Familien-Nachzug von Flüchtlingen muss begrenzt werden

Der Soziologie-Professor Gunnar Heinsohn kritisierte im mdr-Interview die Schätzung des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF), es würden nur 500.000 Menschen als Familien-Nachzug den anerkannten Asylbewerbern hierher folgen. Höchstwahrscheinlich wäre die Nummer größer, aufgrund der wesentlich höheren Kinderzahl arabischer und vor allen Dingen afrikanischer Familien. Dementsprechend würden auch die Kosten in den nächsten Jahren auf über hundert Milliarden Euro steigen. Dieses Geld fehlt dem Staat bei Investitionen in den Standort Deutschland, Heinsohn nennt die fehlende „Glasfaserbreitband-Verkabelung“.

Problematisch sieht Heinsohn auch, dass die Kosten nicht von Politikern oder von den meisten Sozialarbeitern aufgebracht würden, da sie von Steuermitteln ihr Auskommen haben.

Es blieben von 40 Millionen Steuerzahlern nur 15 Millionen Netto-Steuerzahler, die nicht vom Staat Geld bekommen und letztlich den Karren ziehen würden. Diese Gruppe könne „nirgendwo auf Solidarität“ hoffen. Daher warnt Heinsohn vor Auswanderung dieser hochqualifizierten Arbeitskräfte:

„Und von diesen gehen jährlich 140.000. Von denen kommen 60.000 zurück, aber es gehen 80.000 jährlich.“

„Und sie können sich vorstellen, wenn von dieser kleinen Menge jährlich 80.000 gehen. Dann ist in 20-30 Jahren dieses Land nicht mehr das, ökonomisch gesehen, was wir heute vor uns sehen.“

Eine Studie der OECD stärkt die Warnung Heinsohns. Das Bildungsniveau der aus Deutschland auswandernden Menschen wäre hoch …

„… und in den vergangenen Jahren sogar noch gestiegen. Offenbar verlassen die Besten das Land, die hierzulande in Zeiten des Fachkräftemangels dringend gebraucht würden.“ (welt)

Das Problem der gerade stattfindenden Zuwanderung ist das geringe Bildungsniveau der Asylbewerber. 90% der Menschen sind in den Arbeitsmarkt nicht vermittelbar. Sie müssten erstmals in der Schule ausgebildet werden.

Auch hier warnt Heinsohn: Studien zeigen, dass die Erziehungswissenschaft Schulschwäche „nicht heilen“ könne. Stattdessen würde das Niveau der Schulausbildung insgesamt gedrückt werden.

„Das gelingt nirgendwo. Seit 60-70 Jahren steigern wir in der ersten Welt die Schülerausgaben pro Kopf, aber die gemessenen Leistungen in Mathematik stagnieren oder gehen sogar leicht zurück.

Das heißt die Aufnahmefähigkeit ins Bildungssystem mit dem Ziel diese Kinder auf ein hohes Niveau zu heben, die werden wir nicht bewältigen können.

Wahrscheinlich werden wir aber die bereits bisherigen Schulklassen weiter belasten und im Ergebnis auch die, die eigentlich eine passable Chance hätten, ihre Schule anständig abzuschließen, etwas nach unten drücken.“

Folgende aktuellen Berichte stützen leider die Einschätzung von Heinsohn.

Die neue Osnabrücker Zeitung (noz) schrieb am 08.06.16 „Kaum ein Flüchtling in der Region schafft es in die Ausbildung“. Die Industrie- und Handelskammer Osnabrück konnte lediglich zwölf jungen Flüchtlingen eine Ausbildung vermitteln. Dabei kamen im vergangenen Jahr 3.500 unter 25-jährige Flüchtlinge in die Region. 

Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ) berichtete Ende Februar 2016 vom hoffnungslosen Unterfangen des Kreisjugendamtes Rosenheim, junge Flüchtlinge auf eine Ausbildung vorzubereiten: „Nicht mal am Horizont ein Ausbildungsplatz“

„Selbst die Fittesten schaffen es nicht“, sagt Johannes Fischer, der Leiter des Kreisjugendamts Rosenheim. (…) „Die Leute, die es schaffen, kann man an einer Hand abzählen.“ Nur einem „ganz kleinen Bruchteil“ gelinge eine Ausbildung.

Wenn man Fischer fragt, ob denn die jungen Flüchtlinge nicht die Probleme des demographischen Wandels in Deutschland lindern könnten, dann sagt er einen ziemlich ernüchternden Satz: „Nein, nicht diese Generation.“

„Eritreer etwa, die einem erzählen, dass sie bisher nie zur Schule gegangen sind. Warum? „Fighting“, sagt ein junger Eritreer. Die Asylanträge von Menschen aus der Militärdiktatur werden in Deutschland in den allermeisten Fällen positiv beschieden. Der junge Mann wird wohl auf Dauer Schutz erhalten. Aber was macht er dann hier?(faz)

Die Folge ist überall auf der Welt sichbar: Wenn Menschen in Armut leben, ist die Gefahr größer, dass sie in die Kriminalität abrutschen und empfänglich werden für religiösen Fundamentalismus. Bereits heute gibt es hierzulande „No-Go“ – Gebiete in Großstädten. Leider werden sie zunehmen.

Davon werden jedoch nicht die Politiker persönlich betroffen sein, die Merkels Einladungspolitik unterstützen.

2 Gedanken zu „Familien-Nachzug von Flüchtlingen muss begrenzt werden“

  1. Tja, was wäre die Alternative? Die Familien zerstören? In meinen Augen sind aber genau diese Familien ein Hoffnungsschimmer für die ärmsten das eine Integration besser gelingen kann. Zudem darf man Integration auch nicht nur in einer Generation sehen. Auch Gastarbeiter sind inzwischen im großen und ganzen gut integriert. Hier wird ein sehr pessimistisches Szenario beschrieben. In meinen Augen gibt es aber durchaus noch Hoffnung.

    1. Familienzusammenführung hat seine Vor- und Nachteile:
      Nachteil ist die Gefahr des Abdriftens in eine abgeschottete Parallel-Welt, wie das z. B. bei manchen Deutsch-Türken der Fall ist: Sie holten sich ihre Ehefrauen, -männer aus der Türkei (teilweise organisiert durch die Familien) und ließen deutsche Partner links liegen.
      Vorteil wäre, dass die meist jungen, männlichen Flüchtlinge, eine Beziehung zu einer junge Frau aufbauen können. Durch die Familienzusammenführung dürften auch junge Frauen kommen. Bisher gibt es einen Männerüberhang. Damit sinkt die Gefahr, dass die jungen Männer alleine bleiben und manche gar übergriffig werden.

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