Kritik am mh17-Abschlussbericht: Durchschlags-Löcher nicht nach Projektilresten untersucht!

Der investigative Journalist Billy Six kritisierte den forensischen Abschlussbericht des „Joint Investigation Team“ (JIT) und der führenden Ermittlungsbehörde „Dutch Safety Bord“. In der „NuoViso“-Dokumentation „MH17 – Die Billy Six Story“ machte er eine unglaubliche Aussage, die, falls zutreffend, die ungenügende Untersuchung wichtiger Beweismittel belegt. Es geht um die durchlöcherte Außenhaut, die direkt unter dem Cockpit des Piloten verbaut war. Die Löcher wären nicht nach Abschürfungen der eingeschlagenen Projektile untersucht worden. Dadurch hätte die Waffenart bestimmt werden können. Billy Six:

„Man sagt 72 Fremdobjekte, die nach Schrapnellen aussehen, wären durch die Boeing hindurchgedonnert. Und jetzt wählt man von diesen 72 zwanzig aus und sagt: Die Untersuchung wäre jetzt näher mit einem Rasterelektronenmikroskop. Da stellen Sie fest, dass es Abrieb von Aluminium und Glas gibt. Und dann wird interpretiert: Da die Boeing auch aus Aluminium und Glas besteht, muss es ja durch die Boeing gegangen sein.

Der irrste Schritt, der aber eigentlich gemacht werden müsste, wäre doch aber die Durchschlagslöcher im Wrack selbst mit einem Rasterelektronenmikroskop zu untersuchen und zwar hinsichtlich der Frage, ob es einen Metallabrieb gibt von den Objekten, die man da gefunden hat. Und genau diese Untersuchung hat man nicht gemacht.

Und die These der Bordkanone könnte man ganz schnell ausschließen, wenn man mit dem Rasterelektronenmikroskop feststellt, dass es an den Durchschlagslöchern, diesen ovalen, keinen Abrieb von Buntmetallen gibt. Denn diese Projektile der Bordkanone bestehen halt aus Buntmetallen. Aber auch das macht man nicht. Und das ist ein ganz großes Manko in diesem Bericht. (…)

mh17-cockpit-jit

aus „MH17 – Die Billy Six Story

Hier ist anzumerken, dass der BUK-Hersteller „Almaz-Antey“ einen Test durchführte: Er ließ eine BUK-Rakete neben einer ausrangierten Passagiermaschine explodieren. Der Test fand am Boden statt. Das Schadensbild sieht folgendermaßen aus:

mh17-buk-test-almaz

Quelle: gsobjc Gut sichtbar sind die schmetterlingsförmigen Schäden in der Außenhaut des Flugzeuges, die mit der Schrapnell-Form übereinstimmen, siehe Foto oben.

„Das zweite Argument ist, das gesagt wird, bei einer Bordkanone wären maximal einige dutzende Löcher zu finden. Es gibt aber 350 Löcher, die festgestellt wurden. (…)

Und jetzt kommt als letztes, der Punkt, dass hier verwiesen wird auf angebliche BUK-Schrapnelle, die man gefunden habe. Wenn man aber mal genau hinschaut, dann sieht man, dass 72 Splitter, Fremdsplitter gefunden wurden, wo man sagt, dass könnte erstmal BUK sein. Und von diesen 72 gibt es genau zwei, die eine Schmetterlingsform haben, wie bei der BUK. Das heißt von insgesamt 7- bis 8.000 Splittern, die ursprünglich emittiert worden sein müssen, bleiben maximal 72 im Flugzeug. Von diesen 72 sehen aber leider nur zwei so aus, wie in einer Schmetterlingsform einer BUK-Rakete. Das ist aus meiner Sicht, ein ganz, ganz dünner Beweis.“ (youtube)

Auch der niederländische Blogger Joost Niemoller kritisierte (auf niederländisch) die Analyse der Schrapnelle, laut google-Übersetzung wiefolgt: In einem früheren Bericht der Ermittlungsbehörde stünde, dass nur ein einziger Splitter einer BUK-Rakete bei einem einzigen Cockpit-Mitglied gefunden worden wäre. Der Abschlussbericht spricht jedoch von mehreren gefundenen BUK-Splittern. Er hinterfragte diese Vermehrung, da die Leichen der Piloten im Einklang mit dem islamischen Gesetzen schnellmöglich beerdigt wurden, und fragt, ob die Leichen in Malaysia etwa exhumiert wurden.

3 Gedanken zu „Kritik am mh17-Abschlussbericht: Durchschlags-Löcher nicht nach Projektilresten untersucht!“

  1. Es muss Rasterelektronenmikroskop heißen, Billy Six sagt das korrekt, ist aber falsch rezitiert.

    Davon abgesehen kann man die besagten Analysen nur mit einem Rasterelektronenmikroskop mit einer energiedispersiven Röntgenanalyse durchführen. Ein Rasterelektronenmikroskop allein macht erstmal nur Bilder mit sehr hoher Vergrößerung.

  2. Hier:
    https://www.freitag.de/autoren/gunnar-jeschke/was-folgt-aus-dem-abschlussbericht-zu-mh-17
    wurde der DSB Abschlussbericht, der eher nicht zu einer BUK passt eingehend diskutiert.

    Auch die Unterlassung von wichtigen metallurgischen Untersuchungen spricht dafür, daß da im Sinne der von vorneherein mit im Boot sitzenden Ukraine (mit Vetorecht bzgl. die Ukraine belastender Veröffentlichungen) „gearbeitet“ wurde und Russland zwar mithilfe den CIA -Elliot, Bellingcat“crab“ bzw. Correctiv Schrotts belastet wurde, aber das Expertenwissen Russlands zur BUK häufig negiert bzw. ausgeblendet wurde.
    Politische Diktion und demzufolge politische Berichte der beiden Untersuchungen der Holländer, wo völlig Widersprüchliches (z.B. die Anzahl der bow-tie Elemente) geschrieben steht, mehr verschleiert als geklärt wird.

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