NSU-Bekennervideo ist veröffentlicht

Der Hauptverdächtige Andre E. wurde vom Bundesgerichtshof vom Vorwurf entlastet, das sogenannte NSU-Bekennervideo programmiert zu haben. Deshalb ist er längst aus der U-Haft entlassen worden. Gleichzeitig betonte das Gericht, dass weder Beate Zschäpe, noch Uwe Mundlos oder Uwe Böhnhardt in der Lage gewesen wären, das Video zu erstellen. Jetzt ist es veröffentlicht!

Erstmals in öffentlichem Umlauf geriet es, weil das “apabiz”, das antifaschistische Pressearchiv, “das brisante Material zugespielt” bekam und es Journalisten zum Kauf angebot. “Der Spiegel”  schlug zu und zeigte das Machwerk am 12.11. – zu sehen war mind. ein Tatortfoto eines ermordeten Opfers, unterlegt mit der Stimme von „Paulchen Panther“. Das Magazin hätte bis Dienstag, 15.11.11, „exklusiv“ davon berichten dürfen.

[spoiler]“Den Mitarbeitern des Vereins “apabiz” in Berlin, dem Antifaschistischen Pressearchiv, wurde das brisante Material zugespielt. Sie bieten das Video Journalisten zum Kauf an. Auf Anfrage bekommt ZAPP ein Angebot: “Die Kosten für das Bekenner-Video belaufen sich auf 2.000 Euro”. Allerdings unterliegt das Video “einer Sperrfrist”. Wer das Material kauft, darf es erst am Dienstag verwenden. Das hat der Verein mit einem Verlag so vereinbart.

Uli Jentsch vom “apabiz” erklärt: “Das war eine Forderung in dem Fall. Also das war kein Angebot von uns. Ich hätte auch eher bevorzugt, wenn es anders gewesen wäre, weil es uns eigentlich eher unangenehm war, so weit zu gehen, sozusagen. Auch, also, jemand, in dem Fall einem Medium, entgegenzukommen.”

Ein Medium sichert sich die Vorabrechte. Nach ZAPP Recherchen ist es der Spiegel. Wie viel das Magazin für den exklusiven Zugriff bezahlt hat, bleibt unklar.

Uli Jentsch: “Das ist ein Geschäftsverhältnis, dazu würden wir hier keinen Kommentar machen.” Nachfrage Reporter: “Aber es war der ‘Spiegel’?” Uli Jentsch, Antifaschistisches Pressearchiv: “Es war der ‘Spiegel`.“(ndr)[/spoiler]

Wie konnte „apabiz“ das Video zum Kauf anbieten, wenn Beate Zschäpe es (angeblich) bis zum 08.11. an div. Medienhäuser verschickte bzw. verteilte?

Das „ZOB“ ist hoch anzurechnen, dass es das Machwerk veröffentlichte:

nsu-bekennervideo

Quelle: youtube

17 Gedanken zu „NSU-Bekennervideo ist veröffentlicht“

  1. Zu diesem angeblichen „Bekennervideo“:
    Paulchen Panther sieht sich selber als Aufklärer, nicht als Täter.

    Plakat,
    Zitat: „Darauf wirbt ein Soldat für den Dienst am Vaterland“
    (Paulchen wurde angeworben?)

    Zitat: „Paulchen denkt: Warum denn nicht. Eh‘ ich weiter gar nichts tu‘, tu‘ ich erstmal meine Bürgerpflicht und hab‘ erstmal meine Ruh‘.“
    (hab‘ erstmal meine Ruh‘ -> Ruhe vor den Nachstellungen und Einschüchterungen des VS? … weil Paulchen ab jetzt für den VS arbeitet?)
    (Paulchen drückt gegen eine Wand. Kein Effekt.)
    Zitat: „So kann’s nicht weitergehen, denkt sich der Paul.“

    Eckensteher „Knoll“ mit RAF-Symbol (extra reineditiert, also bewusste Aussage)
    Paulchen folgt dem Faden, RAF liegt auf dem Weg.
    (Bedeutung: Die ‚NSU‘-Ermittler haben auch die ‚RAF‘ [als Synonym für ‚Terror‘] untersucht, aber der Faden endet nicht bei der RAF, sondern geht weiter. Also war es die ‚RAF‘ nicht im Sinne von: ‚NSU war kein Terror‘.)

    Zitat: „Sherlock Holmes ist überhaupt ein Dreck dagegen.“ (gegen Paulchen Panther. Paulchen sieht sich also selber als Aufklärer, als Kriminalisten?)
    Zitat: „Geheimagent Paulchen Panther“

    Zitat: „Aktion Sternchen für den NSU“
    ein grüner Stern rollt heran, verwandelt sich zu einem grünen Männchen, welches auf dem ‚U‘ von NSU schaukelt.
    Das schaukelnde grüne Männchen verwandelt sich in ein rosafarbenes schaukelndes Männchen. Rosa = identische Farbe wie der NSU-Schriftzug.
    Bewusst hineineditiert, also gewollte Aussage.
    Bedeutung: Personen mit ‚grüner‘-Einstellung schaukeln (reiten) auf dem NSU herum. Sie benutzen den NSU zum Spaß.
    Sie werden dabei selber zum NSU (Farbe gleicht sich an).
    Bedeutung: Sie (links-grüne) haben den NSU selber erschaffen.

    Paulchen schaut Fernsehen.
    Da kommt aber nur „Mist“.
    Die Darstellung im TV ist also falsch.

    Paulchen schläft (ist also kein Täter?)
    Paulchen träumt (was er sich so vorstellen kann oder was er tatsächlich gesehen hat?)

    Der Mord an Simsek wird nicht durch Paulchen Panther durchgeführt,
    sondern Paulchen Panther ist nur ein Beobachter des Mordes.
    Zitat: „Man geht nur für sich hin und hat eigentlich gar nichts im Sinn“ (also keinen Mordplan)

    Zitat: „In Wirklichkeit hat er (Paulchen) hier (beim Mord) nichts zu melden.“
    (Paulchen war also nicht der Täter.)

    Zitat: „Er sieht nach allem aus, nur nicht nach einem Helden.“
    (Paulchen sieht sich selber nicht als Helden. Dies zu seiner Entschuldigung, warum er den durch ihn zufällig beobachteten Mord nicht verhindert hat.)

    Zitat: „und dass da schon zwei Polizisten stehen kann auch mit rechten Dingen nicht zugehen.“
    (Polizisten als Täter?…die von einem Geheimagenten [Paulchen] bei ihrer Tat beobachtet wurden?)

    Zitat: „Doch weil der Paul von Uniformen nicht viel hält gibt er ganz prophylaktisch schon mal Fersengeld.“
    („prophylaktisch“ -> vorsorglich, Paul sieht sich selbst nicht als Täter, sondern möchte nur Fragen aus dem Weg gehen, was er denn da zu suchen hatte?)

    Mord an dem Schneider:
    Zitat: „Wenn auch nicht jede üble Tat für den, der sie beging, direkte üble Folgen hat, ist doch die Chance sehr gering, dass keine Strafe ihn ereilt. Hier hat die Strafe sich beeilt.“
    (Welche „üble Tat“ beging der Schneider, für die er schnell („beeilt“) bestraft wurde?)

    morgens klingelt der Wecker. Paulchen denkt es wäre das Telefon und reißt die Telefonschnur ab.
    (Bedeutung: Kontakt zum Auftraggeber abgerissen?)

    Hund sitzt auf dem Faden und will nicht weg.
    (Bedeutung: Wachhund [Polizei] behindert die weitere Aufklärung)

    Paulchen wird vom Wachhund gejagt, kann aber noch entkommen.

    „Nicht immer landet sowas Weggeworfenes auf einer Polizisten Nase.“

    Zitat: „Paulchen muss auf die Bürgermeisterrei.“
    Zitat: „Dort wird ihm ein sehr kurzer Prozess gemacht.“
    Zitat: „Und nach dem rasch herbeigeführten Ende drückt man ihm ein Besen in die Hände.“
    (Paulchen wird also vom Staat aufgefordert bzw genötigt bzw erpresst, Säuberungsaktionen durchzuführen?)

    Zitat: „So hofft man ihn zu bekehren und lässt den eigenen und den fremden Dreck weggekehren.“
    („Fremden Dreck wegkehren“ -> hinter anderen Geheimdienstoperationen aufräumen? Staatliche Morde des türkischen Geheimdienstes decken? Morde der organisierten Kriminalität decken bzw aufräumen?)

    Zitat: „Was für eine schlimme Welt, wo nichts mehr gilt, wenn einer Hilfe bellt.“
    (Paulchen soll helfen [dem um Hilfe bellenden Staat], dafür soll Paulchen auch Regeln brechen, also illegale Aktionen durchführen, im Auftrag des Staates, um durch diese Aktionen die Taten Anderer zu decken?)

    Zitat: „ahnt er nicht, dass wir schon wissen, das hinter beiden Ärgernissen, der Rosarote Panther steckt.“
    (Der Staat weiß um die tatsächliche Täterschaft bescheid?)

    Paulchen schüttelt die Hand mit dem Auftraggeber.
    Beide sind sich einig.

    Bombe in Paulchens Haus („der Paul mag es auf Anhieb leiden“) am Ende des Fadens.
    Zitat: „Doch als die Bombe er entdeckt ist er schon weniger entzückt.“
    Paulchen rennt weg.
    Zitat: „Sie explodiert, jawohl es kracht und hat den Frühling mitgebracht.“
    „NSU“ platzt aus der Bombe.
    Applaus.

    Wenn Paulchen selber der Täter wäre, dann hätte er bereits am Beginn des Fadens, dem er folgt, gewusst, dass am Ende des Fadens „NSU“ steht.
    Wenn Paulchen selber der Täter wäre, wer hat denn dann die Bombe am Ende des Fadens gezündet?
    Er selber auf keinen Fall, denn Paulchen ist überrascht, „wenig entzückt“ und er rennt weg.
    Die Bombe „NSU“ platzt dann und dort, wo sich Paulchen zufällig am Ende aufhält.
    Dadurch wird Paulchen als Täter geframet.

    Wer applaudiert am Ende, als der NSU aus der Bombe geplatzt ist?
    Paulchen selber applaudiert nicht, denn er ist auf der Flucht.
    Das Publikum applaudiert (weil es jetzt den „Täter“ kennt, den angeblichen).

    1. Es könnte auch sein, dass das alles einem kranken Kopf entsprungen ist!

      Aber diskutieren wir es trotzdem mal durch, einen kleinen Teil:

      Es geht ja zuerst um den Kölner Bombenanschlag in der probsteigasse.

      2:00: Paulchen Panther geht in der Nacht mit einer Schaufel durch die Straße. Er macht sich Gedanken über NSU, Worte statt Taten und „das Bömbchen“ (Gedankenblasen). Dann stößt er gegen eine Wand, weil er in Gedanken verloren war. Dann drückt er gegen die Wand. Kein Effekt. Zitat: “So kann’s nicht weitergehen, denkt sich der Paul.” Bei diesen Nachbarn in dieser Nachbarschaft ist manches faul.“ „Bevor wir den Krieg erklären, wollen wir uns auf andere Weise wehren.“ ob das Dynamit es schafft?
      Dann gräbt Paulchen vor dem Getränkemarkt ein Loch und schaufelt Erde heraus. „Nationalist bei der Arbeit“. Dann höre ich eine sägendes Geräusch und Paulchen ist plötzlich im Markt. Dann rennt er davon und die Bombe explodiert.
      Paulchen wird aus einem Straßenablauf herausgeschleudert und ist russgeschwärzt, der Gullideckel fällt ihm auf den Kopf. Er rennt davon. Dann ein Bild „das kleine Bömbchen“. (Das könnte ein Polizeifoto sein, da ein Maas-band daneben ist. Ein sehr ähnliches Bild befindet sich in fatalist-aktenveröffentlichungen.) Orignalaufnahmen vom Tatort mit Feuerwehrleuten und Polizisten. Dann schießt Paulchen auf einen Polizisten, der in den zerstörten Getränkemarkt geht.
      Was soll ich davon halten? Für mich schaut das schon nach einem Bekenntnis aus, denn Paulchen ist bei der NSU und NSU ist „das Bömbchen“. Es kommt jedoch nicht heraus, dass Paulchen die Bombe gelegt hat. Er hat nur irgendwie mitgeholfen, indem er auf den „Nachbarn“ aufmerksam wurde und das Loch vor dem Laden gegraben hat?

  2. Der Anschlag in der Probsteigasse fällt aus dem Rahmen.
    – Bombe statt Pistole
    – keine Toten
    – Bekenntnis im Video

    Die Bombe zündete real nicht sofort, also anders als im Video.
    Der Täter war längst weg, bekam die Bombenwirkung selber nicht ab, also anders als im Video.

    Die Opferauswahl ist sehr schlecht begründet.
    „Nachbarn“ waren die Opfer in der Probsteigasse nämlich nicht, jedenfalls nicht vom NSU-Trio.

    Die Aufklärungssequenz beginnt im Video erst anschließend an diese Probsteigassenbombe.

    Mal angenommen, Paulchen Panther hätte Simsek tatsächlich selber ermordet.
    Dann wäre die Videosequenz und besonders der gesprochene Text doch ganz anders ausgefallen.
    Statt dessen wird doch ausdrücklich gesagt:
    Zitat: „Man geht nur für sich hin und hat eigentlich gar nichts im Sinn“ (also keinen Mordplan).
    „…Schild an einem Zaun, da wollen wir doch mal drüber schaun“
    („schauen“!, also nur beobachten!)

    Zitat: „In Wirklichkeit hat er hier nichts zu melden.“
    „Er sieht nach allem aus nur nicht nach einem Helden.“
    („er“ kann sich auf Simsek beziehen. Im vorigen Beitrag hatte ich „er“ auf Paulchen selbst bezogen. Im Fall „er“=Simsek wäre es ein Bekenntnis. Allerdings wurde in diese einbelendete Videosequenz des Simsek Mordes zusätzlich auch noch Paulchen selber hineineditiert und zwar mit Ohrenschützern und als Beobachter. Wo liegt denn da der Sinn? Wenn Paulchen selber geschossen hätte, dann hätte man passende Sequenzen in den originalen Paulchen-Videos benutzen können und wenn man Paulchen extra noch in die reineditierte Aktenzeichen-XY-Sequenz draukopiert, warum denn dann nicht als ausführenden Täter, sondern nur als Beobachter? Warum wurde nicht Paulchens Assistent reineditiert, obwohl es bei Simsek doch zwei Täter gab?)

    Nach dem Mord an dem Schneider wird eine Sequenz einer abfeuernden Pistole gezeigt. Das ist aber das falsche Pistolenmodell. Nachdem der Videoersteller Fälschung und Original unterschieden haben möchte (siehe Opferfoto Simsek), hätte er nun auch diese Pistole als Fälschung untertiteln und die echte Ceska mit Schalldämpfer als „Original“ präsentieren können. Das hat er aber nicht getan. Stilbruch, mangelndes Täterwissen?

    Zu welchem Zweck gibt es die Sequenz mit dem am Daumen lutschenden Paulchen?
    Ist das das Image, wie die Täter gesehen werden wollen?
    Nuckelt ein brutaler Serienkiller am Däumchen und will sich als Weichling darstellen?
    Eher nicht.
    Diese Sequenz hat keinen Text, daher hätte man sie auch einfach weg lassen können.

    Bei der Keupstraßensequenz mit dem Fahrradschieber wir „Märchenbuch“ erwähnt. Warum nimmt man ausgerechnet diesen Text?

    Die beiden Bomben nehmen mehr Platz im Video ein als die Morde mit der Ceska.
    Warum ist das so?

    In einem echten Bekennervideo hätte man auch alle Ceska-Morde deutlicher und mit Täterwissen gezeigt. Also keine Zeitungsausschnitte, keine Aktenzeichen XY-Sequenzen, sondern eigenes Material.

    Das Video liefert keine Begründung, warum die Mordserie nach dem 9.“Türken“-Mord vorbei ist.
    Wäre Paulchen bzw der NSU der Täter und er würde dem im Video angedeuteten Motiv folgen („Gemeinde blitzeblank säubern“), dann wäre noch sehr viel „Arbeit“ für den Aufräumer vorhanden gewesen.

    Warum benötigt man für die Kiesewetter-Sequenz ein extra Video, obwohl das bisherige Video nur 15 Minuten dauert und noch reichlich Platz auf dem Medium (CD, DVD) vorhanden wäre?
    Als Täter hätte man auch Zeit für das (real nur angekündigte) Kiesewetter-Video gehabt.
    Das macht keinen Sinn, wenn man selber Täter ist und sich bekennen will.

    1. „Die beiden Bomben nehmen mehr Platz im Video ein als die Morde mit der Ceska. Warum ist das so?“

      Die Ceska-Morde waren untereinander bereits 2005 durch die „Identifizierung“ der Ceska als Tatwaffe verbunden und deren „Auffindung“ in der Brandruine „schuf“ (im wahrsten Sinne des Wortes) dann 2011 die Verbindung zum Trio. Das Video ist hierbei nützlich (Trio =“NSU“), aber nicht unbedingt notwendig.

      Ganz anders verhält es sich bei den Bomben-Attentaten : Dort eilte es wohl mit der nachträglichen Doppel-Anbindung, was aber gar nicht so einfach zu bewerkstelligen ist, weil eine Bombe naturgemäß weder für einen zweiten Anschlag erhalten bleibt noch für eine Platzierung als Tat-Trophäe in der „Täter“-Wohnung. Zusatzprobleme: Ein langhaariger blonder Täter in der Propsteigasse – sowie in der Keupstraße ein Fahrradschieber auf der Ü-Kamera, der ebenfalls absolut nicht nach „Uwe“ aussehen will, dafür aber sehr stark einem nach dem Anschlag fotografierten Zivilbeamten mit Pistole am Halfter ähnelt. Und warum ein streng isoliertes Duo/Trio (so anfangs die Anklage) es zweimal von Sachsen/Thüringen nach Köln verschlagen habe sollte, war ja auch nicht gerade selbsterklärend.

      Da braucht es doch ein sehr ausführliches Drehbuch, wenn die Anklage darauf „reinfallen“ soll („halb fiel sie, halb zog es sie hin“, wie der Dichter zu sagen pflegt)!

  3. @Bolko
    Genau!
    Gerade auch der Vorspann mit dem „der nationalsozialistische Untergrund ist ein Netzwerk…“ ist so kurz gehalten, dass ich das Video anhalten musste um den Text fertig lesen zu können.
    Alles nicht stimmig finde ich.

  4. Für mich schaut das schon nach einem Bekenntnis aus

    Georg, das ist kein Bekenntnis.
    Ein Bekenntnis ist eine klare Ansage.
    Ein Bekenntnis als Ergebnis einer Video-Exegese oder Lösungswort eines Kreuzworträtsels, das hat die Welt noch nicht gesehen.

    Alle anderen Terroristen haben irgendein Manifesto veröffentlicht. Oder wenigstens ein Bekennerschreiben, das die Auswahl des Opfers begründet und die politischen Forderungen darlegt.
    Der Terrorist will mit der Tat was bewirken.
    Die Bekennerdokumente kommen zeitnah zum Terroranschlag. Sonst haben die keinen Sinn.

    Ein Video, das keiner sieht, das stinklangweilig ist und das überhaupt kein Bekenntnis, kein Täterwissen und keine politische Forderung enthält – das ist kein Bekennervideo.

  5. Zitat Bolko & Video:

    >>“…Schild an einem Zaun, da wollen wir doch mal drüber schaun”
    (“schauen”!, also nur beobachten!)

    Zitat: “In Wirklichkeit hat er hier nichts zu melden.”
    “Er sieht nach allem aus nur nicht nach einem Helden.”
    (“er” kann sich auf Simsek beziehen. Im vorigen Beitrag hatte ich “er” auf Paulchen selbst bezogen. Im Fall “er”=Simsek wäre es ein Bekenntnis. Allerdings wurde in diese einbelendete Videosequenz des Simsek Mordes zusätzlich auch noch Paulchen selber hineineditiert und zwar mit Ohrenschützern und als Beobachter. Wo liegt denn da der Sinn? Wenn Paulchen selber geschossen hätte, dann hätte man passende Sequenzen in den originalen Paulchen-Videos benutzen können und wenn man Paulchen extra noch in die reineditierte Aktenzeichen-XY-Sequenz draukopiert, warum denn dann nicht als ausführenden Täter, sondern nur als Beobachter? Warum wurde nicht Paulchens Assistent reineditiert, obwohl es bei Simsek doch zwei Täter gab?)< es gibt mehr Projektile als Hülsen in den Asservaten – und die „Tatwaffe/n“ tauchten auch wieder auf.

    Von „exklusiven Täterwissen“ kann nicht die Rede sein – das „Original“ hat eine Schlüsselbedeutung.(Zu den Theresienwiesebildern kann ich keinen Bezug nehmen, da ich die Quellen nicht überblicke).
    ___
    Das „VS“ in der Horizontalen gespiegelt, erinnert streng an das „NS“ … das schaukelnde Sternchen im „U“, dass seine Farbe verändert, passt zum Gedanken „Untergrund“.
    ___
    Diese Worte in der Bitte nicht das „Bekenntnis“ zu suchen, sondern im Video „die Lebensversicherung“ zu vermuten –
    ohne Diktat, nur als Experiment, ob die Erkenntnis gleich bleibt.

    Stichworte:
    Suggestion; selbst-erfüllende Prophezeiung; Hund von Baskerville Syndrom;

    1. Sorry, der Text wurde durch diverse „Zeichen“ zerstückelt;-(
      Die 8:33 Version ist bereinigt…

      – bitte löschen, die 8:30 Version plus diese Erklärung, danke

  6. Zitat Bolko & Video:

    “…Schild an einem Zaun, da wollen wir doch mal drüber schaun”
    (“schauen”!, also nur beobachten!)

    Zitat: “In Wirklichkeit hat er hier nichts zu melden.”
    “Er sieht nach allem aus nur nicht nach einem Helden.”
    (“er” kann sich auf Simsek beziehen. Im vorigen Beitrag hatte ich “er” auf Paulchen selbst bezogen. Im Fall “er”=Simsek wäre es ein Bekenntnis. Allerdings wurde in diese einbelendete Videosequenz des Simsek Mordes zusätzlich auch noch Paulchen selber hineineditiert und zwar mit Ohrenschützern und als Beobachter. Wo liegt denn da der Sinn? Wenn Paulchen selber geschossen hätte, dann hätte man passende Sequenzen in den originalen Paulchen-Videos benutzen können und wenn man Paulchen extra noch in die reineditierte Aktenzeichen-XY-Sequenz draukopiert, warum denn dann nicht als ausführenden Täter, sondern nur als Beobachter? Warum wurde nicht Paulchens Assistent reineditiert, obwohl es bei Simsek doch zwei Täter gab?)
    ______
    Im Gesamten erweckt das Werk den Eindruck als würde „über“ etwas Berichtet – nicht im Sinne eines Bekenntnisses. Als wollte jemand Hinweise darauf geben, was sich unter dem Schorf befindet —als eine Art Lebensversicherung.

    Das Video wird als „Geständnis“ beworben, damit die Option „Anklage“ sich erst gar nicht ins Bewusstsein fressen kann, da dieser „Slot“ bereits belegt ist… .

    Beweise vernichten vs. Bekenner DVD macht nicht viel Sinn.
    ______
    Und Georg, einfach nur „kranke Geister“ hinter den Kulissen zu vermuten(wobei auf eine Art wird dies schon passen;-),
    könnte sich einfacher umsetzen lassen – es gibt mehr Projektile als Hülsen in den Asservaten – und die „Tatwaffe/n“ tauchten auch wieder auf.

    Von „exklusiven Täterwissen“ kann nicht die Rede sein – das „Original“ hat eine Schlüsselbedeutung.(Zu den Theresienwiesebildern kann ich keinen Bezug nehmen, da ich die Quellen nicht überblicke).
    ___
    Das „VS“ in der Horizontalen gespiegelt, erinnert streng an das „NS“ … das schaukelnde Sternchen im „U“, dass seine Farbe verändert, passt zum Gedanken „Untergrund“.
    ___
    Diese Worte in der Bitte nicht das „Bekenntnis“ zu suchen, sondern im Video „die Lebensversicherung“ zu vermuten –
    ohne Diktat, nur als Experiment, ob die Erkenntnis gleich bleibt.

    Stichworte:
    Suggestion; selbst-erfüllende Prophezeiung; Hund von Baskerville Syndrom;

  7. Ein krudes und unverständliches Machwerk. Ich würde das wie Hr. Lehle bewerten: Einem wirren Geist entsprungen. Inhaltlich auch nicht konsistent.

    Bei Bolko gehen mir einige Interpretationen zu weit, wobei ich anderen auch so zustimmen würde.
    Z.B. Märchenbuch. Hier wird Scarlett Pimpanell in dem Zusammenhang erwähnt, ein Buch aus den 30ern über einen brit. Adligen, der als „Abenteurer“/ Chef einer Geheimgesellschaft nach F geht, seinen Standesgenossen vor den Hinrichtungen der frz. Revolution zu helfen. Dieser agiert dabei in Art eines Zorros mit unterschiedlichen Identitäten und Maskeraden, hinterlässt jeweils eine Karte mit abgebildeter Scarlett Pimpernell, einer Blume.

    Nur: Was soll uns das sagen? Wer von BMZ hätte solch ein Literaturwissen und bringt das als Botschaft? Und welcher Adressat soll das verstehen?

    Wahrscheinlicher ist hier, dass Texte einfach verwendet wurden, wie es das Rohmaterial von Pink Panther hergab. Das sollte geprüft werden, ob auch Tonspuren geschnitten wurden.
    Wenn es so ist, kann man sich jegliche Aussage, ob Bekennervideo, Geheimdienstmachwerk oder Trittbrettfahrermumpitz, sparen. Der Aussage wert ist null, inkonsistent wie auf teils auf Original/ Fälschung geachtet wird teils eben nicht.

    Allerdings interessant ist, wie die Gesamthandlung mit dem Faden sich an den NSU-Plot nach allgemeiner Lesart anlehnt.
    „jawohl es kracht und hat den Frühling mitgebracht“…natürlich in der Frühlingstraße. Und der NSU platzt aus der Bombe.

  8. Wahrscheinlicher ist hier, dass Texte einfach verwendet wurden, wie es das Rohmaterial von Pink Panther hergab. Das sollte geprüft werden, ob auch Tonspuren geschnitten wurden.
    Wenn es so ist, kann man sich jegliche Aussage, ob Bekennervideo, Geheimdienstmachwerk oder Trittbrettfahrermumpitz, sparen. Der Aussage wert ist null, inkonsistent wie auf teils auf Original/ Fälschung geachtet wird teils eben nicht. —

    Und wenn die Taten sich nach einem gegebenen interpretierbaren Muster abspielen sollten?
    Aber ich stimme zu: Zur Anklage, oder deren Entkräftung taugt das Material auf den ersten Blick nicht viel.

    Würde allerdings die „Intention“ auf dem Machwerk stehen, von den Machern, würde es eine Bewertung vereinfachen.

    Da diese aber fehlt, „müssen“ wir den Besserwissern(Medien) vertrauen=Bekenntnis…

    Bleiben wir kritisch

    1. Ein Muster hinter den Taten würde ich schon vermuten. Das ergibt sich aus Opferauswahl, Tathergang, Tatausführung, Waffenwahl etc. Wobei sich aus dem Muster nicht unbedingt eine Täterschaft mit Gewissheit ableiten lässt, wie die Anklage, die veröffentlichten Dokumente und die Ermittlungen insgesamt zeigen.

      Repräsentiert das Video aber dieses Muster und ist damit im Sinne eines Bekenntnisse oder für eine Analyse der Täterschaft interpretierbar? Ich glaube eher weniger.

      Sollte es doch so sein, liest sich das für mich so ähnlich wie bei Bolko: Der Täter, ein Geheimagent, wurde vom Staat unter dem noch unbekannten Deckmantel „NSU“ angeworben/ gezwungen, um mit dem Besen eigene und fremde Taten zu entsorgen. Er selbst ist kritisch mit seiner Rolle, war eigentlich nur Beobachter und wollte immer seine Ruhe. Es ist wie in einem (schlechten) Traum. Er ist aber auch stolz darauf, wie durch diese außerlegalen Aktivitäten die Strafe denjenigen ereilt, der sie verdient. Zum Ende ist er froh, sich niederlassen zu können, merkt aber schnell, das er gelinkt wurde und nun für Sachen herhalten muss, die er nicht wollte/ begang.

      Leider ist das so, dass diese Story nicht immer konsitent gehalten ist. Z.B. Keupstraße: Paulchen wird instruiert und begeht die Tat. Aus dem Off: „…ahnt er nicht, dass WIR schon wissen, das hinter beiden Ärgernissen, der Rosarote Panther steckt.” Natürlich weiß der Täter von der Tat, warum also wird das explizit erwähnt? Was soll dieser Perspektivwechsel des Erzählers?

      Im übrigen werden bei der Keupstraße zwei Tatsachen erwähnt, die sehr explizit auch in der Fallanalyse hervorgehoben sind: „bei plötzlich auftretenden Hindernissen, muss man sich nur zu helfen wissen. So und jetzt ganz einfach weitergehen und ja nicht über die Schulter sehen.“
      Als Hindernis die beiden Politessen, die vor dem Salon für den Verkehr regelten, weswegen die Täter den Plan ändern und 1h verschieben mussten. Weiterhin wird im Zusammenhang mit der Fernbedienung und dem Vermeiden einer Kontaktaufnahme untereinander sehr deutlich hervorgehoben, dass der Täter mit dem Bombenrad sich nicht zu seinem im Abstand hinterhergehenden Mittäter umdrehte als sie das „Gedränge“ vor der VIVA-Eingang passieren mussten.

      Ist das Zufall oder fehlinterpretiert?

      Es muss unbedingt geklärt werden, ob die Tonspur ebenfalls geschnitten wurde und passendere Reime aus anderen Folgen genutzt wurden. Damit sicher gestellt ist, dass der Ersteller sich tatsächlich intensive Gedanken über den Aufbau und die Texte gemacht hat.

      1. Offensichtlich möchte hier niemand antworten, dann gehe ich die Antwort doch selbst. Die genutzten Folgen sind:

        – Rosarot in Uniform
        – Rosarot am langen Faden
        – Rosaroter Ganovenschreck
        – Rosaroter Putsch
        Plus eine weitere mir unbekannte Folge.

        Die Texte sind einfach mit den Bildern übernommen und nicht neu vertont. Die Geschichte wurde lediglich hingesamplet.

        Insgesamt gibt es nur wenige kleine Änderungen zu den Originalen. D. h. Einfache Texte überschrieben, Einfügungen von Bildern als Überblendung. Zwei komplizierter Modifikationen hatte der Ersteller drauf: Ersetzen der Figur Bankrauber in Sequenz Kleines Bömbchen und abschließende Bombe im Haus.

        Was lässt sich herausziehen?
        – Die Aussage der Texte hat Nullwert im Bezug auf die Bilder.
        – Der Hersteller kennt Pink Panther gut, er ist vor 1970 geboren.
        – Die Kreativität ist gering.
        – Die Machart ist einfach, ohne komplexe Arbeitsgänge.
        – Es wurden zwischen 40 – 60 h aufgewandt.
        – Der Hersteller verfügt über 1-2 Originalfotos. Darüber hinaus besitzt er kaum Material, um alle Morde darzustellen.
        – Trotz Brenndatum 2007, nach den Morden, sind tendenziell nur 4 Taten konkret dargelegt.
        – Die Sequenz Simsek stammt von xy unglöst aus 2001.
        – Der Ersteller verlor die Lust im Laufe seiner Arbeit.
        – Er ist/war fasziniert von der Idee, ein xenophober Täter reise durch Deutschland, auf das es endlich losginge.

        Für mich ist die Lage eindeutig.

        1. Cool das Du die Folgen zusammengestellt hast. Ich habe das Video noch etliche Male durchlaufen lassen, in der Hoffnung einen „Sinn“ zu erkennen, der zuvor verschleiert war. -Bin nicht weiter wie zuvor;-)

          Zugegeben ich hatte/habe den Eindruck, als wären Video und Audiospur von der ursprünglichen Fassung gelöst.
          Muss und werde mir die Zeit nehmen das zu Prüfen.

          Beste Grüße

          und Danke für den nützlichen Beitrag

  9. Die fehlenden „“ bei „Bekennervideo“ im Titel sind ein deutlicher Fingerzeig, dass der Blogautor nicht besonders viel verstanden hat 😉

    Erstaunlich ist, dass die inhaltlichen Fehler im Video nicht zur Sprache kommen. Selbst wenn Mundlos das Video höchstpersönlich fabriziert hätte, bliebe es immer noch ein Trittbrettfahrervideo voller inhaltlicher Fehler, die einem Täter niemals unterlaufen wären.

    Und dass es ein „Storyboard“ gegeben haben muss, das ist nur für Denjenigen überraschend, der nicht erkannt hat, dass der Täter keines benötigt hätte.

    Yozgat als 9. Türke, Leute Leute, über was diskutiert ihr hier eigentlich? Kein Schalldämpfer, falsches Haus, falsches Datum, und ihr diskutiert über literarische Vorlagen?

    Ist das Euer Ernst?

  10. Die unterschiedlichen APABIZ-Transscripte:

    Vers.: 2011:
    Die zwei Täter schießen in den Blumenwagen. Man sieht die Täter die Tür des Blumenwagens öffnen, hineinschießen und zu einem Auto (BMW) rennen. Sie steigen ein und
    fahren weg. In die untere Traumblasenhälfte ist Paulchen Panther mit Ohrenschützern montiert.

    Vers.: 2013:
    Täter schießt in den Blumenwagen. Man sieht den Täter die Tür des Blumenwagens öffnen, hineinschießen und zu einem Auto (BMW) rennen. Er steigt ein und fährt weg.
    In die untere Traumblasenhälfte ist Paulchen Panther mit Ohrenschützern montiert.

    ____________-

    2011 also 2 Täter, 2013 nur 1 Täter?

    Hat nachdenkerin doch Recht gehabt, als sie bei der Keupstrasse Manipulation nachwies beim Apabiz?

    Ist das sogar nicht der einzige „Fehler“ ?

    Spannende Frag, ich hoffe sie stürzt sich da jetzt drauf…

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