Liquiditätsmangel erwürgt griechische Wirtschaft

Heute las ich einen Artikel auf der Seite „Griechenland-Blog“ über die sich verschärfende Wirtschaftskrise, aufgrund der derzeit stockenden Verhandlungen mit den Gläubigern. Die Krise wird auf Liquiditätsmangel zurückgeführt. Hinter diesem Wort versteckt sich das Problem der Bargeld-Hortung und das Fehlen einer umlaufgesicherten Parallel-Währung:

„Wie sie erklären, sind der Zusammenbruch der (Elektro-Handelskette) „Ilektroniki Athinon“ und die Schließung der (Papierfabrik) „Softex“ Indizien der Strangulation, die der Liquiditätsmangel und der anhaltende Rückgang des Konsums verursachen.“

„Laut einer jüngsten Erhebung der „Altradius“ erklären neun von zehn griechischen Unternehmern, ihre Kunden begleichen die Rechnungen wegen Liquiditätsproblemen mit Verzögerungen, während drei von zehn einen Verlust von Einnahmen wegen der verzögerten Begleichung von Rechnungen angaben.“

Es ist unfassbar, dass die griechische Linksregierung auch ihre zweite Chance nicht nützt. Die Geschichte wiederholt sich innerhalb kürzester Zeit. Am 18. Juli 2015 schrieb ich:

Bargeld-Hortung würgt griechische Volkswirtschaft ab

Experten der Freiwirtschaft empfahlen Griechenland bereits Anfang 2012 eine Parallel-Währung einzuführen.

Expressgeld statt Euroaustritt
Wirtschaftsaufschwung in den Krisenstaaten durch umlauf- beschleunigtes und abflussgebremstes Regiogeld
von Christian Gelleri und Thomas Mayer, Februar 2012″ (chiemgauer)

15 Gedanken zu „Liquiditätsmangel erwürgt griechische Wirtschaft“

  1. „Es ist unfassbar, dass die griechische Linksregierung auch ihre zweite Chance nicht nützt.“
    Es führt kein Weg an der Einsicht vorbei, dass dahinter ideologische und praktische Unfähigkeit steckt. Die letzte Instanz bleibt immer der Geldgeber, und der sitzt in Brüssel/Berlin. Diesem fügt man sich auf Kosten der eigenen Versprechen und der eigenen Wähler und verschleiert das durch markige Rhetorik.
    Georg, es ist dasselbe Phänomen, das wir in unserer Jugend schon bei linken Jugendzentren beobachtet haben: der Scheiß-Staat bleibt immer auch der gute Onkel, der als Einziger das Geld gibt. Auf Dauer kann so eine Denke weder sozial noch liberal sein.

  2. Liquidität soll man nicht mit Bargeld (Mangel) verwechseln.
    Das sind zwei paar Stiefel!
    Die Unternehmen in GR sind nicht flüssig (illiquide) weil die kaum mehr Umsätze generieren. Die verfügen weder über genügend Bares noch über genügend Giralgeld auf ihren Koanten bei den Banken.
    Griechenland ist in einer wirtschaftlichen REzession/Depression, (wie übrigens auch das fast ebnso hoch berschuldete Italien) d a r u m geht es!
    Vielleicht sollte man endlich erkennen was seit 2010 in GR abgelaufen ist!(Nachdem 2009 die Öl/Gasvorrate in den griechischen Gewässern den Appetit der grossen Konzerne angefacht hatte, der griechische Staat, weil pleitegeredet, diese nicht ausbeuten sollte)
    Sogar SPON schreibt !
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/griechenland-hilfsmilliarden-retteten-vor-allem-banken-a-1090710.html
    “ Demnach haben sich die Ökonomen jede einzelne Kredittranche angeschaut und über Wochen geprüft, an wen die knapp 216 Milliarden Euro der ersten beiden Rettungspakete geflossen sind.

    Das Ergebnis ist ernüchternd: Nur 9,7 Milliarden Euro und damit weniger als fünf Prozent landeten im griechischen Haushalt – und kamen somit den Bürgern direkt zugute. Der große Rest wurde für die Bedienung von alten Schulden und Zinszahlungen genutzt.

    „Mit den Hilfspaketen wurden vor allem europäische Banken gerettet“, sagte ESMT-Präsident Jörg Rocholl, der auch dem Wissenschaftlichen Beirat beim Bundesfinanzministerium angehört, dem „Handelsblatt“. So wurden mit 86,9 Milliarden Euro alte Schulden abgelöst, 52,3 Milliarden Euro gingen für Zinszahlungen drauf und 37,3 Milliarden Euro wurden für die Rekapitalisierung der griechischen Banken genutzt.“

    Irgendwann sollte verstanden werden, dass es nichts bringt auch noch die restlichen 20 % die durchschnittlich als Bargeld umlaufen mit Gebühren zu belegen und die Banken noch fetter zu machen plus Negativzinsen für ebendiese!
    Buchempfehlung: Paul Schreyer, Wer regiert das Geld?
    Untertitel: Banken,Demokratie und Täuschung.
    In diesem Buch wird u.a. auch mit der Falschinformation, die Banken würden kein Geld schöpfen aufgeräumt, und zwar gründlich!

    1. Liquitätsmangel heißt, dass in der Volkswirtschaft das Zahlungs- und Tauschmittel Geld fehlt. Es fehlt nicht an ausgebildeten, motivierten Arbeitern, an Unternehmen, am Staat, Banken oder einer Zentralbank. In Griechenland gibt es Bargeld, aber es verschwindet in Tresoren, unter dem Kopfkissen.
      Ohne Bargeld kann die Arbeitsteilung der Volkswirtschaft nicht funktionieren, da die Arbeitsleistungen nicht ausgetauscht werden. Die Lage Griechenlands kann im kleinen verglichen werden mit der Stadt Wörgl während der deflatorischen Wirtschaftskrise Ende der 20er Jahre. Dann wurde eine umlaufgesicherte Parallel-Währung eingeführt und es kam „zum Wunder von Wörgl„.

      1. „Liquitätsmangel heißt, dass in der Volkswirtschaft das Zahlungs- und Tauschmittel Geld fehlt.“
        Daran fehlt es offensichtlich nicht in Griechenland, Geld (ob Ba-r oder Giralgeld) fehlt lediglich bei der Masse des griechischen Volkes. Die Reichen unddie Politiker dort haben genügend davon!
        Auch von daher sind die Ideen zum Wunder von Wörgl leider neben dem Thema.
        Ein weiterer Grund ist:

        http://www.zeit.de/2010/52/Woergl/seite-3

        „Unbemerkt von der großen Wirtschaftswelt, gibt es heute im deutschsprachigen Raum Dutzende regional gültiger Schwundwährungen. Sie heißen Urstromtaler, Chiemgauer oder Rheingold. Manche sind eine Spielerei, andere eine ernsthafte Zweitwährung, immer aber hatten ihre Initiatoren denselben Gedanken: Das Geld soll nicht herumliegen, es soll zirkulieren, vom Zimmermann zum Metzger, vom Metzger zum Bauern, auf dass es allen besser gehe, wie einst in Wörgl. “

        Zimmermänner, Metzger und Bauern (Lebensmittel) sowie Austausch mit diesen gab es in grösserem Umfang 1931, wir leben im 21.Jahrhundert , mit Supermärkten, Grosskonzernen, etc. und Zimmermänner werden nicht so oft gebraucht.
        Grosskonzerne und Supermärkte (weil mit den grossen Banken verbandelt) eben gerade nicht Parallel Währungen annehmen.

        Es bringt also nichts, ohne radikale Änderungen im Finanz-und Bankenwesen (Vorschläge hierzu hatte ich schon öfter genannt) wird man diese Kapitalismus Krise nicht meistern, es werden vielmehr die rechten/faschistischen Kräfte mit Populismus , leeren Versprechungen sowie der Hilfe des mainstreams obsiegen und neue Katastrophen produzieren. Wir lernen offensichtlich nichts aus der Geschichte!

        1. Sicherlich haben die Armen Griechenlands keine Möglichkeit, Bargeld zu horten. Sie würden also nicht die Umlaufsicherungs-Gebühr tragen. Reiche können viel mehr Bargeld horten, als die Mittelschicht.

          Das ist kein Argument gegen die Anlayse und Problemidentifikation „Bargeld-Hortung“.

          Die EZB schickte mehr als genug Bargeld nach Griechenland. Das Problem war der Bank-Run im Sommer letzten Jahres, im Vorfeld der Volksabstimmung. Die Leute hoben ihre Guthaben bei Sichtguthaben ab. Das zeigt, dass die Guthaben in Sichtguthaben nicht „aus dem Nichts“ erschaffen werden. Das Bargeld wurde und wird gehortet und fließt nicht mehr zu den Banken zurück. Die Banken hatten am Ende kein Bargeld mehr. Es konnten zum Beispiel keine Renten mehr ausbezahlt werden. Es wurden nur noch 40 Euro am Tag ausbezahlt. Die so verschärfte Wirtschaftskrise zwang die Linksregierung in die Knie, sagt sie selber. Durch Einführung einer Parallel-Währung hätte diese Verschärfung der Krise abgewendet werden können.

          Das Unglaubliche ist, dass die durch den Bankrun notwendig gewordene Rekapitalisierung der Banken, der griechische Staat als neue Schulden finanzieren muss („37,3 Milliarden Euro wurden für die Rekapitalisierung der griechischen Banken genutzt.“) Das heißt, dass die Allgemeinheit für die Sichtguthaben haftet!

          Hinzuweisen ist, dass der deutsche Staat im Falle eines Bank-Run mit anschließender Rekapitalisierung auch pleite wäre. In Sichtguthaben hierzulande sind fast eine Billion Euro eingezahlt worden! Wenn die Bankkunden alle sofort das Geld sehen wollen würden, wären die Banken zahlungsunfähig.

          1. „Das ist kein Argument gegen die Anlayse und Problemidentifikation „Bargeld-Hortung“.“
            Wer nicht verstanden hat, dass heutzutage (im Gegensatz zu Gesells Zeiten) nur ca. 20 % der Umsätze in der Realwirtschaft mit Bargeld getätigt werden, wird zum alleinigen Wohle der Banken (und nur denen!!) eine Strafzahlung auf „gehortetes“ Bargeld=Eigentum der Menschen verlangen.
            Es reicht offensichtlich nicht, dass die Banken u.a. via Kreditgewährung mit Interbankenverrechnungs System und unter Unterlassung der nötigen Gegenbuchung Geld schöpfen, ein Vorgang der aus demokratischen und gerechten Erwägungen heraus n u r und nur dem Staat zustehen sollte, nein, die sollen via Strafgeld auf Bargeld auch noch über restlichen 20% des im Umlauf befindlichen Bargelds Verfügungsgewalt bekommen. Meine Güte!
            Ganz im Sinne von Ackermann und Co.

    1. Nachtrag 2:
      Titel lautet: „Liquiditätsmangel erwürgt griechische Wirtschaft“

      Es wird da 1) Liquidität mit Bargeldumlauf verwechselt
      was falsch ist, weil Griechenland seit 2010 mit 216 Milliarden (!!)Euro Krediten wieder liquide werden sollte, was w e s h a l b nicht funktionierte?

      „http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/griechenland-hilfsmilliarden-retteten-vor-allem-banken-a-1090710.html
      “ Demnach haben sich die Ökonomen jede einzelne Kredittranche angeschaut und über Wochen geprüft, an wen die knapp 216 Milliarden Euro der ersten beiden Rettungspakete geflossen sind.

      Das Ergebnis ist ernüchternd: Nur 9,7 Milliarden Euro und damit weniger als fünf Prozent landeten im griechischen Haushalt – und kamen somit den Bürgern direkt zugute. Der große Rest wurde für die Bedienung von alten Schulden und Zinszahlungen genutzt.“

      Diese letzlich 5 % bzw. 9,7 Milliarden Euro an liquiden Mitteln seit 2010 sind also ans Volk gegangen und versickert.

      Die Misere an Bargeldhortung festzumachen, den Leuten die letzten Freiheiten durch Bargeld Strafgeld bzw. Bargeld Abschaffung (zum Wohle der der Banken) zu nehmen , heisst klar und eineutig den Bock zum Gärtner zu machen.

      Man muss an die Privilegien der Banken ran (Stichwort Geldschöpfung) und die Dinge über Steuern für Vermögende regulieren. So rum wird ein Schuh draus!

      Für absolute Notsituationen (Existenzbedürfnisse) sind das Wörgler Modell und andere Notgeld Modelle geeignet, nicht aber für die Probleme in Griechenland.

      1. Nachtrag 3
        Ich schrieb fälschlicherweise, dass von den 216 Milliarden Kreditgelder (=liquide Mittel!) der beiden ersten Tranchen nur 9,7 Milliarden Euro, mithin ca. 5% ans griechische Volk bzw. dessen Staatshaushalt geflossen sind.

        Wahr ist , daß die Masse des griechischen Volks davon n i c h t s abbekommen hat, w e i l weiterhin Milliarden Beträge in die Rüstung (z.B. französische, deutsche Firmen) abflossen.

        http://www.welt.de/wirtschaft/article13908694/Griechenland-kauft-Waffen-fuer-eine-Milliarde-Euro.html
        und
        http://de.statista.com/statistik/daten/studie/322734/umfrage/entwicklung-der-militaerausgaben-von-griechenland/

        Griechenland hat also von 2010 bis 2015 ca. 38 Milliarden Euro für Rüstung ausgegeben!

        Dafür und für die Banken (Zins-Zinseszinszahlungen und Tilgung von Krediten) gab es also jede Menge Liquiditiät.

        Resumee: nicht Liquiditätsmangel erwürgt die griechische Wirtschaft, es sind dies vielmehr der Abfluss von „Rettungskrediten“ also Liquidität an die Gläubigerbanken, an die Hedge Fonds und Spekulanten in Form von Zinsen, „Erträgen“ und Tilgung u n d die Militärausgaben in jährlich Milliardenhöhe, an die Hilfskredite z.T. sogar gekoppelt waren.

        1. Schau Dir doch mal die Höhe der ELA-Hilfskredite der Zentralbank an die griechischen Geschäftsbanken an, 90 Mrd. Euro. Die resultieren direkt von dem Abzug der Guthaben.
          „Laut Handelsblatt handelt es sich bei der wöchentlichen ELA-Kreditgenehmigung durch die EZB um ein strategisches Druckmittel gegenüber der griechischen Regierung.[24] Da die Kapitalflucht aufgrund der zunehmenden Unsicherheiten in Griechenland anhält, seien die griechischen Kreditinstitute auf Liquiditätshilfen durch die (bzw. eine) Zentralbank angewiesen.[25]“ https://de.wikipedia.org/wiki/Emergency_Liquidity_Assistance

  3. Hallo Georg,

    was haben die ELA Hilfskredite an die griechischen B a n k e n damit zu tun, dass EZB, EU mit D und die Weltbank 2015 die linke griechische Regierung gezwungen haben der völlig ungerechten Ausbeutung der Mehrzahl der griechischen Menschen ( via Rentenkürzungen, Spar- und Steuererhöhungsprogramme) zuzustimmen und die Profiteure der Misere (Banken, Hedge Fonds, reiche Griechen, die das rückständige Steuer(eintreibungs)system umgehen und ihre Millionen längst in der Schweiz oder sonstwo haben, mit ausländischer Kreditkarte!) zu tun?
    N i c h t s . Tipota.
    Tatsache ist, daß die Banken das im statistischen Mittel wenige Geld der einfachen Griechen bis auf den heutigen Tag nur in 60 Euro Tranchen pro Tag und Person zurückzahlen und auch dies nur mit den ELA Krediten an die Banken, die im gegenwärtigen System das Geld der kleinen Kunden veruntreuen (und deshalb auf diese ELA Kresite angewiesen sind, möglich.
    Der Durchschnittsgrieche bekommt also sein sauer verdientes Geld, (so er einer Bank vertraute) wegen des katastrophalen Betrugs/Täuschungs Bankensystems auf dieser Welt, nur in planwirtschaftlichen Häppchen zurück.

    Ich bin derzeit in Griechenland und die meisten Leute hier fühlen sich von Banken und Politik verraten. Die allgemeine wirtschaftliche Lage ist sehr bescheiden. Doch die meisten Griechen leben auch sehr bescheiden.

    Eine Bargeldumlaufgebühr hätte für die Masse dieser Leute erneut katastrophale Auswirkungen, vermutlich käme es (weil für normale Leute, die mit Bargeld bezahlen!) zur Revolution. Merke: nur wenige hier haben Kreditkarten um diese Banken/Totalitärstaat Superkapitalismus Forderung (zum Wohle der Banken) mitzumachen.

    All dies ändert nun nichts an der Tatsache, dass das Heilmittel für die griechische Wirtschaft eben nicht eine Bargeldumlauf (Straf) gebühr sein kann, weil dies alles noch verschlimmbessern würde. Griechenland (und nicht nur Griechenland) benötigt einen Schuldenschnitt, gekoppelt mit Reformen im Beamten-Steuer-Bereich.

    Der gegenwärtige Ausverkauf (Privatisierung von Gemeineigentum , wie Häfen , Inseln) an Gläubiger und Profiteure muss gestoppt werden. Die Heuschrecken ( z.B. Hedge Fonds) sind überall aktiv und gieren z.B. nach Monopolen wie der Energie/Wasserversorgung (Griechenlands). Im Hintergrund und als einer der Ursachen für die „Pleite“ Griechenlands soll man die Öl-und Gasreserven in Griechenlands Gewässern, die dem griechischen Volk und nicht den Multis gehören, nicht vergessen.

    1. Die ELA-Notkredite beweisen den Kapitalabfluss von Bargeld, also den Hintergrund der jetzigen verschärften Wirtschaftskrise. Die EZB pumpt weiterhin frisches Bargeld nach Griechenland, jedoch eingeschränkt. Ohne ELA wären die Geschäftsbanken wegens des Bankruns, Bargeldhortung und Kapitalflucht illiquide. Es gibt inzwischen in Griechenland wesentlich mehr Bargeld, als die Volkswirtschaft eigentlich benötigen würde.

      Der Grund für die deflatorische Wirtschaftskrise im Süden Europas ist die Überschuldung in Euro, die Übernahme privater Schulden („Euro-Rettung“) durch den Staat ab 2008. Dafür können die Länder nichts, Überschuldung ist ein zwangsläufiges Resultat des zinses-zins basierten Geldsystems. Darauf mit Sparen zu reagieren (siehe Griechenland etc.) oder mit noch mehr Schuldenmachen und Gelddrucken (siehe Japan) beweist die mangelnde Einsicht neoliberaler und linker Politiker und ihrer sogenannten Wirtschaftsexperten.

      Auch die TARGET-2-Salden beweisen den Kapitalabfluss, den übrigens alle Südländer zu verkraften haben. Stand 2012: 4.600 Mrd. Euro. Das das negative volkswirtschaftliche Auswirkungen hat (Kreditklemme, Liquitätsmangel) muss Dir doch klar sein.

      „die Kapitalflucht aus den Problem-Ländern weitergeht beziehungsweise erst richtig einsetzt – was dann denkbar ist, wenn ein Auseinanderbrechen des Euroraums erwartet wird. Die Target-2-Beträge, die dabei auflaufen, könnten schwindelerregende Größenordnungen annehmen. Allein der potentielle „Kapitalfluchtbetrag“ in Form von Bankdepositen und ausstehenden Bankschuldverschreibungen aus Griechenland, Portugal, Spanien und Italien beläuft sich auf insgesamt mehr als 4.660 Mrd. Euro!“

      Wenn die Südländer aus dem Euro aussteigen, hat die deutsche Bundesbank ein Problem, aber das ist ein anderes Thema.

  4. „Auch die TARGET-2-Salden beweisen den Kapitalabfluss, den übrigens alle Südländer zu verkraften haben. Stand 2012: 4.600 Mrd. Euro. Das das negative volkswirtschaftliche Auswirkungen hat (Kreditklemme, Liquitätsmangel) muss Dir doch klar sein. “
    Niemand hat das Gegenteil behauptet.
    Es nutzt nichts immer neue Fässer aufzumachen, wenn das Überschriftsthema immer noch nicht geklärt ist.
    Den Liquiditätsmangel in Griechenland per Bargeldstrafgebühr (wie von Dir vorgeschlagen) zu beheben ist falsch und kontraproduktiv (für die Masse der Griechen).

    Der Target II Saldo der südlichen EU Länder bei der EZB und damit auch Griechenlands können auch als Kapitalabfluss aus diesen Ländern interpretiert werden, richtig. Was sagt uns das im Hinblick auf die wirtschaftliche Lage eines Durchschnittsgriechen? Nichts! Tipota.
    Weil der Durchschnittsgrieche seit Sommer 2015 wegen max. 60 Euro Bargeldabhebung pro Tag und Devisenkontrollen (beides dauert bis heute an) verwehrt ist sein verbliebenes Geld bei der Bank abzuheben bzw. ins Ausland zu transferieren.
    So sieht es aus.
    Und richtig, wenn die südländer aus dem Euro aussteigen dann hat nicht nur die Bundesbank ein Problem, sondern auch Deutschland, weil dann mehr als 100 Milliarden Verlust enstehen.
    Es führt keine Weg daran vorbei, das gegenwärtige (Banken)System ist oberfaul!

    1. Es ist keine „Bargeldstrafgebühr“. Nur wer Bargeld länger als 3 Monate nicht ausgibt, muss den kleinen Kaufkraftverlust des gehorteten Bargeldes hinnehmen.

      Die Gebühr kann leicht umgangen werden, indem das Bargeld, sogar gegen Inflationsausgleich + 0-2% Zins, je nach Marktlage, mittel- und langfristig angelegt wird.

      Von der Gebühr wirklich betroffen sind die Reichen, die große Mengen Bargeld heute horten. Arme dagegen leben vom Hand in den Mund. Es gibt keine gerechtere Gebühr, kein besseres Konjunkturprogramm. Schau was in Wörgl passierte!

      1. cui bono? W e m nützt die Bargeldstrafgebühr, die dann einfacherweise (weil das mit den 3 Monaten , vorher waren es 1 Monat, schlecht bzw. nur mit hohem Aufwand zu kontrollieren ist) auf Bargeld an sich erhoben werden wird?
        Den Banken und dem Überwachungsstaat.
        Es wäre besser aus der Sicht derjenigen die von dieser dann allgemeinen Gebühr bzw. Strafzahlung für ihr sauer verdientes Geld Betroffenen auszugehen.
        Merke : Nicht jeder Grieche hat ein Konto (für das dann Minuszinsen vorgesehen sind!)
        Diese ganze Diskussion Bargeld(straf)gebühr und Minuszinsen soll doch nur die gegenwärtigen Privilegien der Banken und der Oberschicht verlängern helfen!
        Dafür setze ich mich nicht ein! Da bin ich strikt dagegen!

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