Aliens – gnadenloser Machtkampf um den NSU-Untersuchungsausschuss in Baden-Württemberg entbrannt

Die schlimmsten Befürchtungen bewahrheiten sich: Erst sollte die Aufklärung des Polizistenmordes von Heilbronn, Mord Nummer zehn im NSU-Komplex, mittels der Ermittlungsgruppe Umfeld des Landeskriminalamtes (LKA) verhindert werden, dann mittels einer Enquête-Kommission im Landtag, nun durch einen Untersuchungsausschuss selber.

Am 4. Mai 2015 nahm der Ausschuss den Tatort Theresienwiese in Heilbronn in Augenschein und ließ sich vom LKA-Vertreter Axel Mögelin Ermittlungsergebnisse schildern – und auf einmal scheinen alle Zweifel beseitigt. Der Mordanschlag auf die Polizistin Michèle Kiesewetter und ihren Kollegen Martin Arnold geschah doch so, wie es die Bundesanwaltschaft behauptet: Allein durch zwei Täter. Beispielhaft für das fast einhellige Presseecho die kleine taz-Schwester Kontext:

„Ein einziger Spaziergang von gut zwei Stunden hat den baden-württembergischen NSU-Untersuchungsausschuss einer Lösung seiner Aufgabe nähergebracht, die Umstände der Ermordung von Michèle Kiesewetter aufzuhellen. Die Begehung der Heilbronner Theresienwiese konnte die bisherige Zwei-Täter-Theorie der ermittelnden Behörden nicht erschüttern. Eher im Gegenteil.“

Medien, die Sprachrohre der Offiziellen werden. Tatsächlich hat sich ein gnadenloser Machtkampf in und um diesen Untersuchungsausschuss entwickelt, der wenig Spielraum lässt. Zunächst: LKA-Mann Axel Mögelin, letzter Leiter der SoKo Parkplatz, verfälscht und manipuliert die Ermittlungsergebnisse seines eigenen Amtes. Er gibt Zeugenaussagen nicht korrekt wieder und verneint die Einschätzungen, zu denen die Kriminalbeamten vor dem November 2011 gekommen waren. Vor dem Bundestagsuntersuchungsausschuss sprach er im September 2012 selber von korrespondierenden Zeugenaussagen, die nahelegen, daß vier bis sechs Täter an dem Überfall beteiligt waren. Heute stellt er das in Abrede. Damals wollte die SoKo Parkplatz drei Phantombilder zur Fahndung herausgeben. Die Angaben der Zeugen erschienen den Ermittlern stimmig und glaubhaft.

Jetzt qualifiziert Mögelin die Aussagen dieser Zeugen ab und bestreitet ihren Wert. Mögelin leugnet Mögelin, könnte man dazu sagen. Offensichtlich hat sich das LKA entschieden, entwertet seine eigene Arbeit und unterwirft sich wider besseres Wissen den Vorgaben von Bundesanwaltschaft und Landesinnenministerium. Danach waren die Täter allein Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos. Und das, obwohl Bundeskriminalamt (BKA) und LKA in ihren Ermittlungen nach 2011 zu dem Ergebnis kamen:

„Ein eindeutiger Nachweis, daß Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos am Tattag in unmittelbarer Tatortnähe in Heilbronn waren, konnte bislang nicht erbracht werden.“ (Ermittlungsbericht BKA, Oktober 2012)

LKA-Vertreter Mögelin hat bei dem Ortstermin in Heilbronn aber nicht nur Spuren tendenziös präsentiert, er hat auch wichtige Spuren und Zeugenaussagen verschwiegen.

Zum Beispiel, daß vier Zeugen unabhängig voneinander zwischen 13.20 h und 13.50 h, zum Teil nur wenige Minuten vor dem Anschlag, an vier Stellen auf und an der Theresienwiese vier Streifenwagen gesehen haben. Kiesewetter und Arnold waren zu den Zeitpunkten noch nicht am späteren Tatort. Es sind Spuren, die in die Reihen der Polizei hineinführen und die von den Ermittlern nicht weiterverfolgt wurden. Offensichtlich sollen sie es auch heute noch nicht.

Die Entwicklungen lassen nur einen Schluß zu: Der Wille im Sicherheitsapparat, die Aufklärung der NSU-Mordserie zu verhindern, ist größer geworden, die Vertuschungsabsicht 2015 stärker als 2012. Das muß zu denken geben. 

Der Ausschuss hatte in seinen ersten Sitzungen atemberaubende Enthüllungen gezeitigt, Stichwort: Todesfall Florian H. und die unterlassenen Ermittlungen. Dann der plötzliche Tod der 20jährigen Melisa M., ehemals Freundin von Florian H., die im Ausschuss als Zeugin gehört worden war.

Doch nach den letzten Sitzungen mußte man den Eindruck gewinnen, daß der Ausschuss zumacht. Es scheint, als ist er über seine eigene Aufdeckungswirkung regelrecht erschrocken. Nun wird konservativ gefragt, es wird nicht zuende gefragt, es werden vorschnell Schlüsse im Sinne der Behörden gezogen, es werden die nötigen Akten nicht angefordert, es wird akzeptiert, daß Akten nur schleppend geliefert werden, und es werden die Regelungen des Geheimschutzes akzeptiert (lediglich Einsichtnahme in Akten, keine Kopien), aufgestellt von Behörden, die doch eigentlich Untersuchungsgegenstand des Ausschusses sind.

Mehr als drei Monate hat es gedauert, ehe die Ermittlungsakten des LKA zum Mordfall Heilbronn den Ausschuss erreichten. Den Fall Arthur C. mußten die Abgeordneten ohne Kenntnis dieser Akten behandeln.

Die Akten zur V-Frau „Krokus“ bekamen sie ganz kurz vor dem entsprechenden Sitzungstag vom 27. April, nämlich am Freitag, 24. April. Das grenzt an Sabotage. Doch der Ausschuss blieb klaglos.

Dabei kann er auch anders. Am 7.Mai hat der Vorsitzende Wolfgang Drexler per Pressemitteilung Hajo Funke ultimativ aufgefordert, die Beweismittel im Falle Florian H. (Notebook, Handy, Camcorder) bis zum 22. Mai dem Ausschuss zu übergeben. Ein kalkulierter Affront. Von einer ähnlichen öffentlichen Aufforderung beispielsweise gegenüber Innenminister Reinhold Gall hat man bisher nichts vernommen.

Seit sechs Wochen, seit dem Tod am 28. März 2015, dauert die Obduktion von Melisa M. nun schon an, ohne daß man ein Ergebnis erfährt. Kritik an dem tendenziösen und unbestimmten Vorabbericht („…dürfte [!] sich aus dem unfallbedingten Hämatom im Knie ein Thrombus gelöst und die Embolie verursacht haben“) wies der Ausschussvorsitzende zurück.

Als Frontmann gegen die Aufklärung und für die offizielle Version erweist sich immer mehr der SPD-Abgeordnete Nikolaos Sakellariou. Dabei ist er doch nur konsequent. Drei Jahre lang kämpfte er energisch gegen einen Untersuchungsausschuss an, lobte 2014 den oberflächlichen und mangelhaften Bericht der EG Umfeld, besser könne es ein Untersuchungsausschuss nicht machen und verstieg sich dabei zu der entlarvenden Aussage, so wörtlich:

„Der Bericht der EG Umfeld ist gerade deshalb so gut, weil er nicht alle Fragen beantwortet.“

Daß ausgerechnet er nun trotzdem Obmann in diesem Ausschuss ist, könnte man als Treppenwitz verstehen, besser aber als die programmatische Infragestellung des Gremiums.

Was sich Sakellariou nach dem Tatorttermin in Heilbronn erlaubt, ist an Dreistigkeit nicht zu überbieten. Auch für ihn ist nach der Besichtigung der Theresenwiese die Zwei-Täter-Theorie belegt. Mehr noch: Er kritisiert den Bundestags-UA, der hätte doch auch nach Heilbronn kommen sollen, dann wäre er womöglich zu einer ähnlichen Einsicht gelangt. Da wohnt dieser Mann nur wenige Kilometer vom Tatort entfernt in Schwäbisch Hall und hält es acht Jahre lang nicht für nötig, auch nur ein Mal zur Theresienwiese zu gehen. Da argumentiert er Jahre lang, sozusagen ignorant und unkundig, gegen einen Untersuchungsausschuss an und greift dann Abgeordnete an, die engagiert und lange vor ihm taten, was er nun vorgibt zu tun. Einige der MdBs waren übrigens vor Ort in Heilbronn, auch mehrfach. Es scheint zur Methode Sakellariou zu gehören, einfach mal etwas anderes zu behaupten. Wenn er dann noch mit Blick auf die Journalisten, die als Sachverständige vor dem Ausschuss ausgesagt haben, (u.a. der Autor dieses Textes) erklärt, er hätte uns andere Fragen gestellt, wenn er vorher schon mal in Heilbronn am Tatort gewesen wäre, dann argumentiert der urplötzliche Aufklärer nicht nur mit seiner eigenen Inkompetenz, sondern auch mit seiner Feigheit. Er hat sich schlicht nicht getraut, kritische Fragen an uns zu stellen.

Was soll Nikolaos Sakellariou in diesem Ausschuss?

Neben ihm müßte mindestens auch Ulrich Goll, FDP, aus dem Gremium zurückbeordert bzw. der Rücktritt nahegelegt werden. Auch Goll hat sich lange Zeit entschieden gegen diesen UA ausgesprochen, O-Ton im Februar 2014 bei der Vorstellung des EG Umfeld-Berichtes:

„Natürlich sind nicht alle Rätsel gelöst – sie können wahrscheinlich auch nicht gelöst werden.“

Vor allem aber: Wie soll er sein eigenes früheres Regierungshandeln aufarbeiten? Denn Goll war zum Zeitpunkt des Kiesewetter-Mordes Justizminister von Baden-Württemberg und damit Dienstherr des verantwortlichen Staatsanwaltes von Heilbronn, Christoph Meyer-Manoras, der die Ermittlungen sabotierte. Meyer-Manoras verweigerte die Veröffentlichung von Phantombildern für die Fahndung, verhinderte die Sicherstellung des privaten Emailverkehrs von Michèle Kiesewetter und traf sich an den offiziellen Ermittlungen der SoKo Parkplatz vorbei mit dem Anschlagsopfer Martin Arnold, um gegen die Ermittler zu intrigieren. Die Unterdrückung der Phantombilder hatte den Segen des Generalstaatsanwaltes von Stuttgart, Klaus Pflieger.

Neben Staatsanwalt Meyer-Manoras (Zeuge am 22. Mai in Stuttgart), müssten der frühere Generalstaatsanwalt Pflieger sowie der frühere Justizminister Goll als Zeugen vom Ausschuss vernommen werden. Ausschussmitglied Matthias Pröfrock, CDU, wollte den Innenminister als Zeugen hören. Er kann sich beweisen: Ist er auch dafür, den damals verantwortlichen Justizminister zu hören?

Schon im Bundestags-UA hatte sich ein Machtkampf zwischen Parlament und Exekutive um die Aufklärung der Hintergründe des NSU-Mordkomplexes entwickelt, wie nun im UA von Baden-Württemberg. Der Unterschied ist: im Bundestag standen die Obleute aller Fraktionen gemeinsam und geschlossen gegen die Exekutive – in Stuttgart aber führt die Auseinandersetzung mitten in den Ausschuss hinein. Dort hat die Exekutive ihre Vertreter sitzen – Aliens, die in ihrem Interesse operieren und den wahren Auftrag dieses Gremiums verraten.

34 Gedanken zu „Aliens – gnadenloser Machtkampf um den NSU-Untersuchungsausschuss in Baden-Württemberg entbrannt“

  1. Guter Beitrag von Thomas Moser. Die Einschätzung des PUA in Baden-Württemberg und seiner Vertuschungsfunktion ist richtig. Sehr positiv auch die Erwähnung der deutlichen Spuren vom Kiesewetter-Mord in die Polizei hinein. Gibt es Quellen für die 4 Streifenwagen auf und an der Theresienwiese kurz vor der Tat?
    Der Bundestags-UA war sicher etwas besser als der jetzige in BW, aber an den in Thüringen kommt wahrscheinlich keiner mehr ran. Das dürfte die Spitze der offiziellen Aufklärung gewesen sein. Die parteiübergreifende Gegenaufklärung wird einen solchen Unfall nicht mehr zulassen.

  2. Dass die „Vertuschungsabsicht 2015 stärker als 2012“ ist, dürfte an der verbesserten „Machbarkeit“ liegen:

    – Das Ergebnis des Thüringer U-Ausschusses 2014 (These vom Selbstmord der Uwes unhaltbar; der / die Mörder der Uwes somit auch Brandstifter sowie der Präparierung von Wohnmobil, Bankraub und vieles anderem verdächtig) wird von OLG und Mainstreammedien ungestraft völlig ignoriert. Und wer wird denn schon wegen einer kleinen Rußlungen-Lüge zurücktreten.

    – Ebenso das fortgesetzte Sterben von Zeugen im Ländle: Das ungeniert gezeigte Desinteresse der Polizei an Aufklärung wird bei Nachhaken mit schlecht gespielter Trotteligkeit gewürzt und dennoch nach kurzer „Fassungslosigkeit mit offenen Mündern“ brav geschluckt. Die längst drängende Frage nach einem vitalen Interesse der Polizei bzw. deren Führung am Tod der Zeugen stellt schon mal gar niemand, jedenfalls nicht offen und laut.

    – Nachdem der Stuttgarter U-Ausschuss erfolgreich verzögert wurde, so dass bis zur nächsten Landtagswahl nur noch ein Jahr Zeit bleibt, haben diejenigen Ausschuss-Mitglieder, die noch am ehesten an Aufklärung interessiert wären / waren, ihren Kopf schon mehr im Wahlkampf als bei kniffligen Fragen ohne klares Profilierungs-Potenzial.

  3. Falsch mein lieber Georg! Die Marx ist keine mutige Frau. Die Marx wurde in den Arsch gekniffen. Jemand hat schlicht ihr Radar – und das Radar der ganzen kriminellen Fälscherbande unterflogen. Die Marx hat jetzt nur die Wahl, selbst die Aufklärer anzuführen oder sich am Nasenring durch die Manege ziehen zu lassen.

    Richtig nett wird es noch für solche Flachzangen wie den Drexler und den Diemer und das ganze andere Pack. Lüders war clever – die hatte sich gleich einen Rücktrittsgrund gebastelt und ist abgetaucht, nachdem die „Dokumente“ sie erreicht hatten.

    Dabei geht es vorerst garnicht um diese Mischpoke. Wer schiesst schon gern mit Kanonen auf Spatzen.

  4. Der Verdienst vom U-Ausschuss in Thüringen ist, dass er den Aufbau der rechten Szene in Thüringen in den 90er Jahre tiefgehend analysierte und nachwies, dass er mit Staats-knete erfolgte.
    Dabei versäumten es die Abgeordneten jedoch den Sack zu zumachen, die beschützende Verbindung zwischen dem „NSU“-Trio und dem Sicherheitsapparat nachzuweisen. Sie scheiterten dabei, einfachste Fragen, Gedankengänge und Nachforschungen anzustellen. Die Frage ist, ob der Ausschuss überhaupt die Wahrheit wissen wollte. Aufgrund der Beschäftigung mit den 90er Jahren war dann keine Zeit mehr, die sogenannte „Selbstenttarnung des NSU“ am 04.11.11 aufzuklären, sprich dem angeblichen Selbstmord von Mundlos, der Tatort-Manipulation im Wohnmobil. Es wäre eigentlich angebracht gewesen, dass der U-Ausschuss bei diesen frischen Spuren seine Arbeit ansetzt und sich nicht auf die lange zurückliegenden 90er Jahre konzentriert. Tatsächlich hörten die Abgeordneten oft, dass sich die Beteiligten nicht mehr erinnern könnten. Es bleibt abzuwarten, ob der Ausschuss jetzt ernstmacht.

    Hier sind die Versäumnisse gut zusammengefasst:
    https://sicherungsblog.wordpress.com/2014/06/13/11-einfachste-fragen-die-der-thuringer-nsu-ausschuss-nicht-aufgeklart-hat/

    1. „Aufgrund der Beschäftigung mit den 90er Jahren war dann keine Zeit mehr, die sogenannte “Selbstenttarnung des NSU” am 04.11.11 aufzuklären, sprich dem angeblichen Selbstmord von Mundlos, der Tatort-Manipulation im Wohnmobil. “

      Nanu?
      Das Thema kommt weit hinten – aber wer liest in Zeiten von PDF-Dateien mit Volltext-Suche („Suizid“) noch der Reihe nach alles durch, wenn er weiß, was er finden will?

      Im Thüringer Abschlussbericht ab S. 1573 [ Rn. 2407 ] nennt der Abschnitt („7. Die These vom Suizid“) es „erstaunlich“, dass (trotz ihrer Wichtigkeit für die Suizid-Frage) die Behörden die „falsche Behauptung“ zur Rußlunge sehr lange nicht und dann erst auf Nachhaken richtiggestellt hatten.

      Dann geht es weiter auf S. 1574: „Dass beide Toten vor ihrem Tod keinen Ruß und auch kein Rauchgas eingeatmet haben, wirft klassischerweise die Frage auf, ob der Brand nicht erst nach dem Tod der beiden und damit von einem Dritten gelegt wurde, der damit auch als Täter für die Tötungen in Betracht käme. (…)“

      Dem polizeilichen Leugnen und Für-unmöglich-Erklären des 3. Mannes wird detailliert entgegengetreten:
      „(…) Mithin hätte ein Dritter sich vom Wohnmobil aus durchaus unbemerkt wegducken und durch die Senke wegbewegen können (…)“

      Auch der „rauchende Colt“ für die Ohren einsteigender oder oberflächlicher Leser fehlt nicht: „Gegen die These vom Suizid spricht des Weiteren, dass sich Böhnhardt und Mundlos bei den ihnen mittlerweile zugeschrieben Banküberfällen und Morden immer als kaltblütig und gewaltbereit gezeigt haben.“
      Plus unerklärte Fluchtverzögerung (abgehörter Polizeifunk, aufgehobene Ringfahndung etc. …).
      Merke: Selbstmord durchgehend als These bezeichnet, nie als Tatsache. Und bei der „These“ wird nicht Pro & Contra gegeneinander abgewägt, sondern das „Contra“ untermauert (und das behördliche „Pro“ zerpflügt).

      Was will man mehr?
      Die Tatort-Manipulation im Wohnmobil wird zwar nicht ausdrücklich genannt – die notwendigen Details und Nachweise wären wohl sehr aufwändig und zu einem großen Teil nicht eindeutig nachweisbar, gerade da bezüglich Manipulation „Täter“ und „Untersucher“ unter einer Decke stecken und „Nachbesserungen“ kaum unterbindbar sind.

      Dafür wir aber klargestellt, dass je all-gegenwärtiger angebliche „Pannen“ sind, umso mehr sich der Verdacht auf „Sabotage“ aufdrängt:
      „Die Häufung falscher oder nicht getroffener Entscheidungen und die Nichtbeachtung einfacher Standards lassen aber auch den Verdacht gezielter Sabotage und des bewussten Hintertreibens eines Auffindens der Flüchtigen zu. Die Geschichte der von 1998 bis 2003 von allen daran Beteiligten betriebenen bzw. nicht betriebenen Fahndung ist im Zusammenhang betrachtet ein einziges Desaster.“

      Parlamentarier haben beengte Zeit-Budgets und sind keine Kriminalisten, aber trotz evtl. Mängeln sehe ich hier eine (partei-übergreifende!) Leistung, die man nicht kleinreden sollte und die sich krass unterscheidet von der nur vorgespiegelten Untersuchungsmentalität im Stuttgarter Landtag („Es bleibt abzuwarten, ob der Ausschuss jetzt ernstmacht“ – hier sind wohl die Stuttgarter gemeint? – klingt aber so, als würde deren Zaghaftigkeit den Thüringern in die Schuhe geschoben!)

      Und anzuprangern „am“ Thüringer Bericht wäre doch vorrangig nicht sein Inhalt, sondern viel eher das Ignorieren des Berichts durch Medien und Münchner Justiz. Einseitige Kritik an den „Thüringern“ spielt den Ignorierenden in die Hände, erleichtert ihnen das Aufrechterhalten des Trio-NSU-Märchens, das ohne Suizid als Fundament in sich zusammenbricht.
      http://www.thueringer-landtag.de/imperia/md/content/landtag/aktuell/2014/drs58080.pdf (16.07.2014)

      1. Volle Zustimmung, bekir! Der TPUA hat nach allen Vergleichsmaßstäben gute Aufklärungsarbeit geleistet. Die handfesten Ergebnisse von Marx & CO werden aber verschwiegen, klein geredet und liegengelassen. Auch die Thüringer Abgeordnete Martina Renner verleugnet die niet- und nagelfesten Ergebnisse zu den Vorgängen ums Wohnmobil, fordert aber eifrig einen weiteren PUA. Wozu, wenn sie nichts daraus machen will? Bessere Beweise als für Zierckes bewusste und großangelegte Lüge gibt es auf dieser Welt nie. Gegen keinen verurteilten RAF-Täter etwa war die Beweislage so eindeutig. Und die bewiesene Lüge ist ein sehr starkes Indiz für einen Doppelmord. Was denn sonst?

        1. Ich sehe den Ausschuss kritischer und bewerte das anders und lasse Thomas Wüppesahl von den „kritischen Polizisten“ sprechen (Interview 2012):

          „Es gibt bei der Herangehensweise keine richtige Systematik. Die hüpfen von einer … also Sie kennen ja den Spruch von Geißler (…), dass da wieder eine neue Sau durchs Dorf getrieben wird und es stürzen sich alle drauf. Politik, Medien und Bevölkerung. Und so ähnlich ist es hier auch. Da geht bei Ku Klux Klan was hoch, dann hüpfen sie darauf, dann in Berlin mit dem V-Mann, dann hüpfen sie darauf.
          Was völlig unter die Räder zu geraten droht ist der Ausgangspunkt der jetzigen Arbeitsweise, nämlich der 4. November. Da ist nämlich was schiefgegangen. Wie in Hessen (…) Aber die Geschichte, (…) so wird es ja dargestellt, der eine sich auf Verlangen töten ließ und der andere einen Freitod begang und die Dritte dann das Haus sprengte und damit in Brand setzte und eine völlig ungeordnete Flucht hinlegte.
          Da ging etwas schief.
          Da geht man im Moment nicht ran. Also diese ganzen Pseudo-Ermittler in den Ausschüssen. versäumen. Das wäre der klügste Ansatz, wenn man dort mal richtig hineinginge, man findet nämlich dann, wenn etwas schiefgeht, auch am ehesten Ansatzpunkte.
          https://youtu.be/IJK32HzLHzE?t=1216

          1. Die LINKE hat gebremst wo es nur ging. Ohne D. Marx (SPD, Russlungen…) Leistung wäre es zappenduster in Thüringen geblieben.
            König und Renner waren und sind Totalausfälle in Sachen Aufklärung. Und die Pau erst…

            Und Frau Tausendfreund (Grüne?) kennst Du ja. Sternstunden der selbstgewählten Igoranz. Systemischer Staatsschutz.

            Warum sagst Du deinen Fragern hierzublog nicht, wo Mosers 4 Streifenwagensichtungen vor 14 Uhr stehen?

      2. Der Thüringer-U-Ausschuss weiß genau was los ist und hat sich deswegen eine Hintertür offengelassen, um im „Ernstfall“ das Gesicht nicht zu verlieren.

        Wüppesahl ist genauso beizupflichten. Die U-Ausschüsse und der Münchner Prozess bauen auf den falschen Ausgangssachverhalten auf. Man kann eine Lüge, welche schon auf einer anderen Lüge fußt, nunmal unmöglich aufdecken.

        Deswegen kommt dem 2. Thüringer UA eine zentrale Bedeutung zu, denn das Lügengebäude der „anderen“ würde zusammenbrechen, wenn hier mal Tacheles geredet bzw. aufgeklärt würde.

        Da diese „Schwachstelle“ natürlich auch anderswo wahrgenommen wird, kann man davon ausgehen, das „die“ alles versuchen werden, die Aufklärung in Thüringen zu behindern wo es nur eben geht. Schon im Vorfeld wurde da „gute Arbeit“ geleistet, schaut man sich einmal an, wer in Thüringen im Ausschuss sitzt und wo die Kernkompetenzen dieser Leute liegen. Bis auf den ausgesuchten Insiderkreis, nur Luschen – und dem Höcke hat man schon versucht eine reinzuknallen.

        1. Martina Renner wurde schon mehrfach bei öffentlichen Auftritten beobachtet, wie sie die wichtigsten Ergebnisse des Thüringer PUA unter den Teppich gekehrt hat, u.a. von mir persönlich. Sie spricht immer nur vom Untertauchen des Trios und der Deckung, die sie dabei hatten. Ich befürchte, dass der 2. PUA in Thüringen der Beseitigung der Probleme dienen wird, die der erste dem (tiefen) Staat verursacht hat.

          1. Für die Linke gibt es jetzt keine Entschuldigung mehr. Sie kann die „Selbstenttarnung des NSU“ aufklären. Sie stellt den Ministerpräsidenten, Herrn Ramelow, der sich zum Thema auch schon kritisch äußerte, und ist im U-Ausschuss vertreten. Von beiden Seiten kann Druck auf Geheimdienst und Polizei ausgeübt werden: Exekutive und Judikative. Es gibt keinen CDU-Innenminister Geibert mehr.

          2. Zitat:
            „Von beiden Seiten kann Druck auf Geheimdienst und Polizei ausgeübt werden“

            Kommentar:
            Ein Geheimdienst kann andersrum aber ebenso Druck auf die Aufklärer ausüben, indem er auf den Inhalt des Kompromatkoffers hinweist, wo sämtliche Verfehlungen enthalten sind, die die politische Karriere bei Bekanntwerden beenden.
            So wie es zum Beispiel bei Edathy gelaufen ist, so wird es mit Sicherheit auch bei den anderen Personen funktionieren, denn jeder hat in irgend einer Weise Dreck am Stecken.

  5. Die vier Polizeiwagen von Moser sind wo dokumentiert?

    Ansonsten wird die NSU-Lüge Heilbronn von der Politik und dem Beamtenapparat mit Mann und Maus verteidigt. Für mich bezeichnend wo Beamte inzwischen moralisch stehen, ganz unten. Polizei als Dealer gebrauchter Wahrheiten und weit weg von ihrem Berufsauftrag und der Pflicht daraus.

    Das es nicht einen Einzigen gibt, der wenigstens anonym Unterlagen ins Netz stellt, die Lügen als Lügen demaskieren, ist die einzige Erkenntnis, die man ziehen kann.

  6. Es freut mich sehr, mal wieder etwas von Thomas Moser zu lesen. Falls Sie hier mitlesen: Lassen Sie sich nicht unterkriegen!

    Die Sache mit den vier Streifenwagen ist mir auch neu. Wenn das belegbar ist (kaann jemand helfen?) und gleichzeitig gesichert ist, dass Arnold und Kiesewetter zu den Zeitpunkten der Sichtungen noch nicht vor Ort waren (den Zeugen also kaum eine Verwechslung/Fehlwahrnehmung unterstellt werden kann), dann wäre das ein neuer schwerer Schlag gegen die Vertuschung. Die anderen Zeugenaussagen demontiert man ja gerade munter, man müsste also „nachlegen“… es ist unfassbar, mit welcher Energie staatlicherseits die „Sachlage“ nach Bedarf zurechtgebogen wird.

  7. @Georg Lehle:
    Wüppesahls Beobachtungen von 2012 eignen sich denkbar schlecht, den m.E. einzigen lobenswerten UA-Bericht – den der Thüringer von 2014 – zu zerreißen:
    http://www.kritische-polizisten.de/pressemitteilungen/dokumente/2012-12-konkret.pdf

    Er konnte nicht überall gewesen sein und in diesem Interview ist die Rede davon, dass er die UA-Sitzungen des Bundestags besuchte. Somit dürfte er damals nicht unbedingt der Vor-Ort-Experte Nr. 1 für den Thüringer Landtag gewesen sein.

    Dennoch sprach Wüppesahl von den Mängeln der Ausschüsse „in Berlin und den beteiligten Landtagen“, insbesondere davon, dass „die Mitglieder des Untersuchungsausschusses massiv behindert werden“.
    Eine solche Aussage müssten die Thüringer nur dann als Vorwurf gegen sich selber gelten lassen, wenn sie zu dumm zum Erkennen oder zu feige zum Anprangern dieser Behinderung gewesen wären.
    Da der Thüringer Bericht aber klar von „Sabotage“ spricht, sollten sich andere Parlamente angesprochen fühlen, die ihren Frust nur sporadisch mündlich äußern und sich nicht trauen, den Behörden hochoffiziell vernichtende Feststellungen entgegen zu halten in Form nüchterner schriftlicher Analysen.

    Weiterhin beklagte er, dass den Journalisten „nicht die Protokolle der Untersuchungsausschüsse vorliegen“.
    Damals konnte er natürlich noch nicht kennen und in seiner umfassenden Bedeutung würdigen, was dann zwei Jahre später erst erschien: der Thüringer Abschlussbericht, der so ganz anders ist als der zaghafte des Bundestags-UA.

    KKK (Heilbronn/Baden-Württemberg), Hessen (Kassel / Temme), „Berlin mit dem V-Mann“: liegt alles nicht in Thüringen, gehörte daher von vorneherein nicht auf die Thüringer Tagesordnung. Ex-Polizist Wüppesahl kennt sich aus
    mit örtlichen Zuständigkeiten, seine Kritik am Umgang mit den Themen hatte sich bestimmt nicht gegen ein einzelnes (Landes-)Parlament gerichtet, sondern eher auf Bundesebene angesetzt. Er hatte gewiss nicht die fixe Idee, der Thüringer Landtag könne oder solle Hessens Bouffier und Temme vorladen bzw. die Baden-Württemberger Oettinger und Rech, um Kassel und Heilbronn aufzuklären.

    „(…) der eine sich auf Verlangen töten ließ und der andere einen Freitod begang (…) Da geht man im Moment nicht ran.“ Auch und gerade dieser Vorwurf von 2012 zum zentralen „rauchenden Colt“ trifft die Thüringer seit deren Bericht 2014 nicht mehr.

    Die „entlastende Wahrheits-Bereitschaft“ betrifft nur das Thüringer Parlament des Jahres 2014. Und selbst wenn auch dort etliche Vernebler sitzen – die einmal erbrachte Leistung des Parlaments als Ganzes schmälert das nicht.
    Egal auch, ob der Mut des 1. PUA evtl. nur auf Angst vorm Wähler beruhte und selbst wenn dort (wo es ja seit der Neuwahl teils neue Gesichter gibt) die Zahl der Vernebler zunehmen sollte und ein 2. PUA ein Wunschtraum oder zahnlos bleibt: den Abschlussbericht von 2014 schafft das nicht aus der Welt.

    Dem Wüppesahl von 2012 kann man aus dem Nicht-Berücksichtigen keinen Vorwurf machen; aber jedem, der 2015 die Thüringer bzw. ihr Ergebnis von 2014 kritisiert, ohne wenigstens zugleich den herausgearbeiteten Suizid-Fake gebührend zu erwähnen.
    Ohne „Suizid der Uwes“ steht die Münchner Justiz nämlich mit abgesägten Hosen da und „jagt“ seit zwei Jahren die freiwillig in (Schutz-?)Haft gegangene Freundin von zwei Ermordeten, um deren noch frei herum laufende Mörder sie sich keinen Deut kümmert!

    Wenn man schon nicht an diesem zentralen und eklatanten Realitäts- und Glaubwürdigkeits-Defizit des Münchner OLGs ansetzt, obwohl seit zwei Jahren alle Scheinwerfer der Mainstream-Medien auf München gerichtet sind, wie sollen dann alle weiteren, für die Öffentlichkeit nicht so „griffigen“ (Detail-)Enthüllungen genau diese Öffentlichkeit wachrütteln?

    Dann läuft das Spiel eben so wie z.B. beim ZEIT-Blog:
    Kritische Kommentare werden teils zensiert, teils zugelassen, teils sogar im eigenen redaktionellen Teil inhaltlich gestützt – aber mittelfristig kehrt die Redaktion immer wieder zur offiziellen Mainstream-Linie zurück und lobt, wie klar und toll inzwischen doch alle Punkte der Anklage bewiesen seien.
    Dann hört man kein Wort mehr von der ehemals eigenen Kritik und nicht einmal, warum sie inzwischen gegenstandslos geworden sei.
    Motto: Alles könnte irgendwie anders gewesen sein, aber im künftigen Rückblick werden wir bestimmt eine Harmonie von veröffentlichter und öffentlicher Meinung hinbekommen.
    Orwells Gutdenk und Gutsprech lassen grüßen.

    1. Ich muss Dir da absolut zustimmen: in diesem Sumpf von Lügen darf man vom Thüringer PUA nicht verlangen, dass er blütenweiß daherkommt. Die von Dir genannten Stellen sind deutlich genug. Ich habe deshalb den Bericht und zwei Zitate auch auf meiner Seite zum Ende im Wohnmobil untergebracht:
      http://www.hintermbusch.de/nsu_ende.html
      Der PUA-Bericht steht meilenweit vor allen Leidmedien und vor den meisten Medien überhaupt. Zusätzlich hat er natürlich ein gehöriges Gewicht.
      Auch was Du zur Taktik des Zeit-Blogs schreibst kann ich nur unterstützen. Am Extremsten ist mir das beim Attentat in der Probsteigasse aufgefallen: wenige Monate, nachdem Sundermann die Indizien, nein: Beweise, besprochen hatte, dass Böhnhardt und Mundlos die Bombe nicht platziert haben, hat er das Attentat wieder auf ihr Konto geschrieben. Gutdenk und Gutsprech sind da fast schon Untertreibungen. Ich habe manchmal das ungute Gefühl, dass es sich da um politischen Rinderwahnsinn handelt.

  8. Verrennt Euch nicht: Die einzige Leistung des Thüringer PUA ist die der Vorsitzenden am 31.3.2014: Kein Ruß in irgendeiner Lunge. Mehr wurde nicht aufgedeckt, und das Obduktionsergebnis kam sowieso im Mai 2014 beim OLG heraus. Mann kann sagen, Marx nahm dem OLG die Möglichkeit zur Falschaussage. Einverstanden.

    Die Sabotage ist eine Trugspur, eine blanke Desinformation. Es gab keine Sabotage 1998 ff., weil dort verschiedene Behörden einschl. Justiz, Polizei und VS vertrauensvoll zusammen arbeiteten, und so die Aushorchzelle BMZ schützten.

    Die Widersprüche im Wohnmobil Eisenach und die erfolgten Korrekturen hat nicht „die kritische Presse“ erzwungen, auch nicht Märchenbücher taten das, sondern NSU LEAKS.

    Niemand sonst als der Arbeitskreis NSU.

  9. „Niemand sonst als der Arbeitskreis NSU.“ Zitat Fatalist

    Wovon träumst Du eigentlich nachts?! Schon vergessen ?

    http://www.thueringer-allgemeine.de/web/zgt/leben/detail/-/specific/NSU-Ermittlungen-Fotos-vom-Eisenacher-Tatort-verschwunden-1628809181

    Nicht nur der letzte Absatz kann unmöglich aus den Ergüssen des sogenannten Arbeitskreises stammen – auch der Rest ist leider, leider nicht dem Arbeitskreis NSU geschuldet.

    Schlampe wollte doch tatsächlich abmahnen – „Abmahnen – IM ERNST – schrieb er irgendwo im Forum. Ihr leidet nicht nur an Betriebsblindheit, sondern auch an Selbstüberschätzung. Abgemahnt könnte in diesem Zusammenhang eher der Arbeitskreis werden. Das verspricht tatsächlich noch kurzweilige Stunden.

    Immer schön dran denken :

    “ die akten sind doch weit verbreitet, die leitmedien haben sie.“ Zitat Fatalist Ende

    Genauso ist das und nicht alle hängen ihr Tun ständig an die große Glocke. Da kann schonmal der fälschliche Eindruck entstehen, der „Arbeitskreis“ zeichnet für gewisse Entwicklungen verantwortlich.

  10. Falls die „Behörden von 1998-2003“ ihre „Unschuld“ als „Aushorchzellen-Betreuer“ noch gewahrt hatten (weil „ihre Zelle“ nicht mordete, sondern nur horchte), dann haben sie sie eben seit 2011 verloren: durch Mitwirken an der Vertuschung der „Döner-Morde“, indem sie die wahrheitswidrige Abladung der Schuld auf „ihre Zelle“ zulassen.
    Entweder damals „Sobotage“ zur Deckung von (NSU-)Mördern oder heute „Sabotage“ im Sinne von Strafvereitelung bei den wahren Mördern – das schenkt sich nicht viel.

    Die für die Vertuschung der Täterschaft bei den „Döner-Morden“ zuständige „Behörde“ ist zwar vermutlich keine derjenigen, die 1998-2003 mit dem NSU befasst waren, sondern eher sehr regierungsnah und vor allem mehr in außen- statt in innenpolitischen Maßstäben denkend. Aber wenn die „unschuldigen Behörden von 1998-2003“ sich gefallen lassen, jetzt evtl. zu Unrecht in die Rolle von Deppen („Pannen“) und Saboteuren („Finden Sie nichts heraus“) und letztlich Mörder-Helfern gedrängt zu werden, dann hält sich mein Mitleid in Grenzen. Nicht böse Parlamentarier drängen sie in diese Rolle, sondern ihr eigenes loyales Schweigen (sozusagen behördliche „Ganovenehre“) zu Gunsten der „Behörde“, die seit 2011 das Döner-Ceska-NSU-Doppelsuizid-Märchen in die Welt setzt.

    Selber nicht gemordert oder Mordentscheidungen getroffen zu haben, sondern nur staatliche Befehle ausgeführt – sprich Protokolle für Akten erstellt zu haben:
    Das konnte einen 93jährigen Oskar Gröning im Jahr 2015 nicht davor bewahren, wegen Beihilfe zum Mord in mindestens 300.000 Fällen angeklagt zu werden.
    Nicht einmal seine innere Ablehnung, die zu 3 Versetzungsgesuchen führte – und ihn letztlich vom sicheren Bürokraten-Job zum lebensgefährlichen Fronteinsatz.
    Die deutsche Justiz erwartet somit neuerdings sogar in Diktaturen maximale Zivilcourage und Widerstand von Befehlsempfängern, die das Rad der Geschichte nicht aufhalten, aber ganz schnell unter dieses Rad geraten konnten. Müsste sie es nicht umso mehr verlangen, wenn der „Befehlsempfänger“ einer Demokratie dient statt einer Diktatur?
    So viel kritische Distanz der Judikative zur leibhaftigen Exekutive wird wohl Wunschtraum bleiben – die schlüpfen nur bei toten (Exekutiv-)Gegnern selber in die Rolle / Robe des kritischen „Helden“.

    Der Streit, wer was enthüllt hat, bleibt daher kindisch, solange Mainstream-Medien und Münchner OLG die Gegenargumente zur Selbstmord-„These“ ignorieren und es anscheinend weder eine parlamentarische noch eine mediale noch eine sonstige (Gegen-)Öffentlichkeit gibt, die sie zur Wahrnehmung zwingen kann – oder überhaupt ernsthaft will? Die Fakten im Thüringer Bericht bleiben unbestritten, aber halt auch unberücksichtigt, obwohl sie den Prozes eigentlich zum Platzen bringen müssten.

    Wenn schon der große Hammer nicht reicht bzw. nicht genutzt wird: Mit welchem „Recht“ bzw. welcher „Autorität“ erhofft sich NSU LEAKS durch „viele kleine Details“ dann ein besseres Schicksal, einen größeren Einfluss auf den Weitergang des Prozesses ?
    Viele Tropfen höhlen den Stein – oder doch nur Tropfen auf den heißen Stein?

    1. Es ist ja noch offen, wie der Prozess ausgeht. Der dauert eben solange, weil die Folgen eines Urteils so oder so nur sehr schwer abzuschätzen sind. Unter der Oberfläche brodelt es.

      Der Streit darum, wer was angestoßen hat, erscheint keineswegs kindisch. Der Fatalist hat im vergangenen Jahr zig Leute böse abgewatscht – obwohl die ihm eigentich gut gesonnen waren. Die „Fatalistsche Methodik“ ist meiner Meinung nach gegen den Baum gefahren. Wirkung in etwa 0!

      Hat irgendjemand mal einen seiner Blogbeiträge einem Juristen vorgelegt?! Wenn ja, dann weiß derjenige ja, warum sowas keine Wirkung erzielen kann. Warum soll dann jemand, der seine eigene Linie in dieser Sache durchsetzt, seinen Erfolg nicht feiern dürfen?! Was soll daran „kindisch“ sein?

      Gegen den Fatalisten läuft ja ein Ermittlungsverfahren, weil er Inhalte veröffentlicht, welche andererorts als im öffentlichen Raum verhandelt gehören. Zumindest anfänglich. Klugerweise hat die Staatsanwaltschaft andere Beteiligte nur als Zeugen geladen.

      Die Bilanz nach einem Jahr Fatalistenblog ist jedenfalls verheerend. Sich dann noch mit fremden Federn schmücken zu wollen einfach unanständig. Ideenklau, so wie er beim Fatalisten an der Tagesordnung ist.

      1. „Gegen den Fatalisten läuft ja ein Ermittlungsverfahren, weil er Inhalte veröffentlicht, welche andererorts als im öffentlichen Raum verhandelt gehören. “
        Holla, jetzt machst Du Dir aber die rechtsmißbräuchlichen Positionen eines korrupten Apparates zu eigen. Wo sind denn die Ermittlungsverfahren wegen der offensichtlichen Sabotage und Fälschung von Ermittlungen? Diese furchtbaren Juristen geilen sich sehr gern an Kleinigkeiten auf (aber nur wenn sie sich gegen kleine Fische wenden lassen), damit sie die wirklich heißen Eisen liegenlassen können. Das ganze feinjuristische Geschwafel um diese Tatsache herum muss man nicht ernstnehmen. Was herauskommt, wenn die Verfahren eingehalten werden, kann jeder im Becker/Buback-Verfahren besichtigen: jedenfalls kein Recht. Der Fatalist tut eigentlich gut daran, die Akten zu leaken und diesen Behördensumpf öffentlich vorzuführen.

        „Der Fatalist hat im vergangenen Jahr zig Leute böse abgewatscht – obwohl die ihm eigentich gut gesonnen waren. “
        Dass es ihm Spass macht, alle abzuwatschen, ist das Hauptproblem. Er ist nicht bereit oder in der Lage, für die Bekämpfung des NSU-Betrugs Koalitionen zu bilden. Er hält den NSU angeblich für einen so gewaltigen Hebel, dass er damit seine deutschnationale Agenda pur durchzudrücken will. Dabei ist diese so riesig und so fernliegend, dass die Gegenkraft umgekehrt die NSU-Aufklärung verhindert. Als Ingenieur weiß er das ganz genau: Kraft=Gegenkraft. Die Prioritäten sind also offensichtlich sein Problem.

  11. „Für alternative NSU-Aufklärer ein untrügliches Zeichen: rätselhafte Todesfälle im Umfeld von Opfern, Verdächtigen und Ermittlern. Sie beweisen die Verstrickung des Staates in Verbrechen, die dem NSU angelastet werden. Ein so genanntes Zeugensterben begleitet die Strafverfolgung auch im NSU-Komplex wie eine tödliche, hoch infektiöse Krankheit.“

    … weiter unter:
    „Copykill“
    Arthur Christ und das Fanal von Eisenach

    https://parlograph.wordpress.com/

    Der Text nimmt dieses sog. Zeugensterben unter die Lupe und vergleicht diverse Feuertode. Es wird behauptet, dass der Tod von Arthur Christ die Vorlage für Florians Tod war.

    1. Die Überlegungen des Parlographen sind sehr gut und sachlich. Er hat ganz recht, nicht immer das Schlimmste anzunehmen und bis auf weiteres die Vertuscher und die Mörder gedanklich auseinanderzuhalten. Ist das Dein Blog?
      Es fällt mir auf, dass auch in der Ceska-Mordserie die Opferauswahl immer rätselhaft geblieben ist. Der Grieche Boulgarides passt beispielweise weder gut in das Opferspektrum eines mutmaßlichen NSU noch in das Opferspektrum eines mutmaßlichen türkischen tiefen Staates. Könnte eine Gemeinsamkeit der Ceska-Mordserie und des Zeugensterbens eben genau darin liegen, dass hier maximale Angst und maximales Mißtrauen gesät werden soll: Kurden gegen Türken, Kurden/Türken gegen Deutsche, Links gegen Rechts und beide gegen den Staat? Gezielter Terror zur langfristigen Destabilisierung eines Gemeinwesens?

      1. Danke. Ich unterscheide zwischen der als Frontstaat im Westen fest verankerten Vorwende-BRD vor 1990 und dem heutigen Schwebezustand einer unterschwelligen Identitätskrise. Die Forderung, Deutschland müsse mehr Verantwortung übernehmen deutet das Problem an.

        Terror als wichtiges Element einer Strategie der Spannung wird deshalb in dieser heutigen Situation „umgesetzt“. Es entsteht sozusagen virtueller – PRÄVENTIVER – staatlicher Terror.

        Die RAF stellte zumindest im Kontext westlicher sozialistischer Strömungen und des Ost-West-Konfliktes eine reale Gefahr dar. Der sog. Rechtsterror der Kleinstzellen der 1995er ff war von Anfang an präventiv angelegt: kontrollierten Faketerror schaffen, um echte Gefahren auszuschalten. Das betrifft auch sog. linksextremistischen Terror (militante zellen). Es gab und gibt keine echte Gefahr für die staatliche Ordnung durch Rechtsextremismus oder Linksextremismus.

        Hier gehören also auch die Terrorphantome NSU, NSS oder OSS hinein. Naturgemäß werden dann Terrorpläne vereitelt oder die Ausführung scheitert. Das ist ein wesentlicher Unterschied beispielsweise zu den USA, wo der Staatsterror reale Opfer fordert. Hier ist auch der Unterschied zu sehen zwischen einem Beamtenstaat Deutschland und dem tiefen, militärisch geprägten Staat in der Türkei.

        Wenn inszenierter Terror in Deutschland schon keine Opfer fordert, dann gibt es schon deswegen keinen Grund, Zeugen gewaltsam zu beseitigen.

        Wie gesagt, das ist die heutige Situation. Das muss nicht so bleiben, wenn der innenpolitische Druck stärker wird.

        Man kann darüber diskutieren, ob eine Totalinszenierung inklusive Fremdleichen die Sache erträglicher macht oder dem staatlichen Sicherheitshandeln sogar eine positive Richtung gibt. Hier ist die Gefahr, dass man vor lauter Verständnis in eine Art Stockholmsyndrom abrutscht.

        (Den Griechen hatten wir in einem Politforum mal detailiert beleuchtet. Er hatte kurz zuvor einen Schlüsseldienst neu eröffnet mit Ladenausbau und eine Wohnung erworben und ausgebaut. Schlüsseldienst riecht nach schnellem Geld, der Ausbau nach Krediten und Schulden. Evtl. ist bei Inkasso das Mordmotiv zu suchen).

        Die Verbindung der sog. Ceska-Morde mit dem Heilbronner Polizistenmord besteht wohl vor allem darin, dass diese Morde nicht aufgeklärt werden durften oder konnten (bspw. aufgrund von Auslieferungshemmnissen o.a.). Das machte sie zu Kandidaten für das NSU-Projekt.

  12. Es gab niemals eine Ceska-Mordserie mit der immer gleichen Ceska.

    Sag später nicht, wenn das Allgemeinwissen wird, fatalist habe das nicht bereits seit 2014 immer wieder behauptet.

    Er hat.

  13. „Es gab niemals eine Ceska-Mordserie mit der immer gleichen Ceska.“
    hintermbusch geht es vermutlich weniger um die fragwürdige Echtheit der veröffentlichten Serie(n), sondern um die Wirkung, die mit der Veröffentlichung als Serie beabsichtigt ist.
    Gerade wenn nicht zusammen gehörende Morde (ohne Not?) staatlicherseits zur Serie verkleistert werden (und erst mit unbekannten türkischen, dann – viel später – mit toten, geheimdienst-nahen deutschen Tätern verquickt werden), ist doch nicht das Kleistern der kleinen Beamten der Schlüssel zu den wirklich interessanten Themen und den zentralen Strippenziehern, sondern die „staatliche“ Motivation, die hinter den Kleisterern steht.
    Sowohl die abenteuerliche Kleister-Geschichte selber, als auch das konzertierte Mauern sämtlicher Behörden samt BAW sprechen jedenfalls dafür, dass diese nicht eigenmächtig kleisterten, sondern auf Befehl von sehr weit oben.

    Morde (erst recht bereits „fast vergessene“) werden von einem Staat normalerweise weder eingestanden (falls „Eigengewächs“) noch „adoptiert“ (falls von den wahren Tätern abgelenkt werden soll), sondern einfach vertuscht und verschleiert.
    Ganz anders hier: Die ab 2011 für die Zeit von 1998-2003 als NSU-Unterstützer beschuldigten Behörden lassen sich ohne echten Widerstand den Vorwurf arglistigen Wegschauens gefallen, als hätten sowohl sie selber als auch die Uwes wirklich was mit den „Döner-Morden“ zu tun gehabt. Oder als hätten sie, höchst chaotisch und inkompetent, zumindest Morde der Uwes begünstigt und Strafverfolgung vereitelt.

    Plausibel wird das erst, wenn man sie sich z.B. als Schutzwand für eine noch höhere „Behörde“ (sprich: Regierungsebene) vorstellt, die aus außenpolitischen Gründen eine Cover-Story oder ganz generell ein Märchen braucht.
    Eine Story, die ihre vermeintliche Glaubwürdigkeit gerade daraus schöpft, dass sie sich ja immerhin mit Ansätzen von staatlicher Selbstbezichtigung „schmückt“.

    Oder warum sonst sollten unzählige Behörden ihre Köpfe hinhalten als Mitverantwortliche für eine Serie, die es so gar nicht gab, sondern 2005 erst gebacken und ab 2013 durch den Münchner Prozess hindurch verfochten werden musste?
    Bestimmt nehmen sie nicht grenzenlosen eigenen Reputationsverlust auf sich, nur um zu verhindern, dass eine (regierungs-ferne) Klein-Gruppe von beamteten Desperados dem „Staat“ einen Reputationsverlust zufügen kann, auch wenn jene noch so sehr peinliche Kontakte zu OK und MC-Rockern haben sollten.

    Und wenn sie die Erlaubnis zum Dementieren der eigenen (unberechtigten) Schmach hätten, dann wäre doch nur nötig, den schon längst historischen NSU als geführte, nicht-mordende Aushorchzelle zu outen. Warum tun sie das nicht einfach?
    Ermittlungstaktisch schützenswert ist das Trio längst nicht mehr und heikle Details lassen sich durch nicht erteilte Aussagegenehmigungen aussparen. Ergo: Sie bekommen die Erlaubnis nicht, weil sonst für die Döner-Morde wieder Stasi-Ceskas in den Mittelpunkt treten und die damit die Verflechtung der tiefen Staaten Deutschlands, der USA und der Türkei.
    Für ein Dementieren der Grundlüge – die „Döner-Morde“ als (Ceska-)Serie – ist es hingegen zu spät. Sie ist Basis von viel zu vielem geworden und sie wurde zu sehr gehegt und gepflegt, um jetzt noch nachträglich als „Irrtum“ verkauft zu werden. Und sie wird vermutlich regierungsseitig weiterhin gebraucht für außenpolitische Zwecke – die innenpolitische Neonazi-Jagd ist allenfalls Nebenzweck, eher Tarnung.

    Falls die NSU-Mörderlüge platzt (da wären wir wieder bei der Achillesferse Selbstmord-Lüge), kann immer noch das Stehauf-Männchen Temme einspringen. Die Springer-Presse gräbt ihn ja schon jetzt regelmäßig aus, wenn z.B. in Heilbronn die USA-Bezüge wieder zu sehr ins Rampenlicht treten. Auch sonst wird ja transatlantisch fleißig vernebelt: Seit bald zwei Jahren weiß man kaum mehr, ob der NSA-Skandal vom NSU-Skandal ablenken soll oder umgekehrt.
    Und sollte ein Temme mal echt in die Klemme kommen, steht bestimmt schon ein Benjamin Gärtner bereit mit einer neuen „Version“.

    In Sachen Ceska ist jedenfalls nicht nur die Mordserie gekleistert, sondern auch so gut wie alle anderen Bezüge:
    – Warum „finden“ Fahnder keine Tatwaffe und keinen Täter-Typ, aber einen Waffen-Typ mit Spur zum eigenen (!) Geheimdienst?
    – Lagerte das Tat-Exemplar der Miniserie beim Libanesen / Schweizer oder bei der Stasi / VS / Temme?
    – Wurde es evtl. erst nach dem 4.11.11 aus mehreren Ceskas zusammenschraubt und angekokelt?
    – „Übergabe an NSU“ ja oder nein?
    – Wenn ja: durch Wohlleben & Schultze oder doch viel eher durch Starke & B&H?
    – Wieso wird Schultze als unglaubwürdiger Wohlleben-„Belaster“ für seine unbewiesene Anstiftungs-Behauptung gehätschelt, obwohl er alles Faktische (Kauf, Transport, Übergabe der Ceska) auf seine eigene Kappe nimmt und Wohllebens Schweigen nicht gegen ihn verwendet werden darf?
    – Hat man als nicht-staatlicher Killer ein Motiv (einen Auftrag?) die Serien-Nr. einer seltenen Waffe auszufräsen (statt zur Spuren-Minimierung am Tatort einfach eine Allerwelts-Waffe zu benutzen)?
    – Und wie läuft die „Wiederherstellung“ von ausgefrästen Serien-Nummern?

    Die Zweifel am Selbstmord gab es schon 2011 und sogar in der Mainstream-Presse. Fast schon diese Zweifel allein führen zum zwingenden Schluss der Beweis-Platzierung in Wohnmobil und Zschäpe-Wohnung – inklusive Ceska. Nett, dass NSU-Leaks viele Details liefert, aber ein Erstentdecker-Monopol für brisantes „Allgemeinwissen“ (gegenwärtiges oder künftiges) kann ich beim besten Willen nicht erkennen.

    Denn die politischen Strippenzieher, die es geben muss, und ihre exakte Agenda kann auch NSU-Leaks nicht nennen, nur vermuten.

  14. Vertuscher und Mörder auseinanderhalten dürfte der richtige Ansatz sein.
    Offen bleiben aber die toten Zeugen. Wenn kein natürlicher Tod, dann dürften sich die beiden Fraktionen hier überschneiden …

  15. „Niemand sonst als der Arbeitskreis NSU.“

    Der ThüringerUA hat deutlich mehr „aufgedeckt“, als nur die Rußlüge.
    Er hat es nur nicht zu Ende gebracht.
    Wie auch, die Mitglieder sind ihrer Partei verpflichtet. Trotzdem muss man die Leistung anerkennen. Im Rahmen ihrer politischen Möglichkeiten haben die am meisten von allen UAs geleistet.

    Und man kann die Ergebnisse verwenden! Sie müssen und werden akzeptiert.

    Der AK NSU dagegen leakt sporadisch Akten. Die Downloads sind ohne System, nicht gepflegt, liederlich und arm an Zahl. Das letzte Mal im März. Statt diese Quelle in hoher Qualität und ständiger Pflege anzubieten, werden Teilinformationen aus den Akten im Netz angeboten und der Autor investiert seine Zeit in selbstverliebte Bewertungen dazu.
    Komplizierte Gedankengänge, aggressive Sprache (Beleidigun-gen Dritter ist Standard) und eine selbstherrliche Zensur, sind die Bausteine dieser Show.
    Das Ergebnis, diese „Aufklärung“ ist komplett entwertet, isoliert und als Quelle nicht verwertbar.

    Von den subjektiven Auswertungsfehlern des Auswerters mal ganz abgesehen.

    Ja, Fatalist ist fleißig und unermüdlich, leider treibt ihn das falsche Motiv.
    Er füttert mit NSU nur sein Ego.

    1. Roger

      Sie schrieben weiter oben:
      „Das es nicht einen Einzigen gibt, der wenigstens anonym Unterlagen ins Netz stellt, die Lügen als Lügen demaskieren, ist die einzige Erkenntnis, die man ziehen kann.“

      Zumindest Einen scheint es gegeben zu haben, aber der hat -offenbar zu ihrem Leidwesen- seine Akten ausgerechnet dem Fatalisten überlassen.
      Ein gute Wahl wie ich finde.
      Nicht auszudenken, wenn das Material bei den naiven Gutmenschen und deren kriminellen Einflüsterern gelandet wäre. Schweigen. Die bleierne Zeit, welche derzeit in den Köpfen lastet, ist linksgewirkt.

    2. Sie schildern die ziemlich vollständige Unbrauchbarkeit der fatalist’schen Aktivitäten sehr treffend, roger. Man könnte schon auf den Gedanken kommen, dass da evtl. Methode und zersetzende/diskreditierende Motivation dahinter steckt, oder? Moser etc. haben ihm das ja mal ziemlich unverhohlen vorgeworfen, was ich damals noch für relativ abwegig hielt.

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