NSU-Informant bestätigt Aussagen eines Ex-Verfassungsschützers, die er bisher bestritt!

Staatliche Schweigepflicht – Ein NSU-Informant bricht die amtliche Omertà und bestätigt Aussagen eines Ex-Verfassungsschützers, die er bisher bestritt.

Ein Zeuge bricht die staatliche Schweigepflicht. Wußte der Verfassungsschutz (VS) von Baden-Württemberg spätestens seit 2003 von NSU, Mundlos und Böhnhardt? Diese Frage hängt an zwei Personen: dem früheren LfV-Beamten Günter S. und seinem Informanten Torsten O. Bisher hat Torsten O. die Version von Günter S. bestritten – jetzt bestätigt er sie in weiten Teilen.

Günter S. berichtete im September 2012 vor dem NSU-Untersuchungsausschuß des Bundestages Folgendes: Im August 2003 habe er von einem Informanten Hinweise auf eine rechtsextreme Terrorgruppe in Ostdeutschland namens NSU bekommen. „Wie die RAF, nur eben rechts“, soll der Mann gesagt haben. Er habe fünf Namen genannt, darunter Mundlos. Seinen Bericht über dieses Treffen, so der ehemalige LfV-Mitarbeiter, habe er im Amt vernichten müssen. Die Namen NSU und Mundlos habe er sich aber merken können. Dagegen erklärte der LKA-Vertreter aus Stuttgart, Axel M., während des selben Ausschußtages, jener Informant habe bei seiner Vernehmung am 2. Dezember 2011 bestritten, gegenüber Günter S. Aussagen über NSU und Mundlos gemacht zu haben. Außerdem hätten die Ermittler im LfV keinen Hinweis auf eine Vernichtung des angeblichen Berichtes gefunden.

Die Spur Günter S. blieb ungeklärt und widersprüchlich. Auch, als der frühere VS-Beamte zweieinhalb Jahre später erneut vor einem Untersuchungsausschuß als Zeuge geladen ist, am 16. März 2015 in Stuttgart. S. bleibt konsequent bei seiner Version, jener Informant habe ihm von NSU und Mundlos berichtet. Er mache sich deshalb im Nachhinein Vorwürfe, weil er ihn nicht ernst genug genommen habe. Ins Schleudern gerät der ehemalige Geheimdienstler lediglich bei der Frage der Vernichtung seines Berichtes im LfV. Das sei angeordnet worden, sagt er einmal, dann: es sei nichts vernichtet worden, schließlich erneut: es habe geheißen, alles sei zu vernichten. Der Mann stand ganz offensichtlich unter enormem Druck.

Am selben Tag lernt die Öffentlichkeit zum ersten Mal auch jenen Informanten leibhaftig kennen: Torsten O., der in Handschellen in den Saal geführt wird. Er sitzt eine mehrjährige Haftstrafe wegen sexuellen Mißbrauches von Minderjährigen und wegen illegalen Munitionsbesitzes ab. Er bestreitet die Taten. In der Ausschußsitzung bestreitet Torsten O. aber vor allem die Angaben von Günter S. Er habe mit ihm nicht über Rechtsterrorismus gesprochen, erklärt er, die Namen NSU und Mundlos habe er nicht genannt, das Treffen habe auch nicht drei bis vier Stunden gedauert, sondern „zehn bis 15 Minuten“. Übereinstimmung besteht lediglich darin, daß dieses Treffen stattfand, und wann und wo es stattfand: am 11. August 2003 in Räumlichkeiten der evangelischen Kirche in Flein bei Heilbronn. Die Aussage von O. vor dem Untersuchungsausschuß von Baden-Württemberg deckt sich mit seiner Vernehmung durch das LKA im Dezember 2011 nach dem Auffliegen des NSU-Trios – sie widerspricht aber fundamental den Angaben des Verfassungsschützers S. Damit blieb die Frage unbeantwortet: Wußte der baden-württembergische Verfassungsschutz spätestens 2003 vom NSU?

Bis jetzt. Denn nun rückt Torsten O. von seiner Aussage gegenüber dem LKA wie vor dem U-Ausschuß ab und schwenkt zur Version von Günter S. über. Im Gespräch mit dem Autor erklärt er im Juni 2015 auf die Frage, worüber er damals mit S. geredet habe, wörtlich:
„(…) Im letzten Themenkomplex habe ich den Bereich des Rechtsspektrums angesprochen und habe dem Herrn S[…] Sachen mitgeteilt, die ich von einem verdeckten Ermittler des Bundeskriminalamtes mir berichtet bekommen habe. Und unter anderem sind in diesem Zusammenhang auch die Namen Böhnhardt und Mundlos gefallen. Ich habe vom Thüringer Heimatschutz [THS] und von dem Nationalsozialistischen Untergrund gesprochen. Ich habe den Herrn S[…] darauf hingewiesen, daß aus meiner Sicht das, was dieser BKA-Beamte mir privat erzählt hat, massiv gefährlich klang.“
„Wie lange hat das Gespräch gedauert?“
„Ich würde mal sagen, nicht unter zwei bis drei Stunden. Die Aussage von S[…], daß es drei bis vier Stunden gedauert hat, könnte schon zutreffend sein.“

Torsten O. ist eine Person mit Staatsschutz- und Verfassungsschutzkontakten. 1989/90 arbeitete er unter dem Decknamen „Erbse“ für das LfV in Baden-Württemberg. Er wurde in der rechten Szene eingesetzt, bestreitet aber entschieden, selber rechts zu sein. Ungeklärt ist bislang die Frage, wie lange er als V-Mann für das Amt tätig war. „Etwa vier Monate“, so der frühere LfV-Präsident von BaWü, Helmut Rannacher, vor dem NSU-Untersuchungsausschuß des Bundestages. Torsten O. selber sagt, er sei etwa ein dreiviertel Jahr lang VS-Informant gewesen. Dieser Hintergrund ist wichtig, um seine Erklärung verständlich zu machen, warum er bisher über das Gespräch mit dem Verfassungsschützer Günter S. vollkommen anders ausgesagt habe. Nach dem Auffliegen des NSU am 4. November 2011 in Eisenach hätten ihn wenige Tage darauf drei Verfassungsschützer aus dem Bett geklingelt und ihm erklärt, er dürfe mit niemandem über das Gespräch mit Günter S. von 2003, in dem von NSU, Mundlos und Böhnhardt die Rede war, sprechen. Das sei streng geheim. Die Geheimhaltungs- und Schweigepflichtserklärung, die er als V-Mann 1989 abgegeben habe, gelte auch für dieses Gespräch im Jahre 2003. Würde er sich nicht daran halten, wäre das Landesverrat und Geheimnisverrat. Torsten O. jetzt im Juni 2015 wörtlich gegenüber dem Autor weiter:
„Dann wurde mir noch angedroht, wenn ich nur piep sage, würde man mich aus dem Verkehr ziehen und ich würde irgendwo in einem Gefängnis vergammeln.“

Günter S. hatte sich, bereits im Ruhestand, im November 2011 nach Bekanntwerden des NSU von sich aus an das BKA gewandt und die Geschichte seines Informanten Torsten O. und dessen Hinweis auf NSU und Mundlos geschildert. Er wollte mithelfen, sagt er heute, die Mordserie aufzuklären. Am 25. November 2011 wurde S. offiziell polizeilich vernommen. Am Abend jenes Tages, so Torsten O. weiter, seien die drei Verfassungsschützer erneut vor seiner Wohnung aufgetaucht, hätten ihn unter Druck gesetzt und ihm Instruktionen für eine anstehende Vernehmung gegeben:
„Sie sagten zu mir: Ich dürfe in keinem Fall irgendetwas darüber sagen. Ich solle sagen, wenn ich gefragt werde: Das Gespräch mit dem Herrn Stenzel [Anmerkung: Mit diesem Arbeitsnamen hatte sich Günter S. damals vorgestellt.] hätte zehn bis 15 Minuten gedauert und soll alles dementieren, was mit dem Rechtsspektrum im Zusammenhang steht.“

Das Landesamt für Verfassungsschutz Baden-Württemberg teilt dazu auf Anfrage mit: „Die Angaben von Herrn O., LfV-Mitarbeiter hätten ihn im November 2011 (oder später) aufgesucht, können nicht bestätigt werden.“

Am 2. Dezember 2011 wurde O. dann vom LKA im Auftrag des BKA tatsächlich selber vernommen und gab die gewünschte Version zu Protokoll. Seine heutige, korrigierte, Version über das Gespräch mit Günter S. weicht in einem wichtigen Punkt aber immer noch von der des Ex-Verfassungsschützers ab. S. hat seinen Informanten O. bisher stets so zitiert, der habe in persönlichem Kontakt zur NSU-Gruppe gestanden und für sie eine Bank in Heilbronn ausspionieren sollen. Das jedoch bestreitet Torsten O. auch im Juni 2015. Die Hinweise auf NSU, THS, Mundlos und Böhnhardt will er von jenem BKA-Mann bekommen haben – „privat“, wie er betont.
Frage: „Also Sie hatten persönlich keinen Kontakt zum NSU, Thüringer Heimatschutz, Mundlos, Böhnhardt?“
Antwort: „Nein, habe ich zu keiner Zeit gehabt.“

Und warum korrigiert er jetzt seine Aussage? Antwort: „Weil es mir darum geht, die Sache aufzuklären. Insgesamt überwiegt bei mir der Verdacht, daß die Behörden hier etwas vertuschen wollen. Und in diesem Moment bin ich einfach der Überzeugung: Wenn die Behörde hier ein Versagen vertuschen will, daß von diesen Behörden eine erhebliche Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung ausgeht, weil nicht mit Sicherheit gesagt werden kann, ob nicht in anderen Fällen, derzeit aktuell, auch noch irgendwelche Gefährdungen für die Bevölkerung bestehen.“

Torsten O. hat bereits vor einigen Wochen ans Landeskriminalamt (LKA) von Baden-Württemberg geschrieben und seine Aussage vom 2. Dezember 2011 zurückgenommen – „in Gänze“, wie er formuliert. Das LKA nimmt dazu nicht Stellung. Es möchte nicht einmal bestätigen, ob der Brief eingegangen ist. Das Amt verweist auf den Generalbundesanwalt, der die „Hoheit im NSU-Verfahren“ habe. Die karlsruher Behörde erklärt, sie erteile „zum Inhalt der Korrespondenz von etwaigen Zeugen grundsätzlich keine Auskünfte.“

Ein zum Schweigen verpflichteter NSU-Zeuge bricht die staatliche Omertà – so sieht es aus. Das wäre etwas Neues. Torsten O. bestätigt nun in wesentlichen Teilen, was der Verfassungsschützer Günter S. – allen Anfeindungen zum Trotz – wiederholt berichtet hat. Damit kann als belegt gelten, daß das Amt spätestens seit 2003 Wissen über den NSU gehabt hat. Und die Frage, die sich nun aufdrängt, ist: Warum qualifiziert dieses Amt sowie das verantwortliche Ministerium den früheren VS-Beamten S. für seine Aussage bis heute ab? Darf sie nicht sein?

Torsten O. hat auch an den Untersuchungsausschuß in Stuttgart geschrieben. Er nimmt auch da seine Aussage vom März 2015 zurück und erklärt sich bereit, vor dem Gremium öffentlich neu auszusagen. Der Ausschußvorsitzende Wolfgang Drexler (SPD) sagte dazu vor Beginn der Sitzung am 6. Juli 2015 gegenüber der Presse: Man wolle von O. nun vor allem wissen, ob seine Aussage vom März falsch gewesen sei und was damit geschehen solle. Denn einfach zurückziehen könne er sie nicht, sie sei nun einmal gemacht worden. In einem Brief an O. von Anfang Juli stellt Drexler eine neue Vernehmung in Aussicht, vorausgesetzt O. mache Angaben „mit Bezug zum NSU“.

Eine andere Frage ist inzwischen vom Tisch: Torsten O. stellt keines der Phantombilder dar, die nach dem Polizistenmord von Heilbronn gezeichnet wurden. Diesen Verdacht hatte Günter S. selber aufgebracht. Als vor zwei Jahren die Bilder in verschiedenen Medien veröffentlicht wurden, wollte er in einem, Bild Nummer acht, Torsten O. erkannt haben und meldete das dem Innenministerium in Stuttgart. Schon im Ausschuß antwortete Torsten O. auf die Frage, wo er am 25. April 2007 war, am Tag als Michèle Kiesewetter ermordet wurde: „In Hannover in einem Ein-Euro-Job.“ Sein Alibi ist bestätigt. Und auch der Zeuge von Heilbronn, nach dessen Angaben Phantombild Nummer acht gefertigt worden war, sagt, als er aktuelle Bilder von Torsten O. sieht, zweifelsfrei: „Nein, das ist nicht der Mann, der mir damals auf der Theresienwiese auffiel, der zusammen mit drei anderen Männern auf irgendetwas zu warten schien. Der war noch größer und kantiger.“

12 Gedanken zu „NSU-Informant bestätigt Aussagen eines Ex-Verfassungsschützers, die er bisher bestritt!“

  1. Na ja, was bleibt einem schon übrig, wenn das NSU – Narrativ auf Teufel – komm – raus zu retten ist ?
    Und wenn wir jetzt mal davon ausgehen, dass man ab 2003 Kenntnis von einem sogenannten NSU hatte – wieso nur eine Behörde und sonst niemand auf der ganzen weiten Welt ? Keine Pamphlete, Schmierereien an Autobahnbrücken, an irgendwelchen Wänden – nix dergleichen ! Welchen Sinn macht Terror, zu dem sich niemand bekennt ?

    MfG

  2. „Sachen mitgeteilt, die ich von einem verdeckten Ermittler des Bundeskriminalamtes mir berichtet bekommen habe.“

    Ein V-Mann informiert also den Verfassungsschutz über Erkenntnisse des BKA zur rechten Szene, anstatt aus der rechten Szene.

    Wie blöd ist das denn.
    Und noch blöder ist es das zu glauben, anstatt im Weiteren den BKA Mann zu fragen, der das angeblich erzählt hat.

  3. da ging es sowieso nur um einen Bankräuber NSU, wie man im Bundestags-Wortprotokoll nachlesen kann. Mord ist da gar nicht… in der Erählung.

    Lächerlicher Sturm im Moser-Glas, eine Sau durch das Dorf getrieben. So diskrediert man sich selbst.

  4. Interessant finde ich, dass der bereits einsitzende Kriminelle O. mittlerweile keine Angst mehr hat, wie angeblich angedroht in einem Gefängnis zu vergammeln. Er ist nach wie vor auf staatliches Wohlwollen angewiesen, redet sich aus Angst um die Bevölkerung aber alles von der Seele.
    Ausgeschlossen ist es nicht, dass ein Konstrukt namens NSU damals im Behördentratsch schon Thema war. Auch der Münchner Kommissar Konrad Pitz hat sowas ausgesagt. Dieser NSU dürfte dann aber tatsächlich eine staatliche Schöpfung gewesen sein.

    1. Da die NSU-CD des Spitzels Corelli bereits 2004 durch die Szene ging, und auch bei LfVs und dem BfV vorhanden war, ist es nicht dumm davon auszugehen, dass tatsächlich ein ostdeutsches LfV Ende 2007 (Geiers BAO-Abschied) von einem NSU berichtet habe. Den Weissen Wolf gab es ja schliesslich auch noch. 2002. Und Erbse 2003, und den NSU-D aus Brandenburg 1999, siehe Abschlussbericht Bundestag, Mail an IM Alwin Ziel.

      Problem: Keine Ermittlungen, wer denn dieser NSU gewesen sein soll, weder der an Petereit 2001 spendete, noch der NSU der 15.000 Bilder vom Corelli.

      Es ist sehr unwahrscheinlich, dass das immer derselbe Personenkreis war… der da als „NSU“ agierte.

      1. Es erscheint aber auch unwahrscheinlich, dass verschiedene Personenkreise dieses Kürzel unabhängig voneinander verwendet haben.

        Denkbar wäre, dass in Sicherheitskreisen schon länger ein potenziell abrufbares Konstrukt „NSU“ existierte, das bei Bedarf mit verschiedenen Personen (BMZ, Corelli, Brandt, etc., evtl. auch KKK, BaWü-Nazis, Temme…) und „problematischen“ Taten angefüllt werden konnte. Die Vorab-Erwähnungen in diversen Kontexten könnten dann als vorausgeplante Legendierung gedient haben, damit das NSU-Konstrukt der Öffentlichkeit nicht als völlig vom Himmel gefallen erscheinen musste. Das Vorwissen von Pitz ist dann entweder als manipulativ „gesteckte“ Falschinfo durch die Behörden zu interpretieren, oder aber er hat wirklich Infos aufgeschnappt.

        Die debile Pöbel-Mail an Alwin Ziel passt aber nicht so recht rein in eine glaubhafte Terror-Legendierung.

  5. Der Weisse Wolf mit dem Dank an den NSU von 2002 ist sicher auch nur „nacherfunden“… ich weiss wo die Trolle sitzen. Grüssle 😉

    Jürgen Elsässer hat schon vor dem 10.11.2011 vom „NS-Untergrund“ geschrieben.
    Links gehen hier nicht, aber das steht hier:

    9. NOVEMBER 2011 • 09:10
    Zwei Nazis tot – und viele Fragen offen

    Das ist der Wilde Osten. Ein Beweis für eine militante NS-Schläferzelle? Das Trio war seit etwa zehn Jahren untergetaucht.

    Aber Zweifel bleiben. DDie angeblichen Selbstmörder hatten kurz zuvorzwei Sparkassen ausgeraubt. Warum bringt man sich danach um?? Und die Frau, die den Wohnwagen und die eigene Wohnung zur Spurenbeseitigung flambiert haben soll – warum stellt sie sich einen Tag später freiwillig? Warum handeln Leute, die sich zehn Jahre so geschickt der Verhaftung entzogen, am Ende so kopflos?

    Irgendetwas stinkt da. Da ist mehr dahinter. Ich finde auch, dass die Meldungen recht stiefmütterlich durch die Presse laufen. Wird da etwas vertuscht? Verbindungen der Geheimdienste mit dem militanten NS-Untergrund?Wieso konnte sich das Trio so lange der Verhaftung entziehen? Und plötzlich sind zwei tot – und eine stellt sich?
    juergenelsaesser.wordpress.com/2011/11/09/3827/
    ________________

    Der Begriff NS-Untergrund taucht schon in den 1990er Jahren in „Kampf gegen Rechts-Büchern“ auf. Nie davon gelesen? Woher hatte Elsässer den Begriff, woher kannte er ihn wohl, als alter Linksextremer, Antideutscher, junge Welt-Journalist? Aus Büchern vielleicht? Von antifa-Veröffentlichungen, Handbuch Rechtsextremismus (Gössner) zum Beispiel, wie Nereus im HPF mehrfach schrieb?

    Immer wieder schön, wenn Leute urteilen, ohne Ahnung zu haben. Weiter so!

    Die Nationalsozialistischen Untergrundkämpfer Deutschlands, Mail 1999 in Brandenburg, verweisen mehr oder weniger stark auf Piatto und seine Freunde. Die 2003er 5 Namen, „NSU, Mundlos und noch 4“ sind ein Bankräuber NSU.

    Das waren nicht dieselben Personen, das NSU scheint eine Art Oberbegriff zu sein… und warum hat das Paulchen-Video dann 4 Köpfe, und nicht 5?
    Gensing, übernehmen Sie! LOL

  6. Am 13.11.2013 veröffentlichte fatalist das Cover und das Inlay der Corelli-NSU-CD im Dönerstrang des HPF. Kann man heute noch nachlesen dort. Es wurde die Verbindung zum Weissen Wolf, gehostet bei nd-b.com (Server Corelli) hergestellt.

    13.11.2013. Petereit, weisser Wolf, Corelli NSU-CD.

    am 14.11.2013 war David Petereit beim OLG München vorgeladen. Er war der „Spendenempfänger“ samt „NSU-Brief“ von (mutamsslich) Corelli.

    Nun, die Aussage wurde gecancelt, Petereit ist bis heute nicht vorgeladen worden.

    Ob es also diese NSU-CD von Corelli (und Freunden?) gab, 2003 oder 2005, das weiss ich natürlich nicht.

    Aber sich einfach -wie immer ohne jedes Wissen dazu- hier aufzublasen und „Fälschung“ zu schreien, das ist ziemlich dummes Getrolle.

    Ich stelle fest: Schon im Nov 2013 wurde direkt reagiert auf das, was im politikforen.net passierte. Und zwar von der BAW, die die von ihr beantragte Vernehmung Petereits innert Stunden abblies. Bis heute.

  7. @ fatalist
    Du bist mit deiner guten Gedächtnisleistung NSU immer eine Bereicherung für Ideen.
    Auch für mich.

    Die wird aber zum Problem, wenn du sie für Rechthaberei als Info-Streubombe einsetzt. Die trifft nicht, als fleißiger HPF Leser stehe ich schon lange im Stoff … 😉

    Mein Hinweis war, die Corelli CD ist kein Szene CD!
    Daran gibt es nichts zu rütteln. Sie hatte nie einen Verteiler in der Szene. Schon gar nicht tausendfach, wie dein Lieferant dir das wohl erzählt hat, so das du das dann so auf HPF mitgeteilt hast. Natürlich keine Absicht von dir, aber fahrlässig. Die Szene ist überschaubar, drei Anrufe und du wärst im Bilde gewesen.
    Damit hatte sie überhaupt keine Funktion im zugewiesenen Zeitraum.
    Ergo ist sie funktional, mit späterem „auftauchen“ nur eine Legendierung NSU-Fake.

    Deine restlichen Punkte stellen sich ebenfalls anders dar.
    Ich habe da schon Ahnung.
    Nereus seinen Hinweisen hast du im HPF selber widersprochen, bietest es hier aber anders an.
    Ich habe wie immer auch damals geprüft und das besagte Handbuch gewälzt.
    Gleiche Ergebnis, Nereus sein Interpretation ist so nicht ok gewesen.
    Nichts mit NSU schon früher als Bewegung.

    Die Mail 1999 im Land BB ist frühestes Datum für die Begriffswahl durch Bekenner. Da geht es aber um einen Angriff gegen den Staat und Drohung gegen Systemträger.
    2002 im WW (Verbreitung BB, MVP) dürfte „es hat gefruchtet“ sich auch darauf beziehen, das die Drohung in der Mail gefruchtet hat.
    Zumindest aus Sicht der Autoren oder des Autor.
    Der passende einzige Spendenbrief, wie die einzige CD, eine Nacherfindung für die NSU Legendierung.
    Das hat also nichts mit dem NSU aus dem späteren Video zu tun.

    Dann große Sendepause und dann NSU-Video 2011.
    NSU als politisches Mordkommando gegen kleine Migrantenlichter.
    Nagelneuer NSU.

    Da gibt es also keine Zusammenhang oder roten Faden „NSU“ in der rechten Szene vor 2011.
    Den gibt es höchstens bei den Quellen, die u.U. nur eine ist, die G-Dienste. Ich denke das Corelli hier eine dicke Aktie hat.
    Ob der jetzt wirklich tot oder im Zeugenschutzprogramm ist, ist eine Spekulation am Rande.

  8. woher kannte elsässer den begriff NS-UNTERGRUND?
    weil es den gar nicht gab?

    warum wurde Petereits Aussage innerhalb von Stunden gecancelt? Weil es keine Verbindung zu Corelli gab?

    Nein, so läuft das nicht, deshalb will ich keinen roger in meinem Blog, und das wird auch so bleiben. Kurz und schmerzlos.

    1. Doch, so läuft das … ;-))

      Fatalist es geht um die CD, die ein V-Mann Fake ist und das ist hinreichend geklärt, das es so ist.
      Der Grund auch, es soll die NSU Organisation BMZ mit der Legende der Existenz vor 2011 ausgestattet werden.

      Dieser Nacharbeit dient auch der Fake Spendenpapier. Es geht nicht um den Begriff, sondern um den konkreten NSU als BMZ Bezug, hier durch Nachweis Logo.

      Das musst du jetzt einfach mal schnallen.

      Das man dich dabei als Multiplikator einer Desinfo missbraucht hat, auch. Du hast den Unfug der tausendfachen Verbreitung der CD ins Netz gehämmert. HPF war damals in Punkto Dönermord DIE Anklickstelle. Deshalb hat man sie dir mit der falschen Info zugespielt, wohl wissen wie du tickst, nämlich als Herr Lehrer ich weiß was.

      Das wollte ich eigentlich nicht so deutlich schreiben, deshalb mein nur kurzer Hinweis zur CD. Da du aber offensichtlich absolut resistent bezüglich eigener Fehler bist, dann doch mal in der Deutlichkeit.
      Die Dienste haben dir mit der CD einen Ring durch die Nase gezogen und dich mit ihrer Info durch die Arena geschickt.

      So, und nun nicht cholerisch werden, jeder hat das Recht auf Fehler. Wenn du lernst nur zehn Prozent von dem einzustecken, was du austeilst, dann hilft das der NSU Aufklärung sehr.
      Es ist zwar dein Blog, aber nicht dein NSU!
      Lerne loslassen vom manischen Zwang deiner Deutungshoheit die auch noch im Schnellschussverfahren angeboten wird.
      Viel zu viele Fehler.

      Die Aufklärung brauch eine breite Front der Koalitionen. Die Kunst besteht darin, alle vor den Karren zu spannen und nicht jeden Gaul, der für dich schräg wiehert aus dem Geschirr zu schießen.

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