Schlagwort-Archive: Martin Arnold

Handynummern der Sauerland-Terrorgruppe waren in Funkzelle bei Theresienwiese eingewählt

Im Baden-Württemberger NSU-Untersuchungsausschuss sagte ein Ermittler des Bundeskriminalamtes aus, der die Handy-Aktivitäten am 25.4. 2007 in Heilbronn auswertete. An dem Tag wurde die Polizeistreife Kiesewetter/Arnold in der Theresienwiese überfallen, der „Heilbronner Polizistenüberfall“. Handynummern der Sauerland-Terrorgruppe waren in Funkzelle bei Theresienwiese eingewählt weiterlesen

Teil 1: Wurde Michele Kiesewetter zufällig Opfer des Heilbronner Polizistenüberfalls?

Am 25.04.2007 kam es zum Heilbronner Polizistenüberfall. Unbekannte überfielen eine Polizeistreife in der Theresienwiese in Heilbronn. Die 22-jährige Michele Kiesewetter (MK) starb sofort gegen 14:00, ihr Streifenpartner Martin Arnold (MA) überlebte schwer verletzt. Zu diesem Zeitpunkt waren eine Vielzahl Kollegen in der Innenstadt von Heilbronn und in Neckarsulm im Einsatz.

In neun Teilen wird anhand von Polizeiakten und Protokollen des baden-württemberger Untersuchungsausschusses der Polizistenmord analysiert und versucht, Ungereimtheiten zu klären.

Für den Heilbronner Polizistenüberfall wird seit Ende 2011 der National-Sozialistische-Untergrund (NSU) verantwortlich gemacht, siehe Gedenktafel an der Theresienwiese. Teil 1: Wurde Michele Kiesewetter zufällig Opfer des Heilbronner Polizistenüberfalls? weiterlesen

War Heilbronner Polizistenüberfall eine Racheaktion des tiefen Staates?

Im November 2011 wären verschiedene Verbrechen aufgeklärt worden: Eine dreiköpfige rechtsterroristische „Kleinstzelle“ hätte die Ceska-Mordserie begangen, zwei Bombenanschläge in Köln und den Heilbronner Polizistenüberfall. Diese Darstellung ist widerlegt worden. Den medial vorverurteilten „NSU-Trio“ Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Uwe Zschäpe kann nichts nachgewiesen werden. Aufgrund dessen müssen alternative Tathintergründe diskutiert werden dürfen, auch wenn es sich dabei um Spekulation handelt. Dieser Artikel stützt sich auf zeitliche und personenbezogene Überschneidungen, die genauso bloße Zufälle sein können. War Heilbronner Polizistenüberfall eine Racheaktion des tiefen Staates? weiterlesen

Wurde wirklich die polizeiliche Dienstwaffe von Martin Arnold im NSU-Wohnmobil gefunden?

Eventuell gibt es im thüringer NSU-Untersuchungsausschusses folgende Idee, das Chaos, welche der zwei geraubten Heilbronner Polizeiwaffen zuerst im Wohnmobil gefunden wurde, zu erklären:

  • Es befand sich die Dienstwaffe des Polizisten Martin Arnold im Wohnmobil. Sie wurde gegen 14:30 durch die Tatortgruppe entnommen,  ihre Waffennummer wurde um 16:20 abgefragt, Ergebnis: Dienstwaffe von Martin Arnold. Geraubt beim Heilbronner Polizistenüberfall. Dies wurde dem Einsatzleiter Michael Menzel mitgeteilt. Er meldete den Fund einer Waffe mit Bezug zum Überfall den Kollegen nach Baden-Württemberg. Da beim Heilbronner Polizistenüberfall auch Michele Kiesewetter überfallen wurde, und sie verstarb, entwickelte sich daraus eine Kommunikationspanne. Entweder Menzel kommunizierte falsch oder die Baden-Württemberger und Thüringer gleichfalls verstanden die Meldung derart, dass es sich bei der gefundenen Dienstwaffe um die von Kiesewetter handelte.

„… das Missverständnis mit der Waffenfindung erklärt sich ganz einfach, weil mit Findung der Waffe Arnold gemeldet wurde: „Waffe aus Polizistenmord Kiesewetter“ gefunden.“ (aus „persönliche Diskussion mit Dorothea Marx, Vorsitzende des thüringer NSU-Untersuchungsausschusses)

Stattdessen würde ich eine alternative Erklärung anbieten. Wurde wirklich die polizeiliche Dienstwaffe von Martin Arnold im NSU-Wohnmobil gefunden? weiterlesen

Dubiose SMS-Nachrichten umgekommener Opfer im NSU-Komplex

Im sogenannten NSU-Komplex gibt es eine ganze Reihe ungeklärt umgekommener Menschen. Die Ermittlungsergebnisse basieren zum Teil auf SMS-Nachrichten, die jedoch auch vom Täterkreis stammen könnten. Sollten die Ermittlungen so in die falsche Richtung gelenkt werden? Folgende Tabelle fasst die inhaltliche Botschaften in den SMS-Nachrichten der Verstorbenen zusammen.

botschaft-sms

Michele Kiesewetter Dubiose SMS-Nachrichten umgekommener Opfer im NSU-Komplex weiterlesen

Heilbronner Polizistenmord: Erfand Sonderkommission SMS-Nachrichten überfallener Polizisten Kiesewetter und Arnold?

Am 25.04.2007 ereignete sich der Heilbronner Polizistenüberfall. Zwei bis heute unbekannte Personen schossen den Polizisten Michele Kiesewetter und Martin Arnold in die Köpfe, gegen 14:00. Die Sonderkomission „Parkplatz“ leistete sich unfassbare Ermittlungspannen, die damit erklärt werden könnten, dass die Täter geschützt werden sollten.

Etwa wurde Fremd-DNA von verschiedenen Personen erst im Jahr 2009 gefunden, an der Bekleidung der Opfer und am Fahrzeug. 2007 fanden Ermittler lediglich eine einzige anonyme DNA-Spur, die sich 2009 als Wattestäbchen-„Phantom“ herausstellte. Ein sogenannter NSU-„Untersuchungs“ausschuss gibt in Baden-Württemberg vor, die Ungereimtheiten aufzuklären. Statt dem zuständigen Kriminaltechniker, Herrn Manfred Nordgauer, dazu kritische Fragen zu stellen, ignorierten Parlamentarierer das Thema vollkommen, stattdessen amüsierten sich Abgeordnete über seine Antworten:

Der Abgeordnete Niko Reith von der FDP/DVP fragte, warum er so schnell nach dem 04.11.11 zu den Tatorten in Eisenach (Wohnmobil) und Zwickau (Zschäpe-Wohnung) reiste,  und warum seine DNA an einem dort gefundenen Beweismittel festgestellt wurde.

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Ähnlich verheerend lief die polizeiliche Auswertung der Handy-Aktivitäten der Opfer mit einem ebenfalls im Einsatz befindlichen Kollegen, Herr Manuel B., und die Befragung der beteiligten Polizistin Nicole K. im Ausschuss. Heilbronner Polizistenmord: Erfand Sonderkommission SMS-Nachrichten überfallener Polizisten Kiesewetter und Arnold? weiterlesen

Heilbronner Polizeiwaffen erst in der Nacht zum 05.11. identifiziert, entgegen Aussagen von Polizisten?

Gerade veröffentlichte „fatalist“ (leider nur) Auszüge von Zeugenvernehmungen im thüringer NSU-Ausschuss. Die Vernehmungen hätten Ende Oktober 2016 stattgefunden. Vorgeladen war der thüringer Polizist D. Burkhart, der zwei wichtige INPOL-Abfragen vornahm. Durch Eingabe der Waffennummern konnte er beide Polizeiwaffen identifizieren, die beim Heilbronner Polizistenüberfall geraubt wurden. Das große Problem dabei: Seine Abfragen wurden in der Nacht vorgenommen. Der Dienstbeginn Burkharts war am 04.11. um 18:00!

Dagegen stehen die Aussagen der bei der Spurensicherung am Wohnmobil eingesetzten Beamten. Sie sagten dem Ausschuss, dass entweder Arnolds oder Kiesewetters Dienstwaffe am Nachmittag, gegen 16:00, abgefragt und identifiziert worden wäre. Tatsächlich sind zwei INPOL-Abfragen veröffentlicht, die aussagen, dass es Arnolds Waffe gewesen wäre: Heilbronner Polizeiwaffen erst in der Nacht zum 05.11. identifiziert, entgegen Aussagen von Polizisten? weiterlesen

NSU-Ermittler Menzel hätte Version im thüringer Ausschuss wieder verändert: Jetzt doch Kiesewetters Dienstwaffe zuerst identifiziert

Leider war ich nicht in der letzten Sitzung des thüringer NSU-Untersuchungsausschusses am 24.11.16. Es war wieder der ehemalige Polizeichef Michael Menzel geladen, dessen Ermittlungen zur „Selbstenttarnung des NSU“ am 04.11.11 führten.  NSU-Ermittler Menzel hätte Version im thüringer Ausschuss wieder verändert: Jetzt doch Kiesewetters Dienstwaffe zuerst identifiziert weiterlesen

Oberstaatsanwältin Greger: Undenkbare NSU-Tatorte Heilbronn, Kassel unplanbar!

Im Gegensatz zu den Medien berichtete die Pressestelle des Bundestags von der letzten Sitzung des NSU-Untersuchungsausschusses. Dies ist immer Hinweis darauf, dass etwas für die Regierung nicht gut gelaufen ist. Oberstaatsanwältin Anette Greger war geladen. Sie ist seitens der Bundesanwaltschaft mit den NSU-Ermittlungen beauftragt. Sie sagte, dass die Mordanschläge in Heilbronn und Kassel „undenkbar“ gewesen wären, da die Täter jederzeit hätten gestört oder beobachtet werden können.  Oberstaatsanwältin Greger: Undenkbare NSU-Tatorte Heilbronn, Kassel unplanbar! weiterlesen

Oberstaatsanwältin Anette Greger: Übereinstimmende DNA an drei Tatorten wahrscheinlich verunreinigt!

Der Untersuchungsausschuss des Bundestages befragte gestern Oberstaatsanwältin Anette Greger.

„Sie ist im Auftrag der Generalbundesanwaltschaft seit Jahren mit der juristischen Aufarbeitung der Mordserie betraut.“

Sie bestätigte zwar, dass an den sogenannten NSU-Tatorten keine DNA des Trios Zschäpe, Böhnhardt, Mundlos gefunden wurde, sondern von anonymen Personen, das wäre jedoch kein Problem; auch bei drei Tatorten mit DNA-Übereinstimmung! Oberstaatsanwältin Anette Greger: Übereinstimmende DNA an drei Tatorten wahrscheinlich verunreinigt! weiterlesen