Interessante Aussage von DNA-Spezialist Mark Benecke

Der Kriminalbiologe Mark Benecke äußerte sich zum DNA-Fund Böhnhardts bei Peggys Überresten. Der Hintergrund des Interviews mit „web.de“ war, dass der Spurenträger, ein Stofffetzen, an einem Gegenstand hing, im Wald neben den Überresten Peggys. Wie konnte die DNA den Umwelteinflüssen jahrelang widerstehen?

Mark Benecke bestätigte, dass eine Person lediglich einen Gegenstand berühren müsste, um DNA dort zu hinterlassen. 

„Ja, das reicht vollkommen aus. Man benötigt lediglich eine einzige Zelle, um DNA extrahieren zu können.“ (web)

Auch Feuer könnte nur bedingt DNA zerstören. Der Gegenstand müsste schon schwarz oder verkohlt sein.

„Was ist mit einer Zerstörung durch Feuer?

Brände sind ein ganz eigenes Thema. Das ist nicht so wie es im Kino immer gezeigt wird. Da fackelt nicht alles ab und ist schwarz oder verkohlt. Man hat immer noch Stellen, die vom Feuer komplett unberührt bleiben. Es ist gar nicht so einfach, Menschen oder Kleidung zu verbrennen. Damit DNA zu zerstören funktioniert also nur bedingt.“

Im konkreten Fall von Böhnhardts DNA äußert sich Benecke unklar, ihm wurde auch keine konkrete Frage gestellt.

„Geht DNA irgendwann kaputt, löst sich auf oder fällt runter?

„Also runterfallen kann sie nicht, aber gegen manche Einflüsse ist sie empfindlich. Zum Beispiel bei Sonneneinstrahlung, Bakterien und bei mechanischer Zerstörung. Aber eigentlich ist DNA sehr stabil. Sie hält Abkochen und Vertrocknung problemlos aus – man kann also eine Briefmarke ablecken und antrocknen lassen und noch nach Jahrzehnten kann hier Erbsubstanz festgestellt werden.“

Also einerseits ist DNA auf Bakterien und Sonnenlicht empfindlich, andererseits kann bei abgeleckten Briefmarken noch nach Jahrzehnten die DNA festgestellt werden. Der Stofffetzen soll jedoch an einem Gegenstand gehangen haben, war also genau dem ausgesetzt: Bakterien und Sonnenlicht.

21 Gedanken zu „Interessante Aussage von DNA-Spezialist Mark Benecke“

  1. Dann wäre der Fall schon erledigt. Nein, er war – stimmen meine Informationen – dem Sonnenlicht nicht ausgesetzt. Wohl aber bedingt den Mikroorganismen.
    Noch einmal: Die DNA darf im Strafrecht nicht ausgewertet werden, nur der 16 Punkte Code. Es genügt also auch eine unvollständige DNA, sofern dieser Code erhalten ist.

    Zur weiteren Klarstellung: Der Spurenträger wird in der Regel in zehn Einzelteile geteilt und nur ein Einzelteil wird nach DNA untersucht. Es sind also neun weitere Untersuchungen möglich.

    1. „An einem Stofffetzen, der unter dem Leichnam des Mädchens gefunden wurde, konnte die DNA Böhnhardts nachgewiesen werden.“
      Leichnam heißt für mich ein mehr oder weniger intakter menschlicher Körper! Bisher wurde berichtet, dass ein Teil der Knochen gefunden wurde, dass Wildtiere für das Verschwinden der anderen Knochen verantwortlich wäre.

      Die zweite Frage ist, wann dieser Stofffetzen gefunden wurde. Es gab ja offenbar zwei Spurensicherungen am Tatort:

      fatalist: „Die Knochen fand man Anfang Juli 2016, man suchte tagelang alles ab, und dann kommt man 2,5 Monate später „routinemässig wieder“, sucht nochmals, und findet Uwe-Böhnhardt DNA auf einem (hoffentlich grünen) Stofffetzen?“

      Aus der NSU-Berichterstattung im Jahr 2012 wissen wir, Medienberichte mit großer Vorsicht zu bewerten. Viele Berichte stellten sich nach Veröffentlichung der Ermittlungsakten als falsch interpretiert, übertrieben oder gar frei erfunden heraus.

      Weißt Du eigentlich, was für Knochen genau gefunden wurden?

  2. Das mit den Knochen könnte auch noch interessant werden. Diese Grube scheint nämlich etwas kurz zu sein.
    Falls der Kopf fehlen sollte, dann handelte es sich evtl sogar nicht nur um Pädophilie, sondern sogar um Satanismus.

    Fotos der Fundstelle:
    http://www.infranken.de/regional/bildergalerien/diashow/cme164103,2253844

    Interessant, was Leute da in den Wald schmeißen.

    Auf den Bildern 5 und 6 sieht man sogar einen
    „Reer 3495 Babykostwärmer, Basic“
    https://www.amazon.de/dp/B017YTNYNE/?tag=inthread-21

    Auf Bild 7 sieht man gar ein Dreirad.

    Ebenso finde ich Interessant, wie sich Peggy vorher verhalten hatte:

    – Peggy warf Unterhosen weg oder versteckte sie (ab Sommer 2000)
    – Peggy wollte sich nicht mehr nackt zeigen (ab Sommer 2000)
    – Peggy sah vermehrt fern und wollte nicht raus (ab Sommer 2000)
    – Peggy begann wieder einzunässen (ab Sommer 2000)
    – Peggy wirkte verängstigt (ab Sommer 2000)
    – Peggy verlor ihre lebenslustige Art (ab Sommer 2000)
    – Peggy wollte das Haus nicht alleine verlassen (Wochenende vor dem Verschwinden)
    – Peggy saß alleine auf dem Sofa und weinte (nach 3. Mai 2001)
    – Peggy wollte nicht in die Schule (Tag ihres Verschwindens)
    https://www.allmystery.de/themen/km79175-3085#id16928541
    (Beitrag von Jaska, 21.07.2016 um 21:59)

    Das deutet doch darauf hin, dass Peggy bereits im Sommer 2000 mehrfach in sexuell missbraucht worden ist.
    Im Mai 2001 wurde der Missbrauch vermutlich noch härter.
    Sowas geht eigentlich nur bei einem Täter, der sich unauffällig im Dorf aufhalten kann, was bei einer Einwohnerzahl von 1000 nur Anwohner sein können, denn da kennt wirklich jeder jeden und jeder Fremde würde sofort auffallen.
    Böhnhardt wohnte aber nicht in diesem Dorf.

  3. Unter der Leiche geht nicht, weil es keine gibt.
    Bleibt unter einem Knochen.

    Dann wären aber Knochen und Stofffetzen gemeinsam zu finden gewesen und damit Hand in Hand in die forensische Auswertung gewandert.
    Sind sie aber nicht.

    So passen die Infos nicht … warten wir also auf die nächste Geschichte.

  4. War wirklich gespannt, wann einer auf die Idee kommt sich die Bilder des Fundortes im Internet zu betrachten. Ja, auf einer Müllkippe gibt es Unrat und diesem haftet so manche DNA an. Dieser Erkenntnis folgend war die DNA von U.B. zwangsläufig nur eine von VIELEN, am Fundort.

    Da sie erhalten blieb kann sie weder im Waldboden (Mutterboden, also etwa in den ersten 30 cm) noch an der Oberfläche gelegen haben.
    Die einzige wichtige Frage ist, war sie schon da als das Grübchen für die Leiche ausgehoben wurde, kam sie mit der Aushebung so tief oder kam sie mit der Leiche in die Grube??

    Der Fund dieser DNA – für sich allein – ist juristisch so interessant wie der berühmte Sack Reis der in Peking umfällt.

    Obige Frage muss die Kriminaltechnik beantworten. Erst wenn klar ist wie das Stoffstück an den Gegenstand kam und wann wird die Sache interessant. Und dann wäre noch zu klären wie Alt U.B. war, als seine DNA auf den Stoff kam. Dies ist heute durchaus möglich, mit wenigen Jahren Abweichung.

    Ohne vorzugreifen und angebliches Täterwissen zu veröffentlichen bin ich mir relativ sicher das er zu diesem Zeitpunkt noch keine 20 Jahre alt war. Wer will kann sich ja einmal mit Verwitterung – Prozesse beschäftigen……
    Fazit: Im Moment lohnt sich keine einzige Zeile zu diesem Thema. Wie das Neue Deutschland beweist, wird ohnehin ohne jeden Sachverstand fabuliert – Anmerkung nannte es Märchen – ich nenne solche Spekulationen Bullshit.
    Manchmal muss man wirklich zuwarten. Man sollte aber nicht vergessen, das es an diesem Fundort noch sehr viele andere DNA Spuren gegeben haben muss, wie die Fotos von dem vorgefunden Unrat beweisen. Deren Träger sind halt nicht in der BKA DNA Datei gespeichert und wenn doch bekannt, dann sicher nicht so Schlagzeilenträchtig wie U.B.

    Bisher alles nur heisse Luft, nicht mehr.

    1. Zitat:
      „Deren Träger sind halt nicht in der BKA DNA Datei gespeichert“
      /

      Na und?
      Ich bin ein Fan von „Medical Detectives“ und „Autopsie – Mysteriöse Todesfälle“. Die US-Ermittler wenden auch „schmutzige“ Tricks an. Sie lügen, geben andere Identitäten vor. Treffen sich under Cover mit Verdächtigen wegen vorgeblich etwas ganz anderem. Trinken einen Kaffee oder ähnliches mit ihm. Der einzige Zweck der Aktion ist es, nachher den vom Verdächtigen berührten Becher aus dem Abfall zu fischen, um die DNA analysieren zu können.
      Danach wissen die Ermittler, ob man auf der richtigen Spur ist oder nicht. Völlig egal, ob das richterlich erlaubt ist oder nicht.
      DIESES Indiz wird ja auch nicht vor Gericht verwendet.

      P.S.
      Wortschatz-Analyse.
      „zuwarten“.
      Anhand solcher Worte kann man Geolokation betreiben.
      Woher kommt jemand? Wo wurde er sozialisiert.
      Es gibt Regionen, wo man solche Wort benutz und es gibt andere Regionen wo man dieses Wort nie benutz.

      „Hinter die Fichte führen“ ist auch so ein Ausdruck.
      „Überhelfen“ dito.

      Solche Trigger und viele viele mehr speichert „man“ in eine Datenbank ein mit Meta-Daten.
      Dann lässt man Analyseprogramme sich dran abarbeiten.

      Dadurch kann man erstaunlich viele Infos über jemanden herausfinden.
      Wo wurde er sozialisiert.
      Wie alt ist er.
      Was macht er beruflich.
      Ist er Freund oder Feind.
      Lügt jemand oder ist er aufrichtig.

      Meine Erkenntnisse:
      Georg Lehle ist kein Lügner.
      Fatalist wurde schon bei mehr als einer Lüge erwischt.
      Trotzdem sagt Fatalist fast immer die Wahrheit.
      Vermutung: Fatalist hat „gesalzene“ Akten gesteckt bekommen, die nicht absolut 100-prozentig koscher sind und obendrein hat er eine verständliche Agenda.
      Im Kern hat er aber trotzdem Recht.
      Er ist der Beelzebub, der den Teufel austreiben kann.

    2. Zitat von Bärlaus:
      Ohne vorzugreifen und angebliches Täterwissen zu veröffentlichen bin ich mir relativ sicher das er zu diesem Zeitpunkt noch keine 20 Jahre alt war.
      /

      Die Telomerase sitzt an den Enden der Chromosomen und schützt diese.
      Mit zunehmendem Alter und unter giftiger Umgebung (Alkohol, Nikotin, Drogen, Sonnenlicht, Radioaktivität, „körperlicher Stress“) verkürzt sich die Länge dieser Telomerase-Ketten.
      Ist so eine Telomerase-Kette aufgezehrt, dann wird das Chromosom durch Umwelteinflüsse direkt angegriffen und teilweise zerstört.
      Dadurch wird zum Beispiel weniger Farbstoff produziert und man bekommt graue Haare.
      Das heißt, die Telomerase-Kette an dem Chromosom, welches für die Farbstoff-Produktion zuständig ist ist praktisch vollständig verbraucht und weg.
      Ab dann geht es „ans Eingemachte“ (die Chromosomen).
      Weitere Schädigungen verursachen dann zum Beispiel auch Krebs.

      Zu einer genaueren Altersbestimmung wäre es aber auch nötig, die Ursprungslänge dieser Telomerase-Ketten zu kennen.
      Woher soll man diese Info bekommen?
      Gibt es vielleicht DNA von Böhnhardt bei seiner Geburt oder von seiner Bundeswehrzeit?
      Als Wehrdienstleistender muss man einen Bluttropfen abgeben und der wird archiviert.
      Darüber kann man die DNA abgleichen.

      1. Bolko:
        „Ist so eine Telomerase-Kette aufgezehrt, dann wird das Chromosom durch Umwelteinflüsse direkt angegriffen und teilweise zerstört.
        Dadurch wird zum Beispiel weniger Farbstoff produziert und man bekommt graue Haare.
        Das heißt, die Telomerase-Kette an dem Chromosom, welches für die Farbstoff-Produktion zuständig ist ist praktisch vollständig verbraucht und weg.
        Ab dann geht es „ans Eingemachte“ (die Chromosomen).
        Weitere Schädigungen verursachen dann zum Beispiel auch Krebs.“
        Zunächst, es geht hier nicht um „Telomerase-Ketten“ sondern um sog. Telomere in Chromosomen.

        Die oben zitierte angebliche Telomer Verkürzungs-und Ursachenkette bzgl. grauer/weißer Haare ist natürlich Unsinn. Sonst müßten alle Menschen die graue bzw. weiße Haare entwickeln, in der Folge z.B. an Krebs erkranken, was ja nun bekanntermassen nicht der Fall ist.

        Für graue Haare gibt es hauptsächlich zwei Ursachen: Melaninmangel aufgrund von Problemen im Tyrosin Stoffwechsel und Probleme bei den Melanozyten- Stammzellen im Haarfollikel. Bei Letzerem spielt die Genetik (Neigung zu grauen Haaren) sowie allfällige chemische/toxische Schädigungen und dann erst möglicherweise auch eine Telomerverkürzung eine Rolle.

        Vgl. hierzu auch: Telomerase (ein Enzym) und Hayflick-Grenze.

        Zum eigentlichen Thema:
        https://www.klinikum.uni-heidelberg.de/fileadmin/inst_rechts_verkehrsmed/pdfs/Genetik.pdf

        „Analysiert werden können geringste Mengen aller bio
        logischen Spuren, sofern diese Zellen Zellkerne
        beinhalten: Blut, Spermien, Epithelzellen im Speichel, Vaginalsekret, Hautabrieb. DNA lässt sich auch aus Knochen, Zähnen, Gewebe und aus histologischen Präparaten isolieren.
        Nicht geeignet für DNA-Untersuchungen sind Haare ohne Wurzel oder sehr altes Gewebe, das über längere Zeit ungünstigen Umwelteinflüssen ausgesetzt war. “

        Speziell:
        http://www.spektrum.de/news/was-kann-die-dna-forensik-im-fall-peggy-leisten/1426264

        „Dass die DNA eines Unbeteiligten versehentlich in der Analyse auftaucht, ist weniger wahrscheinlich, aber keineswegs unmöglich. Mehrere hunderttausend Zellen verlieren Menschen jeden Tag an die Umwelt – einige von ihnen bleiben direkt an anderen Menschen hängen oder haften an Gegenständen, die andere Menschen dann berühren. Diese Form von „stiller DNA-Post“ kann theoretisch auch die DNA völlig fremder Menschen in eine Probe spülen. Dass es sich dabei dann allerdings durch bloßen Zufall noch um einen bekannten Terroristen handelt, der bereits mit Kindesmissbrauch in Verbindung gebracht wurde, ist schwer zu glauben.“

        Daß der Autor UB als „bekannten Terroristen“ bezeichnet zeigt Voreingenommenheit, bzw. Nichtinformiertheit bzgl. NSU und der nichtvorhandenen DNA der angeblichen Terroristen an allen Mord-Sprengstoff-und Banküberfall Tatorten.
        Im Umkehrschluss zu dieser Tatsache (den Skandal der Ankläger, ohne harte Beweise Mord/Sprengstoff und Banküberfall Serien durch den NSU anzunehmen) könnte man dann auch „stille Post“ durch interessierte (Ermittlungs)Kreise/Organe am Tuchfund vermuten.

        1. Vielleicht wurde ja die „Stille DNA-Post“ gezielt gepflanzt, um auf die Zusammenhänge hinzuweisen? Es könnte ja auch in guter Absicht gemacht worden sein, um Ermittlungen auszulösen.

          „sehr altes Gewebe, das über längere Zeit ungünstigen Umwelteinflüssen ausgesetzt war.“
          Was ist „sehr alt“, was „längere Zeit“, „ungünstige Umwelteinflüsse“?

          1. „Es könnte ja auch in guter Absicht gemacht worden sein, um Ermittlungen auszulösen.“
            Daran glaube ich nicht. Mit einem toten (angeblich erweitert „selbstgemordeten“) Täter könnte der Fall dann endgültig zu den Akten gelegt werden. Unglücklicherweise für die wirklichen Täter wurde der zu lebenslänglich verurteilte Sündenbock ja im Mai 2014 voll rehabilitiert. Plötzlich findet sich die Leiche (Alter der Leiche?) und dann auch noch der neue (tote) Täter.
            vgl.
            https://www.compact-online.de/fuer-compact-leser-nichts-neues-verbindung-vom-mord-an-peggy-knobloch-und-nsu/

            Daß da im Hintergrund zur (Nicht)Aufklärung von höherer Stelle geschoben wurde sieht man in diesem (langen) Interview z.B. hier:
            „Bei Marc Dutroux lief die Schiene 1:1 genauso, da hatte man auch einen Hauptdarsteller aus dem Bereich Organisierte Kriminalität kurzzeitig im Visier, bis der dann in einem Interview bekannt gab, er könne Bilder vorzeigen, wo belgische Vertreter des Establishments Minderjährige missbrauchen, niemand habe eine Chance gegen ihn, er könne den ganze Staat hochgehen lassen – und Bums, wurde er freigesprochen. In einem walisischen Kinderheim regelte der britische Inlandsgeheimdienst den jugendlichen Verkehr mit Politikern, wohlweislich, um diese hinterher in der Hand zu haben – der Fall Kincora. Der Vermisstenfall Natascha Kampusch zeigt die gleichen Spuren.

            C: Das würde einiges vom Verlauf der Peggy-Ermittlungen erklären.

            E: Ich muss Ihnen widersprechen: Das erklärt nicht „einiges“, das erklärt ALLES. Dieser Zusammenhang erklärt quasi alle Details, vor allem die bis heute rätselhaften. Es erklärt, warum bei der Polizei schon früh Leute eingebunden waren, die man im Nachhinein als OK-erfahren bezeichnen kann. Es erklärt, warum sich der bayerische Innenminister Beckstein in den Fall eingemischt hat. Es erklärt die Hausdurchsuchung bei den lokalen Behörden, nebst Vertuschung derselben. Es erklärt die Tabuisierung des Themas „Organisierter Missbrauch“ im Fall Peggy. Es erklärt das totale Heraushalten der Familie, trotz höchstverdächtiger forensischer Spuren – wie dem angesprochenen Hemd oder den Telefonaten –, die klar auf eine Verschleppungsabsicht hindeuten.

            Sehen Sie sich nur an, mit welcher Vehemenz die sogenannten Ermittler – wie im Fall Kampusch – die Eltern von jedem Verdacht abschirmen. Am 6. Juli 2007 erging Strafanzeige gegen Susanne Knobloch bei der Staatsanwaltschaft Hof wegen uneidlicher Falschaussage im Prozess gegen Ulvi Kulac. Das Ermittlungsverfahren wurde mit Verfügung vom 10.8.2007 durch die Staatsanwaltschaft Hof eingestellt. Die Akteneinsicht zeigte hinterher, dass durch die Staatsanwaltschaft Hof keinerlei Ermittlungen gegen Frau Knobloch erfolgt waren. Eine Beschwerde bei der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg hatte dann zur Folge, dass per 4.11.2007 die Ermittlungen durch die Staatsanwaltschaft Hof gegen Frau Knobloch wiederaufgenommen werden sollten. Ergebnis? Die Staatsanwaltschaft Hof nahm erneut keine Ermittlungen gegen Frau Knobloch auf, sie hat das Verfahren nach Eingang der schriftlichen Begründung des Anwaltes vom 14.4.2008 noch am gleichen Tag (!) eingestellt. Am 17.6.2008 wurden gegen die Einstellungsverfügung Beschwerde erhoben und um Akteneinsicht gebeten. Mit Schreiben des Generalstaatsanwaltes Bamberg vom 17.7.2008 wurde die Beschwerde zurückgewiesen. Ein Antrag auf gerichtliche Entscheidung (Klageerzwingungsverfahren) wurde mit Beschluss des Oberlandesgerichts Bamberg vom 14.10.2008 „als unzulässig verworfen“. Begründung: die Antragsschrift des – renommierten – Bayreuther Rechtsanwalts Ortwin Lowack habe Mängel aufgewiesen.

            Eine Vernehmung gerade der Mutter wurde mit allen Mitteln verhindert. Stattdessen stürzte sich die Justiz mit allen Mitteln auf einen „perversen Einzelgänger“, der sich kaum wehren konnte. „

  5. @
    Bolko

    wäre eine Idee. Geben Sie bei Google doch einfach „DNA Altersbestimmung“ ein und Sie finden gleich drei Methoden. Die Neueste ist angeblich sehr exakt.

    Noch einmal – ein Stoff-fetzen haftet einem Peggy zuzuordnenden Gegenstand an. Schon dies lässt die Vermutung zu, das die Decke bereits verwittert war als es zur Anhaftung kam.

    Fazit: DNA Spur und Tat sind zeitlich nicht parallel. Es ist Sache der Kriminaltechnik dieses Problem zu lösen. Wir dürfen nur kommentieren.

    Für mich ist bisher nur klar: U.B. gehört zu den Flegeln deren Müll illegal im Walde entsorgt wurde. Es ist noch nicht einmal klar, wer diesen Müll dort entsorgte.

  6. @ Georg Lehle
    Denkbar ist immer Alles. Wolfgang Geier ist in Pension. Der scheidet aus. Andere Anhaltspunkte habe ich nicht.
    Noch sollte man vorsichtig sein. Wir wissen nur das ein Deckenfetzen an einem Gegenstand anhaftete und sich an diesem DNA von U.B. befand.

    DNA in welcher Form? Hautzellen? Körpersäfte? War wirklich der Fetzen Kontaminiert und haftete an oder war der Gegenstand kontaminiert und dies war der Grund der Anhaftung? Bei Letzterem wäre es völlig klar: Fundort ist gleich Tatort und der Autor der DNA ist wahrscheinlich der Täter.

    Glaub ich zwar nicht. Dies hätten sie sofort verkündet. Doch denkbar ist immer ALLES.

  7. Nach etwas Recherche fällt folgendes auf zu diesen „Findungen“

    Der sog. Sachsensumpf mit (an vorderster Stelle) dem manche in seiner Amtszeit bestimmte Vorgänge deckenden, damaligen Innenminister Sachsens, späteren Kanzleramtsminister und jetzigem Innenminister T. de Maiziere.
    Es gab da offensichtlich Verbindungen von Justiz, Verfassungsschutz, Polizei und Staatsanwälten zum organisierten Verbrechen (bis hin nach Heilbronn) mit Drogen, (Kinder) rostituion, Waffenschwmuggel, etc. und natürlich auch Verbindugnen zur rechten Szene.

    https://www.youtube.com/watch?v=XcHt6ZALCuQ
    mehr Hintergrund
    https://caroimchaos.wordpress.com/2015/12/30/der-sachsensumpf-merkwuerdige-parallelen-zur-nsu-mordserie-5-teil-10/

    In diesem Gesamt Zusammenhang muß auch der Fall Peggy Knobloch, die Verurteilung und Rehabilitation eines Debilen und die Vertuschungen , inkl. der nun versuchten Verbindung zum NSU (neuer, toter „Täter“) gesehen werden.

    Dachte bisher immer Fälle wie Dutroux in Belgien könnte es in Deutschland nicht geben.

  8. Wo liegt der rote Faden , der Zusammenhang mit diesen DNA „Findungen“ wo man sie nicht erwartet hätte und den DNA „Nichtfindungen“ (sämtliche Tatorte des NSU) wo man sie erwartet hätte (und wo offensichtlich definitiv nichts war).

    Der sog. Sachsensumpf auch mit dem ( manche) in seiner Amtszeit bestimmte Vorgänge deckenden, damaligen Innenminister Sachsens, dem späteren Kanzleramtsminister und jetzigem Innenminister T. de Maiziere.

    Es gab damals (und heute?) offensichtlich Verbindungen von Justiz, Verfassungsschutz, Polizei und Staatsanwälten zum organisierten Verbrechen (bis hin nach Heilbronn) mit Drogen, (Kinder)Prostituion, Waffenschmuggel, etc. und natürlich auch Querverbindungen zur vom Staat aufgepäppelten rechten Szene.

    https://www.youtube.com/watch?v=XcHt6ZALCuQ

    mehr Hintergrund
    https://caroimchaos.wordpress.com/2015/12/30/der-sachsensumpf-merkwuerdige-parallelen-zur-nsu-mordserie-5-teil-10/

    In diesem Gesamt Zusammenhang muß auch der Fall Peggy Knobloch, gesehen werden.

  9. @ Johannes
    Kann alles sein. Beweismittelfälschungen sind auch in der deutschen Justiz nicht völlig unbekannt. Der Sachsensumpf war viel schlimmer als die Artikel ihn beschreiben.
    Dazu ein kleines Beispiel:
    L. war einer der ersten Internet – Journalisten und Computer- Hacker im CCC.
    Er stellte auf der Nierenspende.de die geknackte Datenbank des MfS Finanzprojektes mit 85.000 Stasi-Mitarbeiter ins Netz.
    L. war aber auch der Quell des Sachsensumpfes.
    Ungewollt.
    Er knackte zusammen mit Freunden aus dem CCC die Datenbank der konspirativen MfS Grundstücke.

    Dies weckte die Gier, denn juristisch waren diese Grundstücke „Herrenlos“ und mit dieser Gier begann der Sachsensumpf.

    Die Spekulanten wollten diese Datenbank. L. wurde in Sachsen verhaftet, wegen Unterschlagung (seines eigenen) Autos und neun Monate in U- Haft genommen. Dann bemerkte doch tatsächlich ein Amtsrichter das Keiner seinen eigenen Wagen unterschlagen kann.

    L. verlangte Haftentschädigung. Oh Wunder, es gab in Sachsen keine Akten mehr, das böse, böse Hochwasser…..

    So begann der Sachsensumpf. Mit einer klaren Rechtsbeugung, Freiheitsberaubung und einem Aktenverlust. L. hat Kopien der Akten. Sein Anwalt. Ich habe sie und vermutlich auch AMM. Nur der Freistaat wollte unsere Kopien nicht…..

    Sie kamen an die Datenbank und nun kam das was Jürgen Roth den Sachsensumpf nannte, den es ja angeblich gar nicht gab. Alles nur ein Hirngespinst…

    Klar, Jahre vor Roth träumte ich, als mir in Leipzig an einer Ampel eine Handgranaten-Attrappe durch das offene Stahlschiebedach ins Auto flog…. und L. träumte vermutlich von einer U- Haft die es nie gab, weil es ja keine Akten gibt.

    Jur. Erläuterung:
    Damit die Leser das mit dem Auto auch verstehen ein Beispiel. Sie und ich machen eine Kneipe auf. Ich bringe meine alte Waschmaschine in diese Gesellschaft des bürgerlichen Rechts. Die geht nach einigen Jahren kaputt. Aus Gesellschaftsmitteln kaufen wir eine Neue.

    Monate später trennen wir uns. Ich nehme die Waschmaschine mit. Sie zeigen mich deshalb an.

    Jur. bin ich der Eigentümer der Waschmaschine, auch wenn sie mit Geldern der GbR gekauft wurde, denn der Kauf ist nur eine Ersatzbeschaffung. Auch in einer Ehe.

    Gleiches galt auch für das Auto von L.

    Ich halte deshalb in den NBLs ALLES für möglich. Auch eine falsche, untergeschobene DNA Spur.

    Nur dafür muss es Fakten geben oder Ungereimtheiten. Diese gibt es bisher in diesem Fall nicht. Besser sie gibt es noch nicht. Noch einmal: Abwarten……

  10. Vorab, mein Beitrag v. 22.Oktober UM 2.:16 PM
    ist ein Doppelbeitrag und kann gelöscht werden.

    Hallo Bärlaus,
    zuwarten kann man immer und auch Gedanken machen.
    Ehrlich gesagt wußte ich bisher nichts vom Sachsensumpf.
    Bin zufällig darauf gestossen.
    Ungereimtheiten gibt es jedenfalls auch im Fall P.Knobloch , inklusive der skandalösen Verurteilung eines Sündenbocks.
    Wäre das Urteil nicht aufgehoben worden, hätte man den Fall abgehakt und vergessen. Pech und Mehrarbeit für die Vertuscher.

    Jede Menge Lügen und Ungereimtheiten gibt es auch bzgl. NSU und ich denke schon, daß da neben den Landesämtern für VS und den ebensolchen LKAs inkl. Staatschutz von höherer Stelle (hier: Bundesinnenministerium, BKA und Staatsschutz) „interveniert“ wurde .
    Der Fernseh Bericht und seine Aussagen :

    https://www.youtube.com/watch?v=XcHt6ZALCuQ

    spricht Bände und ich darf daran erinnern daß Herr de Maiziere von 1999-2001 Chef der sächsischen Staatskanzlei , dann nach einem Intermezzo 2001/2 als sächs.Finanzminister von 2002 bis 2004 sächs. Justizminister war, dann 2004/2005 sächs. Innenminister, bis er dann von 2005 bis 2009 Kanzleramts (und damit Geheimdienst-Aufsichts) Chef wurde um dann von 2009 bis heute (mit Intermezzo als Verteidigungsminister von 2011 bis 2013) Innenminister und damit oberster Polizeichef Deutschlands „zu werden“.

    Während dieses Intermezzos von de Maiziere als Verteidigungsminister gab es einen Innenminister Friedrich und einen BKA Präidenten Ziercke und die Edathy Affäre (Mit Verbindung zum BT NSU Untersuchungsauschuss) . A n g e b l i c h wegen dieser Affäre musste CSU Innenminsiter Friedrich damals seinen Hut nehmen.

    W a r u m Edathy aus dieser Affäre strafrechtlich ungeschoren davonkam ist ebenfalls eine der Seltsamkeiten. Offensichtlich hat er was (gut verteilt) in Panzerschränken . War das Material gegen ihn nun echt kinderpornographisch oder nicht? Wurde eine unabhängige , saubere Untersuchung und damit Anklage verhindert (wie beim Sachsensumpf) weil sonst weitere „Kreise“ miteinbezogen worden wären?
    Fragen über Fragen.

    1. Ja, in Bezug auf den NSU gibt es massenweise Merkwürdigkeiten, Ungereimtheiten, schlampige Ermittlungen – für mich – eine Müllkippe für ungelöster Fälle. Toll für die Ermittler das sie Paulchen Panther fanden. …..

      Auch im Fall Peggy gibt es derartiges, bis hin in die Familie des Mädchens. Vieles ist vermutlich aufgebauscht und manches sicherlich auch unwahr. Wie beim so genanten NSU.

      Nun gibt es eine DNA Spur. Entstanden auf einer Art Müllkippe, welche gleichzeitig auch Fundort von Knochen des Mädchens, Kleiderreste, eines Schuhs und ihrer Armbanduhr ist.

      Diese DNA Spur sagt – für sich alleine – nichts. In jedem Müllsack befindet sich DNA, an jedem entsorgten Gegenstand. Sogar an Stoff-Fetzen einer verwitterten und zerfallenen Decke.

      Nun ja, eine DNA Spur von U.B. ist eine Meldung und viele Schlagzeilen, in allen Medien. Also wurde sie veröffentlicht, mit dem Segen des Generalstaatsanwaltes. Und nun???

      Was für eine DNA? Wie kam sie auf den Fetzen und wann? Wie kam es zur Anhaftung und wann? Usw. Die Kriminaltechnik bietet heute phantastische Möglichkeiten solche Fragen zu beantworten.

      Ich warte auf Antworten, die man überprüfen kann.

      War es nasse DNA und war die Nässe Grund der Anhaftung, dann ist der Fall klar. Schweiß oder andere Körperflüssigkeiten, in noch feuchten Zustand, kann nicht untergeschoben werden.

      Hautzellen oder eingetrocknete Körperflüssigkeit sehr wohl.

      Es wird herumgeraten, sogar Tatversionen, bis hin zu einem Unfall, entwickelt. Was soll der Unfug?

      Wir wissen noch nichts, suchen aber schon jetzt nach Antworten. Das Pulver ist verschossen, der Leser von vielen, vielen vorsorglichen Theorien übersättigt, wenn es endlich notwendig wäre zu Schreiben.

      Ich habe fast den Verdacht, dies war der Grund warum der Generalstaatsanwalt der vorzeitigen Veröffentlichung zugestimmt hat.

      Warten ist eine Tugend. Sorry, das ist nur meine Meinung.

  11. Hallo Bärlaus, wir sind uns ja einig daß wir warten müssen.

    N u r fürchte ich daß da nichts mehr kommen wird, ausser der allgemeinen öffentlichen Annahme daß UB auch noch P.Knobloch umgebracht hat und damit dieser Fall wieder da und vor allem endgültig da ist, wo er bis zum Freispruch, der Rehabilitierung des Ulvi K. , war.
    Der Fall P.Knobloch verschwindet in der Versenkung zum Vorteil des/der tatsächlichen Mörder von P.Knobloch ebenso wie des/der tatsächlichen Mörder der beiden Uwes.

    “ Was für eine DNA? Wie kam sie auf den Fetzen und wann? Wie kam es zur Anhaftung und wann? Usw. Die Kriminaltechnik bietet heute phantastische Möglichkeiten solche Fragen zu beantworten.“
    Ziemlich optimistische Ansicht. DNA ist DNA , DNA Abgleich ist DNA Abgleich ob die DNA naß (??) oder trocken oder sonstwie war ist irrelevant.
    Ausser daß man die Umstände (Spurenträger, zeitlicher Abstand der Auffindung z.B.) näher betrachtet oder daß es sich schlicht um eine Fehlbestimmung handelt, kann da m.E. nichts mehr kommen.

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