Schickte der IS nur deshalb Terroristen über Balkanroute, um Merkels Flüchtlingspolitik zu diffamieren?

Der mediale Druck auf Merkel-Kritiker ist immens groß. Es werden regelrechte Tabus aufgebaut. Zum Beispiel, dass Merkels Flüchtlingspolitik nicht für die zunehmenden terroristischen IS-Anschläge und Anschlagsgefahr verantwortlich wäre. Erst wurde pauschal abgestritten, dass die Terrororganisation IS Terroristen über die Balkanroute nach Europa schleust. Jetzt wird behauptet, dass das nur deshalb passierte, um Flüchtlinge als Terroristen zu diffamieren. Das Tabu wird brutal durchgesetzt:

Beispielsweise wären für den Leitartikler der Frankfurter Rundschau Stephan Hebel alle, die das Flüchtlings- und Sicherheitsthema verbinden, rechtsextrem, -populistisch oder „Scharfmacher von der hässlichen Schwester aus Bayern“. Die „welt“ schmiss ihren Journalisten Matthias Matussek raus, weil er diese Verbindung auf ironische Weise nach den Anschlägen von Paris zog. Oder die öffentliche „Watschn“ von Bayerns Ministerpräsidenten Horst Seehofer an seinen Finanzminister Markus Söder. 

#ParisAttacks“ ändert alles. Wir dürfen keine illegale und unkontrollierte Zuwanderung zulassen“ hatte Söder am Tag nach den Anschlägen getwittert. Ein Mega-Shitstorm tobte, die CSU-Spitze distanzierte sich: Man wolle Terrorbekämpfung und Flüchtlingskrise getrennt halten.“ (Bild)

„Völlig unangemessen“ ist diese Äußerung für Seehofer. „Es ist eine so große Kernfrage, dass es nach der Richtlinie des Ministerpräsidenten geht.“

„Auch aus den eigenen Reihen wurde Söder kritisiert. Armin Laschet, stellvertretender CDU-Vorsitzender aus Nordrhein-Westfalen, forderte eine Klärung: „Vor diesen Terroristen des IS fliehen die Flüchtlinge nach Deutschland. Was meint Ihr Tweet?“ (welt)

Dieses Tabu ist auch den schweizer Nachbarn aufgefallen: Die Neue Züricher Zeitung (NZZ) berichtet, dass nach den Anschlägen eine  …

„… «Vermischung» der Flüchtlings- mit der Anti-Terror-Politik (…) diverse Regierungspolitiker, vor allem deutsche, möglichst vermeiden [wollen].“

Die unhaltbare Darstellung, dass sich im damaligen Flüchtlingsstrom keine Terroristen befanden, musste inzwischen kleinlaut aufgegeben werden.

Die neue Verteidigungslinie wiederholte der Vorsitzender der deutschen Polizeigewerkschaft Rainer Wendt (CDU-Mitglied): Die Terrororganisation IS schickte nur deshalb Terroristen über die Balkanroute, um Flüchtlinge als Terroristen zu diffamieren.

„Es sei ganz offensichtlich die Strategie des Islamischen Staates (IS), Flüchtlinge zu diskreditieren, indem die Terrororganisation eigene Leute als Asylbewerber nach Europa einschleuse, sagte Wendt der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. „Nötig wäre das nicht. Der IS hat viel Geld und könnte andere Wege nutzen.“

Die Terrororganisation tue es trotzdem, um gezielt Flüchtlinge in Misskredit zu bringen und Ängste vor ihnen zu schüren.“ (focus)

Oder Andre Schulz, Vorsitzender des Bundes deutscher Kriminalbeamter. Er sagte nach den Anschlägen von IS-Terroristen in Ansbach und Würzburg, dass es in Deutschland noch keinen echten islamistischen Anschlag gab, weil: Ein IS-Anschlag wäre definiert als ein professioneller Anschlag von einer Gruppierung. Das wäre in Ansbach und Würzburg nicht der Fall gewesen.

Es ist unglaublich, welche Macht die Medien haben. Durch die Angst vor Rufmord-Kampagnen werden offensichtliche Wahrheiten als Lügen und umgekehrt dargestellt. Den Rest besorgt die Aufstiegs-Orientierung, die Menschen dazu bringt, sich der Macht anzupassen. Nur so kann ansatzweise verstanden werden, dass Angela Merkel als „alternativlos“ medial dargestellt werden kann.

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