Die Vorwürfe von Thomas Moser gegen „fatalist“ – berechtigt?

Thomas Moser griff in seinem Artikel „Operation Internet“ den NSU-Blogger „fatalist“ an. Dabei vermengte er jedoch die dubiose Figur des „Fatalist“ mit der NSU-Arbeitsgruppe. Diese Arbeitsgruppe besteht zum Großteil aus honorigen Menschen. Die meisten teilen auch nicht die politischen rechtslastigen Ansichten von „fatalist“. Die NSU-Arbeitsgruppe informierte den Bundestag über haarsträubende Ungereimtheiten in den NSU-Ermittlungen der Bundesanwaltschaft. Dieses Anschreiben beruht auf Ermittlungsakten, die „fatalist“ zuvor zugespielt bekam und hauptsächlich von ihm selbst ausgewertet worden wären.

Hinter „fatalist“ würde nur eine einzige Person stehen, in Kambodscha lebend. Angesichts tausender Aktenbestände einerseits, der Fülle detaillierter Artikel des Bloggers andererseits, wäre dies eine unglaubliche Leistung. Es stellt sich die Frage, wie der Blogger diese zeitraubende Arbeit finanziert.

Egal, was hinter „fatalist“  wirklich steckt, der entscheidende Punkt ist: Die Ermittlungsakten sind echt und sie widerlegen die Darstellungen der Bundesanwaltschaft. Wie soll mit der schwierigen Situation umgegangen werden?

Thomas Moser schlägt offenbar dem Innenausschuss des Bundestages vor, das Anschreiben des „NSU-Arbeitskreises“ inhaltlich zu ignorieren! Stattdessen sollte der Ausschuss herausfinden, wer „fatalist“ die Akten gab! Thomas Moser …

„Denn das, was wirklich von Interesse ist, das ist dieser Aktenabsender. Und deshalb muß sich der Innenausschuß und das Parlamentarische Kontrollgremium des Bundestages für den Vorgang interessieren – aber nicht wegen der „Fatalistgruppe“.“

Heißt das, dass der Innenausschuss sich nicht für die aufgedeckten Ungereimtheiten interessieren soll? Das kann nicht der Weisheit letzter Schluss sein. Beispielsweise schrieb „fatalist“ als erster überhaupt über die NSU-CD des Informanten „Corelli“. Heißt das im Umkehrschluss, dass auch diese CD nicht von Interesse sein kann? Auch hier erhielt „fatalist“ von einen unbekannten Informanten das brisante Material zugespielt. 

Thomas Moser greift „fatalist“ weiter an, seine Aktivitäten würden mehr der Desinformation, als der Information dienen. Dafür gibt Moser ein Beispiel tatsächlich stattgefundener Desinformation – die laut „fatalist“ falschen Phantombilder des Heilbronner Polizistenüberfalls. „Fatalist“ griff sie aggressiv an, die Phantombilder wären fast alle gefälscht. Inzwischen revidierte er diese Einschätzung kleinlaut, ohne sich bei Thomas Moser zu entschuldigen. Moser veröffentlichte die Bilder zusammen mit einem anderen Journalisten in der Wochenzeitschrift „kontext“ und trug damit zur Aufklärung des Skandals bei.

Auch wenn in dem Fall „fatalist“ Desinformation betrieb, rechtfertigt dies nicht, die Auswertungen der Ermittlungsakten pauschal abzutun oder gar zu ignorieren! Stattdessen müssten sie geprüft werden. Das wäre die Pflicht von Journalisten und auch der Anwälte im münchner NSU-Prozess. Das bleibt aus.

Thomas Moser zweites Beispiel der Desinformation ist, dass „fatalist“ die Mordopfer und ihre Familien in ein schlechtes Licht gestellt hätte. Er hätte Akten veröffentlicht, die die Familien „als Teil der Organisierten Kriminalität (OK) denunziert“ hätten.

Tatsächlich vergriff sich „Fatalist“ in seinen Akten-Enthüllungen immer wieder im Ton, aufgrund seiner gegen Ausländer gerichteten rechten Ansichten. Das ist inakzeptabel, ändert jedoch nichts daran, dass die polizeilichen Ermittlungen zeigten, dass fast alle Opfer der Ceska-Mordserie von bis heute Unbekannten unter Druck gesetzt und bedroht wurden. Dies ist übrigens eine Parallele zum Mord an der Polizistin Michele Kiesewetter. Der Hinweis darauf hat nichts damit zu tun, aus den Opfern Tätern zu machen!

Wird das kriminelle Netzwerk (hinter den Drohungen) vertuscht, indem die „NSU-Terroristen“ Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos als erlegte Sündenböcke aufgetischt sind? Wer profitiert davon?

Die Opfer und ihre Familien verdienen Aufklärung und müssen endlich die Wahrheit erfahren. Es ist egal, wer dazu beiträgt.

28 Gedanken zu „Die Vorwürfe von Thomas Moser gegen „fatalist“ – berechtigt?“

  1. wenn schon ein NAZI linke Aufklärungsarbeit übrtnimmt, sieht man wie arg es um den geistigen Zustand unserer Gesellschaft steht. Statt sich auf die Neoliberalen Faschisten zu konzentrieren wird gegen Anti-Ismen mobilisiert und alle anderen als Anti-Iten diffarmiert. Wie fatal effektiv dieser Faschismus doch funktioniert, trotz all der Fakten seit 9-11, die belegen, wie menschenverachtend unsere Wertegemeinschaft im Grunde ist.

    Willkommen im Mittelalter 2.0

  2. „Auch wenn in dem Fall “fatalist” Desinformation betrieb, rechtfertigt dies nicht, die Auswertungen der Ermittlungsakten pauschal abzutun oder gar zu ignorieren!“

    Warum betreibt die „Fatalist-Gruppe“ Desinformation? Das ist doch die entscheidende Frage.

    Warum behauptet „Fatalist“ die Aussage dass Arnold nach dem Kopfschuß bei Bewußtsein gewesen und auf der Theresienwiese herumgelaufen sei als „Ente“?

    Darauf habe ich bislang keien überzeugenden Antworten vom Team Fatalist gelesen.

  3. @ Bob Roberts
    Immer schön der Reihe nach:
    Womit ist die Aussage belegt, dass Arnold bei Bewusstsein war und auf der Theresienwiese herumgelaufen ist?
    Hat das OLG München diese Aussage gehört?
    Kann ich sie bei NSU-Watch nachlesen?
    Wenn nicht, warum nicht?
    Was ist die gesamte Rekosntruktion der Tat wert, wenn das stimmt?
    Warum habe ich das nicht im Buch von Aust/Laabs gelesen?

    Wenn alle diese Fragen geklärt und noch Zeit übrig ist, können wir gerne auch klären, warum irgendein Kommentator in irgendeinem Blog das als „Ente“ bezeichnet hat.

  4. Wer Unwahres verbreiten will, braucht ein einigermaßen glaubwürdiges Transportmittel. Das Wahre ist das Transportmittel für das Unwahre. – Zitat Moser

    Das kann man so stehenlassen.

    Das eigentliche Problem der hiesigen Betrachtungen scheint mir zu sein, das alles durch eine Art politische Brille gesehen wird, deren „Sehstärke“ sich an der jeweiligen Konstitution des Trägers bemißt.

    Der Vorwurfs Mosers ist im Kern richtig.

    Völlig überflüssig ist es jedoch, darauf hinzuweisen, das Fatalist eine „dubiose“ Gestalt ist, mutmaßlich rechtsradikal. Auch die Unterstellung, das im Wahren eingebettete Unwahre diene lediglich einem politischen Manöver, mit konkreten Auftraggebern (Ströbele läßt grüßen) , zeigt eigentlich nur, wessen Geistes Kind der Autor oder eben die Autoren sind.

    Der Drang des Fatalisten zur Selbstdarstellung ist pathologisch. Das Krankheitsbild war jedoch auch vor dem NSU-Aktenleck schon vorhanden. Ich meine das absolut nicht herablassend – wer über die Jahre eine derartig hohe Zahl von Kommentaren und Beiträgen postet, der nimmt Schaden. Fatalist lebt in einem Tunnel und es wäre für seine Gesundheit vermutlich ein Segen, wenn sich in Punkto Aufkärung endlich einmal etwas tun würde. Sonst verbrennt der Mann.

    Soweit so schlecht.

    Moser hat in der Sache aber trotzdem recht. Damit ich nicht alles nochmal schreiben muss :

    „Tatsächlich skandalöse Vorgänge von Beweismittelfälschungen, Umstände, welche mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit darauf hindeuten, dass Mundlos und Böhnhardt von Behörden der Bundesrepublik Deutschland ermordet wurden oder dass die Behörden hier Beihilfe geleistet haben etc., werden vermischt mit unhaltbaren persönlichen Beleidigungen, falschen Verdächtigungen und einfachen Vermutungen! „…

    Beispiele aus dem heutigen Blogbeitrag :

    „Kurzfassung: Das LKA möchte keinesfalls, dass irgendwer den Überblick behält, schon gar nicht die eigenen Ermittler.“… Zitat Ende

    Falsche Verdächtigung!

    „Ebenso schuf dieses Chaos “Herrschaftswissen” innerhalb der Soko Parkplatz, nämlich bei Denjenigen die noch den Gesamtüberblick hatten. Ein hervorragender Ansatz, um viele Polizisten ins Blaue hinein mit Unwesentlichem zu beschäftigen, und so die Ermittlungen insgesamt zu lenken. Hin zur totalen Ineffizienz. Hat auch bestens funktioniert… erst der 3. SOKO-Leiter Mögelin versuchte ab Mitte 2010, also viel zu spät, das angerichtete Unheil der total unfähigen Ermittlungsleiter Erwin Huber aus Heilbronn und LKA-Mann Franz Schuster, dem Pensionsanwärter, wieder einigermassen zu entknoten. Erfolglos, wie wir wissen…“… Zitat Ende

    Reine Spekulation!

    „Ein komatöser Polizist, der auf der Intensivstation liegend um sein Leben kämpfte, der musste ab dem Tattag vor der Pressemeute beschützt werden.

    .

    Als Blogleser und NSU-Kenner wissen Sie jedoch, dass Kriminaldirektor Rittenauer die bösen Medienmenschen lediglich vorschob, denn in Wahrheit wurde ein weiterer Mordanschlag auf Martin Arnold befürchtet, um zu vollenden, was wenige Stunden zuvor fehlgeschlagen war.“ Zitat Ende

    Falsche Verdächtigung. Blödsinn! Man denke nur an Michael Schumacher. Der lag auch im Koma und wurde vom ersten Tag an vor der Presse beschützt.

    Wenn ich etwas nicht beweisen kann, solte ich einfach die Klappe halten. Aber auf diese Art und Weise demontiert sich der Blog tagtäglich von selbst. Der eigentliche Knaller, dass am 04.11.2011 schon jeder wußte, wer die Bank ANGEBLICH überfallen hatte, der geht in diesem Geschwurbel unter.

    Also keine Absicht, sondern Unfähigkeit! Kein politisches Kalkül der bewußten Lüge – sondern Unfähigkeit, Wesentliches von Unwesentlichem zu trennen und das eigene Ego mal in den HIntergrund treten zu lassen.

    Daran wird letztendlich das ganze Projekt scheitern. Man bietet dem Gegner seine ungeschützte Breitseite.

  5. Verehrte Hannelore-Bee,
    „Tatsächlich skandalöse Vorgänge von Beweismittelfälschungen, Umstände, welche mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit darauf hindeuten, dass Mundlos und Böhnhardt von Behörden der Bundesrepublik Deutschland ermordet wurden oder dass die Behörden hier Beihilfe geleistet haben etc., werden vermischt mit unhaltbaren persönlichen Beleidigungen, falschen Verdächtigungen und einfachen Vermutungen! ““
    Wenn Sie das so einschätzen, warum bereiten Sie das nicht einfach gut auf und kopieren sich dafür das nötige Aktenmaterial aus dem Fatalist-Blog herunter oder verlinken es selektiv und verknüpfen es mit Material aus anderen Quellen?
    Haben Sie das Rußlungen-Dossier gründlich gelesen?
    https://sicherungsblog.files.wordpress.com/2014/12/ruc39findenaugenderredakteure.pdf
    Die Ermordung von Böhnhardt und Mundlos ist nach meiner Meinung auf diese Weise bewiesen. Die fehlenden Fingerabdrücke auf der angeblichen Selbstmordwaffe könnte man noch dazunehmen, also einen zweiten Aktenschnipsel aus dem Blog des Fatalisten.
    Grundsätzlich wäre es sogar möglich, weiter zu gehen und alle wichtigen Blogbeiträge zu duplizieren und das rauszustreichen, was Sie für überflüssig, schädlich oder nicht ausreichend belegt halten. Wäre das nicht ein weit besserer Ansatz als das Klagen darüber, dass der Fatalist die Akten hat und daraus weniger als das Maximum herausholt?

    1. Weil ein Großteil der dazugehörigen Akten für die Aufbereitung fehlt. Das ist ja der andere, von mir kritisierte Punkt. Dieses infantile „ich habe die Akten und ihr habt nichts “ bzw. als „Strafe“ für das Löschen eines Blogs werden mal ein paar Akten ins Netz gestellt.

      Eigeninteresse geht vor Aufklärung. Show statt trockener Analyse.

  6. „Weil ein Großteil der dazugehörigen Akten für die Aufbereitung fehlt.“
    Im NSU-Leaks-Forum gibt es einen Thread, in dem die Download-URLs zu bereits bearbeiteten Aktenbündeln durchgegeben werden. Da kann sich jeder bedienen!
    Beim WoMo-Aktenbündel z.B. will der Fatalist nur die allerschlimmsten Fotos der beiden Toten aus Pietätsgründen rausgenommen haben. Die enthaltenen Bilder sind auch schlimm genug.
    Was Ihnen viel eher fehlen wird, ist die Zeit das alles nochmals durchzuarbeiten. Da steckt viel Arbeit von schlauen Leuten drin. Und viel Arbeit wird Ihnen das vorgeschlagene Projekt in jedem Fall machen, aber es wird sich lohnen. Ein Tipp: kopieren sie die Akten und legen Sie sie in Ihrem Besser-Blog als Kopie ab. Das Sicherungsblog wird irgendwann genauso weg sein, wie das Original im September weg war.

    @Nico
    Hervorragendes Argument!

    1. Bitte nicht vom Thema ablenken. Ganz aktuell – vielleicht noch unten im Forum zu lesen :

      „foxmulder98: Ich weiß Admin. Aber wenn der Name im Protokoll vom NSU Watch nicht steht. Sollte es bei einem Zitat auch so sein … oder nicht? about an hour ago
      Admin: ist mir relativ egal. about an hour ago“ Zitat Ende

      Fatalist hat keine Ahnung von der Materie – der kapiert es nie. Warum regt er sich eigentlich auf?! Der Polizei wars halt auch „relativ egal“.

      1. Sind Sie vielleicht der Versuchung erlegen, einen Satz, -der Ihre Haltung bestätigt- aus dem Zusammenhang zu reißen? Hat oder ist das schon Routine?

        Ich würde Ihnen nahelegen, auf die Methode zu verzichten. Denn ich kann mir vorstellen, dass es Leser gibt, die den Ihnen entgangenen Teil der relativ privaten(auch wenn öffentlich einsehbar) Unterhaltung kennen.

        Und Andere die -wie Sie scheinbar auch, auf Schlüsselreize anspringen und dadurch den Kern der Materie fern bleiben.
        Würde mich kaum stören, wenn dann nicht die FORDERUNG im Raum stehen würde, dass alle Akten jedem zugänglich gemacht werden sollten.

        Wie das Zusammenpasst?

        Sie erwecken nicht gerade den Eindruck, als wollten Sie Zusammenhänge „erkennen“, sondern viel mehr „deuten“ oder gar ignorieren.
        Diese Haltung ist so weit verbreitet, dass ein gesundes Gegengewicht geben darf – oder sogar muss.

        Aber ich will Sie nicht von der Verbesserung der Welt abhalten. Werde ich auch nicht können, denn bislang hatten Sie scheinbar kein Interesse sich mit den Herunterladbaren Daten zu beschäftigen, wenn wir vom kontinuierlichen Vorwurf absehen „Nicht alle Akten stehen Ihnen und anderen zur Verfügung“… .

        Lesen Sie sich doch in die Materie ein, dann können wir uns auf Augenhöhe begegnen. Ein oder Zwei Monate dürfte die bisherige Datenmenge an Zeit verschlingen-vorausgesetzt Ihre Freizeit ist nicht sonderlich limitiert.
        -__-

        1. Haben Sie eigentlich gelesen, was ich weiter oben schrieb? Nur 3 kleine Beispiele aus dem heutigen Blogbeitrag. Es gibt hunderte solcher Entgleisungen im Blog. Beschimpfungen, falsche Verdächtigungen und auch pure (mir widerstrebt es das Wort in den Mund zu nehmen, es passt aber einfach) Verschwörungstheorien.

          Das Zitat ist nicht aus dem Zusammenhang gerissen. Es verkörpert die geistige Grundhaltung des Fatalisten. Der will nicht exakt arbeiten. Das ist das Grundproblem der Debatte – siehe Moser – welcher zwar richtig liegt, aber politische Motivation unterstellt. Das mache ich nicht.

          1. Mörderbiene, Du kennst aber schon den Unterschied zwischen den Kommunikationsebenen?

            Die Shoutbox ist der Schmierzettel, das Unreine.
            Das ist nicht gerade fair, wenn Du Dich bei der Kritik ausgerechnet auf den Teil zu kaprizierst, der sowieso nicht als ernsthafte Veröffentlichung gedacht ist.

            Das ist so, als wenn Du mithörst, was Deine Nachbarn auf dem Balkon am Kaffeetisch erzählen und das dann an die große Glocke hängst.

          2. Warum um alles in der Welt beschäftigen Sie sich dann so intensiv mit Fatalist und seinem Blog?
            Im Internet gibt es ganz andere Arenen.

            Oder beschäftigen Sie sich einfach mit den Akten die zur Verfügung stehen – merken an was nicht passt, oder was auch immer.

            Fatalist polarisiert. Mit seiner Art und Aussagen mögen viele nicht zurecht kommen – aber hey, hier ist Internet und wie er privat ist, hat niemand zu beurteilen, der ihn nicht kennt. Und zum Anderen regen sich die Wenigsten über die Medien auf, die zwar absolut PC ihre „Verschwörungstheorien“ zum Besten geben, sich aber wohl gerne fern des Nachweisbaren bewegen.
            Da wird mit zweierlei Maß gemessen.

            Ab einen gewissen Zeitpunkt würde ich auch auf Durchzug schalten.

            Und wie mir scheint werden Sie und ich auch auf keinen gemeinsamen Nenner kommen.

            Daher verabschiede ich mich freundlichst aus diesen Multiuser-Monologen.

            Schöne Feiertage

  7. Was bisher zu wenig thematisiert wurde, ist die hervorragende Materialsammlung, die der Fatalist zum Thema RAF-Terrorismus, Geheimdienstunterwanderung und Parallelen zum NSU ins Netz gestellt hat:
    http://sicherungsblog.wordpress.com/2014/11/28/die-unterwanderung-der-raf-durch-die-geheimdienste-videos/
    Allein dieses Material zu kennen und für die Leser zusammen zu stellen, ist eine große Leistung und ein Akt der Aufklärung, der den Kritikern sofort folgende Fragen aufgeben sollte:
    – Warum leisten „linke“ Journalisten das nicht? Es müsste sie doch eigentlich brennend interessieren.
    – Warum greift das noch nicht einmal jemand auf, wenn es ihm auf dem Silbertablett serviert wird? Erzählt Bommi Baumann etwa ausländerfeindliches Zeug in den Videos? Oder ist Michael Buback ein Rechtspopulist?
    – Will im Ernst jemand behaupten, dass dieses Material den Verfassungsschutz von irgendetwas reinwaschen soll?
    Das Gebot, Rechte nicht einmal dort zu lesen, zu zitieren oder zu verlinken, wo sie ganz unrechte Aufklärung betreiben, entlarvt die Denkfaulheit und die Denkverbote der verstaatlichten Linken, ihre sterile Bigotterie und Heuchelei.

  8. Wie schreibt der Blogwart :

    „“Es ist besser, ein einziges kleines Licht anzuzünden,
    als die Dunkelheit zu verfluchen.”

    Na dann wolln wir mal :

    Es ist auf jeden Fall von Vorteil für dieses Land, dass es Fatalist und den Arbeitskreis gibt.

    Frohes Fest

  9. Eine hilfreiche und recht neutrale Einordnung von Georg Lehle. Danke dafür.

    In der Tat, Fatalists Unfähigkeit zur Objektivität und Mäßigung, das Nicht-Eingestehen von Fehlern und das Verkünden persönlicher Schlussfolgerungen als unumstößliche Wahrheiten nervt und schadet der Aufklärung. Dass dahinter System steckt glaube ich allerdings nicht. Und ein Nazi ist er auch nicht, wenn auch sackenrechts.
    F. und der Arbeitskreis leisten wertvolle Arbeit, unabhängig von der politischen Couleur, einfach weil „Normalbürger“ darüber hinaus wenige Informationsquellen haben.

    Thomas Moser hat sich mit seinem Beitrag m.E. vergallopiert, auch wenn sein Ärger über die Methoden des F absolut berechtigt ist. Ich hoffe, Herr Moser bleibt an der Sache dran, falls ja kann und wird sicher weiterhin Wichtiges beitragen. Die Aufklärung kann derzeit weder auf Moser noch auf Fatalist verzichten.

  10. 1.
    Zitat:
    „als Teil der Organisierten Kriminalität (OK) denunziert“

    Kommentar:
    Mehrere Opfer waren definitiv Kriminelle.

    Tasköprü saß deswegen sogar mehrere Jahre im Gefängnis.
    Turgut war als Drogenverteiler aktenkundig.
    Simsek wurde der Steuerhinterziehung und des Betrugs überführt.

    2.
    Zitat:
    „Umstände, welche mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit darauf hindeuten, dass Mundlos und Böhnhardt von Behörden der Bundesrepublik Deutschland ermordet wurden“

    Kommentar:
    Wenn die BRD-Behörden die Liquidierung von Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos beauftragt oder durchgeführt hätten, dann wären die Akten längst vor der Tat gesäubert gewesen und hätten nicht anschließend so hektisch und auf verdächtige Weise geschreddert werden müssen.

    1. ich würde ehr sagen, da waren mehrere Dienste am Werk, die sich nicht vorher abgestimmt hatten. Dann geriet alles außer Kontrolle, da ja eine „Wissende“ übrige geblieben war und sich den Behörden stellte. Deshalb auch später die überhastete Schredderaktion, weil viele Dinge einfach nicht (mehr) zusammen passten.

  11. Apropo Desinformation:
    War es nicht Thomas Moser, der mal behauptet hatte, die Fahrräder im Wohnmobil würden gar nicht auf der Asservatenliste stehen?

    Wie jeder nachlesen kann stehen sie aber doch in der Liste (1.8/1.0 und 1.8/2.0).

  12. Danke Georg Lehle für diesen Text.

    Mit dem inhaltlichen „Ignorier-Hinweis“ – sollte das stimmen – das ist dann schon harter Tobak. Meiner Meinung nach ist es eher nachrangig, von wem die Akten stammen. Derjenige schien auf jeden Fall berechtigte Zweifel im offiziellen Umgang mit selbigen gehabt zu haben. Und vor allem (scheinbar) mehr Vertrauen in einen relativ anonymen Blogger denn in jegliche Journalisten.

    Dass das dann gelenkte Desinformation sei, tja, das kann man dann wohl unter journalistischer Eitelkeit verbuchen?!

    Mein Kommentar dazu wurde beim Wetzel übrigens nicht freigeschaltet. Beleidigt hab ich darin niemanden, aber relativ klar Haltung bezogen.

    Fatalist mag kein umgänglicher Typ sein, aber er hat der Wahrheit auf jeden Fall größere Verdienste erwiesen als sämtliche Journalisten zusammen.

    Zudem: Jeder hat die Möglichkeit, die veröffentlichten Akten zu studieren. Ich könnte wetten, dass auch eine Mitarbeit – ernste Absicht vorausgesetzt – nicht abgeschlagen wird.

  13. Fatalist mag kein umgänglicher Typ sein, aber er hat der Wahrheit auf jeden Fall größere Verdienste erwiesen als sämtliche Journalisten zusammen.

    Kann man gar nicht oft genug wiederholen!

  14. Ich denke, daß soll jetzt die Stoßrichtung sein: Der Bundestag soll „ignorieren“ …
    *rofl* Als ob die entscheidenden Mitglieder des BT (und die Chefredakteure der wichtigsten Medien und die führenden Juristen) nicht selbst wüßten, was vorgefallen ist.

    @fatalist hat nur „Fleisch“ geliefert für den Verdachtsknochen der Beweismittelfälschung. Es bleiben die Grundaussagen:

    1. Zehn Morde, 3-14 Banküberfälle, mehrere Bombenanschläge
    = keine Zeugen, keine Spuren vor Ort, keine Phantombilder, die auf Uwe&Uwe … oder irgendwelche anderen Rechtsradikalen… deuten

    2. Der größte Nazi-Prozeß der letzten 30 Jahre. In Deutschland !!
    = keine internationale Berichterstattung

    Ergebnis: Wenn Uwe&Uwe nicht die Tarnkappe erfunden haben und die komplette Weltpresse nicht von der Aryan Brotherhood (aus Argentinien ?) gesteuert wird, wird es sich um einen fake, um eine Staatsinszenierung handeln.

  15. Hier geht es auf Seiten der Journalisten (in dem Fall Moser) halt auch um den Stolz. Kommt doch so ein Blogger aus Kambodscha und veröffentlicht einfach Original Akten die ja eigentlich nur investigative Journalisten haben dürfen! Potzblitz! Und greift auch noch diverse Stories und Bücher als Blödsinn an! Geht gar nicht!
    Klar ist doch, weder Moser noch Fatalist haben 100% Recht. Geht gar nicht. 100.000 Seiten Akten? Da bräuchte man eine Redaktion die das in Monaten Arbeit abklopft (siehe NSA Skandal und Geschichten in Guardian und NY Times). Die sollten einfach mal beide ihr Ego runterschrauben, sich zivilisiert unterhalten und offen sein. DANN könnten die wesentlich mehr erreichen.

  16. ich habe ziemlich alles gelesen und bin sicherlich nicht weltfremd. Dass „Fatalist“ Druck ausübt damit die Wahrheit ans Licht kommt, kann ich auch raus lesen, aber ihn direkt in die rechte „Ecke“ zu stellen finde ich mehr als übertrieben. Und dass der Heilbronner Überfall auf Kiesewetter und Kollegen „stinkt“ und nicht von den Uwes verübt wurde, ist für mich sicher. Auch die Aktion Waffenfindung, Wohnmobil, Banküberfall, Dönermorde, Brandlegung Zwickau, Bombenanschläge Köln, unbrennbare DVD, PC und so weiter, glaubt kein normaler Mensch! Ich weiß noch aus den Bombardierungen im WK II was Hitze eines „normalen“ Brandes anrichtet, geschweige denn ein Brand der durch Benzin oder Sprengstoff verursacht wurde mit viel höherer Hitze. Das überlebt kein PC, keine Festplatte, USB Stick unbeschadet, niemals!

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