Gab Thüringer Innenministerium dem Sächsischen einen Tipp, so dass Beate Zschäpe angerufen wurde?

Gegen 16:32 begann ein Anrufer, „dessen Handynummer auf das Landesinnenministerium in Dresden zugelassen ist“ (stern), Frau Zschäpe anzurufen. Laut der Behörden wäre es ein polizeiliches Diensthandy gewesen. Polizisten hätten Frau Zschäpe angerufen, die Nummer hätten sie vom Hausmeister bekommen. Bis heute ist unklar, welcher „Polizist“ um 16:32 den Anruf tätigte. Erst gegen 18:00 hätte es der Ermittler benützt, und:

Der Hausmeister dementierte, Zschäpes Nummer der Polizei gegeben zu haben, er hätte ihre Nummer gar nicht gehabt:

„Lutz Winkler gab an, nie die Mobilnummer von Beate Zschäpe gehabt zu haben, obwohl er laut Ermittlungsakten derjenige gewesen sein soll, der diese Nummer am Nachmittag des 4. November 2011 der Polizei gegeben hat.“ (Bundestag, „Aussage des Hausmeisters sorgt für Verwirrung“)

Der damalige Polizeichef von Gotha Michael Menzel teilte dem thüringer NSU-Ausschuss ein interessantes Detail mit. Er informierte einen Referatsleiter, heute Abteilungsleiter, im thüringer Innenministerium über den Ermittlungsstand: Robert Ryczko.

„Ich habe nämlich nachgelesen und festgestellt, dass ich am 04.11. um 16.28 Uhr den Herrn Ryczko wohl telefonisch informiert habe.“

Quelle: nsu-leaks

In seiner Zeugenaussage im thüringer Ausschuss erwähnte Herr Ryczko nicht diesen Anruf von Herrn Menzel, vorausgesetzt das Haskala-Protokoll enthält alle Aussagen.

Ein Gedanke zu „Gab Thüringer Innenministerium dem Sächsischen einen Tipp, so dass Beate Zschäpe angerufen wurde?“

  1. Das ist so nicht vollständig und könnte deswegen ein unvollständiges Bild beim Leser erzeugen.
    Wir wissen, dass die Zschäpe schon lange nicht mehr in der Frühlingsstr. wohnte/ab 08.11. im Knast und dass die Eminger am 17.11.11 noch einen Urlaubsplatz über diese Handynummer buchte. Es handelt sich also eher um die falsche Zschäpe oder um die falsche Nummer oder beides. Das Phantombild der Bewohnerin passt jedenfalls nicht zu Zschäpe. http://arbeitskreis-n.su/blog/wp-content/uploads/2014/08/69245-eminger_zsch_pe_subjektivportr_t_parallel.gif .
    Witzig bleibt natürlich, dass das sowohl die Vertuscher im Ausschuß als auch die Zeugen schon lange wissen müssen.

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