Feuerwehr widerspricht Polizei: Kein Benzin in Florian Heiligs Auto

Der Baden-Württemberger Brandamtmann H. löschte zusammen mit anderen Feuerwehrmännern das Auto, indem sich der NSU-Zeuge Florian Heilig kurz vor seiner Vernehmung beim Landeskriminalamt (LKA) selbst verbrannt haben soll. H.s Aussage vor dem U-Ausschuss steht im Widerspruch mit der Beweisaufnahme der Polizei. Laut des Feuerwehrmannes gab es kein Benzin an Gegenständen im Auto und keinen Benzingeruch. Für die Polizei war das genaue Gegenteil der Fall. Darauf aufbauend wird bis heute behauptet, dass sich Heilig am Stuttgarter Festplatz „Wasen“ mit Benzin überschüttet und kurz darauf im Auto angezündet hätte. Ein realistischere Erklärung ist, dass das Benzin erst nachträglich in das Auto geschüttet wurde. Tatsächlich wurde das Auto „entgegen der Gepflogenheiten“ vom Tatort abgeschleppt, zusammen mit der darin noch sitzenden Leiche, und an einem anderen Ort nach der Brandursache gesucht.

Der Brandamtmann H. verwies im Baden-Württemberger Untersuchungs-Ausschuss auf seine langjährige Berufserfahrung: Er hätte schon einige Fahrzeugbrände gelöscht; auch Selbstmorde in Autos durch Selbstverbrennung. Daher steht für ihn fest: Im Auto von Florian Heilig verbrannte kein Benzin, sondern ein anderer Brandbeschleuniger. Es würde „in Richtung Alkohol“ gehen. 

Kein „Regenbogenschillern“, kein Benzingeruch im Rauch

„Abg. Petra Häffner GRÜNE: Okay. – Können Sie sich noch dran erinnern, wonach es gerochen hat? Oder gab es einen imposanten Geruch an dieser Brandstelle? 

„Z. C. H.: Nein. Und das bestätigt diese Eindrücke auch, dass man nichts gerochen hat, dass man keine Schlieren auf dem Boden gesehen hat im Löschwasser. Sonst, wenn Sie Diesel haben, haben Sie eine Riesensauerei auf der Straße mit Regenbogenschillern und so was. Das war alles nicht da. Diese ganzen Eindrücke haben mich glauben lassen, dass es ein Alkohol gewesen sein könnte“ (die-anstifter)

Abg. Matthias Pröfrock CDU: Haben Sie da auch noch mal – ich möchte an die Frage von der Kollegin Häffner anknüpfen – auf das Thema Geruchswahrnehmung abgestellt? Haben Sie da noch mal ausführlich drüber gesprochen, was die, die zuerst am Fahrzeug waren, möglicherweise gerochen haben?

Z. C. H.: Ja. Die haben nichts gerochen. Die haben auch nur gesagt, es hat kurz und heiß gebrannt. Und auch das, was die Frau Haller-Haid gesagt hat, als sie nach dem Rauch gefragt hat – – Der Rauch ist der, der stark riecht. Es gab kaum Rauch, und deshalb riecht man dort auch nichts.

„Und das Ungewöhnliche war, dass an Gegenständen, die im Fahrzeug lagen, z. B. an einem Schreibblock, so ein Collegeblock mit Ringbindung, nur ganz wenige Seiten verbrannt waren und dann die nächsten Seiten schon wieder mit Kugelschreiber beschrieben sichtbar waren. Und wenn es so brennt, und dann kommt noch Löschwasser dazu, ist so ein Block meistens einfach weg. Da dran sieht man, dass es ein ganz kurzes heißes Feuer war, dass die Feuerwehr schnell da war und dass es schnell auch wieder aus war.“

Kurzes, schnelles Feuer spricht für einen leichtflüchtligen Stoff

„Meiner Einschätzung nach war der einzige Brennstoff, der überhaupt verwendet worden ist, dieser leichtflüchtige Stoff.

Abg. Jürgen Filius GRÜNE: Aber das wäre kein Benzin?

Z. C. H.: Das wäre kein normales Benzin oder kein Diesel, weil das anders brennt. Da sind die Spuren anders. Deshalb gibt es von mir auch den Vermerk noch, den ich mit dem Herrn K. abgesprochen habe: „Entzünden von Kraftstoff, eventuell Ethanol“.

Blaue Flamme passt zu Ethanol

Abg. Rita Haller-Haid SPD: Vielen Dank. – Noch mal eine Frage: Ein anderer Zeuge hat ausgesagt, dass die Stichflamme bläulich gewesen wäre. Können Sie mir erklären, wie es zu einer bläulichen Stichflamme kommt?

Z. C. H.: Mir wurde von einem hellen Blitz berichtet, der eigentlich nicht typisch ist, sondern – – Der helle Blitz kann eigentlich da gar nicht entstehen, aber eine schlagartige Durchzündung, die dann verhältnismäßig hell ist. Und das Bläuliche würde wieder für das Thema „Alkohol/Ethanol“ sprechen. Kurze heiße Flamme – das haben Sie beim brennenden Benzin oder Diesel nicht.

Polizei bemerkte starken Benzingeruch

Dazu im Gegensatz sagte Dr. A. K. aus, Diplom-Chemiker beim Landeskriminalamt Baden-Württemberg. Er war nicht direkt am Tatort an der Wasen. Er untersuchte das Auto erst nachdem es abgeschleppt in der Polizeidienststelle war. Dort wurde starker „Kraftstoffgeruch“ festgestellt.

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Kriminalhauptkommissar A. K. war an der Wasen am Tatort. Er entschied „entgegen der Gepflogenheiten“, das Auto mitsamt der darin sitzenden Leiche ins Polizeipräsidium abzuschleppen!

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Nachdem im Polizeipräsidium die Leiche aus dem Auto entfernt wurde,  kamen Gegenstände zwischen Sitz und Leiche zum Vorschein, die getränkt mit Benzin gewesen waren! Davor roch es nur „leicht“ nach Benzin.

Vorsitzender Wolfgang Drexler: Haben Sie den Geruch selber wahrgenommen?
Z. A. K.: Ja, vor allem als man dann später die Leiche rausgeholt hat, aber auch schon vorher leicht. Als die Leiche rausgeholt wurde und auch der Sitz frei wurde, waren Reste von Hemd und Hose noch auf dem Sitz, und es war richtig stark getränkt.“ (die-anstifter)

Z. A. K.: Dass der Fahrersitz nicht so heftig verbrannt ist wie der Beifahrersitz liegt ganz einfach daran, dass der geschützt war. Der war geschützt durch die Leiche. Zwischen Leiche und Sitz waren ja noch intakte Kleidungsstücke, Geldbeutel, der überhaupt nicht verkohlt war, bloß getränkt mit Benzin.“

Die Kriminalhauptkommissarin A. B. war auch am Tatort an der Wasen und untersuchte das Auto nach Beweismitteln. Sie bemerkte Benzingeruch erst, „nachdem die Leiche entfernt war.“

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Im Fahrzeug war „deutlicher oder massiver Benzingeruch“.

Der Leiter des Dezernats 11 beim Polizeipräsidum, Z. H. H., berichtete dem Ausschuss, dass „deutlicher oder massiver Benzingeruch“ vorhanden war. Auch er war selber nicht am Tatort an der Wasen und ist sich nicht sicher, wann die erste Meldung über Benzingeruch kam.

„Das vorläufige Ergebnis der Sachverständigen – das war mündlich – war, dass im Fahrzeug eine Raumexplosion stattfand, dass im Fahrzeug insbesondere im Bereich der restlichen Kleidung des F. und im Bereich des Polsters des Fahrersitzes, ja, sagen wir, deutlicher oder massiver Benzingeruch war.“

„Ich bin mir jetzt nicht mehr ganz sicher, ob da schon kam, dass die Revierbeamten mitgeteilt haben, dass es nach Benzin gerochen hat. Das weiß ich jetzt nicht mehr so genau.“

Der Zeuge A. U. stand in 5-10 Meter Entfernung vom brennenden Auto und wurde auch vom U-Ausschuss befragt. Die Abgeordneten fragten ihn nicht, ob er Benzingeruch wahrgenommen hätte. Diese Frage beantwortete mir der Zeuge in einer elektronischen Nachricht:

die kurze Antwort ist nein,ich habe keinen Benzingeruch wahrgenommen. Ich war auch nie näher als 5-10m am Fahrzeug, so dass ich das gar nicht wahrgenommen haben kann. Die Feuerwehrleute und Polizisten waren nach dem Brand direkt am Fahrzeug, da war für alle anderen schon abgesperrt. Als das Fahrzeug gelöscht war war ich schon hinter der Absperrung.“

Die Parallelen zum Vorgehen der Polizei in Stregda am 04.11.11 sind deutlich: Auch dort wurde das Wohnmobil mit den Leichen von Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos einfach abgeschleppt und die sogenannte „Spurensicherung“ an einem anderen Ort verlegt. Und auch in der Zwickauer Wohnung von Beate Zschäpe nahmen die Feuerwehrleute keinen Benzingeruch wahr, im Gegensatz zu Polizisten! Es besteht in allen drei Fällen der begründete Verdacht der Vertuschung von Straftaten und Beweismittel-Manipulation.

4 Gedanken zu „Feuerwehr widerspricht Polizei: Kein Benzin in Florian Heiligs Auto“

  1. -Es besteht in allen drei Fällen der begründete Verdacht der Vertuschung von Straftaten und Beweismittel-Manipulation.-
    Skandal! Wie lange dürfen die Verantwortlichen noch in ihren Sesseln sitzen?
    Eine vorläufige Beurlaubung wegen Unfähigkeit scheint gerechtfertigt.

  2. Es ist die Krux des NSU- Komplexes. Widersprüche und Ungereimtheiten lassen sich unschwer finden und aufdecken. Definitive Schlussfolgerungen aber selten bindend treffen.

    Ex- Nazi ?

    Florian Heilig war angeblich ein Ex- Nazi. 2.000 Seiten WhatApp- Kommunikation bestätigen dies nicht.

    Seine Ex- Freundin Melisa M. starb an einer Lungenembolie, ausgelöst durch — – mehrere – kleine Blutgerinnseln welche – höchstwahrscheinlich – ursächlich mit einem kleinen Bluterguss am Knie zusammenhingen. Wenn ja, deutet dies auf hormonelle Störungen bei Melisa M. hin, zu diesem Zeitpunkt. Sie war Kampfsportlerin und damit ständig Trägerin von blauen Flecken. Lebte also nur noch zufällig, oder?

    Warum hatte Sie zu diesem Zeitpunkt hormonelle Störungen?

    Die neuen Anti-Baby-Pillen (keine Kinder, schönes Haar, glatte, weiche Haut) erhöhen das Thromboserisiko um den Faktor 10, wären also eine Erklärung. Für die Anti-Baby-Pillen von Melisa M. interessierte sich weder die Staatsanwaltschaft noch die Gerichtsmedizin.
    Sascha W. hätte Auskunft geben können, doch der beging angeblich am 8.2.16 Selbstmord, ohne erkennbares Motiv und ohne Abschiedsbrief. Angeblich soll eine elektronische Abschiedsnachricht existieren. Von wem?

    Diese kleine Aufzählung könnte endlos fortgesetzt werden. Das Ethanol am 16.9.13 brannte und kein Benzin war nach der ersten Zeugenvernehmung des PUA klar. Doch zu diesem Punkt wurden nicht die Polizisten und Feuerwehrleute – die am Brandort waren – weiter befragt, sondern Spezialisten des KTI des LKA-BW.
    Es interessierte auch nicht, warum der Fahrzeugbrand im unzuständigen KTI weiter untersucht wurde und nicht in der zuständigen KTU der PD Stuttgart, das es damals noch gab.

    Ein verurteilter Mörder deutete eine Spur zur Kasachstan- Heroin- Connection an, verlangt einen Deal und blitzte ab.

    Zufall, dass der Boss der Kasachstan- Drogen- Mafia in Heilbronn lebt?
    Zufall, das ein Alexander G. mit seiner Freundin die „Krokus- Märchen“ erfand und für die Droge der PD Heilbronn als Spitzel arbeitete? Diese liefert sogar sein Irland- Alibi, mit Hilfe eines Haftbefehls wegen einer Mini- Drogensache.

    Zufall, das sich ein Dr. Peter Uhl auf der so genannten Todesliste der NSU befand? Er ist kein Jude ( wie J. Montag) und so RECHTS das Frau Petry ihre FREUDE an ihm hätte. Aber, er ist mit einer Volksdeutschen verheiratet, deren Wiege nach meinen Informationen in Kasachstan stand.

    M. K. arbeitete als verdeckte Ermittlerin in dieser Drogenszene. „Du spinnst, die war doch bei der BEPO“, kommentierte ein erfahremer A 13 Polizist diese Behauptung.

    Tja, damit bin ich tatsächlich beim Polizistenmord von Heilbronn angelangt und der ungewöhnlichen Verwendung der BEPO- Beamtin M.K. Wer Dreck am Stecken bei ihrer BEPO Einheit hatte, wird sich Fragen gestellt haben, Antworten gefunden und vielleicht gehandelt haben.

    Florian H. wusste – nach meiner Überzeugung – über diesen Mord nur das, was ihm Alexander G. erzählt und eingeflüstert hat. Mehr war auch nicht von Nöten, denn er sollte mit seiner Prahlerei nur einige Leute verunsichern und dazu musste er auch noch einen Nazi spielen, deren Gedankengut ihm in 2.000 Seiten WhatApp- Kommunikation völlig fremd war.

    Ich habe seine Nachrichten mit den meinen verglichen. Ich bin kein Nazi, kein PEGIDA Anhänger, kein Petry- AfD Wähler. Ich bin nur Gegner der momentanen Politik der offenen Grenzen. In meiner WhatApp- Kommunikation findet sich zu diesem Punkt mehr rechtes Gedankengut, als beim angeblichen Ex-Nazi Florian H.

    Zurück zur NSU:

    Alle Dienstwaffen in BW haben nicht nur eingestanzte Seriennummern, sondern nach meinen Informationen, auch einen Chip mit dieser Seriennummer und den Herstellungsdaten. Das Waffengutachten des BKA umschifft diesen Chip. Leider auch der PUA. Es gibt ja das „glaubhafte“ Geständnis der Beate Z. zu Lasten Verstorbener, welches jedes tiefere Schürfen unnötig macht. Besonders bei der Waffe M.A.

    Merke:

    Was nicht sein kann, das nicht sein darf……

  3. Bio,
    den Kanister-Knoten bekommt man nicht gelöst, solange man davon ausgeht, dass es nur 1 Kanister gab. Es gab mindestens 2.

    1 Kanister wurde am Brandort gefunden, ausserhalb des Autos, sagte der Feuerwehrmann C. H., Seite 178 unten, und die Reste eines 2. Kanisters im Auto 2015. Foto davon bei Radio RDL.

    Der Vater sagte, er habe den Ethanolkanister rausgenommen, am Sonntag, und im Wrack sei 2013 kein verschmorter Kanisterrest gewesen.

    2015 gabs den dann aber… das ist alles Zauberauto, wie der Schlüsselbund auch. Unauflösbar…

  4. Heilig macht 24 stunden vor seinem Tod mit Melisa schluss und Winter benutzt ebenfalls elektronische Mittel um sich zu verabschieden. Sicher doch. Es reicht wenn Christ bezeugen konnte dass die Täter nicht die Uwes waren alles andere ist sekundär. An Sachen wie krokus NSS hat vielleicht Heilig wirklich geglaubt nachdem man ihn in diese Richtung bearbeitet hatte aber geht von einen rein kriminellen Hintergrund aus so fällt der politische Aspekt schnell heraus. Es gab ihn dem Augenschein nach auch nie als Tathintergrund.

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