NSU-Nebenklageanwalt Mehmet Daimagüler will Zeugen für kahlköpfige Radfahrer haben

Mehmet Daimagüler ist Anwalt von Opfern der Verbrechensserie, für die der „National-Sozialistische-Untergrund“ (NSU) verantwortlich gemacht wird. Daimagüler hielt einen Vortrag in einem Gymnasium, von dem die Zeitung „der Westen“ am 11.01.2014 berichtet: „Der NSU hätte eher gestoppt werden können“.

„Nur ein Beispiel: Mehr als ein Dutzend Zeugen hätten an unterschiedlichen Tatorten kahlköpfige Fahrradfahrer gesehen, später sollte sich herausstellen, dass es sich dabei um die Terroristen Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos handelte – doch die Polizei verfolgte die Spur gar nicht erst. „Hätten diese Zeugen Männer mit dunklem Haar und Schnäuzer gesehen, wäre die Republik auf den Kopf gestellt worden.“ (derwesten)

Ich befasse mich seit Jahren intensiv u. a. mit den Augenzeugen-Berichten der Ceska-Mordserie. Die Berichte liegen sowohl anhand der Ermittlungsakten wie auch anhand der Aussagen im NSU-Prozesses vor.

Mir ist keine einzige Aussage bekannt, dass die beobachteten Radfahrer „kahlköpfig“ gewesen waren. Im Gegenteil die Radfahrer wurden oftmals als dunkelhaarig bezeichnet oder mit Mützen auf den Köpfen. Das wird auch anhand der Phantombilder bestätigt!

Tatort-Zeugen entlasten eher Mundlos und Böhnhardt

http://friedensblick.de/14586/tatort-zeugen-sahen-nicht-uwe-mundlos-uwe-boehnhardt/

Die Aussagen von Mehmet Daimagüler von Anfang 2014 kann ich sachlich nicht nachvollziehen! Inzwischen dürfte er eine solche Aussage nicht mehr treffen.

Ein Gedanke zu „NSU-Nebenklageanwalt Mehmet Daimagüler will Zeugen für kahlköpfige Radfahrer haben“

  1. Hintergrund dieser Andeutungen ist vermutlich die OFA Dorn (??) des BLKA, welche schon frühzeitig zum Ergebnis kam, das die Mordserie einen rechtradikalen Hintergrund hat.

    Herr Beckstein befürchtete wohl eine Panik unter den türkischen Kleingewerbetreibenden und sorgte dafür, das die OFA unter dem Teppich gehalten wurde. Und, offensichtlich haben nicht alle Zeugenaussagen die der OFA zugrunde lagen die Gnade der Aufnahme in die Ermittlungsakten gefunden.

    Ich warte ab, bis die entsprechenden Beweisanträge gestellt werden. Die Bundesanwaltschaft hatte ihre Show. Nach der Sommerpause wollen die Nebenklägervertreter „aufspielen“ und von denen traut der „Staatsmacht“ wohl Keiner mehr über den Weg. Nicht nur in Bezug auf die Vollständigkeit der Akten.

    Was die zu vernehmenden Zeugen dann wirklich bringen, weiß man nach ihrer Aussage, nicht vorher.

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