Deswegen überschwemmt uns die Europäische Zentralbank mit Geld

Die Europäische Zentralbank (EZB) senkte den Leitzins auf 0 %. Geschäftsbanken können sich ab sofort kostenlos bei der EZB Bargeld ausleihen. Zusätzlich wird die EZB für 80 Milliarden Euro im Monat Schuld-Anleihen von Euro-Staaten und auch Unternehmen kaufen. Das Ziel ist auch hier, die Zinsen zu senken. Die Geldbasis, die hauptsächlich in Bargeld besteht, wird also weiter steigen. Die Reaktion der Finanzmärkte zeigt jedoch, dass die Interventionen der EZB verpuffen könnten. Gestern stiegen die Aktienkurse in der Voraussicht, dass in Zukunft noch mehr Anleger ihr Geld aus dem Anleihegeschäft abziehen werden und stattdessen Aktien kaufen. Das könnte dazu führen, dass sogar das Gegenteil von dem eintrifft, was die EZB erreichen will: Die Zinsen könnten steigen.

Die Finanzkrise offenbart die Krise des Geldsystems: Der Zinses-Zins-Effekt ließ die Verschuldung und die Geldguthaben exponentiell wachsen, das Bruttosozialprodukt stieg dagegen linear. Aus dieser Entwicklung resultieren zwangsläufig zwei Probleme:

Überschuldung

Daher wird von Schuldnern verlangt, sie sollen sparen, damit die Schulden in ein vernünftiges Verhältnis zur Wirtschaftskraft kommen. Das Sparen führt aber volkswirtschaftlich betrachtet zu einem Rückgang der Nachfrage und damit der Wirtschaftskraft. Die Schulden sind ungerecht verteilt: Nur 10% der Bevölkerung profitiert, sie haben mehr Zinseinnahmen als sie Zinsen zahlen.

Übervermögen

Das zweite Problem ist, dass wegen des Überangebots an Geldvermögen die Zinsen fallen. Deswegen legen Geldvermögende ihr Geld nicht mittel- und langfristig bei der Bank an. Stattdessen wird Bargeld gehortet oder auf Sichtguthaben geparkt. Sichtbar wird dieses Problem an einer sehr geringen Inflation oder sogar sinkenden Preisen, einer Deflation. Die realen Zinsen steigen, obwohl der Leitzins auf 0% ist. Es kommt zu einer Wirtschaftskrise. In dieser Situation sind wir. Anleger spekulieren in Immobilien- oder Aktienblasen, in Grund- und Boden. Je tiefer die Zinsen sinken, desto mehr verschärft sich diese Problematik.

Stumpfes Instrumentarium der EZB

Die EZB möchte die Zinsen senken, dass Schuldner aus ihrer Überschuldungslage herauskommen. Dagegen stehen jedoch die Interessen der Geldvermögenden. Sie werden auf sinkene Zinsen reagieren, indem sie sich weiter vom Kapitalmarkt zurückziehen.

Jetzt werden sie verstärkt Anleihen nicht kaufen, sie werden verstärkt Geld bei der Bank parken, da die Zinsen für Anlagen zu gering sind. Aufgrund dessen muss die EZB immer mehr Bargeld auf den Markt schmeißen, um überhaupt noch einen Effekt zu erzielen. Es ist ein Weg, der mit in einem schleichenden Vertrauensverlust in die Währung einhergeht. 

Von einer Flucht aus dem Euro ist jedoch bisher nichts zu merken. Die aufgeblähte Bargeldmenge ist sicher in Tresoren, Kopfkissen oder Sichtguthaben versteckt. Ein Beispiel ist Griechenland. 

Bankexperten schätzen, dass die Griechen mindestens 20 Milliarden Euro in Schließfächern und Truhen, unter den Dielen ihrer Wohnungen, zwischen der Bettwäsche und in anderen Verstecken bunkern.“ (Handelsblatt)

Das Beispiel Japan oder USA zeigt: Das Geldsystem besitzt auf dieser Weise eine erstaunlich lange Überlebensdauer. Die Zentralbank druckt Geld, finanziert den Staat und versorgt den Kapitalmarkt mit ständig neuen Geldscheinen. Dieses Geld gelangt jedoch nicht in den Umlauf, sondern verschwindet. Nach dem letzten Tsunami wurden Tresore mit japanischen „Yen“ an die Küsten gespült. Die BILD-Zeitung berichtete 2011, dass der Tsunami “unzählige Tresore” an die Küsten spülte und fragte…

“Wie viele Millionen liegen noch in den Trümmern?

„Irgendwann wurden es zu viele, und wir mussten sie anderswo unterbringen.“ Mittlerweile lagert die Polizei hunderte Tresore in ihrem Parkhaus, täglich kommen neue hinzu.

Der Grund für die seltsamen Tresor-Massen: Viele Japaner bewahren ihr Geld zu Hause auf, weil sie es für sicherer halten. Oder weil die japanischen Banken ohnehin kaum Sparzinsen zahlen!”(BILD)

Die Frage ist, wann die Luft entweichen wird, nicht ob.

20 Gedanken zu „Deswegen überschwemmt uns die Europäische Zentralbank mit Geld“

  1. die ECB kämpft nicht gegen sinkende Preise, das ist Vorwand. ECB ist eine Bank und wird von ehemaligen Bankern (u.a. goldene Trojaner) gelenkt und hat wie weltweit praktiziert nur die Aufgabe das parasitäre Finanzverschuldungssystem der Großbanken, Schattenbanken etc. zu retten/zu verlängern, am Besten endlos, um ihr fast leistungsloses Einkommen mit der Verschuldung der Staaten, Firmen und Bürger aufrecht zu erhalten, wie sie auch treffend feststellen. Es müssen immer neue Verschuldungsopfer gefunden werden um das System am Laufen zu halten, Köder sinkende Zinsen.
    Das ist die simple Wahrheit dahinter, genauso wie der Vorwand Terrorbekämpfung nicht dieser dient sondern der Totalkontrolle der eigenen Bürger.

  2. Und noch eine Korrektur:
    der Bürger sieht nichts von dem Geld, die Überschrift muss deshalb heissen:

    die ECB überschwemd die Banken mit Geld!

  3. „Jetzt werden sie verstärkt Anleihen nicht kaufen, sie werden verstärkt Geld bei der Bank parken, da die Zinsen für Anlagen zu gering sind. Aufgrund dessen muss die EZB immer mehr Bargeld auf den Markt schmeißen, um überhaupt noch einen Effekt zu erzielen.“

    Die EZB wirft kein Bargeld auf den Markt, sie versorgt die Banken zum Nulltarif mit Kredit. Bitte den Unterschied beachten!
    Und die so billig mit Kredit versorgten Banken zocken mit diesem Giral (nicht Bar-) Geld munter im wall-street Casino (welches auch in London, Frankfurt, Paris,Tokio, etc. verortet ist) und „horten“ die Kredit Millionen gerade nicht (wie weiland Dagobert Duck) im Tresor.
    Die Schlüsse bezüglich Bargeld und Hortung von Bargeld in Europa, sind deshalb falsch.

    „Die aufgeblähte Bargeldmenge ist sicher in Tresoren, Kopfkissen oder Sichtguthaben versteckt. Ein Beispiel ist Griechenland.
    “Bankexperten schätzen, dass die Griechen mindestens 20 Milliarden Euro in Schließfächern und Truhen, unter den Dielen ihrer Wohnungen, zwischen der Bettwäsche und in anderen Verstecken bunkern.” (Handelsblatt)“ “

    Ich nehme mal stark an, dass der Durchschnittsgrieche (GR hat 10,8 Millionen Einwohner, das wären im Schnitt bei 20 Milliarden = 20 000 Millionen Euro rund 2000 Euro pro „Griechen“ Bargeld ) damit nicht gemeint sein kann. Der Durchschnittsgrieche hat keine 2000 Euro Bargeld dass er „hortet“, der hat Schulden bei der Bank für sein Auto oder Konsumgüterkauf.
    Der Bargeldumlauf hat sich im Euroraum seit 2002 (Euroausgabe) in etwa verdreifacht.
    http://de.statista.com/statistik/daten/studie/488222/umfrage/bargeldumlauf-im-euro-waehrungsgebiet/

    Im Vergleich dazu hat sich z.B. der Notenumlauf des Schweizer Franken von 30 000 Millionen auf 70 000 Millionen SFR erhöht, weit mehr als verdoppelt.

    Besteht also auch beim SFR eine (gefährliche?) A u f b l ä h u n g der Bargeldmenge?

  4. Die EZB überschwemmt UNS nicht mit Geld,
    sondern nur gezielt die Banken und Großunternehmen.

    Der ganz normale Mensch hat noch nie von der EZB eine Zahlung bekommen, z.B. mal 100.000,- € um die Wirtschaft anzukurbeln.

    Nein, da verrotten neue Autos auf Halde, alte Menschen haben keine 90,- € für den Grünen-Star-Test und Mütter kein Geld für den Schulausflug der Kinder,
    aber warte mal,
    die EZB überschwemmt UNS mit Geld.

  5. Wisst ihr „Johannes“ und „Maria“, dass die EZB für Billionen Euro Schuld-Anleihen von EURO-Staaten kauft? Dieses Programm wurde jetzt auf 80 Mrd./Monat erhöht. Damit werden Staatsausgaben finanziert. Das Geld kommt direkt zu uns, „auf den Markt“.

    „Besteht also auch beim SFR eine (gefährliche?) A u f b l ä h u n g der Bargeldmenge?“
    Ja, die Bargeldmenge ist auch in der Schweiz aufgebläht, wie überall inzwischen. Bargeld-Hortung ist ein unübersehbares Problem, überall. Die deutsche Bundesbank sagt, dass nur 10% der hier ausgegebenen Banknoten im Umlauf sind.

    „Geldschöpfung aus dem Nicht“
    Das wird mit einer angeblichen Giralgeld-Schöpfung begründet. Dass richtige Banknoten von Geschäftsbanken gedruckt werden, wird nicht gesagt.
    Es gab bei „Telepolis“ eine interessante Diskussion um das Thema: http://www.heise.de/tp/foren/S-Na-wer-hat-den-Fehler-entdeckt/forum-295793/msg-26936807/read/
    Fazit: Wenn es nur eine einzige Geschäftsbank auf der Welt gäbe, dann wäre die Behauptung einer Giralgeldschöpfung korrekt.

  6. Würde die EZB uns mit Geld überschwemmen, d.h. 80 Mrd. € bei 80 Mio Bürgern sind 1000,00 Euro/Monat wärem die 2% Inflation kein Problem. Da sie aber nur eine kleine Oberschicht überschwemmt steigen nur die Preise für Geldanlagen aller Art.

  7. Georg: Wisst ihr “Johannes” und “Maria”, dass die EZB für Billionen Euro Schuld-Anleihen von EURO-Staaten kauft? Dieses Programm wurde jetzt auf 80 Mrd./Monat erhöht. Damit werden Staatsausgaben finanziert. Das Geld kommt direkt zu uns, “auf den Markt”.

    Wissen wir. Damit werden „Staatsausgaben“ der bankrotten Eurozone, die z.B. in Griechenland und in Italien im Korruptionsfilz der Politiker zu einem nicht unbeträchtlichem Anteil hängen bleiben finanziert! Das Geld kommt n i c h t direkt zu uns, „ auf den Markt“.

    Es kommt zum Grossteil via Steuerschlupflöchern und Subventionen z.B. an grosse Konzerne, Agrarfabriken, die Rüstungsindustrie, an die gegen ihr eigenes Volk Krieg führende Ukraine, an andere politisch genehme (z.B. afrikanische) Potentaten, zum U-Bootbau an Israel , es kommt an die völlig demokratieunfähige uns Flüchtlinge durchwinkende Türkei,
    und das A l l e s in viele Millionen- und Milliardenhöhe für das die Grossbanken täglich Zinsen und Zinsezinsen kassieren welche der Staat via seinem Zinsklavenvolk (welches dieses echte Geld täglich e r a r b e i t e n muss) bedient!

    Wäre an der Zeit mal in der Wiklichkeit anzukommen.
    ………………………………………….
    Besteht also auch beim SFR eine (gefährliche?) A u f b l ä h u n g der Bargeldmenge?”
    Georg: „Ja, die Bargeldmenge ist auch in der Schweiz aufgebläht, wie überall inzwischen. Bargeld-Hortung ist ein unübersehbares Problem, überall. Die deutsche Bundesbank sagt, dass nur 10% der hier ausgegebenen Banknoten im Umlauf sind.“
    Die Behauptung, dass die Bargeldmenge auch in der Schweiz , bzw. damit in allen westlichen Ländern aufgebläht sei, ist zu belegen.
    Von Bargeld“hortung“ in diesem Zusammenhang zu sprechen ist also falsch, wenn es nicht nur in der Eurozone sondern z.B. auch in der Schweiz zur vergleichbaren Vergrösserung der Bargeldmenge kam.
    Bargeldhortung ist ein (Profithinderungs) Problem für die Banken, n i c h t für Otto Normalverbraucher!

    Merkst Du denn nicht, dass die Banken, nachdem Giralgeld nur ein Zahlungsversprechen der Bank an den Kontoinhaber ist, nun auch an das (wenige) vgl. Griechenland Beispiel Bargeld der g r o s s e n Masse der Leute wollen?
    Merkst Du nicht dass damit ein Rest Freiheit und Verfügungsgewalt über Geld weg, verschwunden ist?
    Nur weil man glaubt, dass die Reichen Bargeld horten muss das Volk man nicht die letzten wenigen Freiheiten hergeben!
    ……………
    “Geldschöpfung aus dem Nichts”
    Das wird mit einer angeblichen Giralgeld-Schöpfung begründet. Dass richtige Banknoten von Geschäftsbanken gedruckt werden, wird nicht gesagt.
    Es gab bei “Telepolis” eine interessante Diskussion um das Thema: http://www.heise.de/tp/foren/S-Na-wer-hat-den-Fehler-entdeckt/forum-295793/msg-26936807/read/
    Fazit: Wenn es nur eine einzige Geschäftsbank auf der Welt gäbe, dann wäre die Behauptung einer Giralgeldschöpfung korrekt.
    ……….

    1) Banknoten (Bargeld) werden nicht von Geschäftsbanken gedruckt. Banken schöpfen via Zins und Zinseszins aus der Vergangenheit , via der Einlagen ihrer Kunden und via Krediten von der Zentralbank klar und eindeutig „Giralgeld“. Der Kredit-Kunde kann (wenn er unbedingt will, was aber in der Regel nicht geschieht!) sich den Kredit in Bargeld auszahlen lassen kann. Dies ist selten der Fall. Der Kredit bleibt in der R e g e l Giralgeld und der Kredit Kunde kauft via Girokonto mit Überweisungen, Kreditkarte, Scheck, Lastgschriften, Abbuchungen.
    Hier mit Ausnahmen zu argumentieren und Bargeld mit Giralgeld gleichzusetzen ist nicht zielführend und falsch.

    2) Damit ist die Tatsache, dass die Banken via Kreditvergabe zum Grossteil Giralgeld schöpfen klar erklärt und erwiesen!

    3) Und deshalb haben Bobo und Maria vollkommen Recht:
    Maria: „Die EZB überschwemmt UNS nicht mit Geld, sondern nur gezielt die Banken und Großunternehmen.“
    Volle Zustimmung.

    1. Wusstest Du, dass die nationalen Zentralbanken der Eurozone schon seit vielen Jahren genau dass machen was die Europäische Zentralbank neuerdings tut?

      Aufkauf von Staatsanleihen und Wertpapieren.

      http://www.welt.de/wirtschaft/article149435058/Das-grosse-Geheimnis-von-Europas-Geldmachern.html

      „Tatsächlich hat diese Ära schon Jahre zuvor begonnen – nur hat das so gut wie niemand mitbekommen in Europa. Die Notenbanken des Euro-Systems kaufen schon längst in großem Stil Wertpapiere auf. Und dabei macht das erste kleine Staatsanleihen-Programm der EZB aus dem Jahr 2010 nur den kleinsten Teil aus. Denn zusätzlich haben die nationalen Zentralbanken in Frankreich, Italien und mehreren anderen Euro-Ländern Hunderte Milliarden Euro in die Finanzwelt gepumpt. Finanziert zu großen Teilen mit selbst gedrucktem Geld. Und das heimlich, still und leise. “

      Mit selbstgedruckten Geld meint der Autor natürlich das von Zentralbanken geschöpfte Geld, denn diese Aufkäufe finden ja nicht mit Bargeld statt! Es inzwischen um mehr als 700 Milliarden Euro! Stichwort: ANFA (Agreement on Net Financial Assets).Haupttäter: Französische und italienische National-bzw. Zentral Bank.
      ANFA ist also neben Target II Salden und den Staatsanleihen-und Privatanleihen Käufen der EZB plus Überflutung der EU Banken mit 0 % Darlehen eine weitere in der Öffentlichkeit nicht erkannte Bombe, die zu Lasten der weniger verschuldeten Ländern der Eurozone jederzeit hochgehen kann.

      Bargeld „Hortung“ scheint also nicht das Problem zu sein, hilft den maroden Banbkster Schuldenmachern nur minimal (entrechet allerdings die grosse Masse) sondern die ausufernde (Buch) Geldschöpfung (hier der) nationalen Zentralbanken aber auch die der kreditgebenden Banken plus der völlig unregulierte und deshalb ausufernde h u n d e r t e von M i l l i a r d e n Euro umfassende „Derivate“ „Markt“.

      1. Ja, den Artikel kannte ich schon.

        Warum, denkst Du, kommt das frische Zentralbank-Geld nicht in der Wirtschaft an? Gerade die Zentralbank Italiens pumpt ja viel Geld in Wertpapiere, höchstwahrscheinlich werden auch Unternehmens-Anleihen gekauft. Warum leidet Italien trotzdem unter einer Wirtschaftskrise? Ist die Hortung von Zentralbankgeld, dessen mangelnde Umlaufgeschwindigkeit vielleicht doch ein Problem, neben der Überschuldung und der damit zusammenhängenden Ungleichheit der Vermögensverteilung?

        Das Traurige ist: Das Beispiel Griechenland zeigt, dass die korrupten Eliten von links bis rechts bis zum bitteren volkswirtschaftlichen Ende im Euro bleiben. 90% der Menschen werden verarscht, siehe Tsipras, Varoufakis-Aussagen in der Richtung, Griechenland würde mit dem Drachme in die Steinzeit zurückgeschleudert.

        Die Kaufkraft des Euros basiert zum Teil in den südeuropäischen Ländern keineswegs auf der Kraft der Volkswirtschaften. Das heißt: Die Eliten bekommen ihre Pacht, Mieten, Dividenden, Renten, Zinsen, Pensionen, Politiker-Gehälter in Euro, sie leben über ihren Verhältnissen auf Kosten der Volkswirtschaft, die vor die Hunde geht. Dass wird finanziert mit Geldschöpfung aus dem Nichts durch die EZB.

        Umgekehrt ist es in Deutschland: Hier profitieren gerade 90% der Menschen und der Staat massiv vom EZB-Kurs: Das Zentralbankgeld fließt von Süd-Europa nach Deutschland, führt zu geringen Zinsen, auch Minus-Zinsen. Durch Schwächung der Kaufkraft kann noch mehr exportiert werden. Eigentlich müsste der dt. Staat im Rahmen eines Art „Länderfinanzausgleichs“ einige Mrd. Euro jährlich an Südeuropa überweisen.

        Das bittere Ende kommt, wenn Süd-Europa vom Euro aussteigt. Dann platzt die Seifenblase, auf einmal muss Deutschland auch wieder sparen.

        Im Derivate-Markt wird auch kein Geld geschöpft, denn diese Finanzprodukte werden von Banken gegen Zentralbank-Geld verkauft. Das Problem ist, dass die Banken im Schadensfall um ein Vielfaches der eingenommenen Summe haftbar gemacht werden können. Angesichts der globalen Überschuldungs-Situation schlicht eine tickende Zeitbombe, siehe Lehmann-Brüder Pleite in den USA.

        1. „Warum, denkst Du, kommt das frische Zentralbank-Geld nicht in der Wirtschaft an?“

          Weil die Zentralbanken (per ANFA) wie erwähnt faule Staatsanleihen u n d Anteile grosser Unternehmen kaufen , Großunternehmen die meistens beim unteren Personal (Fußvolk) „sparen“, also Arbeit vernichten um die sowieso reichen Anteilseigner (inklusive dann der Notenbanken) zu bedienen, die bereits alles haben und die Wirtschaft/Konjunktur gerade nicht beleben können.

          „Warum leidet Italien trotzdem unter einer Wirtschaftskrise? Ist die Hortung von Zentralbankgeld, dessen mangelnde Umlaufgeschwindigkeit vielleicht doch ein Problem, neben der Überschuldung und der damit zusammenhängenden Ungleichheit der Vermögensverteilung?“

          Das Hauptproblem ist nicht die Hortung von Bargeld (das meinst Du doch nun mit „Zentralbankgeld“) , weil der Grossteil der Leute wegen der massiven Steuererhöhungen der letzten Jahre z.B. in Italien (hier z.B. Umsatzsteuer, Benzinpreise, Haussteuern) die erfolgten um die Zinslast für die Reichen zu tragen, gerade mal so über die Runden kommt und die sich neben den unumstößlichen Grundausgaben kaum mehr was leisten können . Kurz, wirtschaftliche Stagnation, z.B. steht fast jedes dritte Haus in Italien zum Verkauf, die Preise sind da eingebrochen und trotzdem kann ein normaler MIttelständler gescheige denn ein Arbeiter nichts kaufen.
          Das Problem ist also nicht die mangelnde Umlaufgeschwindigkeit von Bargeld, sondern die Überschuldung des Staates der seine Zinsen und Zinseszinsen an die Gläubigerbanken bezahlen muss wodurch die Masse der Leute welche durch die Globalisierung (z.B. outsourcing von jobs) , die Automatisierung , die gestiegenen Steuerlasten (s.o.) finanziell ausgeblutet werden, zusätzlich geschädigt werden.
          In einer solchen Situation eine Bargeldgebühr (=Strafzahlung) fr die eh schon Gebeutelten einzuführen heisst den Bock zum Gärtner zu machen und sollte zu Volksaufständen führen.

          “ Im Derivate-Markt wird auch kein Geld geschöpft, denn diese Finanzprodukte werden von Banken gegen Zentralbank-Geld verkauft“

          Seltsame Ansicht.

          Zunächst, die Banken verkaufen Derivate nicht gegen Zentralbank Geld.

          Die Banken kaufen Derivate mit Zentralbank Geld, sprich mit Zentralbank Krediten und fahren damit häufig enorme Spekulationsgewinne ein (Vgl. z.B. Eigenkapital Rendite der Deutschen Bank)
          Der Derivate Markt ist mit grossen Risiken behaftet und kann (wie Du richtig schreibst) und wird auch eines Tages fundamental in die Hose gehen.

          Wenn die oben erwähnten Derivate Papiere von den Banken wieder verkauft werden, wird aus dem ursprünglichen Zentralbank (Kredit) Geld Giralgeld geworden und über diesen Mechanismus wird im Bankster Derivate Markt jede Menge Giralgeld geschöpft. So rum geht das.

          1. Ja, Teil des Problems ist, dass mit dem frischen Zentralbankgeld Staat und Unternehmen zum Großteil Schuldendienst betreiben, ansonsten wären sie längst pleite. Ausgenommen ist Deutschland, wo der Staat durch die geringen Zinsen, den Spielraum hat 1 Million Flüchtlinge aufzunehmen und die nächsten Jahre zu versorgen.

            In Südeuropa kommt das frische Zentralbankgeld dagegen größtenteils nur bei den Vermögenden an, die das Zentralbankgeld aber nicht ausgeben sondern damit in den Finanzmärkten weiterspekulieren. Es gibt eine gute Grafik von Prof. Senf, die das heutige Problem veranschaulicht. Was würde also eine Umlaufsicherung bewirken, wenn 90% der Bevölkerung kaum was vom neuen Zentralbankgeld hat?

            Eine Umlaufsicherung würde die Bankzinsen weiter sinken lassen, ins Minus drücken, so dass das Zentralbankgeld auch in heute unproduktive Unternehmungen investiert wird, also endlich in den Produktions- Einkommenskreislauf. Dann würde das Geld auch bei 90% der Bevölkerung ankommen. Ben Bernanke, ehemaliger FED-Chef, sagte unlängst: „Es gibt tatsächlich Grund genug anzunehmen, dass, wenn die Zinsen ausreichend negativ sind, fast alles einen Ertrag bringt.“ Nach meiner Ansichts müsste eine bodenwertbasierte Grundsteuer der Umlaufsicherung mit einhergehen, ansonsten wird das Zentralbankgeld noch stärker in Grund- und Boden gesteckt.

            Mir ist nicht klar, was „seltsam“ daran ist, dass Banken Derivateprodukte erschaffen und sie sich gegenseitig verkaufen. Genauso wie bei der Abrechnung von Überweisungen wird letztlich nur Zentralbankgeld getauscht, bzw. Forderungen/Verbindlichkeiten glattgestellt. Meinst Du, dass Banken Zentralbankgeld erschaffen, weil sie die Erlöse aus dem Derivate-Geschäft auf ihren Giralkonten halten?

          2. „Ja, Teil des Problems ist, dass mit dem frischen Zentralbankgeld Staat und Unternehmen zum Großteil Schuldendienst betreiben, ansonsten wären sie längst pleite. “
            Du verwendest den Begriff Zentralbankgeld falsch.

            wiki.“Der Begriff Geldbasis (auch: monetäre Basis, Zentralbankgeldmenge, Basisgeld oder Geldmenge M0) bezeichnet diejenige Geldmenge, die vom Emittenten (das ist in der Regel die Zentralbank) in Umlauf gebracht wurde und nicht Kassenbestand einer Geschäftsbank ist.“
            Daraus folgt:
            Weder der Staat noch Unternehmen haben Zugang zu Zentralbankgeld und können demgemäß können sie keinen Schuldendienst mit Zentralbankgeld leisten. Hierzu benötigt man Giralgeld (Buchgeld) oder Bargeld.
            „In Südeuropa kommt das frische Zentralbankgeld dagegen größtenteils nur bei den Vermögenden an, die das Zentralbankgeld aber nicht ausgeben sondern damit in den Finanzmärkten weiterspekulieren.“
            Das Zentralbankgeld kommt also bei den Banken an (nicht grösstenteils bei den Vermögenden) und diese spekulieren an den Finanzmärkten und machen dann aus dem Zentralbankgeld allgemeines Giralgeld. Eine weitere Facette der Giralgeldschöpfung der Banken, die Du nicht erkennen willst.
            Und dieses Geld der Zentralbanken gibt es nicht nur für Banken in südlichen Ländern sondern für alle Banken im euro Raum.
            „Eine Umlaufsicherung würde die Bankzinsen weiter sinken lassen, ins Minus drücken, so dass das Zentralbankgeld auch in heute unproduktive Unternehmungen investiert wird, also endlich in den Produktions- Einkommenskreislauf…“
            Falsch, die Zinsen für die Banken via Zentralbank sind bereits bei Null und die Bankunden Konsumenten zahlen weiterhin 10-15 %.
            W a s soll daran Gebühr auf Bargeld ändern? Nichts, ausser dass er Grossteild der Leute bestraft und weiter versklavt wird vom System!

            Wie vernagelt muss man sein sowas zu fordern? In südlichen Ländern haben sehr viele mangels Bonität nicht mal eine Kreditkarte. Kannst man sehr schön sehen wenn man z.B. in Italien an einem Autobahnzahlpunkt ankommt. Die Meiiten stehen beim Barzahlungsschalter an. Nur die mit den dicken Autos haben eine und zahlen per Kreditkarte.am meist freien Kartenzahlpunkt.
            Und Ben Bernanke ist für mich (ebenso wie z.B. Draghi) keine zitierfähige Quelle.
            Bargeldgebühr hilft nur den Banken! Negativzinsen an denen die Banken verdienen (!!) gibt es bereits in der Schweiz! Und was ändert sich da positiv am Wirtschaftskreislauf ausser dass die Reichen Immobilen kaufen und grössere (nicht riesige) Bargeldmengen bunkern?

  8. Schweizer Franken ist ein interessanter Fall:
    Laut Schweizer Zentralbank ist die Notenbankgeldmenge förmlich explodiert. Von 80 Mrd. im Jahr 2011 auf 480 Mrd. 2015. Der Notenumlauf ist davon aber kaum betroffen gewesen, ist „nur“ um 17 Mrd. gestiegen. Verantwortlich waren Girokonten von inländischen Banken bei der Zentralbank: Von 88 Mrd. auf 390 Mrd.
    https://www.snb.ch/ext/stats/statmon/pdf/defr/B1_Notenbankgeldmenge.pdf

    Der Blogger ACEMAXX-ANALYTICS erklärte 2013 die Steigerung der Geldbasis folgendermaßen:
    „Die SNB hat in den vergangenen Monaten Devisen am Markt gekauft, um den Mindestkurs von 1,20 CHF pro EUR durchzusetzen. Mit der starken Ausdehnung der Giroguthaben der Banken bei der SNB ist die Notenbankgeldmenge (monetary base) seit dem Ausbruch der Euro-Krise aussergewöhnlich kräftig gestiegen. Der stetige Anstieg der Geldaggregate widerspiegelt aber im Wesentlichen die historisch niedrigen Zinssätze.“
    „Ein Anstieg der Notenbankgeldmenge in einer schwer angeschlagenen Wirtschaft führt nicht automatisch zu einem Anstieg der Inflation. Da die Wirtschaft in einer Liquiditätsfalle steckt, d.h. die nominalen Zinsen liegen nahe null (zero lower bound), geht die Notenbank dazu über, eine unkonventionelle Geldpolitik zu betreiben, (…).“

    Die „welt“ schreibt, dass die schweizer Nationalbank am 15.01.2015 aufgab, den Kurs des Frankens zu stabilisieren. Auf einem Schlag verteuerte sich der Franken um 20%, zum Nachteil der Exportindustrie.
    Die schweizer Zentralbank hätte 2015 ihre ohnehin aufgeblähte Bilanz um „mehrere Hundert Milliarden Franken ausweiten müssen, um den Euro-Kurs von 1,20 Franken zu verteidigen.“
    Laut des Präsidenten der schweizer Nationalbank Thomas Jordan hätte die Zentralbank „irgendwann nicht noch stärker intervenieren können und umgekehrt große Schwierigkeiten gehabt, all das gedruckte Geld wieder einzusammeln, falls die Inflation über Gebühr anziehen sollte.“

    Auf die Girokonten bei der schweizer Zentralbank zahlen die Banken Minus-Zinsen!
    „Das soll den Franken für Investoren weniger attraktiv machen und so die Aufwertung bremsen.“

    Die Hortung beim schweizer Franken liegt vor, aber in Form von Sichteinlagen (Giro) bei der schweizer Nationalbank.

  9. Wie wäre es, statt sich (ablenkend vom Thema) um den Schweizer Franken Gednakne zu machen auf die aufgeworfenen Fragen und aufgedeckten groben Fehler im Artikel einzugehen?

    Stichworte: eindeutig nachweisbare (Giral)Geldschöpfung der Banken und diese den Banken ins Konzept passende Verteufelung des Bargelds („Bargeldumlaufgebühr“, angebliche „Hortung“ von Bargeld durch den Durchschnittsdeutschen).

    1. Gerade das Beispiel der Devisenspekulation mit Schweizer Franken zeigt die Sinnhaftigkeit einer Umlaufsicherung:
      Was denkst Du, warum die Spekulationen nicht mit viel höheren negativen Zinsen beendet wurden? Weil, dann die Spekulanten auf Bargeld umgestiegen wären! Die Girokonten bei der Zentralbank wären angesichts negativer Zinsen leergeräumt worden. Mit einer Umlaufsicherung hätte sich das nicht gelohnt, denn die „Lagerung“ hätte noch mehr Kosten verursacht.
      So haben die Spekulanten am 01.01.2015 mit Aufhebung der Zentralbank-Interventionen auf die schnelle 20% Gewinn gemacht. Sie haben vorher um 20% billiger schweizer Franken eingekauft. Das ist doch skandalös. Welcher Arbeiter hat eine Gehaltserhöhung von 20% gehabt?

      Es wird doch Bargeld nicht verteufelt, sondern seine Zahlungsmittelfunktion mit einer Umlaufsicherung geschützt.

  10. Devisenspekulanten spekulieren nicht mit Bargeld, sondern mit Giralgeld.
    „Es wird doch Bargeld nicht verteufelt, sondern seine Zahlungsmittelfunktion mit einer Umlaufsicherung geschützt.“
    Das ist Politikersprech.
    Der angebliche Schutz des Bargeld mittels einer Gebühr (=Strafgeld für Leute die Bargeld benutzen) ist doch für den Grossteil der Bevölkerung ein Desaster und schmälert die Einkommen der Massen , erhöht die Giralgeldbestände der Banken, die damit uzumspielen!
    Jede Zeitung, jedes Bonbon , Brot, Gemüse, Restaurantbesuch, etc. mit Kreditkarte bezahlen, weil Bargeldbesitz bestraft wird, wie stellst Du Dir das im praktischen Leben vor?

    1. Der bloße Bargeldbesitz wird doch nicht bestraft: Jedermann kann die Umlaufsicherungsgebühr umgehen, indem er das Bargeld kurzfristig wieder ausgibt! 5% Gebühr alle drei Monate auf gelagerte Geldscheine. Wenn der Geldschein nicht ausgegeben wird, dann verliert lediglich dieser Geldschein an Kaufkraft. Kein Arbeiter erleidet damit Kaufkraftverluste bei seinem Lohn! Das ist der Unterschied zur Inflation. Der Staat würde mit der Gebühr gute Einnahmen erzielen, auf Kosten der Reichen, die große Bargeld-Mengen horten.

      Da der Ausweg Bargeld-Hortung durch eine Gebühr belegt ist, sind negative Zinsen auf Girokonten durchsetzbar. Angesichts der momentanen hohen Liquidität-Vorteile und Haltung würden die Banken sicherlich -5% erheben können, das zeigen die Marktkräfte von Angebot und Nachfrage. Die Bestände auf Girokonten würden abnehmen. Stattdessen würde vermehrt Bargeld und Sichtguthaben auf mittel- und langfristig laufenden Konten angelegt werden, die realen Zinsen dafür würden sich bei 0-1% einpendeln.

      Wenn der Geldumlauf anzieht, die Inflation steigt, kann die Gebühr natürlich wieder gesenkt werden. Notwendig wären positive Leitzinsen, um die Geldbasis zu verringen und damit das Inflationsrisiko zu eliminieren. Die Umlaufsicherunggebühr würde aber ein Steigen der realen Zinsen verhindern, da vermehrt mittel- und langfristig angelegt wird.

  11. „Da der Ausweg Bargeld-Hortung durch eine Gebühr belegt ist, sind negative Zinsen auf Girokonten durchsetzbar. Angesichts der momentanen hohen Liquidität-Vorteile und Haltung würden die Banken sicherlich -5% erheben können, das zeigen die Marktkräfte von Angebot und Nachfrage. “

    Du bist also dafür, dass die Banken via Negativzinsen alle Bürger die ein Girokonto haben (sprich die grosse Masse der Bevölkerung!) um ihr sauer verdientes Geld bringen und mit bis zu 5 % enteignen?
    Ungeheuerliche und nicht durchdachte Idee!

    „Der bloße Bargeldbesitz wird doch nicht bestraft: Jedermann kann die Umlaufsicherungsgebühr umgehen, indem er das Bargeld kurzfristig wieder ausgibt! 5% Gebühr alle drei Monate auf gelagerte Geldscheine.“

    Abgsehen von der Schwierigkeit bzw. Unmöglichkeit (bzw. nur über teure, bürokratische Systeme,Kontrollen) ü b e r drei Monate „liegendes“ Bargeld bei einem „Horter“ (tz,tz) zu identifizieren, kommt dieses Idee, vgl. Dein Eingangsstatement
    „Der bloße Bargeldbesitz wird doch nicht bestraft: Jedermann kann die Umlaufsicherungsgebühr umgehen, indem er das Bargeld kurzfristig wieder ausgibt! 5% Gebühr alle drei Monate auf gelagerte Geldscheine.“
    einem Bargeldverbot gleich.
    http://stop-bargeldverbot.de/

    Da die meisten Leute Girokonten haben, müssten die nach Deiner Idee, diese Girokonten abräumen (weil sonst Enteignung=Negativzinsen bis 5 %, die nicht der Staat sondern die Banken kassieren, drohen) .

    Die Leute müssten diese (enormen Summen) dann innerhalb von drei Monaten ausgeben um keine (gleichhohe) Bargeldumlaufgebühr die nur mit höchsten Aufwand zu ermitteln ist an den Staat zu zahlen.

    Oder die Leute werden gezwungen ihr Geld vom Girokonto auf ein Konto mit lediglich Rückzahlungsversprechen der Bank zu transferieren .
    Merke: Bargeld ist gesetzliches Zahlungsmittel, alle anderen Geldaufbewahrungsformen sind nur ein Rückzahlungsversprechen einer Bank.
    Auf diesen Konten werden die Leute dann ebenfalls mit Negativzinsen, sprich schlichter Enteignung zugunsten der Banken bestraft.

    Was sollen solche unausgegorenen Ideen, die nur Staat, Banken und chip Hersteller und -Vertreiber fettmachen?
    Wir haben keine Freiwirtschaft nach Gsell, sondern wir leben im knallharten (Super)kapitalismus!

    Wäre besser und sinnvoller darüber zu schreiben, dass wir z.B. dringend eine Umsatzsteuer auf Finanztransaktionen der „Teilnehmer“ (=Spekulanten) an der Börse benötigen.

    1. Wie hoch die Umlaufsicherungsgebühr genau sein müsste, um die mittel- und langfristige Hortung von Bargeld zu vermindern, weiß ich natürlich nicht. Das müsste die Situation entscheiden und langsam angepasst werden. Mein Punkt ist, dass erst mit dieser Gebühr die Banken negative Zinsen für Sichtguthaben erheben können. Wie hoch die sind, entscheidet aber der Markt, Angebot und Nachfrage. Mein Beispiel von vierteljährlich 5% sind zu hoch.

      Diese Gebühr würde jedoch nur die Reichen wirklich treffen. Ich zähle mich zur Mittelklasse und habe auf einem Girokonto durchschnittliche Guthaben zwischen 200-2000 Euro. Ich zahle dort mehr ein, aber es geht auch bald wegen Rechnungen etc. wieder runter. Genauso beim Bargeld.

      Dazu im Vergleich schau Dir mal die gehorteten Bargelder an, die Zahlen der Bundesbank. Schau Dir die 1 Billion auf Sichtguthaben in Deutschland an. Wer hat die? Doch nicht der Mittelstand oder die Armen. Mit einer Umlaufsicherungsgebühr könnte man dem Kapitalismus überwinden. Es müsste jedoch mit einer Bodenreform, mind. bodenwertbasierte Grundsteuer, begleitet sein. Sonst stecken sie ihr Bargeld noch mehr in Grund- und Bodenspekulation.

  12. „Diese Gebühr würde jedoch nur die Reichen wirklich treffen. Ich zähle mich zur Mittelklasse und habe auf einem Girokonto durchschnittliche Guthaben zwischen 200-2000 Euro. Ich zahle dort mehr ein, aber es geht auch bald wegen Rechnungen etc. wieder runter. Genauso beim Bargeld.“

    Nehmen wir den Durchschnitt, 1000 Euro, die da auf dem Girokonto rumliegen, da verlierst Du nach Deinem Modell (nehmen wir die Hälfte von 5 %=2,5 % pro Quartal) das sind durch die Aufzinsung mehr als 10 % , also mehr als 100 Euro pro Jahr an Negativzinsen, die Deine Bank kassiert.
    Rechne das hoch für nur die Hälfte also rund 40 Millionen Deutsche, macht 40 00 Millionen, mithin 4 Milliarden Euro die da von der „Mittelklasse“ laut Deinem „Vorschlag“ von den Banken abgezockt werden um w a s zu erreichen?
    M e h r Zockergeld für das wallstreet Casino bzw. die sog. Finanz-bzw. Spekulationsmärkte.
    Und die Masse der Leute soll das finanzieren. Es geht hier um das in den letzten Jahren ohnehin schmäler gewordene Budget des Durchschnittsdeutschen.
    Das ist schon supa-richie- haft, was Du da vorschlägst.
    https://www.youtube.com/watch?v=XvuZV-VmqQk

    Link zur Bargeldeinschränkung/Abschaffung nicht gelesen?

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