Dank Wolfgang Schäuble schmeißt Griechenland verschuldete Familien aus ihren Häusern

Die Medien vermitteln den falschen Eindruck, dass es in Griechenland keine Zwangsräumungen gäbe. Der „Spiegel“ berichtet beispielsweise heute im positiven Ton über das neue Reformpaket, dass das griechische Parlament auf Druck der Europäischen Union (EU) verabschiedete.  

„Das Justizsystem soll modernisiert, Gerichtsverfahren damit billiger und schneller werden. Treffen wird das hauptsächlich Immobilienbesitzer, die mit Kreditraten in Rückstand sind. Künftig sollen sie ihre Wohnungen verlieren können, wenn sie nicht rechtzeitig zahlen.“ (spiegel)

Diese Darstellung gibt jedoch nur verkürzt die Wahrheit wieder und ist deshalb höchst manipulativ. Tatsächlich gab es Zwangsräumungen in Griechenland. Das berichtet der Griechenland-Blog:

“Allein im Januar 2014 brachten die Steuerbehörden 1.392 Wohnungen und Grundstücke unter den Hammer, was bedeutet, dass die Rechtsabteilungen der Finanzämter täglich ungefähr 56 Immobilien wegen anhängiger Verbindlichkeiten konfiszieren.”

Der „Spiegel“ vergisst darauf hinzuweisen, dass die bisherige Gesetzeslage nur den Erstwohnsitz vor Zwangsräumung schützte und nur für arme Familien galt!

Es geht um den Schutz des Existenzminimums, der nicht weggenommen werden darf. Ohne dem Haus würden die Schuldner auf der Straße landen, auch weil es keine Sozialhilfe, kein Hartz 4 in Griechenland gibt. „Nicht einmal das Existenzminimum ist abgesichert.“ Desweiteren muss der arme Schuldner an seinem Einkommen orientierte Tilgungsbeträge leisten:

  • „Der Einheitswert der (zu schützenden) Wohnung darf 200.000 nicht übersteigen.
  • Das deklarierte familiäre (!) Jahreseinkommen darf nicht über 35.000 Euro liegen.
  • Der Gesamtwert des mobilen und immobilen Vermögens des Schuldners darf nicht höher als 270.000 Euro liegen, wobei der Wert der Bankguthaben und sonstiger mobiler Vermögenswerte nicht mehr als 15.000 Euro betragen darf.
  • Die von dem Schuldner während des Zeitraums des gewährten Pfändungsschutzes jeden Monat zu entrichtende Tilgungsrate soll sich analog zu dem familiären Jahreseinkommen folgendermaßen gestalten:“ … mehr Infos im Griechenland-Blog!

Die alte Regelung ist also sozialpolitisch höchst sinnvoll, da in Griechenland „die Armen nicht einen Cent Sozialhilfe bekommen.“ (SpiegelDie auch aufgrund des Drucks von Wolfgang Schäuble jetzt durchgepeitschen Reformen werden dazu führen, dass viele Familien auf der Straße enden werden. Wie das Wolfgang Schäuble mit seinem christlichen Menschenbild vereinbaren kann, ist mir schleierhaft. Dank der menschenverachtenden Griechen-Hetze in den Medien ist ihm jedoch die Unterstützung seiner Wähler sicher.

29 Gedanken zu „Dank Wolfgang Schäuble schmeißt Griechenland verschuldete Familien aus ihren Häusern“

  1. Wenn man sich dann überlegt das die Banken ihnen nichts gegeben haben und das das gesetzliche Zahlungsmittel auf Euro lautend keinen Wert hat (sagt und schreibt die Bundesbank ja sogar selber), dann merkt man wie alle betrogen werden. Die Griechen, so auch alle anderen, sollten immer und immer wieder darauf klagen das sie keine Möglichkeit hätten zu bezahlen, dies ist ohne werthaltiges Geld nämlich gar nicht möglich und alles mittels Akzept oder ähnliches ausgleichen. Das was Wir als Geld bezeichnen ist gar keins und das wissen täglich immer mehr, es sind einfach Schuldscheine…

  2. Welchen Einfluß hat ein deutscher Politiker in eine anderen Land?

    Und die Leute haben „natürlich“ gar nichts falsch gemacht? Die Häuser wurden offenbar mit zu viel Kredit gekauft und jetzt sind die Kreditgeber schuld?

    1. Ohne Verschuldung, ohne Schuldner kommt das Bargeld nicht in den Umlauf. Ohne Zinsen leiht es der Vermögende jedoch nicht her. Dafür müssen Schuldner am Ende zwei Häuser bauen, ein Haus für sich selber und mindestens ein Haus für den Geldverleiher. Wenn der Schuldner das nicht schafft, nimmt ihm der Geldverleiher das hart erbaute Haus weg. Kapitalismus: Ohne Arbeit reich werden. Wer bemerkt heute noch, dass das Unrecht ist!

  3. Zitat:
    Wie das Wolfgang Schäuble mit seinem christlichen Menschenbild vereinbaren kann, ist mir schleierhaft.

    Der war gut! In den Parlamenten der westlichen „Dämokraturen“ sehe ich Unmengen dämonischer Kreaturen, jedoch keine Christen.

  4. „Ohne Verschuldung, ohne Schuldner kommt das Bargeld nicht in den Umlauf. “

    Georg, du willst zwar das richtige, aber du versenkst es regelmäßig mit falschen Bildern. Bargeld kommt als Spiegelbild der Wertschöpfung in Umlauf. Das hat mit Schulden zunächst überhaupt nichts zu tun.

    Ich empfehle dir mal Goethes Faust Teil II.
    Dort hat sich Goethe, der ja auch Wirtschaftsfachmann war, mit dieser Frage Geld und sei nWert auseinandergesetzt. Basis seine Überlegung und Schlussfolgerung war der erste Papiergeldskandal der Welt.

    Dieser Papiergeldskandal ist im Grunde 1 zu 1 auch das Strickmuster für heute.
    http://www.faz.net/aktuell/finanzen/anlagebetrueger-john-law-der-reichste-mann-der-welt-1143622.html

    1. es gibt zwei verschiedene bereiche, wie bargeld in die wirtschaft in die wirtschaft gepumpt wird:
      1. die zentralbank druckt es und verleiht es an Geschäftsbanken oder kauft anleihen von unternehmen/staaten. die bargeld-menge ist abgestimmt auf die wertschöpfung.
      2. nachdem es von einem Bargeld-Besitzer eingezahlt und sein Sparguthaben erhöhte, wird es von der Bank wieder per Schuld an einen Schuldner ausbezahlt. das meinte ich mit vorherigen beispiel.
      Bargeld kann natürlich auch ohne Schuld einfach in der Wirtschaft zwischen Nachfrage und Produktion hin und her sich bewegen, ohne dass es zu Sparguthaben/Verschuldung führt.

      1. @ Georg Lehle

        Nein, mein Lieber, ganz so ist es leider nicht.
        Es ist sogar fundamental anders.
        Die Zinshöhe wird davon bestimmt, wieviele Institutionen und Privatleute Staatsanleihen kaufen. wenn die Nachfrage schwach ist, bekommt der Staat seine Anleihen schlecht los und deshalb sinken die Anleihekurse. Ein sinkender Kurs bedeutet aber einen steigenden Preis (Zins).
        Ja, ich weiß, dass meintest Du nicht, ist auch alles bekannt.
        Deshalb: Staat und Gesellschaft können aber einen steigenden Zins nicht gebrauchen und deshalb kaufen die Zentralbanken dieser Welt (wer könnte die Ausnahme sein?) eigene Anleihen. Das ist das klassische Schneeballsystem. Und weiter: Die EZB leiht z.B. den Geschäftsbanken Geld, damit die Bank YXZ dem Kunden ZBF dieses leihen kann, damit sich dieser ein neues Auto kauft. Ist das Geld dann weg? Leider nein; die Bank schreibt das eben weggegebene Geld dem Kreditnehmer (Schuldner) ZBF als Guthaben gut. Und deshalb, nur deshalb, kann die Bank diesen Kredit (nach Abzug von 1 % Mindestreserveeinlage bei der EZB) wieder an den nächsten Kunden verleihen. D.h. die Banken schaffen Geld infolge dieses dummen Tricks. Diese Geldschöpfung wird „Giralgeld“ genannt und wurde von der Bundesbank im Jahre 2010 für rechtens befunden. Deshalb muss die Geschäftsbank nicht mehr bei der EZB anrufen und um neuen Kredit bitten- mit dem Giralgeldsystem absolut unnötig.

    2. @ Roger

      Nein, leider Käse. Neues, also frisches Geld, kann immer nur durch Verschuldung in den Geldmarkt gelangen!
      Außerdem ist jeder Geldschein ein Schuldschein.
      Auch die nichtgedruckten „Geldscheine“ (das sind 95 % allen Geldes) entstehen nur durch ein Schuldverhältnis.
      Anders geht es nicht. Hier hat Georg Lehle völlig recht.
      Nur beim Thema Giralgeldschöpfung durch die Geschäftsbanken war er nicht auf dem letzten Stand. Aber vielleicht jetzt.
      Man sollte andere nur dann verbessern, wenn man es wirklich besser weiß und nicht etwa dann, wenn man nur glaubt es besser zu wissen.

      1. @Kuno
        Das mit dem Käse musst du Marx (Kapital) und Goethe (Faust) erzählen. Und dann vielleicht auch noch begründen und nicht nur behaupten.

        Das Kapital ist zu lang, ich mach es mit Goethe. Im Faust macht der Teufel dem Kaiser den Vorschlag Geld zu drucken als Zugriff auf die Zukunft. Also deine Schuldentheorie der Aufgabe von Geld.
        Und er lässt Mephisto darauf die richtige Antwort als Frage geben: „Aber das ist doch durch Arbeit gar nicht gedeckt?“

        Eben, Geld hat die Funktion, die Warenwirtschaft wertmäßig widerzuspiegeln. Die Deckung des Geldes ist die Wertschöpfung und nicht Schulden.

        1. @ roger

          Ja, ja, mein Lieber; Goethe hatte ganz zutreffend von der schon in früheren Zeiten anzutreffenden Geldverschlechterung (die meistens eine Materialverschlechterung der Münzen war) geschrieben.
          Bekannt. Aber das ändert doch nichts daran, dass der Geldschein per se ein Schuldschein ist. Die Notenbanken machen eine Buchung wenn Geld „geschaffen“wird und die Geschäftsbanken machen das Gleiche. Seit Geld immer weniger gedruckt wird, brauchen die Banken auch kein „Gelddrucklizens“ mehr. Der Weg über das Giralgeld reicht völlig. Und wie sieht die Buchung der Banken oder der EZB aus? Immer dasselbe: Soll an Haben! Ohne dem geht es nicht.
          Drehe es wie Du willst, glaube es oder nicht: der Geldschein ist ein Schuldschein und er war noch nie etwas anderes!

          1. @ Kuno

            Nö Kuno, Goethes Thema war nicht die Geldverschlechterung. Er hat sich mit dem Thema Papiergeld auseinandergesetzt und eine Antwort gesucht. Sein Betrachtungsgegenstand war John Law.
            http://www.faz.net/aktuell/finanzen/anlagebetrueger-john-law-der-reichste-mann-der-welt-1143622.html

            Und er kam eben zu der richtigen Schlussfolgerung, die die Bundesbank unterschlägt. Les mal hier:
            https://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Reden/2012/2012_09_18_weidmann_begruessungsrede.html

            Und was steht bei Goethe.
            Lustgarten (185) .
            Des Kaisers Sorgen werden durch Papiergeld gelöst (187), dabei weist Faust darauf hin, dass dieses Geld erst durch ARBEIT gedeckt werden muss, soll es etwas wert sein, Mephisto dagegen lenkt ab, so dass sich diese Erkenntnis nicht durchzusetzen vermag.

            Der Mann hatte was drauf.

          2. Geldvermögen sind durch Schulden „gedeckt“. Daher gibt es keinen Schuldenschnitt ohne Verlust an Forderungen von Gläubiger an ihre Schuldknechte. Geldvermögen sind Forderungen und kein Zentralbankgeld. Soviel auch zum Dauerbrenner „Geldschöpfung aus dem Nichts“.

            Bargeld (Zentralbankgeld) ist die durch Wertschöpfung/Arbeit gedeckt. Das Geld kommt jedoch durch Schuld in Umlauf, indem die Zentralbank Ausleihungen an Geschäftsbanken vornimmt oder Wertpapiere von Unternehmen kauft. Im Moment wird Bargeld von der EZB neu gedruckt und nach Griechenland gepumpt, weil die Griechen ihre Sichtguthaben alle abheben. Damit entsteht Inflationsgefahr, weil es mehr Euros gibt, als die griechische Wirtschaft braucht. Das Beispiel Japan zeigt jedoch, dass die Bevölkerung einen großen Glauben an Bargeld hat und das Bargeld einfach verschwindet. Wenn der Glaube an die Kaufkraft jedoch schwindet und das Geld ausgegeben wird, kommt es sofort zur Hyper-Inflation.
            Eine Grafik von Helmut Creutz zeigt, dass die Bargeldmenge stets 8% des BSP entsprach. 2009 erhöhte sich jedoch die Bargeldmenge zeitweise auf 13%. Aktuelle Daten gibt es leider nicht, kein Wunder der Mann ist 90 Jahre alt.
            http://www.helmut-creutz.de/pdf/artikel/dauerbrenner_geldschoepfung_huwi_2010_3.pdf

  5. Die beschriebene Situation in Griechenland zeigt, dass man nicht so einfach Lösungsansätze von einem Land in ein anderes übertragen kann, ohne sich das neue System komplett anzugucken. Eine sozialverträgliche Reform wird darüber hinaus vom Westen in Griechenland wohl nicht angestrebt. Es ist für den Umgang der westlichen Staaten (und auch Medien) mit dem Griechenlandthema leider typisch, das eine genaue Analyse, die auch soziale Faktoren beinhaltet, nicht vorgenommen wird.

  6. Seit wann hat unser Rolli – Gollum ein christliches Weltbild ??? Dieser menschenfeindliche Schwabe wird NIEMALS meine Unterstützung erhalten !!!

    1. Ich halte von Schäuble auch nicht viel. Unvergessen ist seine Rolle beim Sturz von Helmut Kohl zugunsten der Merkel.

      Aber: was ist denn die Alternative? Wäre irgendein Ramelow oder Gysi an seiner Stelle, würde mit den Griechen überhaupt nicht verhandelt. Dann flösse das deutsche Steuergeld, im Grunde aber nur die Erhöhung der deutschen Staatsschulden,
      sofort. Die Rechnung würde den Deutschen dann eine gewisse Zeit später präsentiert; mit der Erhöhung der Mehrwertsteuer um 5 %.
      Insofern ist Herr Schäuble das kleinere Übel.

  7. Für wen haben Merkel und Schäuble die Kastanien aus dem Feuer geholt? An wem bleibt diese Aktion haften?
    Es paßt schon alles zueinander – Böse Deutsche, obwohl sie zahlen!

    1. @ HW

      Gute Frage und gute Antwort.
      Aber es gab auch den „Wunsch“ des Herrn Obama an die Bundesregierung, dass Griechenland im Euro und in der EU bleiben müsse. Das Wort Wunsch könnte auch als Befehl interpretiert werden.
      Deutschland ist eben seit 1945 nie mehr souverän gewesen;
      das hatte kein anderer als Wolfgang Schäuble selbst gesagt.

  8. Trotzdem ist es ein Fakt, die Griechen haben es sich jahrelang zu gut gehen lassen. Der Euro hat ihre Kaufkraft massiv aufgewertet. Das ging sogar soweit daß einheimische Oliven teuerer waren als Importierte.
    Was nun kommt ist die logische Schlussfolgerung eines vom Sozialismus und Etatismus zerfressenen Landes.
    Griechenland gibt für ihre Armee, pro Kopf, mehr als als jedes andere Land in Europa.
    Die haben einen riesigen Staatsapparat und Korruption gehört bei den Griechen zu den Tugenden. Ganz ehrlich, wenn ich den Spruch „das stolze griechische Volk“ höre, kriege ich einen Lachanfall.
    Griechenland aus dem Euro, die Staatsaktivitäten dramatisch zurückfahren, Wirtschaftshemmnisse und Drangsalierungen beseitigen, dann kommen ca. 2 schwierige Jahre auf die Griechen zu, aber danach geht es dann spürbar aufwärts.

  9. Ich glaube nicht, dass auch nur ein Hauseigentümer der sein Haus bezahlt hat oder zumindest nicht mit den Abzahlraten deutlich im Rückstand ist, aus dem Haus geschmissen wird.

    Für eine zusätzliche Stundung der Schulden haben die griechischen Banken keine Zeit und keine Geduld mehr.
    Die Griechen, wer auch immer, muss lernen dass sie selbst für ihre Schulden aufkommen müssen und nicht etwa die Bevölkerung anderer Länder.

  10. Ich weiß nicht, ob Schäuble, der übrigens noch aussagen sollte, wo die 100.000 DM geblieben sind, noch gewählt werden will. Fakt ist, dass er sich, aufgrund seiner Verbohrtheit und uneingeschränkten Vasallen-Dienerschaft für die Finanzmafia, nicht im Geringsten für das Schicksal der griechischen Menschen interessiert. Selbst, wenn das griechische Volk in Gänze abgeschlachtet werden sollte, um die Finanzauflagen zu erfüllen, würde es ihn und US-Vasallin Merkel erst recht- nicht im Ansatz interessieren. Dafür ist er sofort bereit, Millionen an Steuergeldern in die faschistisch regierte US-Ukraine zu verschenken, um noch mehr Krieg zu unterstützen.  DAS ist praktizierte freiheitlich demokratische deutsche Grundordnung, praktiziertes würdevolles Menschenbild. Eine Schande für Deutschland und alle friedliebenden Menschen.

    1. Würde Wolfgang Schäuble sich nicht so, sondern anders verhalten, wäre er keine fünf Minuten mehr im Amt.
      Die Merkel hat so ihre Erfahrungen im Wegbeissen.

    2. Die US-Hörigkeit unserer Polit-Kaste steht außer Frage. Beim Geld hört aber bekanntlich die Freundschaft auf und in diesem Fall sogar das deutsche Vassallen-Verhalten. Ganz anders als Merkel / Schäuble befürworten die USA nämlich dringend einen Schuldenschnitt, um Griechenland nicht Moskau in die Arme zu treiben.

      Allerdings sind die USA selber als Gläubiger alles andere als erlass-geneigt gegenüber ihren Schuldnern. Alfred Herrhausen stieß 1987-88 „mit nachdrücklichen Forderungen nach einem wirtschaftlich und moralisch begründeten Schuldenerlass für hochverschuldete Entwicklungsländer auf massiven Widerstand der internationalen Finanzwelt“ (Wikipedia) – damals waren weniger deutsche Kredite betroffen, sondern hauptsächlich solche der US-Banken.

      Ganz „zufällig“ (dafür mit offiziellem Bekennerschreiben) erledigte die RAF für die USA das Problem Herrhausen 1989 durch einen Mord, bei dem die Täter nie ermittelt werden konnten. Diese Option steht 2015 vermutlich nicht im Raum, um den unbotmäßigen deutschen Vassallen zur Räson zu bringen. Die deutsche Eigensinnigkeit bleibt dennoch ein bemerkenswertes Phänomen.

  11. Ein Banksystem kann nur funktionieren, wenn die gewährten Kredite zurückbezahlt werden oder die Bank das Recht hat die gewährten Sicherheiten zu verwerten.

    Die griechische Regelung war nicht nur Finanzmarktfeindlich, sie verhinderte auch das Banken in Not faule Kredite verkaufen konnten.

    Die Auswirkungen des neuen ZV- Rechtes werden nicht die breiten Bevölkerungsschichten treffen. Schon deshalb nicht, weil Zwangsvollstreckungen die Immobilienpreise erheblich drücken.

    In Berlin hatten wir nach der Wende dieses Problem. „Warum sich eine Wohnung kaufen – billiger ist eine zu Ersteigern.“ Das war nicht im Interesse der Banken. Folge: Die Zahl der ZV Anträge ging rapide zurück.

    Märkte regulieren sich – ohne Kriminelle und Heuschrecken – in der Regel selbst.

    Wenn wir den griechischen Binnenmarkt finanziell austrocknen – dann können neue Arbeitsplätze nur im Export entstehen.

    Kauft griechische Produkte!!! – Hilft dem Land mehr als jeder Artikel und jeder Kommentar.

    1. „Kauft griechische Produkte!!! “
      Mache ich schon eine Weile. Und tatsächlich findet man auch wieder mehr griechische Produkte in den Supermärkten als noch vor 5 Jahren: Olivenöl, Schafskäse, Obstkonserven.

    2. Die Bank hat doch NICHTS gegeben!?! Also zahlt man nichts zurück Plus Zinsen und Zinseszins?? Wenn Ich ein Geschäft mache, dann tausche Ich etwas mit annähernd gleichem Wert. Die Bank gibt aber nichts, die Mittel haben vor der „Kreditgabe“ gar nicht existiert und das wollen sie dann in realen Werten Plus Zinsen…

    3. Gute Meinung, Bärlaus.
      Aber das betrift leider nicht die Staatsschulden.
      Diese wird der Staat (die Staaten) niemals zurückzahlen.
      Weil er es nicht kann.

  12. @ Georg Lehle

    Das ist korrekt so. Da sind wir einer Meinung, zumindest in dieser Frage. Und Roger muss das noch begreifen lernen.
    Es ist doch völlig klar, dass ein Geldschein ein Schuldschein ist.
    Denn das, was ich in der Tasche habe, hat ein anderer im Soll stehen. Nichts anderes sind auch die Luftbuchungen der Zentralbank. Der Geldschein ist immer nur durch das Versprechen der Notenbank gedeckt. Ein Versprechen ist aber in keiner Weise werthaltig.

    1. @kuno
      Roger hat das begriffen … 😉

      Er weiß nur nicht wie er dich zum Nachdenken bringt.
      Marx hilft nicht, Goethe auch nicht und den Trick der Bundesbankrede hast du auch nicht auf dem Radar.

      Kuno! Geld kann nur ein Schuldschein sein, wenn es privat ist.
      Das ist es aber nicht.
      Das haben die Amis 1913 zwar mit der FED geschafft und ziehen das seit dem weltweit durch, nur es ist eine Betrugsnummer.

      Geld eines Staates ist immer und sofort durch Wertschöpfung aus der Arbeit gedeckt!!!

      Das Banken widerrechtlich Geld, getarnt als Buchgeld, drucken dürfen, ist nicht die Funktion des Geldes. Es ist der Weg, die gesellschaftliche Wertschöpfung privat abzuschöpfen. Ein ganz übler Trick.
      So funktionieren auch Staatsverschuldungen.

      Kein Staat muss sich Geld borgen, er hat sein eigenes.
      So aber drucken die Banken Geld eines Staates über Kredite die sie ihm geben. Da das Geld des Staates durch Wertschöpfung gedeckt ist, greifen sie über die Zinsen genau die ab.
      Nur darum geht es auch. Der Schuldenberg soll nie getilgt werden.
      Deutschland hat so letztes Jahr 30.000.000.000 Euro erwirtschaftete Leistung für nichts als Zinsen abgeliefert.
      Glatter Diebstahl.

      ABER, DAS IST DER DEAL.

      Würde also die Bundesbank alle Staatsanleihen zurückkaufen, passiert was?
      Richtig, wir sparen sofort 30 Mrd. jedes Jahr.
      Was noch?
      Die BB hat 2,2 Billionen Forderungen an die Regierung in der Bilanz.
      Und?
      Die kann sie stehen lassen oder streichen. Es hebt keinen an. Die BB ist nur der Buchhalter der Staatswährung und ihrer Menge. Die Menge kann der Staat beliebig festlegen, bis die Wertschöpfungsdeckung so gering ist, das die Inflation zum Zusammenbruch führt. usw.

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