelt haben“, http://www.tagesspiegel.de/berlin/attentat-auf-berliner-breitscheidplatz-anis-amri-wurde-moeglicherweise-von-v-mann-angestachelt/20479546.html

      Und wieder einmal ist die „Kenntnis des ehemaligen NRW-Innenministers Jäger unklar“ – bei Politikern schützt (angebliche) Unwissenheit manchmal wohl doch vor Strafe, denn: „Rechtlich ist geregelt, dass V-Personen nicht zu Straftaten animieren dürfen. In der Praxis dürfte das dennoch regelmäßig geschehen, schon weil die meisten Spitzel aus kriminellen Milieus stammen.“

      Fragt sich nur, wie oft hintereinander bei ein und demselben V-Mann dieses illegale Anstiften „regelmäßig geschehen“ (und den Verantwortlichen auffallen) darf, bevor auch sie endgültig als Mit-Verantwortliche (mit Wissen und Wollen) zu betrachten sind, die nicht einfach nur gezwungen sind, solche „milieubedingten“ Anstiftereien zu dulden.

      Beim Amri-Anstifter scheint es da einen gewissen Toleranz- bzw. Freischuss-Bereich gegeben zu haben: „Nach Westpol-Recherchen soll der Informant des nordrhein-westfälischen Landeskriminalamtes auch die Attentäter des Anschlags auf den Essener Sikh-Tempel im April 2016 angestachelt haben“, https://www1.wdr.de/nachrichten/landespolitik/neue-vorwuerfe-gegen-amri-vmann-100.html

      Wobei der „bösen“ Tat sogleich die „gute“ (aber dann wieder eine „böse“) folgte:
      „Nach dem Attentat auf einen Sikh-Tempel in Essen gab Murat entscheidende Hinweise auf Mitverschwörer. Mit einem verabredete er sich in der Essener Innenstadt, um neue Ziele auszukundschaften. Kurz darauf kam der Mann in U-Haft. Im August 2016 wurde Murat durch die Gruppe um Abu Walaa enttarnt. Man setzte ein Kopfgeld auf ihn aus“, https://www.ksta.de/28621606

      Aufgrund des illegalen Anstiftens durch einen staatlichen (Lock-)Spitzel steht der Prozess gegen die angestiftete Abu-Walaa-Gruppe auf der Kippe. Und der enttarnte Anstifter musste vor Rache-Aktionen geschützt und in ein Zeugenschutz-Programm gesteckt werden.

      Wenn schon keine Bestrafung des Anstifters: Auch wenigstens nach einer Distanzierung der Behörde vom illegalen Anstiften ihres V-Mannes sieht das ja nicht gerade aus. Zumal er aus seinem Schutz-Status heraus gerade mal vier Monate später den nächsten Anschlags-Kandidaten (eben Anis Amri) in offiziellem Auftrag beschattete – und ihn zum Breitscheidplatz-Attentat (offiziell? inoffiziell?) anstiftete.

  19. „Behörden kannten Amris Identitäten“ – so n-tv am 29.12.16:
    http://www.n-tv.de/politik/Bericht-Behoerden-kannten-Amris-Identitaeten-article19432246.html

    Weil er einem Wachmann auf dem Gelände des Berliner Lageso mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben soll, wurde bereits 2015 gegen ihn ermittelt – und wieder eingestellt, weil er unter dem Namen „Ahmad Zaghoul“ nicht mehr auffindbar war.

    „Später habe das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) Amri absichtlich unter einem falschen Namen geführt, ‚um ihn trotz laufender Ermittlungen in Sicherheit zu wiegen‘, so das Magazin.“

    Überhaupt scheint es im höchsten behördlichen Interesse gelegen zu haben, dass Amri sich sicher fühlt, denn es sei
    „im Gemeinsamen Terrorismus-Abwehrzentrum (GTAZ) in Berlin zwischen Februar und November 2016 mindestens sieben Mal über Amri gesprochen worden“.

    Unscheinbar am Artikel-Ende kommt dann unter der harmlosen Teil-Überschrift „Gefahr nicht erkannt“ der Hammer:
    „Behördenunterlagen, die nur fünf Tage vor [ !! ] der Tat entstanden, beschrieben seinen Werdegang in Deutschland. Demnach suchte er im Internet Anleitungen für den Bau von Rohrbomben und die Herstellung von Sprengstoffen wie etwa TNT. Zudem suchte er im Februar offenbar Kontakt zum ‚Islamischen Staat‘ und soll sich als Selbstmordattentäter angeboten haben. Mindestens zwei Mal wurde dem Bericht zufolge im GTAZ die Frage diskutiert, ob Amri einen konkreten Anschlag in Deutschland plane. Beide Male wurde dies demnach als unwahrscheinlich eingestuft.“

    Eine Grenze zwischen „nicht erkannt“ und „sehenden Auges zugelassen“ ist da für mich nicht mehr erkennbar!

    Die im März in Kleve ausgestellte Duldungsbescheinigung lautete übrigens auf den Namen ‚Ahmed Almasri‘. Da er seit Februar / März illegal nach Berlin übesiedelte, dürfte das sein letztes amtliches Dokument gewesen sein – das man unter dem Fahrersitz zwar schnell „finden“ konnte, aber vermutlich nicht verdächtig schnell dem echten (?) Namen Anis Amri öffentlich zuordnen wollte.

    Sonst könnte ja jemand auf die Idee kommen nachzufragen, ob es ein amtliches Decknamen-Kataster für eingereiste Gefährder gibt, die man noch nicht verhaften, sondern erst mal ein bis zwei Jahre „in Sicherheit wiegen“ will.

    Dass die (kostspielige?) Erlangung und unverfrorene Nutzung mehrerer Identitäten vorrangig nur relevant sei für „Ermittlungen wegen Sozialbetrugs“ (=Untertitel bei n-tv), wäre für Sicherheitsbehörden eine reichlich naive Betrachtungsweise.
    Außerdem: Selbst wenn – Erschleichung von Sozialleistungen (erschwerend: mit mehrer Sätzen falscher Papiere) ist auch in Berlin strafbar und Verhaftungsgrund, wo dort doch schon Schwarzfahrer das Gefängnis Plötzensee füllen,
    http://www.berliner-zeitung.de/23395514

  20. Vor fast genau einem Jahr gab es schon mal einen Attentäter, der einerseits „nach LKA-Angaben ein langes Vorstrafenregister“ hatte und andererseits unter konkretem Dschihadismus-Verdacht stand. „Warum ein Krimineller trotz dieses Strafregisters ein Asylverfahren bekommt, konnte LKA-Chef Jacob am Sonntag noch nicht erklären“, schrieb DIE WELT damals,
    https://www.welt.de/politik/deutschland/article150844998/Der-Typus-Fluechtling-vor-dem-Experten-warnten.html

    Als Asylbewerber „sesshaft“ war er ebenfalls in NRW und nutzte ebenfalls bis zu sieben verschiedene Identitäten.
    Auch er ging nach Frankreich – allerdings nicht erst nach der Tat, sondern um dort eine solche zu begehen: Er war der Mann, der „in Paris erschossen wurde, als er versuchte, mit der Attrappe einer Sprengstoffweste am Leib und einem Schlachterbeil in der Hand eine Polizeiwache zu stürmen“.

    Wenn es in diesen Kreisen üblich ist, dass jeder sich gleich eine ganze Packung Identitäten zuzulegt, dann „verleiht“ man bestimmt auch gerne mal die eine oder andere Identität, für einen kürzeren oder längeren Zeitraum?

    Es mag ja der echte „Anis Amri“ gewesen sein (oder auch nicht), der sich auf dem Amt echt-falsche, auf „Ahmed Almasri“ lautende Papiere geholt hatte – aber welcher der beiden (oder ein ganz anderer?) hat sie so unter den Fahrersitz gelegt, dass die Ermittler sie ihm nachhaltig-verlässlich in die Schuhe schieben können?
    Verständlich, dass man da über 24 Stunden Bedenkzeit brauchte und vielleicht erstmals einen Rundruf machen wollte, ob demnächst irgendwo sowieso ein Gefährder erschossen werden wird.

  21. Gerhard Wisnewski hat bereits am 22.12.16 in einem Video auf die am Tatort bzw. Tatfahrzeug fehlenden Blutspuren hingewiesen. Ebenso auf die in Scharen gekommenen und wartenden Krankenwagen, ohne dass man zugleich Opfer sieht (keine am Boden, keine auf Tragen und Bahren, keine von Sanitätern und Ärzten umstellte und betreute). [1]
    Natürlich müsste man erst mal wissen, wann das Video beginnt (ob da z.B. der erste Schub Krankenwagen mit sämtlichen Opfern bereits längst wieder weggefahren ist). Auch muss auf einem Weihnachtsmarkt das Blut der Menschen in dicken Mänteln nicht unbedingt so „spritzen“, wie bei den leichter bekleideten in Nizza an der sommerlichen Promenade. Das Video wirkte auf den ersten Blick daher ein bisschen sensationsheischend.

    Allerdings macht der im unteren Bereich (Stoßstange, Kühlergrill) blitzblank-unbeschädigte LKW etwas nachdenklich – den gravierendsten Schaden hat die (recht hohe) Windschutzscheibe und dort ausgerechnet vor dem Fahrersitz (wo doch schon der Beifahrer den Täter auf dem Fahrersitz „drangsalisierte“ und zu Stichen und Schüssen nötigte – und alles zusammen den Täter trotzdem nicht an der Flucht hinderte).

    Ein „Privat Detektiv“ namens „Its cool Man“ untersucht auf einem Tatort-Rundgang in seinem Video [2] die schier unmöglichen Kurven des überlangen LKWs, der auf seiner kurzen, engen und kurvigen Strecke anscheinend kaum Buden, Straßenschilder, Poller etc. weggefegt hat, aber am Schluss an einer Stelle steht, wo er den Medien noch am Folgetag ein perfektes Panorama fürs Foto-Shooting ermöglicht.

    An sieben sich ähnelnden (Grabkerzen-)„Gedenkstellen“ auf dem Boden am und um den Weihnachtsmarkt fällt das Fehlen von Opfer-Fotos, Namensschilder etc. auf: Nur von einer Israelin und vom polnischen LKW-Fahrer sind Fotos zu sehen, dafür von diesen beiden aber gleich an fast allen Stellen. Überall umschließt ein äußerer Ring von brennenden Kerzen ein großes Feld von anscheinend bereits abgebrannten – nirgends sieht man jedoch auch nur eine einzige Person ein Kerze hinzufügen oder nachdenklich vor dem Kerzenfeld innehalten, wie man das von anderen Unglücksstellen doch gewohnt ist.

    Sieben der zwölf Toten waren Deutsche und unter den ca. 50 Verletzten dürften etliche Berlin-Einwohner sein, deren zahlreiche Freunde, Bekannte und Verwandte weiterhin das Bedürfnis haben, das Gedenken am Tatort zu pflegen?

    Bereits an Heiligabend waren alle Todesopfer identifiziert, aber „abgesehen von den Nationalitäten will das BKA keine genaueren Angaben zu den Personen bekanntgeben“.
    Das mit dem Datenschutz nimmt das BKA wohl sehr genau: „Angaben zu Geschlecht und Alter machte eine Sprecherin am Samstag in Wiesbaden mit Verweis auf Persönlichkeitsrechte nicht. Kinder seien aber nicht unter den Getöteten.“
    Es braucht den SPIEGEL, um wenigstens zu erfahren, dass die Toten paritätisch aus sechs Frauen und sechs Männern bestehen. [3]

    Als dritte Ausnahme (neben der Israelin und dem polnischen Fahrer) berichten alle Medien am 26.12. über die Beerdigung der getöteten Italienierin mit vollem Namen, Alter, Wohnort und Porträt-Foto. [4]

    Auch das neue Video von Wisnewski [5] widmet sich der unmöglichen Fahrtroute eines Täters, dem sowieso keinerlei LKW-Erfahrung zugeschrieben wird. Der LKW scheint in einem veröffentlichten Handy-Video an der angeblichen Eintrittsstelle vorbeigefahren zu sein.
    Passend dazu, berichtet Filmer [2], ein Budenbesitzer habe ihm seinen Eindruck geschildert, der LKW sei (=an der angeblichen Austrittsstelle) rückwärts in den Weihnachtsmarkt eingefahren.

    Für den SPIEGEL war es kein Problem, eine Porträt-College der toten Opfer auf dem Titel abzubilden (und Putin in die Schuhe zu schieben), die in der Ukraine mit der malaysischen Maschine abgestürzt waren – ohne die Erlaubnis der Hinterbliebenen eingeholt zu haben.
    Sind die Medien vorsichtiger bzw. sensibler geworden? Oder gibt es andere Schwierigkeiten, Fotos und Interviews der Geschädigten der Öffentlichkeit zu zeigen? Ist es nur zu früh, diese Fragen zu stellen und wir werden irgendwann mal so ausführlich informiert wie über die NSU-Opfer bzw. deren Angehörige?

    [1] https://www.youtube.com/watch?v=uUTtUxxzPSg&list=PL400EC291DABF43CB&index=3
    [2] https://www.youtube.com/watch?v=n-_KNfQcM3k
    [3] http://www.rbb-online.de/politik/beitrag/2016/12/opfer-anschlag-breitscheidplatz-mind-4-auslaender.html
    [4] http://www.bz-berlin.de/liveticker/anschlag-in-berlin-getoetete-italienerin-beigesetzt
    [5] https://www.youtube.com/watch?list=PL400EC291DABF43CB&v=rjEWmwS99vw

  22. Habe nur das erste video (bis zur Hälfte) angesehen.

    Der Herr Wisnewski sollte seine Beobachtungen und Rückschlüsse (z.T. völlig konträr zum video!) mit der auch für ihn leicht ablesbaren Uhrzeit (der Gedächtniskirche) abgleichen! Dann würde er merken, daß mindestens die Hälfte seiner Vermutungen völliger Laber- Quatsch sind.

    So läßt sich ein denkbarer inside job keinesfalls aufklären.

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