Böhnhardts DNA „verunreinigte“ Peggy-Fundort, wegen Fehler von Tatortgruppe

DNA sei durch die Thüringer Tatortgruppe versehentlich angebracht worden.“ (abendzeitung-münchen)

„Die BKA-Beamten verglichen die Tatortfotos vom Auffinden des toten Böhnhardt und von der Bergung der Skelett-Teile von Peggy. Auf den Fotos war der gleiche markante Meterstab der Spurensicherung zu sehen.

Das Messgerät sei unverwechselbar und von einer Beschaffenheit, die es „nur einmal gibt“, hieß es in Ermittlerkreisen. Offenbar ist es für die Fahnder nun vorstellbar, dass eine Körperzelle des toten Böhnhardt mit diesem Meterstab an den Fundort von Peggy übertragen wurde.“ (spiegel)

„NSU-leaks“ berichtet über fünf weitere DNA-Pannen im NSU-Komplex:

http://arbeitskreis-n.su/blog/2016/10/26/die-uwe-dna-bei-peggy-ist-die-5-falsch-dna-im-fall-nsu/

16 Gedanken zu „Böhnhardts DNA „verunreinigte“ Peggy-Fundort, wegen Fehler von Tatortgruppe“

  1. Tja, die Staatsanwaltschaft hat zu einem Presse – Termin heute Nachmittag eingeladen. Die Meldung scheint fundiert zu sein.
    Gott oder der Teufel schütze uns vor solchen Ermittlern.

    1. Jetzt wissen wir es. Verdacht überAnhaftung der Böhnhardt DNA am Meterstab/Meßgerät , die sich offenbar 5 Jahre lang da gehalten hat. Säubert die Polizei ihr Material nicht?

      Damit ist das Rätsel also gelöst und ich muss meinen Vorwurf, daß da was untergeschoben sein könnte um den Fall Peggy Knobloch endgültig abzuschließen, zurücknehmen.

  2. Einzelheiten (vorläufig)

    Angeblich kam ein Winkelmaß zum Einsatz, welches auch im WoMo eingesetzt worden war, laut BKA.
    Äh, wenn das stimmt vermisse ich auch bei anderen Tatorten die DNA von U.B. Vermute den gebauten Mist an anderer Stelle.
    Na gut, ich warte die Pressekonferenz ab.

  3. Na ja, Verunreinigung gehörte von Anfang an zu den gehandelten Lieblingsvarianten. Ich hatte ja auch die Jenaer GM im Auge, bis klar war, es war getrennt.

    Ein richtiger VS Theoretiker bleibt jetzt aber misstrauisch … 😉
    Es bleibt ja auch die Hypothese, dass der DNA-Fund eine „false flag“ war, um den NSU-Erzählern durch Dritte eine vor den Bug zu feuern. Peggy als Drohung, was offen zu legen, wenn nicht weiter pariert wird.
    Das hatten wir im NSU schon.

    Die Begründung sollte also nicht freudetrunken ob der Nullen vom LKA geschluckt werden. Das ein Metermaß punktgenau ein Stoffstück trifft, und nach fünf Jahren Feindbehaftung und Gebrauch zum ersten Mal eine Böni DNA abwirft, also das ist auch was für den Wahrscheinlichkeitsrechner.

  4. Da waren wir alle etwas voreilig. Es findet lediglich eine Überprüfung statt, da StA und Polizei einen Zusammenhang zwischen den beiden Fällen für abenteuerlich halten (nicht nur die. Ich z.B. auch).

    Für die Laien: Der Stofffetzen wurde fotografiert und dazu wird ein Metermaß oder Winkelmaß angelegt. Zum Größenvergleich.
    Ist dieses mit der DNA aus einem anderen Fall kontaminiert, besteht die Gefahr der Verunreinigung.

    Das Maß war auch im WoMo 2011 im Einsatz. Theoretisch kann die U.B. DNA vom Maß auf den Stofffetzen gelangt sein.

    Dies ist aber nur eine Möglichkeit. Bei einer Überprüfung muss der Weg des Stofffetzen – der müsste, sollte er als Beweis anerkannt werden , vollständig Dokumentiert sein – nun zurückverfolgt werden und alle Kontaminierungsmöglichkeiten überprüft werden.

    Mehr ist momentan nicht. Sorry, habe mich so gefreut.
    Denken – über diesen Vorgang – können und dürfen wir – was immer wir wollen. Meine Denke ist im Moment nicht koscher. Eher Gossensprache.

  5. Zitat:
    „Mehr ist momentan nicht. Sorry“
    /

    Mehr ist nicht?
    Was ist denn mit dem zeitlichen Zusammenhang zur angekündigten Aussage von Beate Zschäpe?
    Was wollte Beate denn bezüglich Peggy aussagen? Wollte sie die Namen der Kinderbesteller nennen?
    Diese Aussage war nicht erwünscht, also wird mal schnell, noch dazu bisher nur anhand von Fotos des Messstabes!, diese Spur als falsch deklariert, um somit die Aussage abzublasen. Der Messstab wurde selbst noch nicht auf Böhnhardt-DNA untersucht, sondern lediglich anhand von Fotos den beiden Orten zugeordnet. Das ist zwar ein Indiz, aber zu schwach, um so eine Meldung rauszuhauen. Das macht nur Sinn, wenn man den Zeitdruck zur Verhinderung von Beates Aussage mit einbezieht.

    Aus ermittlungstaktischen Gründen hätte das BKA doch erstmal die Aussage Zschäpes abwarten können und dann hinterher die neuen Erkenntnisse bezüglich DNA-Spur veröffentlichen können. Wenn man sich neue Anhaltspunkte (Aussage) mit Vorsatz im voraus verhindert, dann muss es da eine begründete Spur in politische Kreise geben, denn aus welchem Grund sonst sollte man diesen Fall sabotieren?

    Hat die Kriminalpolizei inzwischen schon den Namen der Person ermittelt, die diese Geschichte glaubt?

  6. Laut N24-Nachrichten „suche das BKA jetzt diesen Meterstab“!
    Das ist der Beweis dafür, dass bisher noch gar kein DNA-Vergleich mit diesem Meterstab gemacht worden ist.

    1. Das ist ja skurril: Die haben den ominösen Meterstab noch gar nicht untersucht, geschweige denn gefunden.
      Wie kommen die überhaupt auf eine Verunreinigung? Nur anhand der Fotos, die zeigen, dass es ein identischer ist? Sind das Unikate, unterscheidbar? Die müssten doch in größerer Anzahl produziert und ausgeliefert worden sein.

    2. Mein automatischer Multi-Sat-Receiver hat diese Meldung zum Glück gespeichert.
      N24, 20161027.1700 Uhr. Hochladefähig.
      Die DNA war nicht verifiziert, nichtmal der Meterstab war zu diesem Zeitpunkt gefunden.
      Die Polizei deckt Politiker, die ihre sexuellen Vorlieben verheimlichen wollen.

  7. @G.Lehle
    @ Bolko

    Natürlich stinkt die Sache. Es war ist ein Rückzug in Etappen, vermute ich. Ich vermute, beweisen kann ich nichts.

    Weiss aber das der GBA seine Finger im Spiel
    …. was nicht sein darf, das nicht sein kann…..

    Bolko ich stimme Dir zu. Es ist Show, nur Show. Meine persönliche Meinung, ohne jeglichen Beweis.

  8. Die Beweis-Findungs und Erfindungs-Einheit (BFEE) wird das Dingen schon schaukeln.
    Aufgrund der bisherigen Ermittlungen führte die Spur zur politischen Kriminalität, also muss flott ein Spurwechsel vorgenommen werden, weil man dieses Ziel nicht erreichen will.
    Deshalb kreiert man sich jetzt eigens einen neuen Beweis und findet den dann, denn was nicht passt wird passend gemacht.
    Also mal kurz in die Asservatenkammer gehüpft, den Stab mit einer Uwe-Unterhose oder Socke mal ein bisschen poliert und schon ist man bereit, das Teil zu „finden“.
    Hoffentlich vertauschen die jetzt nicht auch noch die Unterhosensocke und finden dann den anderen Uwe alias Mundlos.

    P.S.
    gestern bin ich mal wieder aus dem allmystery-Forum rausgeflogen, weil dem Moderator und den anderen gläubigen“ Diskussionsgegnern bewusst wurde, dass sie keine Argumente hatten.
    Man hat mich gar Holocaustleugner geschimpft, weil ich ein NSUngläubiger bin.
    Im Peggy-Strang lamentierte jemand, der NSU-Strang sei irgendwie tot. Das war er aber nunmal eben nicht, sondern der Moderator hat nur besonders fleissig gelöscht. Da kann man Fakten hinschreiben und plausible Erklärungen für merkwürdige Vorkommnisse geben bzw einfordern, aber da diese Hinweise den NSU-Glauben erschüttern würden, wird halt lieber gelöscht anstatt zu diskutieren. Bevor dort einige Betonköpfe zugeben, im Unrecht zu sein, wird lieber großflächig gelöscht und der Diskussionsgegner eliminiert.
    Auch im Zeit-Forum, bei Telepolis und im politik-forum.eu bin ich schon jeweils dutzende male rausgeflogen, weil ich gegen die offizielle Version angeschrieben habe, aber steter Tropfen hölt den Stein. Es zeigt dort bei Telepolis und Zeit eindeutig Wirkung.
    Gegen Fakten und Logik kommt eben letztendlich niemand an.

  9. @Bolko

    Und was nützen uns die Fakten??? Die Öffentlichkeit wird von der Presse selbst in der Prozessberichterstattung belogen.

    Wir konnten es alle lesen: BZ war mit U M in Berlin, warum auch immer. Wo konnten wir lesen wer die Frau mit den 2 Kinder war, die sie begleitete?
    Nirgends!!!
    Lüge ich nun wenn ich behaupte: Es war die Ehefrau und es waren die Kinder eines V- Mannes des VS?
    Nein, ich lüge nicht. Es war nach der Aussage von BZ so.
    Ist Ihnen klar was dies bedeutet? Der VS wusste doch angeblich nicht, wo das Trio war.

    Keiner der Pressefritzen hat dies angeblich bemerkt. Na so was.

    Es ist zum ko…….

  10. https://www.welt.de/politik/deutschland/article159098095/Der-Boehnhardt-Zollstock-wird-zum-GAU-fuer-die-Ermittler.html

    „Völlig offen ist überdies ein anderer Aspekt: Wenn das Metermaß tatsächlich über all die Jahre Uwe Böhnhardts DNA trug, wieso ist dessen Genspur bisher an keinem anderen Tatort zu einem Fall, in den das LKA involviert ist, aufgetaucht? “
    Äusserst berechtigte Frage. Das Rätsel ist also noch nicht ganz gelöst.
    Das Thüringer LKA macht sich verdächtig und es müsste lückenlos , wie im Artikel gefordert aufgeklärt werden.

  11. Zschäpe lieferte ihre bisherigen Geständnisse ganz offensichtlich auf Bestellung und ganz nach Maß des Anklage-Narrativs. Dass nun ihre Aussage-Ankündigung auf eigene Initiative erfolgte, kann ich mir nicht vorstellen.

    Die bisherigen Soffleusen werden sie aber kaum zu einer (ernst gemeinten) Aussage-Ankündigung gedrängt haben, wenn sie nicht schon ein Skript in der Schublade hatten. Hat ihnen jemand das Spiel versaut? Oder spielen sie – zusammen mit den DNA-(Er-)Findern – einvernehmlich und von vorneherein ein ganz anderes Spiel, Stichwort Nebelkerze?

  12. Edathy-Nachfolger (bzgl. UA-Vorsitz) Binninger beklagt fehlende DNA an den Tatorten – prompt wird sie ihm (und uns) „geliefert“.
    Aber nicht mit den gewünschten (NSU-)Tatorten, sondern mit der Botschaft: Wir können nicht nur braun, wir können auch pädo. Und (er-)finden bei Bedarf immer genau das, was wir brauchen.

    Vielleicht als Merkposten an alle, die in dieser Richtung durch Veröffentlichungen was zu verlieren haben? Das muss nicht Binninger direkt sein, aber vielleicht gibt es um ihn herum mehr als genug Leute mit einem (anheizbaren) Bedürfnis, „beruhigend“ auf ihn einzuwirken?

    Ganz nebenbei kann die Öffentlichkeit mit „Wattestäbchen 2“ darauf eingestimmt werden, dass alle DNA-Bezüge recht unzuverlässig sind und in einem so gründlichen Prozess (dreieinhalb Jahre Anhäufung von – DNA-freien – Beweis-Bergen!) doch gar nicht gebraucht werden.

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